12.7.06

Unser unermüdlicher Grillfleischtester

Ist schon wieder eine Weile her, als das Land seine ZwangsPflichtmitgliedschaften in den diversen Kammern hitzig diskutierte und sich dafür entschied, dass Zukunft darin besteht alles beim alten zu lassen. Nun, was macht inzwischen die Arbeiterkammer mit unseren Umlagen, im vergangenen Jahr in Wien beispielsweise mit durchschnittlich 96,84 Euro vermutlich höher als die Handy-Roaming-Gebühren des durchschnittlichen Mitglieds, vor denen die AK nimmer müde wird zu warnen?

In den letzten Tagen warnte uns die AK eindringlich vor "Geschenkte Reisen nicht umsonst", "AK warnt vor schwarzem Fernsehbildschirm", "Notfallspass für Vergessliche, Expresspass für Eilige", "Wieder saftige Strafe für Hervis wegen irreführender Werbung!", "AK-Grillfleischtest bringt unappetitliche Ergebnisse" (ein Sommerklassiker), "Zwei von drei Sportgetränken nicht empfehlenswert", "Sechsjährige im Visier der Banken" und "Ungetrübter Urlaubsspaß am Flughafen Wien" -- ist doch schon mindestens die Hälfte des Mitgliedsbeitrags wert.

An den obersten Grillfleischtester, Ö-und-Wien-Chef der von uns erhaltenen Institution, Herrn Tumpel, hätten wir im Zuge der jüngsten Infos über die von ihm seinerzeit beaufsichtigte Bawag noch eine kleine Frage. Ehefrau Tumpel-Gugerell war doch damals in der Oesterreichischen Nationalbank, und deren Prüfer haben schon 2001 vom Flucht der Karibik gewusst, nur hörte keiner hin. Reden Sie eigentlich daheim darüber, was der Arbeitstag so gebracht hat? Oder ist das mehr wie im Geheimdienst, Liebling frag mich nicht, ich darf's dir nicht sagen?