12.10.06

Böse Gastinger

Muss Westenthaler ins Häfn? Vielleicht. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung habe laut Zeitungsbericht den BZÖ-Chef in der Prügel-Affäre wegen Nötigung angezeigt. Bei einem Schuldspruch gibts für den Ingenieur für bis zu einem Jahr nur Wasser und Brot. In einem Bericht der "Zeit im Bild 2" hat die Wiener Polizei die Meldung bestätigt. Das BZÖ spricht von einer "klaren Falschmeldung". Egal. Ein Sündenbock ist längst gefunden. Justizministerin Karin Gastinger hat das ganze ausgeheckt. Laut BZÖ Aussendung hat sie eine Weisung an ihrem angeblich von Westenthalers Leibwächter verprügelten Pressesprecher Christoph Pöchinger ausgegeben, Westenthaler mit „absurden Anzeigen” zu schaden. Das BZÖ verlangt, dass „diese Vorgangsweise von Frau Gastinger einer sofortigen Überprüfung zu unterziehen ist. Hier besteht der dringende Verdacht, dass „die scheidende Ministerin ihr Amt für persönlich Zwecke be- und ausnützt."

Wie stellen wir uns das vor? Gastinger zieht in Mafia-Manier Pöchinger ein paar über: „Tschuidgung Chrisi, i muas des für die Rebublig toan.” Der schwer verletzte Pöchinger schleppt sich in der Wahlnacht in das besagte Lokal, wirft sich zu Boden, schreit Überfall und lässt sich wenig später im Spital behandeln. Anders kann das nicht gewesen sein.