22.8.06

Die Republik, ein einziger Pflegefall

Tausende tun es, erzählt uns die zur ÖVP-Pflegespezialistin mutierte frühere steirische Landeshauptmann (darauf besteht die Frau Klasnic), und auch der Bundespräsident ließ es tun: Seine Schwester hatte für den Vater eine slowakische Pflegerin geheuert. Immerhin um damals 30.000 Schilling pro Monat, plus Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Inzwischen am Wolfgangsee: Nach den üblichen paar Tagen Sendepause meldet sich auch unser Herr Kanzler in eigener Sache zu Wort und erzählt den Salzburger Nachrichten, dass man sich mit ihm und nicht "seiner angeheirateten Verwandtschaft matchen soll, die nichts dafür kann". Gewonnen! Drum geht's ja, und nicht um die Schwägerin, die ja auch nicht ganz Österreich erklärte, dass es keinen Pflegenotstand gibt. Aber späte Reue bewegt: Jetzt bittet Schüssel "den Herr Arbeitsminister", dass er den Arbeitsmarkt doch für die hilfreichen, bisher "ehrenamtlich" tätigen Geister aufmacht.