31.12.06

Und 2007: Noch mehr Schweißperlen!

Kein Jahreswechsel ohne Vorsatz. Kurzes Flashback: "Kein Wunder, dass Sie Schweißperlen auf der Oberlippe haben, bei diesem disqualifzierenden Untergriff", diagnostizierte unser Noch-Immer-Kanzler Schüssel dem Noch-Immer-Nicht-Kanzler Gusenbauer ob dessen Nannygate-Rekurs im Wahlkampf.

Was uns zu diesem unseren Vorsatz, ja Versprechen für 2007 an unser p.t. Publikum bringt: Noch mehr Schweißperlen auf den Oberlippen durch noch mehr disqualifizierende Untergriffe.

Und eh das alte Jahr noch um ist noch schnell dieser disqualifizierende Untergriff, der uns auffiel als wir nach Weihnachten über die weihnachtlichen Packerl von Staats- und staatsnahen Betrieben sinnierten: Viel Swarovski-Klunker im milden Angebot von ÖBB bis Flughafen und Telekom Austria. Aber sicher gilt bis auf weiteres: Nobody ever got fired for giving the gift of Fiona.

Prosit Neujahr.

29.12.06

Mauserl und Sushi

Wir können Ihnen hiermit die erfreuliche Mitteilung machen, daß wir bei der heutigen zehnten Runde der rot-schwarzen Koalitionsverhandlungen ein Mauserl waren. Es war so:

Gusenbauer: Machen wir doch eine Steuerreform gleich heuer.
Schüssel: Gute Idee, Alfred! Das machen wir! Schauen wir nur noch rasch, wie es mit der Finanzierung ausschaut. Karl-Heinz?
Grasser: Hm, ich fürchte, das geht sich nicht aus. Ich muß doch auf mein Nulldefizit schauen.
Schüssel: Na dann ...
Gusenbauer: Na gut, dann vielleicht halt 2010.
Schüssel: Eine konstruktive Verhandlungsrunde.
Häupl: Lauter Sushi-Fresser!

Die Sushi-Koalition

Na bitte, so kann man sich doch eine große Koalition schmecken lassen: Sushi statt diese ewigen Würschtel bei der Verhandlung, als ob da nicht sowieso genug Würschteln dabei sind, dafür kann man das mit der Steuerentlastung und den Studiengebühren doch ein wenig aufschieben. Kulinarisch wär ein Kanzler Gusenbauer jedenfalls a Verbesserung, die Ferrero-Waldner hat seinerzeit am EU-Gipfel beim Azorentief den EU-Boykoteuren mit Sachertorten und Mannerschnitten das Maul stopfen müssen. Nur dem Häupl war das mit dem rohen Fisch ganz grauslich, besser doch ein Fiakergulasch. Vielleicht zum Unterschreiben.

Dolly zum Fressen gern haben

Schöne neue Food-World: Die US-Lebensmittelbehörde hat ihre Zustimmung zum Verzehr von Milch- und Fleischprodukten geklonter Tiere gegeben, 700 Seiten Bericht kommen zum Schluss: Alles paletti mit Schafskäse und Keule von Dolly & Co. "Kein Unterschied zwischen einem gesunden Klon und konventionell gezüchteten Tieren". Das kleine Glücksschweinderl zum Neuen Jahr: Es könnt schon ein Klon sein. Mahlzeit.

26.12.06

Böses Gerede

Wilder Bassena Tratsch. Das wird nichts mit der großen Koalition, heißt es in hinter vor gehaltner Hand in wichtigen Wiener Kreisen. Der Schüssel wird mit dem BZÖ, nach Vorbild CDU/CSU, ein Bündnis eingehen. Die Koalition mit der FPÖ liegt schon fertig in der Schublade. Bei den Freiheitlichen stehen die Ampeln auf Grün, nur der Stadler macht noch Wickel. Gusenbauer weiß nicht was Sache ist, der Kalina soll sogar im ORF bei Journis nach gefragt haben, was man von all dem halten soll. Aber wie gesagt alles nur böses Gerede. Am 11. Jänner steht die neue Regierung.

25.12.06

Frohbotschaft

Herrlich, dieses Frohe Fest! Heinz Fischer ist optimistisch, dass es bald eine neue Regierung gibt. Sepp Pröll ist optimistisch, dass es bald eine neue Regierung gibt. Alfred Gusenbauer ist optimistisch, dass es bald eine neue Regierung gibt. Ja, selbst ein gewisser Michael Spindelegger ist optimistisch, dass es bald eine neue Regierung gibt. Kurzum: Frohbotschaften allerorten. Und Ochs und Esel schauen zu.

23.12.06

Season's Greetings aber ganz korrekt

22.12.06

Karl-Heinz?

Seid besorgt! Auf dem offiziellen Weihnachtsgruppenfoto, das die Bundesregierung von sich hat anfertigen lassen, fehlt Karl-Heinz Grasser. Wir wissen gar nicht, wieviele Rufezeichen wir hinter diesen schlichten und doch so erschütternden Aussagesatz setzen sollen: Grasser einfach nicht dabei! Wolfi und Hubsi und Liesl (ohne Blockflöte) unterm ärarischen Christbaum, sogar der Finz Fredi darf in die Kamera irrlichtern, aber kein bißchen Karl-Heinz! Kein Alzerl Seitenscheitel, nicht einmal ein Spurenelementchen Glamour!
Jetzt bange Frage: Wo war er? Bei Fiona auf der Kristallliege? Schon unterwegs in die Privatwirtschaft? Auf der Jacht? In der Seepferdchen-Badehose? Oder nur eben mal grad im Eurofighter-Ausschuss? Zweckdienliche Hinweise unter "Nulldefizit" an den Verlag.

