28.2.07

Neues aus Kirgistan

Zentralasien liegt ja recht zentral, aber für uns doch ein bissel aus der Hand. So kommt es, dass relativ selten Nachrichten von dort bis zu uns dringen. Um dem abzuhelfen, wollen wir Ihnen heute das Neueste aus Kirgistan, dem ehemaligen Kirgisien, näher bringen. Nicht, dass diese Nachricht besonders interessant wäre. Für uns persönlich eigentlich überhaupt nicht, wie wir betonen wollen. Sie müssen unserer Frau auch gar nicht sagen, dass wir das hier an die große Blog-Glocke hängen. Sie würde das am Ende falsch verstehen. Also bleibt das jetzt ganz unter uns, ok? Nämlich: Kirgistan will die Polygamie wieder einführen!

Nie wieder draußen bleiben

Weil ma ja sonst nix zu tun haben in der großen Koalition und auch Schildermaler, Briefpapierdrucker und Webmaster von irgendwas leben müssen: Ursula Plassnik will nicht mehr länger draußen bleiben müssen, also ist das Außenministerium keines mehr, sondern hinfort ein BMeiA: Ein Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, teilt uns die Außen e&i. Angelegenheitenministerin mit. Falls Sie sie mal besuchen möchten: bitte www.bmeia.gv.at. Wertkonservative dürfen wenigstens ein Jahr lang www.aussenamt.at suchen.

Nie wieder draußen bleiben

Weil ma ja sonst nix zu tun haben in der großen Koalition und auch Schildermaler, Briefpapierdrucker und Webmaster von irgendwas leben müssen: Ursula Plassnik will nicht mehr länger draußen bleiben müssen, also ist das Außenministerium keines mehr, sondern hinfort ein BMeiA: Ein Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, teilt uns die Außen e&i. Angelegenheitenministerin mit. Falls Sie sie mal besuchen möchten: bitte www.bmeia.gv.at. Wertkonservative dürfen wenigstens ein Jahr lang www.aussenamt.at suchen.

Aber hallo, Österreich!

Wir wussten ja, dass die Versorgung der Wiener Innenstadt mit öffentlichen Bedürfnisanstalten katastrophal ist. Aber das es so schlimm ist deckte erst Österreich auf: Der Bawag-Geiselnehmer musste aufgeben, weil er nicht aufs Klo durfte (siehe Ö-Pfeil auf peinlichen nassen Fleck)! Dabei teilte er seine Notdurft sogar dem anrufenden Arpad Hagyo ("Wie haßen Sie?") mit, auch wenn Österreich bei Geiselnehmern noch ein gewisses Problem beim Markenbewusstsein haben dürfte ("San se von der Krone?" "Von Österreich"). "I hob weder Zigaretten kriegt no sunstwos. Und jetzt werma no amoi anrufen, dass ma endlich aufs Klo gehen können. Weil's Klo is abg'sperrt. Des is net normal. Jetzt schiaß i do eini amol." Memo an Bürgermeister Häupl: Künftige Geiselnamen durch Ausbau des Klonetzes verhindern! Memo an Banken: Klos nie absperren.

27.2.07

Schönster Arbeitsloser, eine Fälschung?

Unser schönster Arbeitslose hat ja immer beteuert, dass er Vanity Fair nie erlaubt hat seine privaten Bilder zu veröffentlichen, und keiner hat's ihm geglaubt. Aber jetzt das: Da gibt es einen unbekannten schönen Schweizer (arbeitslos?), der hat glatt seinen Body als Fake-Gucci-Inserate in Schweizer Zeitungen schalten lassen, Rechnung bitte an Gucci. Und die wissen von nix. Ist also KHG gar nicht KHG? Ist der abgebildete Mann überhaupt arbeitslos, von Schönheit nicht zu sprechen? Hat womöglich das Arbeitsamt eine Rechnung von Vanity Fair über die Einschaltung bekommen? Und kriegt Begleittextschreibter Karl Wendl jetzt Arbeitslose, nachdem ihn News gefeuert hat?

26.2.07

In Linz

Am Freitag und Samstag tritt die hochlöbliche Bundesregierung zu ihrer ersten Arbeitsklausur für die Menschen zusammen. Tagungsort ist Linz. In diesem Zusammenhang sei eine ernste und unwiderrrufliche Mahnung an die Kollegen von der schreibenden und sprechenden Zunft gerichtet: Wer aus diesem Anlass den Kalauer IN LINZ BEGINNT´S auspacken sollte, wird vom Politburo ernst und unwiderruflich auf die WATCHLIST gesetzt. Ende der Durchsage.

