13.2.05

Pisa-Christkind

Jetzt überbieten sich alle Parteien im Bildungsreformeifer.
Grundsätzlich:gut so, denn es muss sich Grundsätzliches ändern.
Ja, hoffentlich kommt sie bald, die ganztägige Schule.
Ja, hoffentlich endet bald die absurde Trennung der 10-Jährigen in Hauptschule und AHS.
Ja, hoffentlich übernimmt bald die Schule mittels individueller Förderung, was jetzt mit teuren Nachhilfestunden privat gezahlt wird.
Ja, hoffentlich werden die Begabungen unserer Kleinsten möglichst früh gefördert und deren Defizite (z.B. die sprachlichen) schon vor dem Eintritt in die Volksschule behoben.
Ja, hoffentlich gibt es bald genügend Begleitlehrer/innen, damit jene, die Förderung bedürfen, diese auch bekommen.
Ja, hoffentlich-aber:
All das kostet Geld, sehr viel Geld.
Und stösst an Grenzen, die öffentlich kaum diskutiert werden:
Hauptschulleher/innen werden derzeit anders ausgebildet als AHS-Lehrer/innen und bekommen auch anders (weniger) bezahlt.
Wenn dann in der Gesamtschule beide unterrichten, bekommen sie dann auch unterschiedlich bezahlt?
Unterschiedlicher Lohn fürt gleiche Leistung?
Weniger für AHS-Pädagogen/innen? Kaum vorstellbar!
Generelles Anheben der Gehälter aller Hauptschulpädagog/innen? Wo ist der Finanzplan?
Oder:Wer das Gros der österreichischen Schulen kennt, wo an die 60 Lehrer/innen in einem Saal ihren Arbeitsplatz haben, weiss, dass es viel kosten wird, ihnen einen adäquaten Arbeitsplatz berreitzustellen, wenn sie ganztägig in der Schule sind.
Und die Küchen!
Und die notwendigen Freizeit-Aufenthaltsräume für die Kinder!
Die Freiräume!
Ja, das könnte z.B. die Wohnbauförderung (jetzt heiligstes Ländereigentum) bezahlen.
Ich hör schon das Geschrei.
Und wenn die Schulpflicht verläüngert wird (durchaus sinnvoll) heisst das auch mehr Geld.
Und und und.
Wir stehen erst am Anfang und die Verteilungskämpfe haben noch nicht einmal begonnen.