Muslimische US-Bedrohung

Jetzt haben's die Terroristen schon in den US-Kongress geschafft, wenn wir dem jüngsten amerikanischen Aufreger folgen: Mit den neuen Abgeordneten wird erstmals ein Muslim angelobt, und der wollte doch auch noch gleich auf den Koran statt auf die Bibel schwören, obwohl es bei den Angelobungen ohnedies keine religiösen Utensilien gibt, da ja in den USA angeblich der Staat das eine und Gott das andere ist. Aber da hat Keith Ellison, Demokrat aus Minnesota, seine Rechnung ohne den aufrechten Republikaner Virgil Goode Jr. gemacht: "Amerika muss aufwachen", und wenn man nicht endlich scharfe Migrationsgesetze macht, dann gibts "bald noch viel mehr Muslime in den USA, die unsere Ressourcen überschwemmen". Na wusch, das ist ein Langzeitprogramm: Die Vorfahren von Herrn Ellison kamen schon 1742 in die USA, und das alles andere als freiwillig, eher von den Vorfahren des Herrn Goode dorthin verschleppt und christlich versklavt. Bleibt offenbar nur noch deportieren. In God We Trust, wenn's nur der richtige ist.

Regenbogendenken

Rundum wird zu Weihnachten von Abgeordneten noch gedacht, das ist erfreulich, weil wir dafür ja ordentlich zahlen, ohne dass damit jetzt über die Erfreulichkeit der Denkprozesse als solches etwas gesagt sein soll. Da ist der Herr Umvolker Mölzer, der sich gegen seine damalige blaue Parteilinie quasi ins EU-Parlament geputsch hat, obwohl er jetzt sicherlich in Anspruch nehmen kann zusammen mit dem Herrn Dobermann Stadler das rechte Herz der jetzigen blauen Parteilinie zu sein. Jedenfalls, der Mölzer denkt: Wenn die Schwarzen und die Orangen eine Minderheitenregierung bilden, dann könnten die Blauen dem doch wohlwollend zuschauen. Welche weihnachtliche Harmonie des Denkens, das hat sich der Herr Schüssel sicher auch schon des öfteren gedacht. Und wir wissen ja seit 2000, dass Schüssel so manches denkt, was er den Roten noch nicht einschenkt.

Auf der anderen Seite ist da der Herr Voggenhuber, im letzten Jahrzehnt ein bekehrter EU-Paulus geworden. Der denkt sich und sagt das auch noch, dass der Holler der Frau Vassilakou das ist, nämlich ein Holler: Dass die Grünen doch keine SP-Minderheitenregierung unterstützen müssten, denn da müssten sie sich mit den Blauen an einen Tisch setzen. Etwa so wie im ORF-Stiftungsrat, und überhaupt: Sie müssten ja nur an ihren Bänken im Nationalrat sitzen bleiben, Tische sind da gar nicht nötig, weil ja bekanntlich Abstimmungen nicht an Tischen sondern im Plenum stattfinden. Jedenfalls, man sieht wohin uns die EU-Mitgliedschaft schon gebracht hat: Gedacht wird auch von den heimischen Politikern nur noch in Brüssel, zumindest sprudelts aus denen neuerdings nur so heraus.

21.12.06

Ad Rauchverbot

Yippi yeah, Rauchverbot is in the house. Gilt das auch für Shopping-Center? Da bin ich aber sofort dafür. Die Lego Duplo Eisenbahn +2 miffelt jetzt noch nach Rauch. Politburo heute morgen im Aufhof-Center auf Lokalaugenschein: vom Spielwaren Heinz weg bis hin zu H & M alles in dicken Rauchschwaden gehüllt. Die Leute tschicken wie Sau. Muss nicht sein. In Lokalen ist ein generelles Rauchverbot natürlich weniger gut. Raucher werden immer so unleidig, wenn sie nicht paffen dürfen. Lieber ein paar passive Lungenzüge als lästige Tischgenossen, die alle paar Minuten vor die Tür rennen.

Aber punkto Shopping-Center muss man radikaler denken. Vorbildlich: die Excalibur City an der Grenze. Die hat man gleich abgefackelt.

Durchbruch: Das Gesamtrauchverbot!

Hurra, wir haben einen Durchbruch an dem wir den Rest der Knackpunkte modellieren können: Das Gesamtrauchverbotslokal! Um mehr Erfahrungen mit dieser Maßnahme zu sammeln werden künftig Versuchs-Gesamrauchverbotslokale im ganzen Bundesgebiet eingeführt, und außerdem wird es mehr innere Differenzierung in den Nichtgesamtrauchverbotslokalen geben, also ein Tisch Raucher, einer Nichtraucher, dazwischen ein Tisch an dem Nichtraucher und Raucher sesselweise aufgeteilt werden.

Wie man das Modell der erfolgreiche Rauchschwaden-Einigung jetzt auf Schulen und Eurofighter übertragen kann, das wird über die Weihnachtsfeiertage hinter einer Nebelwand ausprobiert. Bei den Schulen wiederholen wir die Schulversuche, die es in den 70er Jahren mehr als ein Jahrzehnt lang gab, und außerdem erfinden wir die so genannte innere Differenzierung an den Hauptschulen und AHS-Unterstufen neu, die wir schon 1997 ins Gesetz geschrieben haben, damit dort Kinder mit Behinderungen adäquat unterricht werden können. Aber wurscht, Schulversuche und Gesetz nochmals abschreiben schafft uns eine Atempause von zehn weiteren Jahren. Dann gibt es vielleicht endlich eine schwarze Alleinregierung, damit wir uns den ganzen Schmarren einfach sparen können, oder die Roten übernehmen, dann ist eh wieder alles ein großer Weltuntergangseinheitstopf, für den wohlbetuchte Rentner und lebenlange Schwarzwähler zur Strafe die Rechnung serviert bekommen.

