8.12.06

Grüner Handwaschsalon

Eine Hand wäscht bekanntlich die andere, in der Politik nennt man diesen reinigenden Effekt Postenschacher, nur die Grünen tun so als ob sie eine selbstreinigende Partei seien. Offenbar aber nur bis sie Gelegenheit haben, dank günstiger Stimmenkonstellationen ihre handreinigenden Dienste an den Meistverschmutzten anzubieten, also ist jetzt im ORF die Zeit des Händewaschens angesagt. Für Pius Strobl, bisher grüner Stiftungsrat und besonders rühriger Mitarchitekt der Wrabetzschen Regenbogenkoalition, ist es Zeit den Waschbonus einzucashen: Er wird neuer Chef für "Kommunikation und zentrales Marketing", sollte wohl künftig zentrales Eigenmarketing heißen. Natürlich wurde der Posten wie im ORF und sonstwo üblich an den Bestgeeigneten vergeben, nur wenn die Roten oder Schwarzen oder Blauen oder Orangen so was gemacht hätten, dann hätte es so ausgesehen als sei da "eine Stimme gekauft worden". Pfui, dass die ÖVP so denken kann, wo sich doch der Strobl und Ernsti Strasser beim seinerzeitigen schwarz-grünen PostenKoalitionsschacher so gut verstanden haben.