31.8.06

Haare krishna

Herr Oppositionsführer haben etwas bläßlich gewirkt, neulich bei Gaby Waldner, finden Sie nicht? Nein, nicht der, bei dem
uns das Schnarchen aus der Nachtbarwohnung aus unserem sanften Schlaf gerüttelt hat. Sondern der andere, der mit
der neuen Fairness. Angeblich kam er am Bildschirm deswegen etwas farbschwach, weil er sich die Haare in Richtung blond gefärbt haben soll, nur ein wenig, quasi sozial gestaffelt. "Ein vollkommener Holler", lautete umgehend das Dementi aus der SPÖ-Farbzentrale, aber es könnte schon was dran sein: Nämlich ist der gute alte Karl Schlögl neulich wieder mal auf seine fixe Idee zu sprechen gekommen, die SPÖ möge doch mit Westenthaler und Strache eine Koalition bilden. Naja, und die haben natürlich auch ihre zwei Koalitionsbedingungen: blond und blauäugig. Und da wird Gusenbauer schon zu grübeln begonnen haben: Pantene Pro-V-Farbspülung oder Eurofighter?

Zum ersten, zum zweiten ……

und zum dritten …… laut standard ist das kampusch interview verkauft. der zuschlag ging für kolportierte 240.000 euro an ein printmedium - österreich hat dementiert „wir habens es sicher nicht” richtet chefredakteur schima der apa aus ……… mal gucken sag ich da nur ………

30.8.06

Scherenschnitt-Kanzler

"Die Poesie des chinesischen Papierschnitts", das ist halt die poetische Qualität unseres Kanzlers, der neuerdings als Scherenschnitt im Parlament hängt. Scherenschnitte reden bekanntlich nicht, oder zumindest nicht mit jedem: Drum lässt der Schüssel in den so genannten Fernsehduellen lieber andere für sich reden, zum Beispiel den Karl-Heinz Grasser mit dem Alexander Van der Bellen. Ist ja ein und das selbe, wir danken für diese Klarstellung.

Wunderverwertungsmaschinerie (5)

Es kommt wirklich nichts besseres nach. Zuerst bestellte die Jugendanwaltschaft den "Trouble-is-my-business"-Anwalt Günther Harrich als Vertreterin von N.K. Dann dämmerte es sogar dem Anwalt selbst, dass er als Mann vielleicht nicht der optimale Opfervertreter einer jungen Frau ist, die acht Jahre lang von einem anderen Mann eingesperrt wurde, noch dazu wo er davor die Täterseite in dem grauslichen Fall des von seinen Eltern jahrelang in einem Sarg eingesperrten Mädchens vertrat.

Also gibt Harrich die Vertretung ab, und natürlich fand man prompt einen anderen älteren Mann dafür, den Gabriel Lansky, der das natürlich "sehr gern macht". Alte VSStÖ-Seilschaft mit dem Medienvertreter von N.K., Dietmar Ecker, aber das tut hier naturgemäß nichts zu Sache, ebenso wenig wie der Umstand dass der dritte in diesem Bunde, der pensionierte Jugendrichter Udo Jesionek gleich morgen, am Donnerstag, eine Pressekonferenz über "traumatisierte Kinder und mehr Rechte für Opfer" gibt.

Mehr zur Sache tut, dass von Lansky als Opfervertreter oder gar Verrteter traumatisierter Kinder nichts bekannt ist. Mehr dagegen als Wirtschaftsanwalt, der gute Mediendeals macht. Man muss eben schauen, wie man das Schicksal verwerten kann, schließlich hängt ja die Anwaltsprovision davon ab.

U-Blog Heute

Österreich macht in den U-Bahnen dick Werbung. Fraglich, ob das immer mit rechten Dingen zugeht. In einigen HEUTE Exemplaren, waren heute Österreich Folder versteckt. Nicht in allen Zeitungen, nur in ein paar Exemplaren. Ein Schelm der böses denkt. Aber weiß HEUTE von dieser Aktion? Und: Wie sind die Folder in die Entnahmebox gekommen? Wurden die Verteiler angeordnet, Österreich-Reklame Blätter in die HEUTE Boxen zu schummeln? Oder ist das ganze einfach nur eine geniale Werbestrategie vom „Mozart des Marketing” (Spiegel Zitat) Wolfi Fellner.

29.8.06

U-Blog Heute


Die nette Dame am Telefon zum Thema Kampusch: ……… wos, ha zu ihrem Schutz, die Deckn übern Kopf, ………… ha das is net loch ………… die hot glei überzuckert, das mit ihrn gfries göd verdient .... na sicher wann i das sog ... oba geh her auf ……… der is do eh guat gonga ………… is sog nur los die kidnappen don hoast ausgsoagt …………

Sau-mäßig gut




Der Cartoon von Walter Moers ist ja nicht mehr der jüngste, aber immer noch Sau-gut und dank Oneblog von Onesky Media auch im Netz zum Anschauen.

Martin, Matin, Wurscht


Bei uns ha'ßt er Matin, unser Hans-Peter Martin, weil mehr Platz als fünf Zeichen is' am Stimmzettel net, hat die Wahlbehörde befunden. Lernen's halt a bissl französisch, die Wähler. Dabei hätt sich auch UHPM hübsch ausgemacht, oder für funktionale Analphabeten einfach: Krone, das hätt' nur fünf Buchstaben am Zettel g'habt und jeder hätt sich gleich auskennt.

Krankmeldung

Jetzt ist er krank der Herr Elsner.
Kein Wunder. Seit Monaten wird er nur angepatzt. Herzinfarkt ist es keiner, mit den Venen soll was nicht in Ordnung sein. Jetzt kann er in kein Flugzeug mehr steigen und leider nicht zur Vernehmung nach Wien einfliegen. Wie lange das dauert? Das kann sich schon hinziehen. Das darf man nicht verschleppen. Und ganz so taufrisch ist der Herr Elsner ja auch nicht mehr.

Der dritte Mann

Häupl könnte man ja gelegentlich eher für die fünfte Kolonne vom Gusi halten, aber der Wiener Bürgermeister schreckt vor nichts zurück auf der Suche nach dem verlorenen Wähler und geht heute in den Untergrund. Um 11 Uhr 30 findet seine Pressekonferenz im Wiental-Kanal statt, Harry Lime wird als Guest Star erwartet. Wenn jetzt alle Wienerinnen und Wiener um diese Zeit die Spülung ihrer Toilette gleichzeitig betätigen... Mein Gott, welche Vorstellung! Bei der Staustufe Freudenau sehen wir ihn wieder, den Bürgermeister.