Und die Eurofighter? Das wird noch ein bissl länger dauern, aber vielleicht bringt das auch das Gesamtrauchverbot einen Durchbruch: Die brauchen wir doch dann künftig zur Luftraumüberwachung, ob da nicht doch irgend einer pofelt? DANN wären natürlich auch die Roten dafür, und womöglich könnte man unter diesem Gesichtspunkt sogar noch die Grünen an Bord holen.

Schocktherapie

Da hat der Blinde einen einäugigen Richter gefunden, also darf der Nazi-Geschichtenerzähler David Irving wieder raus aus dem Häfen. Richter Ernest Hauer ist ja auch ausgewiesener Traumatherapeut, also wusste er dass der gute Irving seine Holocaust-Lüge gleich nach dem ersten Urteil nur wiederholte, weil er unter schwerem Schock stand. Das muss man ja nachsehen, von Rückfall kann da wohl keine Rede sein. Jetzt der unerwartete Schock der wiedergewonnenen Freiheit: Was werden wir jetzt wohl alles wieder hören dürfen, mit freundlicher richterlicher Widmung? Der Mann (der Maurer, nicht der Irving, obwohl ja alles möglich ist) ist übrigens auch im ORF Stiftungsrat und besonders schillernder Teil der Wrabetzschen Regenbogenkoalition. Was tut man nicht alles um eine Schwarze loszuwerden und selbst ein Amt zu bekommen.

20.12.06

Ehre wem Ehre gebührt

Hubsi Gorbach hat sich eine lässige Broschüre schneidern lassen. Das Machwerk, über seine unbestrittenen Leistungen als Minister, hat 72 Seiten, auf 48 Hochglanzfotos ist der Hubsi zu sehen. Hubsi in China, Hubsi bei Klestil, Hubsi beim Blutdruckmessen, Hubsi mal ganz allein, Hubsi im Formel 1 Auto. Knapp 30.000 Euro hat sich der Hubsi die Sache kosten lassen. Das ist im Rahmen.

Draxler als Packerl für die Bahn

Und weil Weihnachten ist, wie Genosse stka die kommende Tagesordnung schon so rührend einleitäutete, kriegt auch die ÖBB ein rotes Packerl: Der von den blauschwarzen in die RHI-Wüste geschickte Helmut Draxler kommt zurück. Vor ein paar Tagen hat das ja der Standard schon propagiert, nur die Position hat nicht so genau gestimmt, weil der Mann nicht seinen Nachnachfolger Huber als Vorstandschef beerbt, sondern den Aufsichtsratspräsidenten Reithofer. Also, im Klartext: Der Herr Draxler wird ÖBB-Aufsichtsratschef. Macht gute Stimmung für die Koalitionsverhandlungen, womöglich auch in der Bahn.

Besinnliches

Weihnachtsgeschenke. Wir vom Politburo schenken uns traditionell Liebe und uneingeschränkte Zuneigung. Wir sind uns einander genug. Mehr brauchen wird nicht. Für unsere Leser werden dieser Tage Postings besonders festlich verpackt. Inhaltlich wollen wir uns besinnen und für ein paar Tage die grausliche Welt da draußen vergessen lassen. Diese Grassers, Lopatkas, Rauch Kallats, Gusenbauers, Schüssels, Caps ………… nein, die werden unsere Festtagsstimmung nicht mit Füßen treten.

19.12.06

huh

Wie der Frau Laska da neulich diese Idee mit dem den Nikolo im Kindergarten verbieten ausgerutscht ist, da hat sie vorher wahrscheinlich diese Webseite da angeschaut: Scared of Santa Gallery

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18.12.06

Skigau

Puh, diese Skifahrer wedeln heuer aber hinten nach. Nicht einmal ein „Austro Star“ hat es heute in Alta Badia beim Slalom ins Ziel geschafft. Der Herr Schröcksnadel wird ganz schön fuchtig sein. Eigentlich müsste man den nationalen Notstand ausrufen. Aber nix dergleichen. Die Skimisere ist außer dem Fellner-Blattl allen ziemlich Wurscht. Vielleicht macht das der Klimagau. „Gibt eh kan Schnee mehr, da soin die Skilehrer daham bleiben“, analysiert der freundliche Wiener Taxler treffend.

Mein Gott, Fiona!

Muss wohl in der Familie liegen, Glitzern mit falschen Steinen: Fiona ist gar keine Swarovski, enthüllt der Kurier. Unser Karl-Heinz also kein Kristallprinz, sondern nur ein Pacifico Griffini-Grasser. Wahrscheinlich nicht mal bei der Hochzeit offengelegt.

In eigener Sache

Wechselt man sein Internet, sagen wir mal von der Post zu einem alternativen Anbieter, kann sich das wie die Koalitionsverhandlungen hinziehen. Einen Tag heißt es, jetzt geht es aber bald, dann wieder am Wochenende geht gar nix und dann wieder jetzt wird es aber ganz schnell gehen. Hotline anrufen ist Vergeudung von Lebenszeit. Generell sind Hotlines so eine Art neu moderne Amtstube. Da zieht man virtuell eine Nummer, hängt Stunden lang in der Leitung, muss sich anschnauzen lassen und so weiter und so fort. Mit dem Resultat: auch nach einer Woche ist Funkstille im Home-Office. Die Überraschung: das Leben geht trotzdem weiter.

17.12.06

Der Kummer mit dem Wetter

Endlich wirds kalt genug für die Schneekanonen, aber jetzt das: Da können die "Schneekanonen glühen", glüht Christa Kummer beim Sonntagsabendwetter. Wieder nix mit Schnee auf den Pisten. Kann man die Frau zum Mück in den Wetterkanal überstellen?

