26.6.06

Aber hallo, Österreich!

Gern folgen wir dem Antrag von Genossen Jeff Holly Wood aus dem Newsroom von Österreich und setzen, Exklusiv!, dieses auf die Tagesordnung: Neuzugänge bei Österreich -- Gerda Rogers sorgt für die guten Sterne! Die lipizzaner bei Österreich! Die Wiener Sängerknaben singen jeden Sonntag für Österreich! Das goldende Dachl wechselt zu Österreich! (mit dem Tauern Nationalpark wird noch verhandel!)

23.6.06

Der Befreiungsschlag

Superidee: Eine SPÖ ohne Gewerkschaft ist wie die ÖVP ohne Bauernbund. Oder wie eine Wahl ohne Chance. Es waren sicher nur rote Astralleiber, die in den vergangenen 60 Jahren am 1. Mai mit den Gewerkschaftern auf der Tribüne gestanden sind. Für die Vorwahlinterviews mit Funktionären jetzt diese Antwort üben: Gewerkschaft, Gewerkschaft...?Lassen sie mich mal nachdenken ob wir mit denen zu tun haben. 

20.6.06

Vorsicht vor der Brez'n!

Hoffentlich ham's auch wirklich alle Gefahrenquellen für W. fest im Griff, immerhin kommt ja das Essen und das Klopapier von der Air Force Basis in Ramstein, damit er sich nicht an einem Punschkrapferl, außen rosa, innen braun, in Wien verschluckt. Und hoffentlich ham's im Intercont auch alle Brezeln weggeräumt, die gefährlichste aller Waffen des Jihad. Apropos Brez'n: Vorsicht auch vor dem Segway-Geschäft gleich am Ring beim Stadtpark! Womöglich kommt der Mann noch auf die Idee eine Stadtrundfahrt mit einem Segway zu machen und es kommt wie es schon einmal kam...

19.6.06

Frankreich übt wieder Resistance

Europa ist wieder so weit: Eine "neue französische Resistance" versteckt wieder Kinder -- vor der Deportation durch die eigene Polizei. Eltern verstecken ausländische Kinder, die keine Aufenthaltsberechtigung haben, ein Akt des zivilen Widerstands gegen Gesetze, die in Frankreich nicht anders aussehen als hierzulande. Und bei uns? Da ist abschieben möglich, von Verstecken ist noch nichts bekannt.

Lowlander, geht voran!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus -- nein, nicht dieses in der Grünen Zone der Wiener Innenstadt -- natürlich passiert es tags darauf: Der Lowlander darf seinen ersten Handymasten demontieren.

Wir erinnern uns: Vor einem Jahr der große Theaterdonner, dann der große Handypakt und alles wird gut: Ein paar Handymasten weniger, ein paar Strommasten mehr, von den Plakatständern zur Wahl im Herbst wollen wir gar nicht erst reden.

Am 22.6. gibt es die photo opportunity dazu: Erwin demontiert den ersten Mast. Hoffentlich im St. Pöltner Regierungsviertel, dann gibts vielleicht aufgrund gestörter Verbindungen ein paar Interventionen weniger im ORF. So fügt eines sich zum anderen.

18.6.06

Wie Kleinvieh ordentlich Mist macht.

Das Gesundheitssystem soll große Probleme haben, weil immer teurer, und es sind die kleinen bequemen Ineffizienzen die sich zu großen Verschwendungen zusammenläppern. Wie diese: Eine Patientin braucht eine Augenoperation, Routine, die am laufenden Band durchgeführt wird, eigentlich ambulant gemacht werden könnte, aber mit einem Tag im Spital zur Kontrolle einhergeht.