24.2.07

ORF 33½

Wie bitte, ZiB 20 und ZiB 24? Na klar, eine noch nie dagewesene Informationsoffensive wird das im neuen Regenbogen-ORF, vom Chefnumerologen Elmo "der Bär" Oberhauser in kabbalistischer Tradition designt. Also: Da hätten wir nicht nur die Einser ZiB, künftig nur mehr schlicht Zeit im Bild genannt, und natürlich bleibt es bei der ZiB 2, obwohl sie nach der neuen Zahlenmystik im Orfschen Informationsmythos ZiB 22 heißen müsste, weil um 20 Uhr gibts die ZiB20 und dann um Mitternacht nicht mehr die ZiB 3 sondern die ZiB 24. Nur eben die alte ZiB 1 ist keine ZiB 19½, sondern eben eine Zeit im Bild. Nein, "Mitten im Achten" ist kein neues Nachrichtenformat, obwohl sie mitten in der achten Stunde des Abends präsentiert wird. Aber die zahlreichen durch den Tag gestreuten "Newsflashes" bieten sich für weitere Variationen an, wie z.B. ZiB 15¾ oder ZiB 17,55 und ZiB 21,10. Und natürlich noch "Wie bitte?" Wie bitte? Na, natürlich das neue Infotainmentdingens, entspanntes "Cool Down" nach der Arbeit, falls Sie eine haben.

22.2.07

Knoblauchfresser

Die EU, ein Heer von Knoblauchfressern. Man muss ja nur mal durch die Gänge der Bürokratie gehen, da wabert einem der Knoblauchgestank gleich entgegen. Und überhaupt und überall: Schützt die Prostata, ersetzt Viagra, heutzutage quasi Knoblauch als Opium der Massen. Klar, dass das die Mafia auf den Plan ruft: Das größte Schmuggelproblem der EU ist der illegale Knoblauchimport. Zollbetrugs-Problem Nr. 1? Knoblauch! Millionen Euro Schaden! Und natürlich alles von den Chinesen gesteuert.

Nichts weggeschnupft

Hätten wir das auch geklärt: Fiona Swarovski, vulgo Pacifico Grissffini-Grasser, hat dem Reinhard Fendrich nix von seinen Kokainbeständen weggeschnupft. Weil Florian Scheuba von den "Hektikern" hat diese Behauptung mit einer Ehrenerklärung zurückgezogen, das mit dem "Die Medien tuan ja grod, als hätte Reinhard Fendrich sämtliche Kokainbestände Österreichs weggeschnupft. Das kann natürlich nicht stimmen. Fiona Swarovski hätte das nie zugelassen!" Womit zu folgern wäre: Bestände fest in Fendrichs Händen, wie es in anderen Ländern aussieht in denen Fiona Wohnsitze unterhält geht aus der Ehrenerklärung nicht hervor.

21.2.07

Buchinger-Aschermittwoch

Passenderweise ist ja Aschermittwoch, ein amerikanisches Bestattungsunternehmen bietet den lieben Hinterbliebenen zu einem schnurtbarttragendem Porträt unses Sozialministers Buchinger an, die Asche ihrer Verstorbenen in ein geschmackvolles Porträt zu verwandeln. Vielleicht kann man ja auch die Asche eines Haarschnitts verwerten? Jedenfalls: "All of the portraits placed on our website have been approved by the appropriate family members." Bruder Herbert wird doch nicht... in Hoffnung auf das Ministerium als Erbhof...? Nein, es waren Inder, die haben den Website programmiert. Haben wohl gedacht der Buchinger ist der Chef von dem Ashram da, den nehma.

Affentheater

Wie bekannt ist, ist alles was ein Mann schöner als ein Aff ist ein Luxus. Und weil Luxusmännchen ihren Luxus gern privat halten klagen sie, wenn ihre Bilder veröffentlicht werden, ein so genanntes Affentheater. Auch eine Möglichkeit in den Schlagzeilen zu bleiben.

Xklusiv!

Wo die Kollegen von Österreich und News nicht hinkamen:

Schaut schon wieder ganz pumperlgsund aus.

