5.7.06

Bundesbahn-Blues (2. Strophe)

Wir wollen ja nicht auf Prinzipien herumreiten, wie der ÖBB-Aufsichtsratschef Ferdinand Malik. Der hat sich ja als strenger Prüfer des angeblichen Skandals geoutet, dass die ÖBB-Personenverkehrschefin Wilhelmine Goldmann für ihre gemeinnützige "Opernwerkstatt" Telefon und andere Kleinigkeiten aus dem Büro verwendet haben soll, was die Bahn um ein paar tausend Euro geschädigt haben soll.

Wir wollen also nicht auf Prinzipien herumreiten, aber eine Frage an den Herrn Malik hätten wir da noch: Wie funktioniert das, dass Ihr renommiertes Managementinstitut Beratungsaufträge von der Bahn angeblich in Millionenhöhe bekommt, der sie quasi als oberste Aufsicht vorstehen? Anders als der Herr Hundstorfer vom ÖGB wollen sie ja nicht einmal beim Unterschreiben dabei gewesen sein, aber gewusst werden Sie es doch haben? Und noch eine kleine Zusatzfrage: Die Frau Goldmann soll keine Beratungen von Ihnen gewollt haben. Doch nicht etwa in Fragen, die mit dem Umgang mit dem Bürotelefon für private Wohltätigkeit zu tun hatte?

1 Comments:

Blogger Heinz said...

So was in der Art lag mir auf der Zunge, aber ich hätte es von dort nicht besser runterrollen lassen können. Danke an den Schriftührer des Politbüros!

5/7/06 16:18  

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