10.12.07

Todes-TV

Etos TV geht an den Start. Mit dem Tod als Sendekonzept. Da gibt’s Nachrufe, Friedhofsreportagen und Ratgeberthemen. Die Idee ist ja nicht wirklich neu. Aufmerksame Politburo-Leser erinnern sich an Anton P. Heute Filmemacher, vor Jahren Chefredakteur (auch der einzige Mitarbeiter) von Requiem – der Zeitung des Todes. Herausgeber war der Bazar Verlag. Die Idee war simpel. Mit gedruckten Nachrufen plus Tipps und Tricks rund ums sterben, wollte man Kohle schaufeln. Anton musste auf Geheiß seines Cheffes die Friedhöfe abklappern. Am offenen Grab sollte er bei den lieben Hinterbliebenen Anzeigen keilen. Machte keinen schlanken Fuß. Da gab es Friedhofsverbot, Totengräber drohten mit Prügel, auch die Polizei musste mal ran. „Das war nicht lustig“, meint der Anton heute. Allein, das Blatt musste voll werden. Da wurden dann Nachrufe erfunden, Patezettel in Kirchen abgeschrieben und ins Heft gebracht. Nach Ausgabe eins gab es einen Relaunch, nach Ausgabe zwei wurde das Konzept zu Grabe getragen…