20.2.07

Fliege

Dieser Elsner ist freilich ein Brand gefährliches Kaliber, das man nicht aus den Augen lassen darf. Trotz Bypass-OP lässt man den „schönen Marcel“ also nicht aus der U-Haft. Fluchtgefahr. Da drängt sich der Vergleich mit einer Stubenfliege auf – hat man die erst gefangen, was eh schwer genug ist, macht man sie am besten gleich tot, sonst ist das Viech weg und sorgt erneut für Stress. Und: die Krone titelt heute „Elsner auf Staatskosten operiert“. Das ist ja der nächste Skandal. Der Mann hat anscheinend über die Jahre hinweg auch noch die Sozialversicherung bedackelt. Unglaublich. Da zahlt die Kasse natürlich nix. Da muss der Staat ran, also wir Steuerzahler, schreibt die Krone. Was kommt den da noch. Ende Februar wird dieser freche Elsner vielleicht auch noch das Formular für die Arbeitnehmerveranlagung ans Finanzamt schicken.

19.2.07

Kim geht spazieren

Hat schon was, so eine kommunistische Diktatur: Weil er sich beim Spazierengehen über ein mit Panne liegen gebliebenes japanisches Auto ärgerte, lässt Nordkoreas Sonne Kim Jong Il nun alle japanischen Autos im Lande beschlagnahmen.
Cool. Wenn er Glück hat, wird die Aktion sogar von VW gesponsert. Und wenn die Nordkoreaner Glück haben, ärgert er sich das nächste Mal beim Spazierengehen über diese beschienenen "Kim, Du bist unsere weise Sonne"-Plakate.

Docs in Action



So geht Bypass.

Schön Arbeitslos

Autsch, jetzt ist der Autor der bezaubernden Vanity-Fair-Story über unseren "Schönsten Arbeitslosen" KHG ganz schön arbeitlos: News hat Karl Wendl gefeuert. Offiziell, weil er keine Erlaubnis dafür eingeholt hat für die deutsche Illu zu werkeln, vielleicht ja auch weil er die Bilder unseres Ex mit entblößtem Oberkörper nicht für News selbst an Land gezogen hat? Oder auch weil jetzt mit der alten Fellner-Partie endgültig aufgeräumt wird. Vielleicht wird ja der Wendl bald Österreich ein bissl aufpolieren mit solchen Beiträgen mit Sex-Appeal.

Apropos Sex-Appeal: KHG will Vanity Fair klagen, angeblich weil die Bilder ja rein privat und nicht zur Veröffentlichung gedacht waren. Süß. Wahrscheinlich sind die Seite-7-Bilder der Krone auch aus privaten Schubladen.

18.2.07

Cool

Es ist jetzt einmal Zeit hier auf politburo.com eine Lanze für Helmut Elsner zu brechen. Hand aufs Herz: der Mann ist doch nicht uncool. Bevor er sich einsperren lässt, tut er sich lieber aufschlitzen lassen. Und so ein Bypass ist ja kein Lecherl. Das hat doch was.

Sekundenkrimi

Überaus spannend verlief am Sonntag der Schlusstag der Ski-WM in Aare. Das Rennen, wer aus der Regierung dem österreichischen Skiteam am schnellsten zur dritten Goldmedaille gratuliert, entschied Kanzler Alfred Gusenbauer knapp für sich: Obwohl er zum Zeitpunkt des Rennens auf offiziellem Besuch in der Slowakei weilte, eilte des Kanzlers Gratulation zu Gold im Teambewerb exakt um 13:52:31 Uhr über die Agenturen. Bestzeit!
Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka ging mit nur 43 Sekunden Rückstand um 13:53:14 Uhr als Zweiter durchs Ziel. Wir gratulieren! Weit abgeschlagen folgte Vizekanzler Wilhelm Molterer um 14:05:12 Uhr als Dritter. Rückstand: 12 Minuten und 41 Sekunden. – Da liegen wirklich Welten dazwischen!

16.2.07

Herzoperation im Nullkommanichts

Keine Klagen mehr über eine angebliche Zweiklassenmedizin in Österreich, bitte: Da kommt ein Untersuchungs-Häftling wegen Herzproblemen ins Spital, und weniger als eine Woche drauf hat er schon einen Termin für eine Bypass-Operation. Das geht hier im öffentlichen AKH offenbar schneller als einen Termin in einem französischen Privatspital zu kriegen.

15.2.07

Rache der Geschichte

Als Wegzehrung für die abendliche Opernball-Übertragung mit dem prominenten Debütanten Alfred G. hier ein kleines Zitat seines großen Vorbildes Bruno Kreisky: "Dass ehemalige Revolutionäre später im Frack auf dem Opernball sitzen, scheint so etwas wie die Rache der Geschichte zu sein." Alles Walzer!