Disziplin bitte

grüss gott

Als hätte man kurz vor Weihnachten nichts anderes zu tun, als sich kooptieren zu lassen. Aber was tut man nicht alles für die Frauenquote. Obwohl mir das sonst eigentlich unfeminin wurscht ist, weshalb mich bemühte Frauengleichberechtigungskämpferinnen, oder wie die heissen, immer des Verrats und der Bosheit bezichtigen. Neulich beim gedankenlosen Berieseln lassen mit der ZIB allerdings, als wie immer alles voll mit Explosionen, Demos wilder Fanatiker, Mord, da dachte ich mir kurz: Das sind alles Männer, die da den Ärger machen. Im ganzen Nahen Osten Frauen an die Macht und Ruhe ist. Und überhaupt, überall mal die Frauen regieren lassen. Dann fiel mir Condi Rice ein und Maggi Thatcher und Ursula Plassnik und Ursula Haubner und Liese Prokopp und Liesl Gehrer und Maria Rauch-Kallat und ... und da war der Gedanke auch schon wieder weg. Aber ich bleib jetzt mal da. Grüss Gott übrigens.

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15.12.06

Überraschung!

Ehrlich: Wir sind baff! Das hätten wir nie gedacht! Nein, so eine Überraschung! Also wirklich! Potz Blitz! Ei der Daus! Nicht im Traum wären wir da draufgekommen! Der Salzburger Soziallandesrat und Schlagzeilenproduzent Erwin Buchinger vertraute der "Tiroler Tageszeitung" heute sein süßes Geheimnis an: "JA, ICH STEHE ALS SOZIALMINISTER ZUR VERFÜGUNG." Auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen: Ei Potz!

Vom Frosch geküsst

Diesen Durchbruch im Kampf gegen Terrorismus & Schurkenstaaten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: In Graz wurde jetzt auf Betreiben der CIA die Dreimann-Firma "Daniel Frosch Export" zerschlagen, die angeblich diesen hässlichen Frosch, der das iranische Raketenprogramm ist, wachgeküsst hat. "Lösungen für alles" ("We are able to supply any kind of spare parts any of our customers could ever need") schreibt der Firmenprospekt, über den muss Ahmadi-Nejad wohl online gestolpert sein als er eine Lösung für sein kleines Atomprojekt gesucht hat.

Oh my god!

(Trommelwirbel) Wenn sich schon der Kapitalismus einen Cerberus hält, dann muss die Letzte Instanz dringend aufrüsten. Damen und Herren, Genossinnen, Genossen: Wir haben God kooptiert und sie wird künftig regelmäßig, aber in nie voraussehbaren Sequenzen an den Seancen des politburo.com teilnehmen. Welcome, Madame God.

14.12.06

Das war's dann mit "Gewerkschaftsbank"

Die Schlacht ist geschlagen und der Kapitalismus hat gesiegt, aber das war ja auch unter den Herren Flöttl senior und junior, Elsner, Weninger und wie die Bosse der Bawag alle hießen auch nicht anders, nur dass offenbar ihre Kapitalismusversion die schlechtere war. Wir verkneifen uns das Wortspiel, dass Nachlassverwalter Hundstorfer an einen Anbieter mit dem Namen des Höllenhundes verkaufte und wünschen den Mitarbeitern der Bawag, dass sich Cerberus an seine Arbeitsplatzgarantie hält. Eins würd uns noch interessieren: Gibt's eigentlich irgendeinen Deal in dem der frühere "Leider-Nicht-Millionär" (Eigendarstellung in Schilling, als es noch um seine Villa und die Steuerberatungskanzlei ging) Hannes Androsch nicht seine Finger drin hat?

Karriereschub

Siegfried Kobal, eine Name den man sich merken wird müssen. Der Mann klettert die Karriereleiter hoch, da wird einem nur so schwindlig. Bis vor wenigen Wochen verdiente er sich seinen Schmattes noch als einfacher Security-Mann. Peter Westenthaler höchst persönlich hat ihn im Wahlkampf zum Leibwächter auserkoren. Kobal ist aber für höheres geboren. Westenthaler hat das natürlich überzuckert. Nach geschlagener Wahl hat er Kobal gleich zum persönlichen Assistenten gemacht.

Böse Zungen mögen jetzt meinen, das war ein Freundschaftsdienst, weil Herr Kobal den Herrn Westenthaler wegen dieser angeblichen Rauferei mit dem Pressesprecher von Frau Gastinger gedeckt hat. Das Verfahren gegen Westenthaler wurde bekanntlich eingestellt. Gegen Kobal laufen die Ermittlungen wegen Körperverletzung weiter.

Nein. Dem war sicher nicht so. OK, Kobal hatte zwar in der Vergangenheit ein paar Wickel mit der Justiz, aber so eng sollte man das nicht sehen. Kavaliersdelikte, mehr war da nicht. So soll Kobal, laut Format vom 10.5.1999, in Deutschland 1998 zwei rechtskräftige Verurteilungen wegen Betrugs erhalten habe und im Jahr 1997 wurde ihm die Erteilung eines Waffenscheins abgelehnt. Außerdem - so die Berichte in Format- habe es in Deutschland eine Anzeige bzw. Verurteilung wegen Nötigung gegeben. Auch die heimische Justiz musste sich schon mehrmals mit Kobal beschäftigen. Im Jahr 2000, damals stand Kobal im Sold von Jörg Haider, wurde in Kärnten gegen ihn wegen verboten Schusswaffenbesitzes ermittelt. Zudem soll es 1994 mehrmals Vorfälle gegeben haben, bei denen Kobal Schusswaffen gegen andere Personen gerichtet haben soll.

