11.6.06

SOS ÖGB

Ach Genossen, irgendwas habt ihr da beim Brecht lesen gründlich missverstanden: "Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Da gründet also der ÖGB eine Bank und macht quasi einen Bankräuber zum Chef, der gibt seinem Aufsichtsratspräsidenten einen Zettel auf dem steht "Abfertigung her oder sonst!" und schon kriegt er zum fetten Salär noch ordentlich was drauf und 93 Millionen Schilling bar aufs Händchen.

Aber das ist ja ein Klacks gegen das, was jetzt noch rauskam: Die Bawag gehört dem ÖGB, also genau genommen einer Anteilsverwaltung dazwischen, und die Anteilsverwaltung hat bei der Bawag etwa so viel Schulden, wie die Anteile wert sind. Die Schulden des ÖGB: 1,5 Milliarden Euro und dazu nochmal 380 Millionen für den Teil, den man von der Bayrischen Landesbank wieder zurückkaufte, also sagen wir mal salopp 2 Milliarden, es werden  sich schon noch da oder dort einpaar liechtensteinische Stiftungen mit weiteren Verlusten zusammenläppern. Reicht wahrscheinlich, um allen Arbeitslosen im Land ein Jahr lang einen Mindestlohn auszuzahlen – oder wieviele Millionen Jahre Mitgliedsbeitrag sind das?

Vielleicht das nächste Mal doch besser dilletieren als soviel Professionalität. Nicht vergessen, wenn's soweit ist: Das Konkursgericht ist nicht mehr in der Riemergasse, sondern in das Justizzentrum Wien Mitte übersiedelt. 

1 Comments:

Anonymous contributor said...

Vorwärts immer! Rückwärts nimmer!
http://vabanque.twoday.net/stories/2170243/

14/6/06 10:43  

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