26.3.07

Hirnrissrepublik

Auf solche Hirnrissigkeiten wie die Republik und ihre Beamten muss man erst einmal kommen. Beweisstück Nr. 1: Afzaal Deewan flüchtet aus Pakistan nach Österreich, heiratet eine Österreicherin, gründet Wiens erstes pakistanisches Beisl, wird für seine Geschäftsidee vom Wirtschaftsminister prämiert, landet unter den Top Ten Lokalen des Falter, beschäftigt inzwischen elf Angestellte. Integration gelungen, würde man wohl sagen, schaut her wie sich "Wohltätigkeit" rechnen kann.

Aber jetzt das: Die Republik ändert ihre Gesetze und plötzlich ist Deewan ein unerwünschter Ausländer, der "die öffentliche Ordnung gefährdete". Deewan soll abgeschoben werden. Weil, leider, humanitäre Gründe gebe es keine mehr. Dabei sollten die ökonomischen genügen: Aber dieses Land würde wahrscheinlich sogar noch Bill Gates abschieben. Wie wir schon die Kinder bosnischer (und anderer) Flüchtlinge die Schule, Ausbildung, Universitäten zahlten, nur um sie dann mangels Arbeitsbewilligung emigrieren zu lassen. Eine Schadenersatzklage gehört Beamten, die angeblich keinen Weg finden, um solche Mutwilligkeiten zu vermeiden. Und eine Amtshaftung für Minister, die dieses zulassen.