28.8.06

Die Kampusch Wette

Hat Österreich zum Start am Freitag ein Kampusch Foto am Cover, oder nicht? Wie das Politburo exklusiv und direkt aus dem Herzen des Österreich Newsroom erfahren konnte, reißt sich dort alles den A…… auf, um zu diesem Foto zu kommen. Da werden wohl ein paar Köpfe rollen, wenns nicht klappt. Die Story des Jahres am Silbertablett für die erste Nummer und dann kein Bild. Das wäre eine Niederlage. Weil ohne Exklusiv-Aufnahme, wird die Geschichte am Freitag nix mehr hergeben. Mal sehen wie der Fellner das Dilemma lösen wird. Da muss ihm was einfallen. Der Erwartungsdruck ist groß. Österreich muss da schon mehr raus holen aus der Geschichte. Minimum ein Kampusch Extra, das vorne am Cover pickt. Oder vielleicht die Kampusch-CD - alle Facts multimedial verpackt………

Wunderverwertungsmaschinerie (4)

Es wird immer grotesker, wer aller in der Causa N.K. seine 15 minutes of fame abkassieren will: Am Mittwoch um 10 gibt der "Freund und Geschäftspartner" des Entführers, Ernst Holzapfel, eine Pressekonferenz -- in seiner Veranstaltungshalle "Grand Sala" in der Perfektastraße 88. Will noch wer einen Stehplatz?

U-Blog HEUTE

Österreich macht die Waffen scharf. Vor der U-Bahn-Station ein freundlicher junger Mann, der Österreich-Werbefolder verteilt. Haben will sie keiner. Auf schlechtem Papier kündigt Wolfgang Fellner bombastisches an. HEUTE kratzt das gar nicht. Im Gegenteil. Chefredakteur Richard Schmitt trägt das milde Lächeln eines Siegers auf den Lippen. In seinem heutigen HEUTE-Kommentar tut er den „erfolgreichen Medienmacher” sogar ein bisschen frotzeln. Klar. Mit voller Hose ist gut stinken. HEUTE geht derzeit durch die Decke. Schon 500.000 Stück Auflage meldet Herausgeberin Eva Dichand. Seit Anfang Woche ist HEUTE auch in Oberösterreich zu haben - Kairo, Bad Heviz und Cesenatico sollen folgen. Schmitt hat sich ein Radio Wien Interview mit Wolfgang Fellner angehört. Schmitt belustigt: „Im begrenzt dynamischen Umfeld angestaubter Oldie-Hits, durfte Wolfgang Fellner (WoFE) für seine künftige Zeitung werben. Die gut gemeinte Starthilfe entglitt zum Marketingdebakel: „sein Blattl werde – O-Ton Fellner – „anfangs mit Fehlern erscheinen“. Das ist aber nicht der WoFe schuld, sondern der Schüssel. Der Kanzler hätte ja, so Fellner, die Wahl ursprünglich für November angesetzt. Und zu diesem Zeitpunkt wär er dann tatsächlich zum Start bereit gewesen. Aber so…… Schmitt will auch raus gehört haben, dass Fellner Anfangs nicht soviel Auflage wegen begrenzter Kapazitäten in der Druckerei schaffen wird. Schmitt mit einem Kalauer: „Offenbar soll Fellners Werk die Blaue Mauritius unter den Medien-Produkten werden. Wenn schon nicht so antiquiert und teuer, dann zumindest selten. Am Ende tut der Fellner dem Schmitt sogar ein bisschen leid und versorgt ihn mit einem Profitipp. Quasi „aus einem „gut funktionierendem Medienhaus”, wie er lässig angibt: „Damit kein Kapazitätsengpass entsteht, einfach die ganz großen Papierrollen kaufen, bei der Druckmaschine später auf „Stopp” tippen und die Zeitungen von einem perfekten Vertrieb verteilen lassen.”

Aber hallo, Österreich!

Na, wieder Träume gehabt, Stimmen gehört, Herr Fellner? Ist ja nur noch viermal schlafen, dann kommt das Erwachen. Inzwischen hat sich der Kurier selbst auf Eis gelegt, ist seit heute "Noch frischer!" und liegt hinter einer Kühlschranktür. Andere News mögen heiß sein, der Kurier bleibt echt cool, aber hat natürlich mit Ihrem Traum rein gar nix zu tun, dass die Titelseite jetzt mit dem roten Balken so ausschaut wie Ihr Österreich in der Werbung.

Ist ja auch wurscht, bleibt eh alles in der Familie Konrad. Der Herr des Sauschädelessens wird schon wissen was er tut, wenn er die herrenlosen Raiffeisenmillionen wie ein guter Vater dem Kurier und dem Österreich gleichzeitig in den Rachen stopft. In ein paar Jahren, hört man leises Gemurmel, wird dann das ganze fusioniert. Österreich-Kurier, Krokuwazösi, was immer. Hauptsache Raiffeisen ist drinn.

27.8.06

Danke Großvater!

Ach ja, die Welt kann ungerecht sein. Da bist du die längste Zeit die moralische Instanz von ganz West- und Mitteldeutschland, aber dann sagst du einmal die Wahrheit, und schon fallen sie über dich her wie die Hyänen. Das kann einem schon die Tränen ins einst so wachsame Auge treiben. Wie beim Zwiebelhäuten. Aber wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein echter Kamerad her. "Grass ist ein Held, als Schriftsteller und moralischer Kumpan", gibt der engagierte Historiker David Irving (und wir dachten, der sitzt!) zum Fall Grass zu Protokoll. Und HC Strache erklärt ehrenhalber: "Grass ist ein toller Mensch, ein lupenreiner Demokrat!" Klar, denn: "Mein Großvater war auch bei der Waffen-SS." Quasi: Danke Großvater! - Grass, Irving, Strache - einer noch, und die drei können eine Kameradschaft IV aufmachen ...

Jagdsaison

Der Boulevard macht Kohle locker. Österreich will Frau Kampusch angeblich 200.000 Euro für ein Interview bezahlen. Chefredakteur Werner Schima hat das über die APA umgehend dementiert: „Die Summe stimmt sicher nicht” Die Jagd ist also eröffnet. Weidmanns Heil lieber Boulevard. Sucht sie, findet sie, versprecht ihr Gott und die Welt, macht einen Patzen Auflage , quetscht sie aus wie eine Zitrone und lasst sie wie eine heiße Kartoffel fallen. Je früher desto besser. Am besten ihre bringt das gleich nächste Woche über die Bühne. Die junge Frau hat dann auch früher ihre Ruhe.

26.8.06

Aber hallo Österreich

Christkind Feeling. Es ist kaum noch auszuhalten. Noch fünfmal schlafen, dann liegt Österreich auf meiner Fußmatte.

Schüssels NannyGate (3)

Exzellener Kommentar von Hans Weiss, warum er Schüssels Familie als Nutzer illegaler Pflegedienst outete, und seine eigene (Weiss') Familie gleich mit dazu: "Offenbar können sich in Österreich viele Leute nicht vorstellen, dass man ganz uneigennützig nur um einer Sache willen handelt. Ich fühle mich keiner Partei zugehörig." Dafür aber einer Sache: Nämlich den funktionierenden Pflegemarkt zu akzeptieren, statt ihn durch Bürokratie und Illegalisierung zu zerstören. "Alle direkt daran Beteiligten -- sowohl die Pflegerinnen als auch die Gepflegten und deren Angehörige -- sind damit sehr zufrieden. Ist das Ausbeutung von ausländischen Arbeitskräften? Ich habe mit vielen Pflegerinnen gesprochen, keine Einzige sieht das so, ganz im Gegenteil. Die Einzigen, denen das nicht passt, ist der Staat (...) Diese private, illegale Pflegehilfe ist ein schönes Beispiel dafür, wie etwas auch ohne Staat gut funktionieren kann."