Jetzt funktioniert das Spital so: Die Patientin tanzt  Freitag früh an, wird durchgecheckt, ist in Warteposition, weil X Patienten vor ihr sind. An diesem Freitag geht es sich nicht aus – man sollte meinen, sie kommt am Montag wieder. Aber nein: Sie muss dableiben (unter Androhung sonst Montags nicht operiert zu werden), bezieht pumperlgesund ein Spitalsbett, wird morgens visitiert und augeneingetropft (was offenbar nicht notwendige gewesen wäre, wenn sie noch am Freitag dran gekommen wär). Nachmittag großzügig Ausgang, abends brav wieder da sein. Macht zwei Spitalstage zur Verrechnung. Auch Kleinvieh macht  Mist.

15.6.06

Zeit für die Trümmerfrauen

Für die Herren an der ÖGB-Spitze wirds ein bissl eng, nachdem uns Vizespitze Klein zuerst verriet, dass das ganze ÖGB-Präsidium von der 1,53 Mrd. Euro Altlast aus dem Bawag-Debakel wusste, nur um ein paar Stunden drauf zu sagen, dass er sich doch nicht erinnert,woran er sich erinnerte. Wer soll den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen, der nicht selbst bekleckerte Hände hat? Na, in bewährter Weise ein paar Frauen, die wissen sicher nix, weil die hat man ja von solchen Umständen ganz gentlemanlike immer ferngehalten. Bei www.zeichensetzen.at wär schon eine: Helga Wolfgruber, die rührige Sprecherin. 

Bürgerkrieg im grünen Bereich

Herr Bush besuchte also den Irak um sich selbst ein Bild zu machen. Wozu hat man auch seinen privaten Jumbo? Und wie war es? "Es war unglaublich – ein unglaubliches Gefühl", da trifft man den Herrn Parlamentspräsident, der "noch vor einem Jahr nicht einmal am Telefon mit mir gesprochen hätte", und überhaupt gibt es einen "spürbaren Unterschied", wahrscheinlich gegenüber dem letzen Besuch mit Thanksgiving Turkey. Also alles im grünen Bereich in der grünen Zone.

Um den "spürbaren Unterschied" weiter zu verfolgen braucht er sich jetzt künftig nur noch bei den Bloggern aus dem Irak einloggen, etwa bei "Healing Iraq" von Zeyad, einem Zahnarzt aus Bagdad, der "in den beiden vergangenen Jahren aus zwei bewaffneten Zusammenstößen und einem Auto-Hijacking gerade noch davon gekrochen" ist und der "Zeuge wurde, wie zwei Menschen in den Kopf geschossen wurden und ein Kid, der von Kugeln übersäht war, mich und meine Freunde anbettelte dass wir ihn ins Spital bringen".

Oder wer das für Einzelschicksale hält kann bei "A Family in Iraq" nachlesen, von Faiza Al-Arji, Mutter dreier Söhne, die mit ihrer Familiie ein Tagebuch führt, an dem nur der Vater nicht interessiert ist, und die sich fragt, was ein Bürgerkrieg ist, wenn es nicht ein Bürgerkrieg ist, dem im Irak in den vergangenen Jahren mehr als zehntausend Menschen zum Opfer gefallen sind.

Und noch dutzende andere Blogs aus dem Irak, die die Lücken füllen, die Besuche in grünen Zonen hinterlassen. Für den leichteren Konsum in Weißen Häusern sammelt auch die New York Times diese Einträge, kostet leider was, ist aber steuerlich absetzbar (und 14 Tage lang kann man auch umsonst reinschauen). Vielleicht ein bissl Background für unseren Herrn Bundeskanzler, wenn er nächste Woche Herrn Bush in Wiens grüner Zone trifft.

13.6.06

Der Zilksche Moment

Jetzt ist der Altbürgermeister Helmut Zilk zwar ein alter Schwadronierer und Lebenskünstler und in der SPÖ war er nie so besonders verankert. Aber gerade darum ist das, was er über Partei und Gewerkschaft mitten im Bawag-Hurrikan wenig schmeichelhaftes sagt, so bezeichnend: Gusi, von dem hört man nichts (bis auf: "Wir tragen nur dort Verantwortung wo wir Einfluss haben", und was hat die SPÖ schon je mit ihrer roten Bank und der Gewerkschaft zu tun gehabt?). Die kleinen Leute müssen sich in Leserbriefen (soll wohl heißen: in der Krone) aufregen und ausweinen statt bei ihrer Partei auf einem Sonderparteitag. Und die da in Bawag und ÖGB in ihrer Gier nicht genug bekommen konnte waren eigentlich immer schon Ungustln, die keiner gebremst hat.

