6.7.06

Bundesbahn-Blues, polizeilich verboten

Das Absingen des Bundesbahn-Blues ist im Pressezentrum der Bahn polizeilich verboten. Eigentlich ist die Geschichte mit der Verwandlung der Entlassung der angeblich bahnschädigenden Personenverkehrs-Chefin Goldmann in eine Verwarnung (Warnung des Bahnministers: Telefonieren für ihren gemeinnützigen Verein kann Ihre Karriere abrupt beenden!) an Grotesken kaum noch zu überbieten.

Aber ein Schäuferl hätt ma noch: Nachdem der Aufsichtsrat verwarnte, bat der ORF im Pressezentrum der ÖBB am Wienerberg die verwarnte Frau Goldmann zu einem TV-Interview. Aber halt! Schon kam die Polizei, berief sich auf den Eigentümer des Gebäudes, in dem die ÖBB nur Mieter ist, den Herrn Reithofer von Wienerberger, und sagte: Da gibts keine Drehgenehmigung, dieses Interview ist verboten.

Jetzt aufpassen: Weil abends in der ZiB2 wird der Herr Aufsichtsratschef Malik sein, vom Moltofon geordert (wenns nicht noch eine andere Befehlsausgabe in letzter Minute gibt): Hoffentlich haben die Kollegen dann auch eine Drehgenehmigung. Apropos Kollegen von der Agentur Hochegger, die ihr den ÖBB Chef beratet: Könnt Ihr Euren Kunden eigentlich vermitteln, welche Dinge in der Öffentlichkeit absolut nicht gut rüberkommen?