Warum er dann den Kanzler outet? "Mir ging es bei der Sache nicht um ein Match mit ihm, sondern um die Verlogenheit und Doppelmoral von Regierenden, die so tun als wäre alles in bester Ordnung" -- und um die Zweiklassengesellschaft, bei der Politiker wie Schüssel oder der Bundespräsident sich um Anzeigen nicht sorgen müssen, Private aber schon.

Aber Schüssel, der zwar in den Salzburger Nachrichten großspurig aus dem Urlaubsort verkündete man möge sich mit ihm, nicht mit seiner Familie matchen, hat dazu weiterhin keine Lust: Die Anfragen eines ORF-Reporters nach einer Stellungnahme zu Weiss blieben naturgemäß unbeantwortet.

Wunderverwertungsmaschinerie (3)

Ein Mädchen wird als 10-jährige entführt, acht Jahre lang von einem psychopathisch gestörten Mann in einem Verließ festgehalten, durch einen Glücksfall gelingt ihr die Flucht. Wen bestellen die Behörden zur Betreuung der inzwischen zur jungen Frau herangewachsenen N. K.? Einfühlsamer weise zwei Männer, den Psychiater Max Friedrich der noch tags davor im TV-Interview darüber schleimte, was die TherapeutIN jetzt zu tun hätte, und den Anwalt Günther Harrich (Eigenwerbung: Trouble is my business"). "Sie hat sich natürlich vor den Kollegen gefürchtet", berichtete die junge Polizistin, die wie durch eine glückliche Fügung als erste zur Stelle war um N.K. einzuvernehmen. Den Behörden scheinen solche Bedenken fremd zu sein, und den Männern, die den Auftrag naturgemäß annehmen, offenbar auch.

25.8.06

Pimp up my Sommergespräch



Das Sommergespräch mit Herrn van der Bellen ist sowas von fad, da sollte sich der ORF ein bissal eine poppigere MTV Kameraführung einfallen lassen. Oder geich das Wetterpanorama senden. Vor kurzem wurde geschrieben, der Grünen Chef will jetzt aggressiver werden, das ist ihm ganz gut gelungen.

Tarzan

Liebe Kärntner – jetzt ist euer lieber Landeshauptmann aber wirklich reif für die Klapse. Mehr an Symptomen geht nicht mehr. Das erkennt man auch ohne Dr. med. Schon wieder diese Ortstafel Geschichte, das bekommt der nicht mehr aus dem Kopf, obwohl man es ihm schon ganz oft verboten hat.

Der Jörg agiert da wie weiland unser Dorfdepp (sehr unkorrekt). Der hat es auch immer wieder getan. Obwohl es nicht mehr tun hätte dürfen. Der Bürgermeister hat sogar ein amtliches Verbot erlassen, weil die Leute im Dorf gesagt haben, das geht jetzt nicht mehr. Der Dorfdepp hat immer auf Tarzan gemacht. Mit den Fäusten hat er sich auf die Brust getrommelt und viel besser als der Johnny Weissmüller ohuuoooooouuuoooo geschrieen. Keiner wusste wann und wo er zum Brüllen anfängt. Da war der Dorfdepp völlig unberechenbar. Einmal schrie er sogar mitten in der Messe – wir Kinder glaubten schon jetzt schwingt er sich vom Chor herab. Am Friedhof, oder in der Früh beim Bäcker, Tarzan war überall. Seine Mama hat dann immer furchtbar geschimpft – da war dann für ein Weile Sendepause. Aber man konnte ihn leicht aus der Reserve locken. Da brauchte man ihn nur zu fragen: Na wie macht die Katze, dann sagte der Dorfdepp Miau. Der Hund? WauWau. Da Gockel? Kikieri. Und der Tarzan? ohuuoooooouuuoooo. So ist es auch beim Jörg. Er weiß, er darf das eigentlich nicht, aber er kann nicht anders. Ein kleine Ablenkung und aus ist es. Das ist eine fixe Idee. Das geht ohne Hilfe nicht mehr weg. Da muss man jetzt was tun. Und zwar bitte jetzt und gleich.

Muttertag


Ganz rührend. Der Fred der mag seine Mama. Bei seinem Wahlkampfauftakt hat sich ganz artig bedankt: "Du warst die beste Teamchefin bei uns zu Hause, die man sich vorstellen kann." Da geht einem das Herz über. Bringt aber keine Stimme mehr.

Wunderverwertungsmaschinerie (2)

Die Polizei hat der APA das Video vom Verließ der entführten jungen Frau gegeben, damit sie es online stellt -- welchem öffentlichen Interesse dient es eigentlich, dieses Gruselkabinett in fünf Minuten Länge online zu stellen? Nachahmungstätern Anleitungen geben, landesübliche Perversionen befriedigen? Wetten, dass es bis morgen auf YouTube zu finden ist?

Schöner Wohnen im KZ

Huch, mein Schloss Lannach ein früheres Außenlager des KZ Mauthausen? Das hat er sein Lebtag lang noch nie gehört, ist Wirtschaftsminister Bartenstein ganz betroffen. Hätt er zwar seit langem leicht googlen können, aber wann kommt auch ein Minister schon zum surfen. Oder vielleicht wollt's einer der Studienautoren mal erzählen? Oder die Frau Gemahlin wär auf die Idee gekommen, zwischen dem Bartensteinschen Pharmakonzern (1947 gegründet) und der früherer SS-Pflanzenforschung im Schloss eine Verbindung herzustellen? Nee, das ist eben die Gnade der späten Geburt und der großen Ignoranz, die sich lieber schreiend mit nicht gewährten ministeriellen Schuhrabatten beschäftigt als dem eigenen Wohnsitz.

Online-Kopfweh-Wahl

Zwar ist ja seit der Kandidatur der KPÖ eh klar, wen die Mehrheit des Volkes wählen wird, aber wer noch Zweifel hat kriegt Online-Nachhilfe in der virtuellen Wahlkabine. AUFPASSEN: UHPM IST NICHT BERÜCKSICHTIGT! Unserem Hans-Peter Martin ist das Ausfüllen der wissenschaftlichen Fragebögen zu schwer gefallen. Und wer dann noch immer nicht weiter weiß, für den gibt's echte Hilfe -- beim Kopfschmerzzentrum.

Wunderverwertungsmaschinerie

Was wär ein Wunder ohne Marketing, die Kollegen vom katholischen ZK können uns das bestätigten. Also wird jetzt die Kampusch-Verwertungsmaschinerie angeworfen. Nicht, dass wir von dieser Tragödie nicht entsetzt wären. WIr würden uns nur ausnahmsweise mal ein bissl Respekt erwarten und dass uns der Herr Psychiater nicht erklärt, wann die junge Frau jetzt zum ersten Mal mit ihrer Therapeutin nach draußen gehen darf, und was sonst noch so an Experten sich für ihre Auftritte gerade in der Maske befinden. Der Fellner beisst sich wahrscheinlich eh schon seit vorgestern in den Hintern. Wetten, dass er auch noch eine Idee haben wir wie aus dem Wunder auch im September noch a paar Wunderwasserflaschen ans Volks zu bringen sind?

