4.12.07

Tauberln vergiften

Weil sie seinerzeit den Rat von Georg Kreisler nicht beherzigten, sind New Yorker derzeit über Taubenmist mindestens so aufgebracht wie Wiener über ihren Hundesch.

Simcha Felder, Gemeinderat in Brooklyn, fordert vehement einen "Tauben Zar", der so wie der US-Drogenzar das Problem in den Griff kriegen soll. Maßnahmen: Nahrungszufuhr für Tauben reduzieren (1000 Dollar Strafe für alte Damen, die Tauben füttern), "Geburtenkontrolle mittels als Brotkrümmel verborgene orale Kontrazeptive", und Durchführung eines Pilotprogramms, bei dem Taubeneier konfisziert und durch Attrappen ersetzt werden.

Zu den Gefährdungen durch Taubensch. zählt laut einem Bericht des Gemeinderats von Brooklyn: "Wenn getrocknete Pemmerl nass werden, nimmt die Mischung elektrische Spannung auf und führt zum Rosten von Stahl." Was wiederum die U-Bahn gefährdet, und die Brücken, und überhaupt die ganze Stadt, ein Mekka von Stahlkonstruktionen.

Das ist halt Entschlossenheit. Was macht eigentlich die Gemeinde Wien gegen die Taubenplage? Giftausgabe für die Städtische Gärtnerei?