30.8.06

Wunderverwertungsmaschinerie (5)

Es kommt wirklich nichts besseres nach. Zuerst bestellte die Jugendanwaltschaft den "Trouble-is-my-business"-Anwalt Günther Harrich als Vertreterin von N.K. Dann dämmerte es sogar dem Anwalt selbst, dass er als Mann vielleicht nicht der optimale Opfervertreter einer jungen Frau ist, die acht Jahre lang von einem anderen Mann eingesperrt wurde, noch dazu wo er davor die Täterseite in dem grauslichen Fall des von seinen Eltern jahrelang in einem Sarg eingesperrten Mädchens vertrat.

Also gibt Harrich die Vertretung ab, und natürlich fand man prompt einen anderen älteren Mann dafür, den Gabriel Lansky, der das natürlich "sehr gern macht". Alte VSStÖ-Seilschaft mit dem Medienvertreter von N.K., Dietmar Ecker, aber das tut hier naturgemäß nichts zu Sache, ebenso wenig wie der Umstand dass der dritte in diesem Bunde, der pensionierte Jugendrichter Udo Jesionek gleich morgen, am Donnerstag, eine Pressekonferenz über "traumatisierte Kinder und mehr Rechte für Opfer" gibt.

Mehr zur Sache tut, dass von Lansky als Opfervertreter oder gar Verrteter traumatisierter Kinder nichts bekannt ist. Mehr dagegen als Wirtschaftsanwalt, der gute Mediendeals macht. Man muss eben schauen, wie man das Schicksal verwerten kann, schließlich hängt ja die Anwaltsprovision davon ab.