28.8.06

U-Blog HEUTE

Österreich macht die Waffen scharf. Vor der U-Bahn-Station ein freundlicher junger Mann, der Österreich-Werbefolder verteilt. Haben will sie keiner. Auf schlechtem Papier kündigt Wolfgang Fellner bombastisches an. HEUTE kratzt das gar nicht. Im Gegenteil. Chefredakteur Richard Schmitt trägt das milde Lächeln eines Siegers auf den Lippen. In seinem heutigen HEUTE-Kommentar tut er den „erfolgreichen Medienmacher” sogar ein bisschen frotzeln. Klar. Mit voller Hose ist gut stinken. HEUTE geht derzeit durch die Decke. Schon 500.000 Stück Auflage meldet Herausgeberin Eva Dichand. Seit Anfang Woche ist HEUTE auch in Oberösterreich zu haben - Kairo, Bad Heviz und Cesenatico sollen folgen. Schmitt hat sich ein Radio Wien Interview mit Wolfgang Fellner angehört. Schmitt belustigt: „Im begrenzt dynamischen Umfeld angestaubter Oldie-Hits, durfte Wolfgang Fellner (WoFE) für seine künftige Zeitung werben. Die gut gemeinte Starthilfe entglitt zum Marketingdebakel: „sein Blattl werde – O-Ton Fellner – „anfangs mit Fehlern erscheinen“. Das ist aber nicht der WoFe schuld, sondern der Schüssel. Der Kanzler hätte ja, so Fellner, die Wahl ursprünglich für November angesetzt. Und zu diesem Zeitpunkt wär er dann tatsächlich zum Start bereit gewesen. Aber so…… Schmitt will auch raus gehört haben, dass Fellner Anfangs nicht soviel Auflage wegen begrenzter Kapazitäten in der Druckerei schaffen wird. Schmitt mit einem Kalauer: „Offenbar soll Fellners Werk die Blaue Mauritius unter den Medien-Produkten werden. Wenn schon nicht so antiquiert und teuer, dann zumindest selten. Am Ende tut der Fellner dem Schmitt sogar ein bisschen leid und versorgt ihn mit einem Profitipp. Quasi „aus einem „gut funktionierendem Medienhaus”, wie er lässig angibt: „Damit kein Kapazitätsengpass entsteht, einfach die ganz großen Papierrollen kaufen, bei der Druckmaschine später auf „Stopp” tippen und die Zeitungen von einem perfekten Vertrieb verteilen lassen.”