Damit sind wir zugleich bei Ausgangslage und  Ausgang der bevorstehenden Wahl auch schon wieder am Ende. Womit die ÖVP dieses Glück verdient hat weiß man nicht (Mariazell?), aber sie hat seit Monaten keinen brauchbaren Anlass geliefert schlecht über sie zu reden (glaubt doch keiner, dass wir in der Wahl eurofighten werden) und strahlt ganz in Latino-EU-Bush-Gipfeleien.

Zu den Aussichten der SPÖ hat Zilk alles gesagt, was noch zu sagen ist, auch wenn darüber noch viele Leitartikel vergossen werden. Hazeh, Westi & Co zerfleischen sich lustvoll mit Detektivspielen und unappetitlichen Rassismen, die aber irgendwie nicht mehr so wirklich ziehen. HPM wartet auf die passende Gelegenheit uns mit seiner Kandidatur von Dichands Gnaden zu beglücken. Und die Grünen – naja, ehrenvoll bemüht, aber das wird wohl im Handgemenge vor der Wahl kaum honoriert werden. Kurz und schmerzlos wird also die ÖVP gleich nach dem Sommer ihre Bawag-Dividende kassieren und sich dann mangels Alternativen den Gusi als Juniorpartner herrichten.

12.6.06

Nur dort gewesen

Woran große Bewegungen scheitern: "Der Altpräsident hat gesagt, dass das in Ordnung geht. Ich hab nur unterschrieben, das ich dort war." Dort bei der Sitzung im Herbst 2005, bei der dem ÖGB 1,53 Mrd. Euro Schulden wie ein Mühlstein um den Hals gehängt wurden. Also sprach Neopräsident Rudolf Hundstorfer über seine unbestreitbare Qualifikation für das Amt. War da nicht seinerzeit nur ein Pferd, das Mitglied war, während der Reiter nichts gewusst hat über den Stall?

Der dritte Mann

Mal Hand aufs Herz, wenn Ihnen ein Präsident sagt, es hat schon seine Richtigkeit so und kannst mal für mich einspringen: Würden Sie dann nicht auch leichten Herzens einen Schuldschein für 1,5 Milliarden Euro unterschreiben?

Eben. Also tat Rudolf Hundstorfer seine Pflicht, wusste von nichts, hatte keinen Grund an der Richtigkeit von Beschlüssen zu zweifeln und unterschrieb, was den ÖGB nach dem ideologischen Bankrott womöglich noch zum richtigen bringen könnte.

Vor zwei Tagen, am Samstag, warens "nur die Zwei", die Bescheid wussten -- nämlich der Verzetnisch und sein Finanzchef -- und schon sind es drei, nämlich auch noch der Hundstorfer, der "sehr kurzfristig" für seinen Präsidenten beim Unterschreiben einsprang. Verhindert wird man ja noch sein dürfen. Jedenfalls hat Verzetnisch offenbar einen würdigen Nachfolger gefunden.

Memo an Gorbi

Vertrauliches Memo an den unter anderem für Österreichs Informations- und Kommunikationstechnologie zuständigen UHVK Gorbach: Festplatten nach Gebrauch am besten kaputt machen. Bei aller allemannischer Sparsamkeit, die wir ja aus den Reisespesen des Herrn Vizekanzler kennen, es lohnt sich nicht gebrauchte Festplatten um 38,50 Euro (abzüglich Kosten für Zwischenhändler) über eBay zu versteigern. Das kann zu unliebsamen Geheimnisverluste führen, weil bekanntlich auch gelöschte Festplatten ihren alten Inhalt auf inständiges Bitten gerne wieder preis geben. "Gelagert, formatiert und verschrottet" werden im Ministerium alle gebrauchten Festplatten, versichert ihr Pressesprecher Carl Ferrari-Brunnenfeld treuherzig -- er kanns ja nicht gewesen sein der die Platte aus dem Haus geschmuggelt hat: Von seinen Fotos als Unterwäsche-Model wissen wir, da hatte nicht mal mehr eine Festplatte Platz.