24.8.06

Quietschenterlkoalition

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Die Posterl der Minderprivilegierten

Ach, wie wacker kämpft doch der orange-blaue Minderprivilegiertenstadl gegen das Privilegientum der Anderen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind ihre eigenen Freunderl zu versorgen. Der grüne Chorherr hat gegoogelt und stattliche staatliche Versorgungslisten orange-blauer Pflegefälle (gibt’s eigentlich ein Land mit der Farb, Herr Lopatka?) zusammengestellt, immer gut bei der Hand zu haben.

23.8.06

Ich habe keine!

Pflegliche Outings, wohin man schaut. Die Schüssels hatten eine, die Fischers hatten eine, die Kukackas hatten eine, sogar die Einems hatten eine. Es wird nicht mehr lange dauern und du wirst dich gar nicht mehr auf die Straße trauen, wenn du keine hast. Weil dann rempeln sich die Leute hinter deinem Rücken an und flüstern sich zu: "Du, der schaut so verdächtig aus - Ich glaub, der hat keine." Und der kleine Bub von der Nachbarin wird krähen: "Du, was ist mit dem Mann, Mama? Ist der Mann böse?" - "Ja", wird die Mama antworten. "Der hat keine." Und in der Straßenbahn kommt der Schwarzkappler mit lauerndem Blick auf dich zu und schnarrt: "SLOWAKINNEN BITTEEEEE!"

Missing Fred

Wo treibt sich eigentlich Herr Gusenbauer rum? Kein Funk, kein Ton. Ist er krank? Freut’s ihn nicht mehr? Oder hat ihn die Tschoch durch die Alpen fertig gemacht? Die Regierung legt ihm einen Elfer nach dem anderen auf, dem Fredi juckt das gar nicht. Auch beim Häupl weiß man nicht so genau, mit was der sich beschäftigt. Angeblich auf Urlaub. Für immer?

"Fast bei der SS gewesen"

"Wenn nächstes Jahr am 1. September Ihr neues Buch kommt, dann lassen Sie so um den 1. August herum verlauten, dass Sie seinerzeit Mitglied bei der SS waren. Ja, ausgerechnet Sie! Faseln Sie irgendwas von 'nachwachsender Scham' daher, das ist altes bachmannpreiserprobtes deutsches Dichtergewäsch." That's Marketing, schreibt Egyd Gstättner in seiner wunderbaren Glosse zur Causa Grass im Standard, "andere werden Sie verteidigen und Hochachtung bekunden, dass sie am Ende reinen Tisch gemacht haben".

22.8.06

Westi-TV

Jetzt ist also die Katze aus dem Westensack: Das BZÖ geht mit einem eigenen "Westi TV" in die Nationalratswahl. Und wir dachten immer, der Sender heißt auch nach der Neuwahl des Generaldirektors noch ORF ...

Vexillologie



Lopatka hat mit seinen Flaggensignalen das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Der passioniert Hobby-Vexillologe - auf Deutsch Flaggenkundler - hat noch ein paar andere Horrorszenarien in petto. Allen vorn die Vietnam Connection (Landesflagge: Rot mit gelben Stern) – das würde Gusi mit HP Martin heißen. Oder die Senegal-Troika (Landesflagge Grün, Gelb, Rot mit grünen Stern) – also Gusi, Martin und van der Bellen als Joker.

Schwarze Liebe zu Afrika

Die ÖVP kann sich in ihren Liebesbezeugungen zum schwarzen Kontinent gar nicht mehr einkriegen. Nachdem dem Lopatka schon der wunderbare Titel Eritrea-Koalition für den anderswo Regenbogenkoalition getauften Wrabetz-Wahlverein eingefallen ist, offenbart er uns jetzt das Gespenst einer weiteren schlaflosen Nacht. Nach Eritrea kommt die Angst vor Dschibuti: Blassblau-Grün mit einem roten Stern namens Gabi Burgstaller. Jaja, die SPÖ tut eben für Macht alles! was doch einer ÖVP nicht einmal in den Sinn käme, wenn sie bei der Wahl Dritter wär.

Die Republik, ein einziger Pflegefall

Tausende tun es, erzählt uns die zur ÖVP-Pflegespezialistin mutierte frühere steirische Landeshauptmann (darauf besteht die Frau Klasnic), und auch der Bundespräsident ließ es tun: Seine Schwester hatte für den Vater eine slowakische Pflegerin geheuert. Immerhin um damals 30.000 Schilling pro Monat, plus Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Inzwischen am Wolfgangsee: Nach den üblichen paar Tagen Sendepause meldet sich auch unser Herr Kanzler in eigener Sache zu Wort und erzählt den Salzburger Nachrichten, dass man sich mit ihm und nicht "seiner angeheirateten Verwandtschaft matchen soll, die nichts dafür kann". Gewonnen! Drum geht's ja, und nicht um die Schwägerin, die ja auch nicht ganz Österreich erklärte, dass es keinen Pflegenotstand gibt. Aber späte Reue bewegt: Jetzt bittet Schüssel "den Herr Arbeitsminister", dass er den Arbeitsmarkt doch für die hilfreichen, bisher "ehrenamtlich" tätigen Geister aufmacht.

Hazeh rappt!

Da geht die Post ab: HC Strache rappt: "Ich bin Hazeh, ein Volksvertreter, vielleicht sogar ein Überzeugungstäter!" Mensch, Wolferl, da kannst du am Wolfgangssee schon das nächste Liederbuch für eine neue schwarz-blaue Koalition komponieren. Dem Khol fallt sicher der passende Verfassungsbogen dazu ein.

Westenschlange

Erstaunlich. Die Republik sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange vor einem gewissen Herrn Westenthaler und fürchtet sich tu Tode. Das muss man den Anführer der „Kretzn-Parade” schon lassen. Mit seiner zwei Prozent Partei rührt er ganz schön um. Siehe ORF-Wahl, siehe Wahlbehörde ………… !!!!!!

Schnitt. Anton hat ein Mail geschickt: „wie gesagt steige ich ja groß ins film-biz ein und bin gerade dabei
die firmengründung abzuschließen (ab 1.9. ist es dann wirklich
offiziell). ich habe die letzten wochen auch zwei kurse im rahmen
eines gründerförderungsprogramms gemacht (bezüglich buchhaltung und
steuerwesen, um einmal einigermaßen zu durchblicken, was ich da
eigentlich mache ………… aber das highlight ist eigentlich, dass ich gestern "superman
returns" gesehen habe (womit man wieder sieht, wie erbärmlich mein
restliches leben ist). ein meisterwerk! der kann fliegen”

21.8.06

Dichandsche Arbeitsteilung

Wie praktisch, wenn man eine Zwei-Zeitungs-Familie ist wie die Dichands. Da kann der Hans in der Krone so richtig staatstragend sein und kein Wort über das Schüsselsche NannyGate verlieren, weil man will sich ja mit dem nächsten Kanzler nicht unnötig übers Kreuz kriegen. Und der Wolf Martin hat grad so einen richtig guten dichterischen Lauf für den Hans-Peter Martin, damit dem Schüssel nach der Wahl noch ein Mehrheitsbringer zur Verfügung steht. Dafür darf Evas "Heute" in fetten Schlagzeilen die Pflegepolitik der Familie Schüssel so richtig rausblasen. Wartest Du auch schon auf das Österreich?

