6.2.07

Bundesbahn-Blues reloaded

Was bisher geschah: Da war noch ein roter Farbtupfer in der schwarz-blau-orange umgefärbten ÖBB, die Frau Personenverkehrschefin Wilhelmine Goldmann, den der ÖBB-Chef Huber auch noch zukleistern wollte, aber dumm angelegt. Eigentlich hätt sie ja weg müssen weil sie sagte, was jedes einmal bahngefahrene Kind weiß, aber der nackte Huber und seine ebensolche damalige Regierung nicht hören wollte, nämlich dass die Bahn ein einziger Sanierungsfall ist. Also versuchte der Huber, fleißig unterstützt von seinem Aufsichtsratspräsidenten und Beratungsauftragnehmer Malik, der Frau Goldmann aus ihrem freiwilligen Engagement für ihre Orchesterwerkstatt den Strick zu drehen, aber das Schurkenstück ging schief, die Frau Goldmann blieb, und der Huber kriegte einen roten Minister statt einen Schnauzbartträger.

Aber wenn du jetzt glaubst nach einer solchen stümperhaften Inszenierung ist das Dramolett abgesetzt, dann kennst du die österreichische Innenpolitik noch nicht, weil wer solche Parteifreunde wie den Herrn Infrastrukturminister Paymann hat, der braucht keinen Huber zum Feind mehr. Weil jetzt wird dieses Stück gegeben: Was der Huber mit dem Gorbach nicht schaffte, nämlich eine Rote wegzukriegen, lässt sich mit einem roten Minister locker durchführen. Also freie Fahrt, dass der Huber die Goldmann doch noch entfernt, und dann der Faymann sich eine genehme Vorständin aus der Wiener Holding holt, nicht so eine unberechenbare Rote. So schaut's aus.