11.6.06

Aber hallo, Österreich!

Wer keine harte Birne hat, kauft harte News aus Fellnerstadt. Ein Lichtblick aus dem Fellnerreich: Sobald "Österreich" (oh, du, mein!) 500.000 Stück verkauft hat, schickt er seine ganze Mannschaft nach Malibu ins sonnige Kalifornien, hat Fellner (Wolferl) EXKLUSIV! der APA verraten. Also kauft, Genossinnen und Genossen, kauft: Damit es rasch wieder ein Fellnerfreies Land gibt. Wie wärs mit One-Way-Tickets zu Baywatch schon bei 400.000 Stück als besonderes Incentive?

SOS ÖGB

Ach Genossen, irgendwas habt ihr da beim Brecht lesen gründlich missverstanden: "Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Da gründet also der ÖGB eine Bank und macht quasi einen Bankräuber zum Chef, der gibt seinem Aufsichtsratspräsidenten einen Zettel auf dem steht "Abfertigung her oder sonst!" und schon kriegt er zum fetten Salär noch ordentlich was drauf und 93 Millionen Schilling bar aufs Händchen.

Aber das ist ja ein Klacks gegen das, was jetzt noch rauskam: Die Bawag gehört dem ÖGB, also genau genommen einer Anteilsverwaltung dazwischen, und die Anteilsverwaltung hat bei der Bawag etwa so viel Schulden, wie die Anteile wert sind. Die Schulden des ÖGB: 1,5 Milliarden Euro und dazu nochmal 380 Millionen für den Teil, den man von der Bayrischen Landesbank wieder zurückkaufte, also sagen wir mal salopp 2 Milliarden, es werden  sich schon noch da oder dort einpaar liechtensteinische Stiftungen mit weiteren Verlusten zusammenläppern. Reicht wahrscheinlich, um allen Arbeitslosen im Land ein Jahr lang einen Mindestlohn auszuzahlen – oder wieviele Millionen Jahre Mitgliedsbeitrag sind das?

Vielleicht das nächste Mal doch besser dilletieren als soviel Professionalität. Nicht vergessen, wenn's soweit ist: Das Konkursgericht ist nicht mehr in der Riemergasse, sondern in das Justizzentrum Wien Mitte übersiedelt. 

8.6.06

Angie zum Download

Wir sind Bundeskanzlerin! Angela Merkel gibt's jetzt als Podcast zum Download, quasi: POLCAST. Da geht die Post ab: Ansprachen vom Feuer der Neujahrsadressen von Politikern, und das wöchentlich. Aus gegebenem Anlass: Die Welt zu Gast bei Freunden, quasi virtuelle Eröffnung der WM. Im hiesigen Bundeskanzleramt werden angeblich schon Probeaufnahmen für unseren Bundeskanzler gemacht – großer Vorteil: Schweigen braucht nur wenig Bandbreite.

5.6.06

Nach Dolly die Schöne Neue Welt

Natürlich war klar, dass Ian Wilmut sein Schaf nicht wegen einer unbezähmbaren Obsessions mit Dollys Titten geklont hat, und zehn Jahre nachdem er sein erstes Schaf zur Weltberühmtheit geklont hat, kurz danach noch bei Polly eine kleinen gentechnischen Verbesserung implementierte, damit sie Milch für therapeutische Zwecke gibt, enthüllt er, wo die Reise hingehen soll: Gesunde Kinder. Vielleicht auch verbesserte Kinder, aber das ist (vorerst) doch ein bissl problematisch.

