7.12.06

Kim lässt es rocken



Der geliebte Führer Kim Jong-il öffnet seine Grenzen für die wilden Hunde mit langer Mähne und Stromgitarre. Im Frühling 2007 soll unter dem Titel „Rock for Peace“ in Pjängjang ein Rockfestival über die Bühne gehen. Rockbands aller Herren Länder sind eingeladen für den großem Führer aufzuspielen. Die Reisekosten müsste man aber selbst übernehmen, heißt es auf der Website des Veranstalters Voices of Korea.Zudem müssen sich die Bands an ein paar kleineren unwesentlichen Auflagen halten. So dürfen die Liedtexte nicht gegen bestimmte Vorgaben verstoßen. Unerwünscht sind Texte, die sich positiv äußern über Sex, Gewalt, Drogen, den Krieg, den Kolonialismus, den Imperialismus, den Rassismus. Und natürlich darf in den Liedern weder Nordkorea oder gar der Sozialismus irgendwie kritisiert werden.Die Idee zu diesem Festival hatte der in London lebende Jean-Baptiste Kim, ein Franzose, der in Südkorea geboren wurde. Der Journalist und ehemalige Korrespondent der nordkoreanischen Tagezeitung Rodong Sinmun versucht seit längerem mit verschiedenen Aktionen das miserable Image Nordkoreas ein wenig aufzupolieren. 54 Gruppen aus 20 Ländern haben sich laut Jean-Baptiste schon gemeldet. Sogar über einen Auftritt von Eric Clapton oder U2 wird spekuliert. Ob Kim Jong-il selbst auch anwesend sein wird, ist noch nicht entschieden. Die Frisur zum Rockstar hat er sich vorsorglich aber schon machen lassen.