Langenlois

Nur der Vollständigkeit halber sei hiemit angemerkt, dass es die Grünen auch noch gibt. Soeben haben sie sogar eine zweitägige Arbeitsklausur im niederösterreichischen Langenlois abgehalten. Am allerbemerkenswertesten an der Klausur, in deren Zentrum die Frauenpolitik stand, war ihr geschlechtsunneutraler Austragungsort. Selbstverständlich hätte es LangenloisIn heißen müssen. Oder noch besser: Langenluise. Sehr nachlässig!

Der talentierte Mister Flottl

Mit dem Elsner ging's ja zuletzt ziemlich flott, aber wir sorgen uns, dass unsere Justiz vielleicht den talentierten Mister Flottl aus den Augen und nach Long Island verliert, wo er dann auf Nimmerwiedersehen so verschwunden bleibt wie die von ihm angeblich versenkten Milliarden.

Vorübergehend können wir den orangen Interventionsversuchen zu seinen Gunsten viel Spaß abgewinnen, aber das ist sicher nur eine garschtige Behauptung der Frau Ex-Justizminister Gastinger und von ihrem noch garschtigerem Ex-Pressesprecher Böchinger, von dem die Orangen schon gewusst haben, warum sie ihn von ihrer kleinen Post-Wahl-Trauerfeier weggeprügeltgebeten haben. Der Herr Westenthaler intervenieren??! Nie und nimmer! das sagt er sogar selber. Na eben, da gilt nicht nur die Unschuldsvermutung sondern alle möglichen anderen Vermutungen auch noch.

Jedenfalls, die Lage ist die: Der Wolfgang Flottl junior lebt in aller Bescheidenheit mit seiner Frau Eisenhower auf Long Island inmitten anderer bescheidener Kleinhäusler, spricht immer respektvoll mit den Ermittlungsbehörden hierzuladen und geht gelegentlich in Wien spazieren. Fluchtgefahr kann doch da keine bestehen, ist ja auch noch Zeit bis es eng wird im Verfahren, falls es überhaupt eng werden sollte, wie gesagt: immer nur schön unschuldvermuten. Jedenfalls eins ist gewiss: Aus Long Island heimholen wie aus der Provence -- nee du, das wär bestenfalls ein Job für die CIA aber nicht für unseren Staatsanwalt.

Apropos: Wie ma neulich so sitzen und reden... der khg, der julius und mr. flottl:

Kabine

Die Ober-Kretze Reinhard Lopatka ist nicht einmal zwei Monate Sport-Staatssekretär und schon alles geht den Bach runter. Da treibt er sich wichtig in Aare rum und bringt alles durcheinander. Resultat: Platz 21 (!!!)im Herren WM-Riesentorlauf.

Bei den Balltretern läuft es nicht besser: Nur ein 1:1 im Fußball gegen Malta (!!!). Das hätte man doch vorher wissen müssen, dass der alles vermasselt. Siehe letzten VP-, respektive Benita Wahlkampf. Der gehört ganz schnell ausgewechselt und wieder in die VP-Kabine geschickt.

14.2.07

KHG is back

Andreas Khol wird sich noch in den knackigen Hintern beißen, dass er den schönsten Vizekanzler, den die ÖVP je nicht gehabt hat, so verscheucht hat. Jedenfalls ist Karl-Heinz nicht fad, passenderweise trägt er am Schauplatz der Eitelkeiten seinen Waschbärbauch auf den Markt, für den die Paparazzis früher zahlen musste. "Die neue Rolle als schönster Arbeitsloser spielt er überzeugend – und mit unglaublichen Sexappeal, wie die barock inszenierte Fotostrecke in Vanity Fair zeigt." Nur noch 49 Tage warten, bis sich die Frauen das aufs Nachkastl legen können.

13.2.07

No place like home!

Unser aller fliegender öffentlich-rechtlicher Reporter berichtet über den Heimflug unseres Überfliegers Helmut Elsner:

Elsner is in the house

… die neue Frau Justizministerin sagt, Herr Elsner wäre nicht freiwillig mitgekommen. Was heißt das genau? Wurde dem feschen Marcel der Mund mit Klebestreifen zu gepickt, wurden ihm Handschellen angelegt, hatte er Fußfesseln, oder hat man ihn gar mit einem Sack über den Kopf in den Flieger rein gestupst?

Kommt er, kommt er nicht?