In seinem Buch "After Dolly: The Uses and Misuses of Human Cloning" schlägt uns Ian Wilmut dieses Szenario vor: Von Embryos, die durch einen genetischen Effekt wie Cystische Fibrose oder Huntington belastet sind, macht man einen Klon, repariert die entsprechende Zelle, und trägt den reparaturgeklonten Embryo (quasi ein Zwilling) zu einem gesunden Kind aus, das Original tut man weg. Der Klon eines Embryos zu sein, sagt Wilmut, ist nämlich viel leichter zu ertragen als der Klon eines erwachsenen Menschen, drum sei die Methode auch ok. Und außerdem würde sich dadurch auch der menschliche Genpool verbessern, weil die Kinder des Klons nicht mehr den ursprünglichen Defekt weitertragen würden.

Wilmut ist natürlich nicht so naiv zu erwarten, dass diese Vorstellung einer Schönen Neuen Welt keine Kontroverse auslösen würde; darum beschränkt er sich aufs Reparieren und findet genetisches Finetuning des Nachwuchses ganz pfui. Als Pragmatiker kann er an dieser Verwendung für eine Stammzellenmodifikation nichts finden, ganz so wie der gute alte Watson, der die DNA entdeckte und befand: "Stammzellentherapie ist nichts weiter als was richtig zu stellen, was durch Zufall furchtbar falsch geraten ist."

Wär nur noch sicherzustellen, dass die so reparierten Kinder nicht als Jugendliche auf Irak-Einsatz oder wo immer sonst noch die Schöne Neue Welt zu verteidigen ist zu irreparablen Schaden kommen; oder womöglich wegen ihrer Entstehungsgeschichte eine kleine Drogensucht aufziehen. Klons, die diese Hürden umschiffen, haben jedenfalls gute Chancen als erste durch die Ziellinie zu gehen – so wie am Pfingstsonntag Idaho Gem und Idaho Star, die beiden geklonten Rennpferde, die ihre normal gezüchteten Konkurrenten beim Wettrennen in Nevada mühlos auf Distanz hielten.

Tories lieben Beamte (neuerdings)

Es hat zwar zehn Jahre gedauert, aber ein paar Parteiobmänner später beginnen die Tories zu begreifen, wie es New Labour wieder an die Macht geschafft hat. Also: Tony Blair war Maggie Thatcher mit einem menschlichen Antlitz – alles lassen, was die eiserne Lady so durchgezogen hat (geschwächte Gewerkschaften inklusive), und ein bissl mehr Wärme und öffentlichen Dienst fürs Volk. Jetzt hat David Cameron offenbar den Bogen heraus, und seither sind die New Tories ganz für den öffentlichen Dienst: "Das war eine sehr faule Antwort von uns, immer anzunehmen, dass es die Privatwirtschaft besser kann. In vielen Bereichen müssen wir lernen, was wir vom öffentlichen Dienst lernen können." Da wär doch ein Rezept für die SPÖ: Die ÖVP rechts überholen – einen Rollback der Privatisierungen gibt's ohnedies bestenfalls in Bolivien, aber nicht in der Kantgasse. Dafür hätten wir noch ein paar Volksaktien auszugeben: Den 51-Prozent-Rest der Post, oder die Bahn – das wirkt.

4.6.06

Zukunft Ade

Ach Europa, höchstens die Wiener Zeitung wird dich überleben. Es sprach deren zukunftsgewandter Chefredakteur Andreas Unterberger, in der Pressestunde mit Kardinal Schönborn: "Europa hat in dreifacher Weise nein gesagt zur Zukunft, zuerst durch die Freigabe der Geburtenregelung, dann durch die Freigabe der Abtreibung und jetzt noch durch die Homosexuellen-Ehe." Bitte, Herr Kardinal, helfen's doch dem Mann und sagen's uns, wieviel die Kirche für die Kinder ihrer Pfarrer zahlt, damit nicht alle glauben sie sind nur schwul oder kinderlos kinderlieb.