23.5.07

Und tschüss Olympia!

… nein so weit ist es jetzt doch nicht gekommen. Das IOC drohte damit, österreichische Athleten für 16 Jahre von olympischen Spielen auszuschließen. Grund: die Doping Affäre von Turin. Wir erinnern uns: die bekannt sanftmütigen italienische Polizei führte bei den letzten olympischen Winterspielen heimische Langläufer mit ein paar Plastiksackerln Muntermachern und prall gefüllten Eigenblut-Beuteln aus dem Nachquartier ab. Der ehemalige Langlauf-Chef, eh schon von den olympischen Spielen wegen einer Dopingsperre ausgeschlossen, war unerlaubter Weise vor Ort, flüchtete, durchbrach eine Polizeisperre und landete in der Psychiatrie.

Der sympathische ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel packelte danach in unglaublicher Eintracht mit dem hiesigen Rundfunk, schrie Skandal und machte auf Intrige.

Nun fordert das IOC eine Million Dollar und noch viel gravierender, dass Herr Schröcksnadel angeblich aus dem österreichischen Olympia-Verband ausgeschlossen wird. Sollten die Bedingungen nicht erfüllt werden, heißt es für 16 Jahre Olympia ohne Rot-Weiß-Rot.

Starker Tobak, der zu wilden Spekulationen verleitet. Kernfrage: Warum veranstaltet das IOC den ganzen Brimburi? Nur wegen ein paar unwichtiger Loipen-Jogger, die von der Weltspitze so weit entfernt sind, wie die österreichischen Ballesterer vom Europameistertitel und schon längst lebenslang gesperrt sind? Waren die Langläufer vielleicht nur ein billiges Bauernopfer? Ging es eigentlich um die Alpinen? Benni Raich, Hermann Maier & Co haben in Turin auf Teufel komm raus alles abgeräumt. Man will ja bei Gott nichts unterstellen: Aber diese Saison fuhren die Burschen hinterher, dass fast schon vom Staatsnotstand die Rede war. Bei der WM in Aare fuhren die Herren gerade mal drei Medaillen ein. In Turin waren es noch Acht. Gab es da einen Deal mit dem IOC? Wir lassen die Alpinen für dieses Jahr in Ruhe, dafür gebt ihr uns ein paar von Nordischen? Oder ist eh alles leiwand? Fragen über Fragen.

Fakt ist: der Austro-Sport geht den Bach runter. Die Bundesliga ein Gespött, Kartnig im Häfn, Pasching in Kärnten, fehlt nur noch dass unser Armin Assinger 300.000 Euro als Euro-Botschafter casht………