Aber Schwammm drüber. Wie gesagt Lappalien, wahrscheinlich eine bsoffene Gschicht hier, eine Verleumndung da, man kennt das ja. Mal sehen was aus demm Herrn Kobal noch alles wird – der hat das Zeug ein ganz großer zu werden.

13.12.06

Solidarbeitrag

Unsere künftige Wunderkoalition widmet sich den wirklich großen Fragen der Jetztzeit, zum Beispiel dem Solidarbeitrag. Wer mehr Pension hat als die ASVG-Höchstpension, der soll vom (peng!) überschießenden Betrag zehn Prozent für die Witwen und Waisen abführen. Das ist eine derart gute Idee, dass auch wir vom Politbüro unseren Solidarbeitrag leisten und unsere abführenden, äh, überschießenden Einträge ab sofort um zehn Prozent kürzen werden. Und zwar um die Schlusspointe. Die Zeiten sind ernst.

Mück künftig am Wetter schuld!

Ist ja noch keiner tief gefallen im ORF, also wurde so "zwischendurch", also zwischen künftigen Gehältern und Bonifikationen für die Wrabetz-Partie, der geliebte bisherige Chefredakteur Werner Mück zum TW1-Sendechef gemacht, künftig fürs Wetter und den Tourismus zuständig. Wir bitten um ein ordentliches Winterwetter, Herr Mück, es reicht ja dass es zwischen Gusi und Schüssel wieder taut.

Hilfsaktion

Das Gesundheitsministerium bleibt auf seinen Grippeschutzmasken sitzen. Ein paar Millionen liegen in den Supermärkten und Drogerien rum – die will keiner haben. Das geht schön ins Geld. Mit vier Millionen Euro steht das Ministerium angeblich in der Kreide. Da muss man helfen. Bitte liebe Kollegen: so eine kleine Vogelgrippe-Hysterie oder eine Klimagau-Supergrippe – weil’s so warm ist – ist doch schnell geschrieben – das ist doch ein Klax - die Mitzi Rauch Kallat würde sich echt freuen – gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit.

Speiben mit Österreich

Liebe kluge Natascha. Offener Brief an das stärkste Mädchen der Welt ………

OK, das müsste für ein Rumoren in den Eingeweiden schon reichen.

Verzeihung, ich weiß: Sie möchten offiziell nicht Natascha genannt werden. Wenn ich an Sie denke – und das tue ich seit unseren gemeinsamen Stunden letzte Woche oft ……

Buah, Sodbrennen macht sich bemerkbar, die Galle kommt hoch


Eine junge Frau, die so stark und faszinierend ist, dass kein Weltstar (zumindest keiner, den ich kennenlernen durfte) mithalten kann.

Jetzt tut es einen schon recken, die Speiseröhre brennt, im Gaumen macht sich unangenehmer Geschmack breit.

……wir haben auch über das Weinen gesprochen und Sie haben gemeint, dass Sie irgendwann keine Tränen mehr hatten.

und jetzt zum Klo, wie ein Schwall – kommt es ein-, zwei-, dreimal ……………


Zitate aus Uschi Fellners Kommentar in Österreich. Die Weltzeitung hat jetzt nach langer langer langer Wartezeit ein Kampusch Interview.

Kim lässt es rocken II

Im Frühjahr 2007 soll in Nordkorea das erste Rockkonzert mit westlichen Bands über die Bühne gehen. In Politburo beantwortet der Organisator Jan Jean-Baptiste Kim die wichtigsten Fragen.


Politburo: Wann wird das Konzert definitiv statt finden?
Kim: Wir haben jetzt fix den 1. Mai vereinbart.


Politburo: Wo wird das Festival abgehalten?
Kim: Auf jeden fall in PYONG YANG. Wo genau werden wir noch festlegen.


Politburo: Können Sie uns schon Bands nennen, die dort auftreten werden?
Kim: Das ist unglaublich. Wir haben rund 100 Bands aus 25 Ländern, die sich bis jetzt gemeldet haben. Wir werden in Kürze die Liste veröffentlichen.


Politburo: Songtexte werden stark zensiert. Es dürfen keine Texte über Sex, Gewalt, Politik etc. vorgetragen werden - werden das die Bands akzeptieren?
Kim: Das sind die Voraussetzungen für einen Auftritt.


Politburo: Dürfen alle Nordkoreaner die Konzerte besuchen, oder gibt es hier ein Auswahlverfahren?
Kim: Der öffentliche Verkehr ist in Nordkorea nicht gut ausgebaut. Deshalb wird außerhalb von PYONGYANG niemand die Show besuchen können. Das heißt, es werden nur Bewohner der Hauptstadt zugelassen.

Politburo: Was erwarten Sie von dieser Veranstaltung?
Kim: Rock for Peace ist keine politische Veranstaltung - das wird eine Fest des Friedens - wir werden keine politischen Statements abgeben - darum lässt uns die Regierung in Nord Korea für unsere Vorhaben freie Hand.

12.12.06

Koalitionäre Terminpläne

Na bitte, es geht doch: Ein bissl Opernpremiere (Arabella, da gehts um ein hoch verschuldetes gräfliches Ehepaar das sich durch die Hochzeit der Tochter sanieren will) am Samstag, ein bissl Nobelitaliener Novelli am Montagmittag mit einem jungen Roten, ein kleines Kaffeeplauscherl beim Herrn Bundespräsidenten am Dienstagnachmittag, so krieg'ma schon wieder einen Terminplan zusammen für die große Koalition. In den nächsten Tagen: Gemeinsames Punschausschenken, am 24. wär ein Karpfen angesagt, vielleicht ein Besuch am Silvesterpfad bevor ihn die Frau Bezirksvorsteherin Stenzl abschafft? Na und dann natürlich: Prosit Neujahr! bei den Philharmonikern, ein wenig Walzerseligkeit, damit lässt sich die sicher bevorstehende nächste Eiszeit schon durchtauchen. Und eh man sich's versieht ist schon wieder Ostern, Auferstehung, Neuwahlen, zurück an den Start.