DIe Blasmusik wirft sich in Uniform, der rote Teppich wird abgestaubt, Notarztwagen und Defi werden am Vorfeld in Stellung gebracht: Helmut Elsner kommt heim. Nicht zu vergessen: Fernsehen und Radio unterbrechen ihr laufendes Programm, Sondersendungen! Dass wir das noch erleben dürfen.

12.2.07

Villacher Gnadsch

Bissel viel ... derzeit. Weshalb wir hiermit die ...-freie Blog-Woche ausrufen. Muss ja echt auch ohne ... gehen. Was haben wir denn die letzten Jahre gemacht? Da war von ... keine Spur. Na also. Deshalb wollen wir hier nur ganz am Rande erwähnen, dass Sozialminister Erwin ... beim Villacher Fasching heuer mit großer Amadeus-Perücke und aufgeklebtem Schnauzbart auftritt. Typisch ... eben.
Was wir aber eigentlich sagen wollten, ehe uns schon wieder dieser ... in die Quere gekommen ist: Beim Villacher Fasching gibt es diesmal einen großen Knatsch (also auf Kärntnerisch: Gnadsch), weil sich Landesvater Jörg Haider durch einen Scherz verarscht fühlt. Der Scherz lautet: "Was ist der Unterschied zwischen den Kärntner Ortstafeln und dem Haider? Die Ortstafeln wurden erst vor kurzem verrückt!" Bruharhar.
Wir lachen, weil dieser Witz schon einen Bart hat, da ist der vom ... echt nix dagegen. Fix Laudon! Schon wieder der ...

Buchinger (bügelt) bloggt!

Und wie. Einfach genial. Der Mann hat anscheinend eine Bügelmanie. Schlafen tut er auch gerne ganz ganz lange. Sorgen muss man sich um die Hygiene machen. Zwischen 3. und 11. Februar war der Mann nur einmal in der Wanne!!!!!

Hier ein paar Auszüge:

11. Februar

Heute darf ich wieder länger schlafen, bis 10.00 Uhr. Dann beginnt das gemütliche Tagwerk. Ich erledige die Bügelwäsche und schaue daneben die Fernsehübertragung des Abfahrts-WM Laufes der Herren. Das Abschneiden der Österreicher enttäuscht mich wohl genau so wie viele andere ÖsterreicherInnen. Andererseits wäre es doch zuviel erwartet, bei jedem WM-Lauf eine Medaille zu gewinnen.

9. Februar

Am 9.2. stehe ich um 07.00 Uhr auf, nehme ein heißes Bad und treffe mich um 08.00 Uhr mit den österreichischen KonferenzteilnehmerInnen zum Frühstück.


3. Februar

Heute konnte ich länger schlafen und bin erst um 08.00 Uhr aufgestanden! Nach einem ausgiebigen Frühstück im Kreis der Familie habe ich 1 1⁄2 Stunden lang die Bügelwäsche erledigt, dann meine Skisachen zusammengepackt und bin um 10.30 Uhr nach Bad Hofgastein gefahren

Spaß mit BaBu

BaBu machen Spaß. BaBu bringen Freude. BaBu lassen uns den grauen Alltag für ein paar Minuten vergessen. BaBu – das sind die Minister Bartenstein und Buchinger. Eine Art Stermann und Grissemann auf Ministerebene. Dynamisch, eloquent und super lustig. Vor zwei Wochen feierten sie ihr viel beklatschtes Debut nach dem Ministerrat. Buchinger machte dann mit seiner Haar & Bart Show auf Solokünstler. Am Wochenende gab es die Jungs am Villacher Fasching wieder im Doppelpack. Zu sehen gestern Abend in den ORF-Seitenblicken. Die Rollen waren klar verteilt: Bartenstein eher zurück haltend, etwas steif, ein wenig grantig - Buchinger hingegen wild auf Party. Da lachte er, klatschte sich die Hände wund, enterte die Bühne und tanzte wie verrückt. Sein Fazit: „Lauter liebe Leit da, alle sehr freundlich. Es macht Spaß.“

Uns aber noch viel mehr.