Märtyrer

Die FPÖ ist unverschuldet auf dem Weg sich zur Märtyrerpartei hoch zu schrauben. Fast täglich haut man ihnen das Hackl ins Kreuz. Jüngster Streich: Westenthalers Schergen und nicht die FPÖ werden den bisher strittigen Platz in der Bundeswahlbehörde einnehmen.Schaden tut dem Strache die ganze Chose sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Der braucht jetzt nur auf beleidigte Leberwurst machen. Die Leute mögen das. Hier kommt so eine Art Mitleidseffekt zum Tragen. Gegen „die da oben”, die sich „eh alles richten” - da muss man was tun, werden sie jetzt am Stammtisch sagen und dann auch wählen.

PS: hat jemand HPM von der HPM Partei gesehen. Wo treibt sich der Kerl eigentlich rum?

Schüssels NannyGate (2)

Es war natürlich die Schwägerin und nicht der Kanzler, weil Pflegeorganisation bekanntlich ja Frauensache ist. Geschickter Spin, das muss man dem Herrn Kanzler lassen, und immer die anderen zur Entschuldigung vorschicken und selber in keine Fettnäpfchen steigen.

Und natürlich war es ein Graubereich, den Verein mit seinen "ehrenamtlichen", aber gut qualifizierten Fachkräften mit der Pflege der Schwiegermutter zu beauftragen. Das Grau ist ziemlich Schwarz, wie ein Arbeitsrechtler im ORF-Mittagsjournal erklärte, es sind ganz einfach Verhältnisse wider das Arbeitsrecht, die aufgrund des angeblich nicht existenten Pflegenotstands offenbar von allen Behörden unter Zudrückung aller Hühneraugen toleriert werden.

Die Crux: Es geht nicht darum, dass Schüssels Schwägerin tut, was logischweise Österreichs Mittelschicht tut, sondern dass der Schwager es in der Hand hätte, eine ehrliche Debatte und entsprechende politische Lösungen herbei zu führen. Ökonomisch gesehen ist das Outsourcing in billigere Länder, und Österreich profitiert von diesem Gehaltsgefälle. Warum sollte das auch bei Pflege anders sein als bei T-Shirts oder Turnschuhen?

Aber das könnte mit einem Rest von Anstand passieren: Durch legale Verhältnisse, durch eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Pfleger aus den Erweiterungsländern, die damit hierzulande niemand auch nur einen einzigen Job wegnehmen. Oder man hätte ja auch für die berüchtigte EU-Dienstleistungsrichtlinie offen und ehrlich eintreten können, in Kenntnis dieser Situationen. Aber all das ist nicht passiert, statt desssen dekretierte der Kanzler, dass das Land keinen Pflegenotstand hat -- jetzt hat er sein NannyGate. Und der Verein, der nur sein Schärflein zur Beseitigung des nicht vorhandenen Notstands leisten wollte, mit dazu.

Nächtliche Ausländerstimmen

...und während auf die FPÖ angeblich gezielt geschossen wird, kriegt HC Strache nachts per Handy Morddrohungen, teilt uns die FPÖ mit, natürlich von einem "Mann mit ausländischem Akzent". Hazeh wandelt offenbar in jeder Hinsicht in des einstigen Mentors Haider Fußstapfen: Der erklärte uns vor ziemlich genau vier Jahren seinen Rückzug vom Comeback an die FPÖ-Spitze mit Drohungen, die er wegen seines Widerstands gegen das Eurofighter-Geschäft bekommen haben soll. Damals von einem Mann, der "sicher nicht mit Kärntner Akzent" sprach.

Wahlkampf brutal

Gemach, gemach. Der Wahlkampf wird jetzt langsam unkommod. Nach ungustiösen Verbalattacken wird jetzt zu den Waffen gegriffen. Wie das heutige HEUTE berichtet, wurde am Wochenende auf zwei FPÖ-Wahlkampfautos auf der A1 bei St. Pölten ein Schussattentat verübt. Bei beiden Fahrzeugen wurde von einer Brücke aus auf die Windschutzscheibe geschossen. Verletzt wurde niemand. Die FPÖ glaubt an ein gezieltes Attentat. Die beiden Autos wurden zur kriminaltechnischen Untersuchung nach Innsbruck überstellt. Wie soll das weiter gehen liebe Wahlwerber? Bombenanschläge auf Wahllokale? Sprengfallen für Generalsekretäre? Entführungen von Spitzenkandidaten? Der Ruf von Herrn Lopatka ein Fairnessabkommen zwischen allen wahlwerbenden Parteien abzuschließen, wird anscheinend immer dringender.

20.8.06

Nur so mal eben

Elmar Oberhauser, von Freunden auch Elmobär genannt, wird der neue Mück. Das geschätzte Politburo, immer schon seiner Zeit voraus, hatte die Ehre in der Pause eines Länderspiels, am Klo des VIP-Clubs des ÖFB im Wiener Ernst Happel Stadions, zwischen Elmobär und Hannes Kartnig pinkeln zu können. Hinter uns stellte sich Frank Stronach an. Großes Indianer Ehrenwort. Eine wahre Begebenheit. Elmo und Hannes haben kein Wort gesprochen. Elmo hat sich hinterher brav die Hände gewaschen. Bei Herrn Kartnig könnte ich es nicht beschwören.

Inzwischen am Küniglberg

Zwischenzeitlich schalten wir von unserer Pflegefällen wieder zurück in unser Politstudio am Küniglberg. Bevor die Regenbogenkoaltion mit den opportunistischen schwarzen Betriebsratsränder an ihrer Selbstgerechtigkeit über die künftige Unabhängigkeit des Herrn Wrabetz erstickt: Am Berg wird derzeit fleißig daran gearbeitet, die Dankesschuld für den Wahlausgang abzutragen.

Da hätten wir: Problembär Elmo "Das-war-nicht-meine-Frage" Oberhauser, aus der Saunapartnerschaft mit Hubsi "Bodenseekapitän-in-spe" Gorbach, der die Bundesliga-Sportrechte in Kooperation mit Regenbogenkoalitionär Herrn Westenthaler an Premiere vergeigt hat. Die will der Herr Wrabetz jetzt dringend wieder im ORF.

Dann gleich zwei weitere orange Dankbarkeiten, den Herrn Prantner, praktischer weise auch gleich Schwiegersöhnchen des ÖVP-Gemeindebundchefs. Am Berg hört man, dass der Prantner die Arbeit nicht gerade erfunden hat, dafür aber die Ausrichtung nach der jeweils jerrschenden Farbenlehre, und von dem man in Sachen Online ungefähr so viel gehört hat wie vom amtierenden orange-blauen Online-Direktor Schwärzler.

Sportreporter, Edi-Finger-Senior-Schüler und Haider-Intimus Willy Haslitzer, der sich als Programmchef im Landesstudio Kärnten landesweite "Willy wer?"-Bekanntheit erarbeitete, darf gleich das ganze Kulturradio mit allen gleichgeschalteten Sendern übernehmen.