Aber hallo, Österreich!

"3.096 Tage ohne Freiheit", und dann noch "ein ganzer Tag mit Uschi Fellner": Diese junge Frau K. hält wirklich was aus.

Licht ins Dunkel

Meingott, da gibt sich jemand Mühe und verhilft der Frau Bald-Ex-Generaldirektorin Lindner noch zu etwas Lichts in Dunkel und stellt ihre erfolglose Bewerbung ins Internet. Und was ist der Dank? Sie klagt Standard-Medienreakteur Harald Fidler -- wegen Verletzung ihres Urheberrechts. Abgesehen von der Frage, ob hier nicht allenfalls das Urheberrecht ihres Ghostwriters verletzt wurde, kann man sowieso nur jeden davon raten, die Finger davon zu lassen, weil das Werks bei den Kritikern bekanntlich durchfiel und kaum eine Hilfe für aspirierende Medien-Chefs ist.

Dafür ist der ORF offenbar bemüht, nicht nur das Urheberrecht sondern gleich das ganze Werke seiner verdienten Mitarbeiterinnen vor zu viel Publizität zu schützen: Nachdem die ORF-Moskau-Korrespondentin Susanne Scholl kurzfristig in einem sowjetischenrussischem Gulag wegen ihrer Doku über Tschetschenien einsitzen musste, interessierten sich von der BBC abwärts Sender für die Doku von Frau Scholl. Für das heimische Publikum musste eine Kurzfassung im Weltjournal vergangene Woche reichen, der Rest wurde auf 3sat unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbannt. Putin hätte das auch nicht besser hinkriegen können.

Update 13.12.: Auf solche Freunde ist halt Verlass, nachdem auch der schwarze "Freundeskreis" der Frau Lindner gesagt hat, keine gute Idee, lässt sie das mit der Klage lieber doch bleiben.

11.12.06

The end is near

In Wien werden vorsorglicherweise bereits Warnschilder aufgestellt, wahrscheinlich weiß der Häupl mehr als der Rest der Republik:

9.12.06

Neulich im Bunker

Seit diese Deutschen die Fussball-WM verloren haben ist ja ihr Humor nicht mehr zu bändigen. Weil es schon spät Abend ist sparen wir Ihnen das Zappen durch die Öffentlich-Rechtlichen und liefern pflichtgemäß unseren Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung:

Größere Dosis gibts ab 11. Jänner im Kino.

8.12.06

Grüner Handwaschsalon

Eine Hand wäscht bekanntlich die andere, in der Politik nennt man diesen reinigenden Effekt Postenschacher, nur die Grünen tun so als ob sie eine selbstreinigende Partei seien. Offenbar aber nur bis sie Gelegenheit haben, dank günstiger Stimmenkonstellationen ihre handreinigenden Dienste an den Meistverschmutzten anzubieten, also ist jetzt im ORF die Zeit des Händewaschens angesagt. Für Pius Strobl, bisher grüner Stiftungsrat und besonders rühriger Mitarchitekt der Wrabetzschen Regenbogenkoalition, ist es Zeit den Waschbonus einzucashen: Er wird neuer Chef für "Kommunikation und zentrales Marketing", sollte wohl künftig zentrales Eigenmarketing heißen. Natürlich wurde der Posten wie im ORF und sonstwo üblich an den Bestgeeigneten vergeben, nur wenn die Roten oder Schwarzen oder Blauen oder Orangen so was gemacht hätten, dann hätte es so ausgesehen als sei da "eine Stimme gekauft worden". Pfui, dass die ÖVP so denken kann, wo sich doch der Strobl und Ernsti Strasser beim seinerzeitigen schwarz-grünen PostenKoalitionsschacher so gut verstanden haben.

7.12.06

Kim lässt es rocken



Der geliebte Führer Kim Jong-il öffnet seine Grenzen für die wilden Hunde mit langer Mähne und Stromgitarre. Im Frühling 2007 soll unter dem Titel „Rock for Peace“ in Pjängjang ein Rockfestival über die Bühne gehen. Rockbands aller Herren Länder sind eingeladen für den großem Führer aufzuspielen. Die Reisekosten müsste man aber selbst übernehmen, heißt es auf der Website des Veranstalters Voices of Korea.Zudem müssen sich die Bands an ein paar kleineren unwesentlichen Auflagen halten. So dürfen die Liedtexte nicht gegen bestimmte Vorgaben verstoßen. Unerwünscht sind Texte, die sich positiv äußern über Sex, Gewalt, Drogen, den Krieg, den Kolonialismus, den Imperialismus, den Rassismus. Und natürlich darf in den Liedern weder Nordkorea oder gar der Sozialismus irgendwie kritisiert werden.Die Idee zu diesem Festival hatte der in London lebende Jean-Baptiste Kim, ein Franzose, der in Südkorea geboren wurde. Der Journalist und ehemalige Korrespondent der nordkoreanischen Tagezeitung Rodong Sinmun versucht seit längerem mit verschiedenen Aktionen das miserable Image Nordkoreas ein wenig aufzupolieren. 54 Gruppen aus 20 Ländern haben sich laut Jean-Baptiste schon gemeldet. Sogar über einen Auftritt von Eric Clapton oder U2 wird spekuliert. Ob Kim Jong-il selbst auch anwesend sein wird, ist noch nicht entschieden. Die Frisur zum Rockstar hat er sich vorsorglich aber schon machen lassen.

