20.9.06

Klartext

In Ungarn redet die Regierung Klartext. Der Regierungschef gibt offen zu, dass man nichts weiter gebracht und das Volk nur angelogen hat.

Vorreiter für diese Offenheit dürfte BZÖ-Staatssekretär Mainoni sein. In einem Interview mit der "Zeit" hat er bereits 2004 die Hintergründe der Wiedergutmachung an NS-Zwangsarbeitern. enthüllt. Die Zahlungen seien dazu benutzt worden, um die internationale Isolation nach der schwarz-blauen Koalition im Jahr 2000 zu durchbrechen, so Mainoni. Der ehemalige FPÖ- und nunmehrige BZÖ-Politiker Mainoni wörtlich: "Da haben wir uns eingekauft." Und weiter: "Da haben sich die ÖVP und die Freiheitlichen ... zusammengesetzt und überlegt: 'Okay. Wie viele Milliarden kostet uns das?' Und dann haben wir das gemacht. Damit haben wir auch den Rücken frei gehabt gegenüber den jüdischen Organisationen."

Bekannt wurden Mainonis Aussagen erst jetzt auf Grund einer Studie des Sozialwissenschaftler Oliver Geden von der Berliner Humboldt Universität zum Thema "Diskursstrategien im Rechtspopulismus".

Ein dicker Brocken, sag ich mal. Und hallo liebe Innenpolitik-Journis? Wie konnte man so einen „Sager” zwei Jahre lang verschlafen????

Update: Ein bissl ist die Ehre der Ösi-Journaille ja doch wieder hergestellt, weil die Geschichte in der Zeit stammt von Florian Klenk, früher Falter, der übrigens ein gutes Blog macht.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

der richtige link ist hier: http://www.zeit.de/2006/39/515-Mainoni

zur studie gehts hier: www.florianklenk.com

20/9/06 17:18  

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