12.12.06

Licht ins Dunkel

Meingott, da gibt sich jemand Mühe und verhilft der Frau Bald-Ex-Generaldirektorin Lindner noch zu etwas Lichts in Dunkel und stellt ihre erfolglose Bewerbung ins Internet. Und was ist der Dank? Sie klagt Standard-Medienreakteur Harald Fidler -- wegen Verletzung ihres Urheberrechts. Abgesehen von der Frage, ob hier nicht allenfalls das Urheberrecht ihres Ghostwriters verletzt wurde, kann man sowieso nur jeden davon raten, die Finger davon zu lassen, weil das Werks bei den Kritikern bekanntlich durchfiel und kaum eine Hilfe für aspirierende Medien-Chefs ist.

Dafür ist der ORF offenbar bemüht, nicht nur das Urheberrecht sondern gleich das ganze Werke seiner verdienten Mitarbeiterinnen vor zu viel Publizität zu schützen: Nachdem die ORF-Moskau-Korrespondentin Susanne Scholl kurzfristig in einem sowjetischenrussischem Gulag wegen ihrer Doku über Tschetschenien einsitzen musste, interessierten sich von der BBC abwärts Sender für die Doku von Frau Scholl. Für das heimische Publikum musste eine Kurzfassung im Weltjournal vergangene Woche reichen, der Rest wurde auf 3sat unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbannt. Putin hätte das auch nicht besser hinkriegen können.

Update 13.12.: Auf solche Freunde ist halt Verlass, nachdem auch der schwarze "Freundeskreis" der Frau Lindner gesagt hat, keine gute Idee, lässt sie das mit der Klage lieber doch bleiben.