Schlimme Gesetzgebung

Was hat eigentlich der ÖGB aus seinem Bawag-Debakel gelernt? Eisenbahn-Gewerkschafter Wilhelm Haberzettel wünscht sich naturgemäß einen "sozialdemokratischen Verkehrsminister für eine sozialdemokratische Verkehrspolitik". Sei ihm gegönnt, was immer auch sozialdemokratische Verkehrspolitik ist (schlechte Bahnsitze für alle?). Aber "das schlimme ist, das sich auch sozialdemokratische Verkehrsminister an die Gesetzgebung der Republik zu halten haben", es spricht der Schelm (am Ende des Beitrags) wie er denkt. Schlimm, dass es Gesetze gibt an die sich auch ein Gewerkschafter halten muss.

6.12.06

Hallo, Herr Bundespräsident!

In der Hofburg wird politburo.com gelesen, und schon hat der Herr Bundespräsident reagiert: Weg mit dem Kindergelderlass, alles andere wäre ein "inakzeptabler kinderfeindlicher Zustand". Hat er der Urschel ausgerichtet. Nur die Rute im Fenster für die so genannte Sozialministerin hat er vergessen, das mit dem Abberufen. Alles nur weil sie den Krampus in Wien verbannt haben.

Volkes leise Trommel

Gott, wie wir schwarzblau und die Donnerstagsdemos vermissen. Grabesstille wie am Tiananmen. Schüttelfrost bei Koalitionsverhandlungen. Nicht ein bisschen Widerstand im Land. Grad mal ein bissl trommeln gegen Schubhaft und für Familienzusammenführung vor dem Innenministerium, ob das die Liesl überhaupt hört? Und wenn man dann den Leutchen zu Weltöffentlichkeit verhelfen will erklären sie einem doch, dass das nicht in Ordnung ist wenn man sie da filmt in aller Öffentlichkeit, da wollen sie bitte schon erst gefragt werden. Gott, wie wir diese Donnerstagsdemos vermissen!

Brrrr.

Dieses Wetter... aber was erzählen wir Ihnen da, Sie wissen. Drum hat unser Noch-Immer-Kanzler Schüssel ja schon längst gesagt, dass es nicht um Eurofighter oder Schulreformen geht, sondern: Klimawandel. Jetzt wird endlich was dagegen getan: Eiszeit zwischen SP und VP. Schreibt der Standard, die Krone hätt noch ein ! dazugetan. Na endlich. Wieder Kälte im Land. Nicht diese rote Warmduscherei. Die Skiindustrie bibbert schon. Stoppt den Klimawandelt. Friert die Eiszeit ein. Für immer. Nur weiter so mit den Verhandlungen. Und den Schlagzeilen.

Auf Tuchfühlung

Heute mit Peppi Pröll Lift gefahren. Viele Leute in der Kabine. Da spürt man den Atem der Macht.

5.12.06

Ahorner unterm Christbaum

In Zeiten wie diesen sind Geschenktipps ein Geschenk des Himmels. Oder des Hofrats. Also: Ein Buch von Peter Ahorner! - Das Schwärzeste, Lustigste, Wienerischste seit den Zeiten, als H. C. noch nicht Strache, sondern Artmann war.
Lesebeispiel gefällig? "Was haben Schmetterlinge im Bauch, wenn sie verliebt sind? Menschen? Na, sicher net!"

Sozialschmarotzerförderung

Eine sehr schöne Wortkreation hat sich der Herr Strache wieder mal einfallen lassen. Die geplante Grundsicherung stößt ihm auf. Die will er nicht haben. Das muss weg, bevor es noch da ist.

Military Art II

Ehre wem Ehre gebührt. Österreich hat die besten Soldaten-Videos online. Da sind ein paar feine Clips dabei. Das macht unsere Army-Boys sehr sympathisch. Da steckt noch viel Potential drinnen.

Putsch im Paradies (2)

Keine Ahnung, wie das Rugbyspiel zwischen Kieberern und Soldaten ausging, auf dessen Ende der böse General noch warten musste. Aber jedenfalls ist der Putsch auf Fiji jetzt offiziell, Bainimarama hat seinen Untertanen im Radio mitgeteilt, dass er jetzt das sagen hat. Wieder nichts mit Weihnachten in der Südsee.

Hallo, Herr Bundespräsident?

Zugegeben, wir haben hier den orangen Amoklauf der Handarbeitslehrerin bisher nicht so richtig ernst genommen. Weil klassischer Fall von Abtrittspanik. Aber es reicht: Die Kiste mit dem Kindergelderlass, um Mütter ohne der geheiligten österreichischen Staatsbürgerschaft um ein paar Monate Kinderbeihilfe zu tricksen, ist so was von widerlich dass es dringend Zeit wird das jämmerliche Schauspiel der Haiderschwester abzudrehen. Bitte, Herr Bundespräsident: Mit der "Weiterführung der Geschäfte" haben Sie diese Urschel am 3. Oktober beauftragt. Das hieß ja wohl nicht: Weiterführung der üblen Geschäfte. Können Sie dem ein Ende setzen, damit wir für diesen völkischen Blut-und-Boden-Schmarrn einer Partei, die bei der vergangenen Wahl den Weisel kriegt hat, nicht auch noch Steuern zahlen müssen?