Natürlich werden all Eritrea zum Opfer fallenden bisherigen Direktoren auch standesgemäß versorgt, man ist ja nicht nachtragend und wer weiß wann selbst einmal solch kollegialer Solidarität bedarf: Dazu haben sich die Landesstudios immer bestens geeignet, natürlich alles in enger Abstimmung mit den jeweiligen Landeshauptfrauen und -männern, weil man ist ja jetzt wieder parteiunabhängig.

Und weil das alles bisher nur gestandene Männer sind, und man sich doch heute gern mit gender-neutraler Personalpolitik schmückt, sucht der Herr Wrabetz noch nach dem weiblichen Feigenblatt. Wie wärs mit der Frau Goldmann von der ÖBB für die Kaufmännische Direktorin? Die kennt sich wenigstens in staatlichen Intrigenbetrieben bestens aus.

19.8.06

Der Pflege-Lotto-Sechser

Wer sagt's denn, auch im Pflegeroulette gibts quasi einen Sechser, und die Familie Schüssel hat ihn offenbar gemacht. Um ein bissl mehr als eine Studiengebühr, um 523 Euro für sechs Monate und eine einmalige Einschreibgebühr von 262 Euro, vermittelt der Verein St. Elisabeth (so ein beruhigend schön katholischer Name, wer sollte da an Schwarzarbeit denken?) rund um die Uhr streng ehrenamtlich "unterstützenden Mitglieder (Dipl. Krankenschwestern, Altenfachbetreuer/innen oder Pflegehelfer)", und die werden natürlich auch noch "nach strengen Kriterien ausgewählt".

Weil die guten, unterstützenden Mitglieder vielleicht auch noch ein paar Unkosten haben könnten, "schlagen wir zur Abgeltung von allfälligen Kosten und Regien ein Taschengeld in Höhe von ca. € 44,00 bis € 58,00 pro Tag (24 Stunden) vor".

Na bitte, keine illegale Beschäftigung, nix Linkes (St. Elisabeth, steh uns bei!), alles im Rahmen gut nachbarschaftlicher Hilfe zwischen pflegebedürftigen Mitgliedern und samariterhaften unterstützenden Mitgliedern. Was sollte sich da ein Bundskanzler denken, außer: Ich sags ja immer, man muss nicht immer gleich nach dem Staat rufen? Man muss ja nicht immer gleich alles so schwarz sehen wie der schwarze Ex-Gesundheitssprecher Günther Leiner, der das "modernen Sklavendienst" nennt, an dem "die Vermittler das meiste verdienen" -- da muss er wohl andere gemeint haben.

Schüssels Nannygate

Bekanntlich gibt's ja in Österreich sicher keinen Pflegenotstand, da dies der Herr Bundeskanzler dekretiert hat. Der Wolfgang Schüssel wird's schon wissen, weil man ja in solchen Dingen nicht dauernd nach dem Staat ruft, sondern am besten selbst mit "ost-böhmischen Arbeitssklaven" (wie unser charmanter Tiroler Soziallandesrat sie so einprägsam nennt) abhilft.

Auch Kanzler haben (Schwieger-) Mütter, die Pflege brauchen könnten, und das kann man sich mit zwei Euro die Stunde schon leisten, ohne gleich nach dem Staat zu rufen, wie uns Hans Weiss in einem Leserbriefchen im Standard berichtet. Praktischer weise kann man dann als Regierungschef auch noch gleich vor einer Kriminalisierung warnen, wenn man glaubt jetzt mit Anzeigen übers Ziel schießen zu müssen, und der eigene Herr Arbeitsminister sagt seinen Behörden, da kann man schon mal ein Auge zudrücken, und fertig ist die Schüsselsche Pflegelösung.

Für so was würden vielleicht anderswo Minister zurücktreten, dass sie illegale Arbeitskräfte beschäftigen, aber bei uns ein NannyGate? Eher putzt noch die Lisl für den Wolfi um zwei Euro die Stund'.

[Update 1]Natürlich alles nur aus der Luft gegriffen, sagt uns die Kanzlersprecherin im ORF-Mittagsjournal: Der Wolfi war nie in die Organisation der Pflege der Schwiegermutter involviert, das haben natürlich die Frauen in der Family gemacht, und die haben's über einen Verein gemacht, und der hat die Pflegerinnen geschickt, und der Verein hat kassiert, und damit hat es doch seine Ordnung. Und aus.

[Update 2]Und überhaupt, Pflege ist ein Sach- und kein Wahlkampfthema, schiebt der Lobatka nach. Wegen der Sachen geh'n ma ja net wählen, mehr wegen der Unsachlichkeit. Jaja. Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen! (© Lopatka) -- blog, Reinhold, blog! Es gibt soviel unsagbar unsachlich Schlechtes in diesem kleinen Österreich.

18.8.06

Lopatka bloggt

Lopatka bloggt. Schonungslos, offen, christlich, sozial. Heute geht es dem Reini gar nicht gut. Die ORF-Wahl schlägt ihm auf den Magen. Sodbrennen, Kopfweh, Nackenschmerzen und ein zucken über dem rechten Mundwinkel … Da kommt schon mal der Realtitässinn aus dem Lot. Dafür muss man Verständnis haben. Für Posten macht die SPÖ alles!
So der Titel seines heutigen Postings. Der Reini will es gar nicht glauben und beklagt sich bitter: „Unsere Demokratie macht´s möglich. Und wenn es um Posten geht, macht die SPÖ alles. Eine Koalition mit Haider in Kärnten war da ebenso kein Problem wie die Koalition mit Strache und Westenthaler bei der ORF-Wahl.” Damit nicht genug. Der Reini malt den Teufel an die Wand und prophezeit dem Lande finstere Zeiten:„ Eine rot-grüne Regierung mit Duldung durch das BZÖ, wer kann das für die nächsten Jahre ausschließen? Die Rot-Grün-Blau-Orange-Koalition beim ORF zeigt, dass Rot-grün keine Scheu hat mit Strache und Westenthaler gemeinsame Sache zu machen.”

Linkes Gesocks

Jetzt hat der Kurti Bergmann schon wieder eine Wahl für die ÖVP verloren, die sollten sich um einen anderen umschauen. Schoko-Bussi Ferrero-Waldner ging an die "linken Emanzen" verloren, und welches linke Gesocks ist jetzt am Wrabetz schuld? "Eine beispiellose Vernaderungs- und Hetzkampagne." Wenigstens das Moltofon bestätigt, was wir bisher für selbstverständlich gehalten haben: "eine auf demokratischen Wege zu Stande gekommene Entscheidung zu respektieren". Wenn ma uns schon so a Wahl antun...

Rudi ratlos

Bei der ganzen ORF- Wahlnachberichterstattung wurde auf Rudi Klausnitzer vergessen. Der Arme konnte nicht eine Stimme einheimsen. Zudem wurde er im Vorfeld böse verunglimpft. Helmut Thoma nannte ihn in einem Kurier Interview abfällig „Rudi ratlos”. Als er noch Geschäftsführer bei News war, wurde er nur als „Der Tanzlehrer” tituliert. Was macht der Rudi jetzt? Bei News ist er weg, der Fellner nimmt ihn sicher nicht und auch beim ORF sind die Türen jetzt zu ……………… vielleicht fällt ihm wieder ein klasses Musical ein.

17.8.06

Mück im Glück

Werner Mück, böse gescholtener TV-Chefredakteur, hat ein neues Jobangebot. Dem Vernehmen nach will ihn Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad haben. Für was auch immer. Vielleicht als Treiber für die Jagd. Das kann der Mück, der räumt auf im Wald. Blöd nur, dass die resche Moni, eine gestandene Jägersfrau, jetzt viel Zeit für ihr Hobby haben wird. Da muss er aufpassen der Mück, weil so ein Jagdunfall (siehe US-Vicepresident Dick Cheney) ist schnell passiert.

Roter Rauch am Berg

Wir sind General! Der Küniglberg kreist, Strache gratulierte, Lindner machte noch einen Pieps zum Abschied, "Geht's seid's net so kindisch", und der GARANTIERT! PARTEIUNABHÄNGIGE! REGENBOGENKANDIDAT! ward geboren. So wie dem Kreisky der Bacher aufs Aug gedruckt worden ist, ist also der VSStÖler und Cap-Wahlkampf-Organisierer Wrabetz quasi dank oranger Hebammenschaft der Bacher vom Schüssel. Mal schauen ob sich jetzt aus dem Elefant noch ein Mück herausquetschen lässt, irgendwelche Verbindlichkeiten wird's da schon geben. Aber vielleicht kann man inzwischen wenigstens die Altherrenpartie Bergmann und Fiedler entsorgen, wenn sich der Freunderlkreis ohnehin nicht durchgesetzt hat?

Famous last words

Vom Küniglberg ist zwar noch kein roter Rauch aufgestiegen, aber Frau Generaldirektor hatte nach ihrem Hearing gegenüber der auserwählten wartenden Öffentlichkeit nur ein Satzerl zu bieten: Geht's seid's net so kindisch" warf sie den Fotografen hin, die noch ein Bilderl erhaschen wollten. Also, wir sind net so kindisch: Obwohl viel mehr Vermächtnis fällt uns auch nicht ein.

Schützen gegen ost-böhmische Arbeitssklaven

Endlich klare Worte, Schützen aufgepasst, die welsche Gefahr droht aus dem Osten: Die "ost-böhmischen Arbeitssklaven" wird er nie und nimmer zur Pflege aufrechter Tiroler Mander ins Land lassen. Es musste ja endlich gesagt sein, dem Tiroler Landessozialreferenten Hannes Gschwentner und aufrechtem Sozen seien für die markigen Worte gedankt. Was dann? Dann "muss eben die Frau zu Hause bleiben", wenn der Mann Pflege braucht. Und wenn Frau Pflege braucht? Kann sie doch wohl selbst auf sich schauen.

16.8.06

Ich habe einen Alptraum

Die Nacht vor der ORF-GD-Wahl: Schweißgebadet aufgewacht, Primavera ist die neue Generaldirektorin, Lobatka übernimmt selbst den Infodirektor, Westenthaler wird Sportdirektor, Oberhauser trifft sich mit Mück und dem Gorbach zur wöchentlichen Saunarunde und sie klopfen sich auf die Schenkel, wie sie das wieder hingekriegt haben. Wolfi wird wieder Kaiser, Christian Konrad setzt ihm die Krone auf, die ihm der Fellner reicht. Wir bauen das neue Österreich!

Böser Bulle, böser Bulle

Schreibt eigentlich noch jemand mit in der Fernsehspielredaktion? Zuerst die Saunaaffäre vom Hofrat Geiger, dann die Revanche der Reisegutscheine, garniert mit a bissl Autoschenken  natürlich ganz ohne Gefälligkeit, so wie man halt gute Freunde behandelt. Wo bitte ist hier das Antragsformular für den Verein der Freunde und Förderer der Wiener Polizisten? In den Kreisen der ministrablen Hochfinanz wird man auf eine Jacht eingeladen, in den Kreisen der Wirtschaftspolizei kommt man mit ein paar Ruefa-Gutscheinen auf einen Abstecher ins Mittelmeer. Wann das kein Grund ist, einen Horngachen zu kriegen!

Dünnes Blech

Man kann es ihm schon ordentlich übel nehmen, dem Günther Grass. Jahrzehntelang die Moral des Antinazismus trommeln und darüber schweigen, dass nicht nur sein Pferd, sondern er selbst bei der Waffen-SS war. Das Schweigen über die Sünden: Der Vorwurf der Nachkriegsgeneration an die Väter, über den sich Grass als "Flakhelfer" erhob, als ob es nicht schon früher Gelegenheiten gegeben hätte reinen Tisch zu machen. "Was ich übrigens schon seit längerem erzählen wollte: Auch ich war dabei", hätte sich gut gemacht bei der Verleihung der Danziger Ehrenbürgerschaft, oder dem Nobelpreis, oder bevor er Kohl für seinen Friedhofsbesuch in Bitburg abkanzelte, oder damals, als über das Vergessen von Kurt Waldheim geredet wurde. Aber da muss man schon Robert Menasse sein, um das Schweigen des Blechtrommlers bis zum heutigen Tag zu verteidigen. Nur die Gnade eines langen Lebens, dass er dies nicht ins Grab nahm. Lässt sich ja schließlich noch ein guter Bestseller draus machen.

Lopatka bloggt

Lopatka bloggt. Schonungslos, offen, christlich, sozial. Diesmal geht es um die Bauern. Hier kramt der sympathische OVP-Werber ein Thomas Morus (englischer Staatsmann, Humanist und Autor, 1478-1535) Zitat aus seiner Schatzkiste. „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme"

Puh, schöner lässt sich das werken am Lande nicht definieren. Von Morus ist auch noch folgender Ausspruch überliefert: "Wenn Ehre profitabel wäre, jeder wäre ehrenhaft." Hm, passt irgendwie auch zu Herr Lopatka.

14.8.06

Du bist Politburo

nach du bist bild, du bist news, du bist heute, du bist krone, du bist ischler rundschau, du bist rieder ratschn - jetzt auch du bist politburo - mehr dazu in kürze!!!

12.8.06

Bitte noch mehr Bomben!

Menasse in der Süddeutschen. Unerträgliches Geschreibsel. Selbstgefällig und dumm.

10.8.06

Nix mehr Kohle von der Bahn

Die ÖBB schalten in vier österreichischen Tageszeitungen, wegen böser böser Berichterstattung, keine Anzeigen mehr. Tja, dumm gelaufen. Zugegeben, ein bissal ist hier auch das Politbüro schuld. Weil der Herr Spu immer so böse Sachen über die liebe Bahn schreiben tut. Da hat sich der Herr Huber halt geärgert. Bleiben wird ihm von der ersparten Anzeigenkohle aber nix, da sorgt schon der Wolfi Fellner dafür.

8.8.06

Lopatka bloggt

Fernes großkoalitionäres Donnergrollen 

Hört sich an wie fernes Donnergrollen: Die so genannte große Koalition kommt wieder, obwohl wahrscheinlich alles andere als Grand. Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl, der so artig neben dem Herrn Bundeskanzler sein breites Lächeln übers Land verstrahlt wie die Cheshire Cat in Alice in Wonderland, sieht nur Gutes in bewährten schwarzroten Bahnen. Sein schönstes Erlebnis: Er hält sich "einen Andersfärbigen", also einen Roten, als Obmann "meines Kontrollausschusses". Klingt wie eine Perspektive für Gusis Zukunft nach dem Absturz der SPÖ unter die 30-Prozent-Marke: Andersfärbiger in Schüssels persönlichem Kontrollausschuss... 