4.12.06

Majestätsbeleidigung

Aber Hallo. Innerhalb der ÖVP regt sich Kritik an Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Kaum zu glauben. Nur weil der Fiona Toy-Boy zuletzt meinte, er habe sich als einziger in der Bundesregierung gegen den Kauf der Eurofighter ausgesprochen. Blitzgneisser Ferdinand Maier, ÖVP-Abgeordnete und Raiffeisen-Generalsekretär, findet das ganz schön gemein: „ Das ist eine Attacke gegen alle anderen Regierungskollegen. Die Art und Weise, wie sich Grasser von einer gemeinsamen Entscheidung der Regierung distanziert, bei der er selbst mitgestimmt hat, ist menschlich inferior.“ Bumsti. Da lehnt sich der Herr Maier aber weit aus dem Fenster. Bitte vorher denken, dann sprechen. KHG könnte bald ihr Chefe sein. Das gilt auch für den Wiener VP-Chef Johannes Hahn. Der ist ein richtiger Frechdachs. Im neuen Profil sagt er über Grasser: "Wenn Politik nur eine Show ist, dann ist er die ideale Besetzung."

Military Art


Auf unser Bundesheer kann man endlich auch einmal stolz sein. Hier wird nicht nur sinnlos in der Gegend rum geballert, sondern auch ordentliche Videokunst gemacht. Mit Flammenwerfern Unterkünfte stürmen oder mit einem Holzprügel Verkehrsschilder attakieren hat schon was. Ein Vergleich mit Arbeiten des Vorarlberger Aktionskünstlers Wolfgang Flatz drängt sich auf. Leider wurden die Videos auf YouTube gelöscht. Schade, der Kurzfilm wie sich ein Soldat in einem Billa-Einkaufswagerl von einem Puch-G abschleppen lässt, war gar nicht so unlustig.

3.12.06

Rettet den Krampus!

Also diese Rettung des Nikolaus durch die Vizebürgermeisterin Grete Laska von Fellnerscher-Dichandscher Gnade bei gleichzeitiger Abschaffung des Krampus als "schwarze Pädagogik" ist nachgeradezu dümmlich: Da wird gleich die ganze abendländische moralische Grundkonstruktion mit entsorgt und nur noch die Gutmenschen bleiben über. Was wär denn der Nikolaus ohne seinen Krampus, wie sollen wir je wieder eine Rute ins Fenster stellen um vor den Folgen unerwünschten Verhaltens zu warnen? Der ganze freie Wille ist pfutsch, wenns eh nur noch das Gute gibt, das kann ja wohl nicht die Orientierung sein, die wir den Kids im Kindergarten und überhaupt geben wollen. Ohne Saddam und Kim Yong-Il kein Bush, Natascha K. wäre nichts ohne Wolfgang P. Nicht einmal Wahlkämpfe kann die SPÖ künftig führen, wenn's keinen Krampus gibt. Und Frau Gretel wäre ohne die Hexe nicht einmal der Erwähnung wert.

2.12.06

SMS mal wieder!

Voll krass diese Finnen, technisch immer auf der Höhe der Zeit. Finnlands Premier Matti Vanhanen, derzeit unser aller EU-Präsident und von der Frauenzeitschrift Eeva im vergangenen Jahr zum "Sexist Man" gewählt, hat seine Geliebte Susan Kuronen per SMS zur Ex gemacht: "Das war's dann." Künftigen Koalitionsabbrüchen eröffnet dies neue knappe Möglichkeiten: Gusi an Schüssel: "Und tschüss." Wolfi an Fredi: "Go eurofight yourself." Hoffentlich wissen sie auch wie man smst.

1.12.06

Putsch im Paradies

Auf den Fidschi-Inseln ist es momentan weniger lustig. Das Wetter ist mit knapp 31 Grad zwar OK, aber von ungetrübten Badefreuden ist man weit entfernt. Soldaten haben die Hauptstadt abgeriegelt. Militärchef Frank Bainimarama hat für heute Abend einen Putsch angekündigt. Die Bewohner der Hauptstadt Suva decken sich bereits mit Lebensmitteln ein. Touristen sollen fluchtartig die Inseln verlassen.

Bainimarama, der der Regierung vorwirft, Massenunruhen zwischen den Ureinwohnern und der indischstämmigen Minderheit zu schüren, hat sich aber im Kalender verguckt.

Für einen Umsturz übers Wochenende bleibt wenig Zeit. Die Sukuna Bowl, das Sportevent des Jahres, steht an. Das muss natürlich auch ein Armeechef mit dabei sein. So hat er kurzer Hand das Ultimatum an die Regierung, jene Landgesetze sofort abzuschaffen, die laut Bainimarama die indische Bevölkerung benachteiligen, bis Montag verlängert. „Ich will mir noch das Rugby-Spiel zwischen Polizei und Soldaten ansehen“, lässt er ausrichten.

Worauf wartest du noch?

MÖRDER-Skandal in Italien! IKEA verkauft keine Weihnachtskrippen! Die Elche versuchen sich jetzt zwar mit der schlappen Entschuldigung herauszuwinden, dass sie eben nur Fleischbällchen und Heringe verscherbeln, aber Italiens Rechtsparteien haben den Kötbulla-Braten längst gerochen: Aus Rücksichtnahme auf die Moslems verkauft IKEA keine Weihnachtskrippen! Nur damit die Ayatollahs dort weiterhin hölzerne Gebetsteppiche "Allöh" kaufen, wird das christliche Abendland verraten!
Forza Italia und Alleanza Nazionale rufen daher bereits zum Boykott von IKEA auf. Völlig zu Recht, wie wir meinen. Allerdings, das müssen wir zur Ehrenrettung der finsteren Nordlichter sagen, erinnern wir uns an einen IKEA-Werbespot: "Wir in Schweden haben einen Brauch, der heißt Knut." Und dann werden massenweise Christbäume aus dem Fenster geworfen. - Also ein Rest an Abendland ist schon noch da, bei den Schweden. Aber wie lange noch?