7.8.06

EU-Warnung: Rauchen killt Ihren Job!

Na also, endlich eine EU-Lösung für Raucher. "Raucher brauchen sich um diesen Job nicht zu bewerben", schreibt ein irisches Call-Center in seine Stelleninserate. Und EU-Kommissar Vladimir Spidla, für Beschäftigung und Gleichberechtigung zuständig, gibt ihm Recht:Die Antidiskriminierungs-Regelungen der EU sind gegen Rassismus und Machismus, aber nicht für "stinkende Raucher", wie der Chef des Call-Centers charmant seine Stellenbeschreibung erklärte. Und außerdem: Jetzt wurden sie seit Jahren abgemahnt wie sie sich schädigen, wenn sie da noch immer nicht aufgehört haben mit ihrem Laster, dann sind sie doch "einfach Idioten". So was muss man vor Diskriminierung auch nicht schützen. Wie wär's mit einer "Kauft nicht bei Rauchern!"-Kampagne als nächsten Schritt?

4.8.06

Wetter, Gusi & das perfekte Foto




Wir haben jetzt eh schon ziemlich gelacht, lieber Herr Wettergott. Nach Sahara-Hitze runter auf Lappland-Kälte. Ja, ja, wir wissen, das hält den Organismus jung, und der viele Regen hilft den armen Bauern. Allerdings weilt das Politbüro derzeit auf Sommerfrische. Zugeggeben, der Ausdruck Sommerfrische mag vielleicht etwas verwirrend sein, heißt aber nicht, dass es mitten im August kühl und frisch sein soll. Also bitte ein bissal am Temperaturregler drehen.

Man kann dir natürlich auch unterstellen, dass du mit den Schwarzen packelst und dem Gusi seine Bergtouren versaust. Das bringt nix. Es weiß eh keiner, warum er der sich diese „Tschoch“ antut. Wählerstimmen bringt das ja nicht. Die paar Hüttenwirte und Senner wählen schwarz oder grün. Kolportiert wird ja, dass der Gusi in den Alpen nach dem perfekten Foto sucht. „Ich will auch so ein Büdl für die Wahl wie der Schüssel eins hat,“ soll er den Cap angejammert haben. Gemeint ist diese schöne Aufnahme, wo der Kanzler in perfekter Natur aus einer Pferdetränke mit der Hand Wasser schlürft.

Geklappt hat das bis dato nicht. Was vor allem am Wetter liegt. Dem Gusi hat es sogar eingeschneit. Dabei war alles so schön geplant. Alleine vom Outfit her, hätte der Fredi schon was hergemacht. Hautenges rotes Shirt, knackige Radlerhose. So wollen Herr und Frau Österreich ihren nächsten Kanzler sehen.

Ad Kretzn-Parade

Berichtigung zum Ausdruck Kretzn-Parade:

Laut Österreichischem Wörterbuch werden dem Begriff Kretzn zwei Bedeutungen zugemessen. a) schlimmes Kind (ev. auch Erwachsener), b) Pickel.

Der Terminus Krätzn wird hingegen mit Widerling übersetzt.

In Bezug auf Lopatka, Strache und Co dürfte die Verwendung von Krätzn- anstatt Kretzn-Parade wahrscheinlich angemessener sein.

Von Fidel zu Fidelito, und dann?

Jetzt also in Kuba die Stunde des Politburos und der Wahrheit: Fidel hat die Amtsgeschäfte an seinen kleinen Bruder Fidelito übergeben. Wie Fidels "Letzte Schlacht" ausgehen könnte und welche Chancen die Revolution hat, ihren maximo lider zu überleben, dazu hat Jon Lee Anderson schon vor der Operation Castros im New Yorker eine exzellente Reportage aus Havanna geschrieben. Darin bezeichnet Fidel, angesprochen auf seinen möglichen Parkinson, Johannes Paul II als Rollenmodell: Auch schon sehr tot. Anderson lebte mehrere Jahre in Kuba und schrieb auch ein ausgezeichnetes Buch über Che Guevara.

3.8.06

Danke, Jörg! (2)

Er bleibt doch der wendehalsigste unserer Politgaukler, der Jörg: Erst der Mann, der den Hypo-Alpe-Adria-Chef Kulterer gegen alle Wiener Jagdgesellschaften wie die Finanzmarktaufsicht standhaft verteidigt, dann der Erfinder der Rochade vom Vorstands- in den Aufsichtsrats-Chefsessel, dann Huch! Und das bei vollen Bezügen? Nee du, nicht mit unserem Jörg: Hier gibts keinen Privilegienstadl á la Bawag, und selbst wenn er ihn selbst erfunden hat. Die 180-Grad-Wende, oder: Unter welchem Hütchen steckt der wahre Jörg? Irgendein blau-oranger-Reptilienfonds zur Entschädigung des Kulterer für seine nette Gage wird sich schon finden, schließlich hat man ja auch dem besoffenen Jörg-Freund Gaugg seinerzeit 10.000 Euro monatlich bar aufs Händchen für den Rückzug aus der Sozialversicherung versprochen, was jetzt gerichtlich bestätigt wurde.

Bye, Bye, 10 Prozent

Vor ein paar Jahre war es ein Benzinpreis von mehr als 50 Schilling pro Liter, diesmal geht es um die Abschaffung der lebenslänglichen Haftstrafe. Das muss man den Grünen schon lassen, kurz vor den Wahlen holen sie schlafwandlerisch die coolsten Antithemen aus dem Keller. Da sind sie kaum zu toppen. Für die „Kretzn”-Parade, sprich Lopatka, Strache, Westi & Co ist das natürlich ein Elfergeschenk – besser als die Haschtrafiken vor vier Jahren.

1.8.06

Danke, Jörg!

Sparer und Steuerzahler danke es dem Kärntner Landeshauptmann: Hypo-Alpe-Adria-Chef Kulterer hat "die Verantwortung getragen" (Eigendefinition) für seine Spekulationsverluste: Er nimmt den Hut und seine Gage -- bis 2011. Das nennt man eine wirkliche Verbesserung.

Sozialmasche

Die Pro7-Nachrichten erinnern uns dankenswerter daran, dass unser unerschrockener Privilegienbekämpfter Hans-Peter Martin aus dem Steuertopf für die Wahlkampfrückerstattung nach der EU-Wahl eine Million Euro spenden wollte. "Ich wollte das spenden, aber das Bundeskanzleramt hat es nicht erlaubt", sagt der Arme -- seine frühere Genossin Karin Resitarits erzählt es anders: Das Bundeskanzleramt hätte es sehr wohl erlaubt.

Weil wir dabei sind: Was ist eigentlich aus den diversen anderen Sozialfonds von Politikern geworden -- Karl-Heinz Grasser, der seine Honorare angeblich guten Zwecken widmet, oder gar der FPÖ. die doch alles über 60.000 Schilling an Bezügen in eine Topf für das allgemeine Wohl legte?