10.2.07

Positiv

„Gibt es auch positive Aspekte die neue Regierung betreffend“, wird der pensionierte SP-Funktionär gefragt. „Aber sicher, die Bures hot bis jetzt no net viel gsagt. Wenns so bleibt, ist des scho wos.“

9.2.07

Verwaltete Reform

Heute Mittag, Kanzleramt. Einer der entscheidendsten Termine dieser Legislaturperiode (also der nächsten paar Wochen): Startschuss für die große Staats- und Verwaltungsreform. Kanzler, Vizekanzler, zwei Stück Landeshauptleute, sieben Stück Experten, 30 Stück Journalisten, 50 Stück Entourage. Erster Eindruck: Verwaltungsreform geglückt! Saal viel zu klein (spart heiße Luft). Keine Sessel (spart Sitzfleisch). Kanzler und Vizekanzler emittieren leeres CO2 (kann man mit China sicher gewinnbringend gegen Panda-Pornos handeln). Und am Ende der Pressekonferenz sagt der immer noch schöne Kanzler-Pressesprecher Stefan Pöttler, dass keine Fragen der Journalisten vorgesehen sind, sondern sich selbige hübsch stille schleichen sollen. Echt genial: Vorgänger Wolfgang Schüssel ließ die Journalisten noch ihre Fragen stellen und antwortete nicht darauf. Alfred Gusenbauer lässt die Fragen erst gar nicht zu. Das spart Hirnschmalz, Druckerschwärze und lästige Kritik. Was für eine Verwaltungsreform!

We are family!

Also das funktioniert so in der neuen Harmonie der großen Koalition zwischen Politik und ORF: Der neue Infrastrukturminister braucht natürlich einen neuen Büroleiter, und da findet sich praktischerweise der Cousin vom Chefredaktör des ORF Landesstudios im Burgenland. Also wird der Cousin des Chefredaktörs Büroleiter, so weit, so gut. Und dann, ein paar Wochen drauf wenn keiner mehr hinschaut, da kriegt der Chefredaktör einen Gehaltssprung im ORF Burgenland, quasi Vermittlungsprovision. Jetzt ist der Chefredaktör des kleinsten Landesstudios der bestbezahlteste aller Landeschefredaktöre, weil eine solche Gehaltsstufe für den Job eigentlich nicht vorgesehen ist. Aber logisch: Das Burgenland ist ja immer noch ein Ziel-1-Förderungsgebiet.

Freistaat freisetzen

Ja bitte: "Freistaat Kärnten. Wir sind wir" erzählt uns der lustige Jörgl zum bevorstehenden Aschermittwoch. Wir würden glatt noch einen Schritt weitergehen und den Freistaat freisetzen, quasi Kärnten soll schauen wo es bleibt. Über ein Asylrecht für dissidente künftige Freistaatler im kärntenbefreiten Österreich könnte man noch reden. Dafür könnte man im Gegenzug Westis, Mölzers und Hazeh-Man in ihr natürliches Biotop abschieben.

Russenquote für die Hofburg

Kitzbühel hat schon eine, zumindest nach der lautstarken Vorstellung der bisherigen Tourismusdirektorin Renate Danler, jetzt kriegt vielleicht auch Wien eine "Russenquote": Die Frau die sich darum sorgte, dass ja nicht mehr als zehn Prozent der Touristen in Kitzbühel Russen sind, leitet künftig das Wiener Kongresszentrum Hofburg und die Redoutensäle. Damit nix passiert.

8.2.07

Gratuliere: Wir sind 500!

500 Posts Politburo, naturgemäß hat uns aus den Staatskanzleien ein Bouquet an Gratulationen erreicht. Auszüge:

Bundespräsident Heinz Fischer: "Ich darf Ihnen hiermit die Flasche Rotwein, die der Herr Bundeskanzler zurückgewiesen hat, überreichen."

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer: "Ich bin ja nicht der Meinung, dass man das als Jugendtorheit durchgehen lassen kann."

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer:
"Ihre Nachhilfe für die Nation wird ihnen selbstverständlich jederzeit gebührenmindernd für ein Seniorenstudium angerechnet."

Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel: "Das war nicht Thema beim heutigen Ministerrat."

Vizekanzler Willi Molterer: "Ich freue mich nachhaltig, dass die ÖVP und das Politburo gleichwertige Partner sind."

Grüner Klubobmann Alexander "Sascha" van der Bellen:
"Arschknapp. Ich wollte schon zum 499. Post gratulieren."

Hazeh-Man: "Got me at my paintballs!"

Landeshauptmann Jörg Haider: "Eine ordentliche Blogpolitik. Hochgradige Jagdgesellschaft. Das muss man auch einmal sagen dürfen."

Landesjägermeister Christian Konrad:
"Halali! 500 prädestiniert zu einem Sauschädelessen spezial."

Governator Arnie Schwarzenegger: "Keep on cleaning house!"

Haare lassen

Mein Gott, Helge Schneider als Adolf H. in der Maske bei den Dreharbeiten zu Mein Führer? Nur unser Sozialminister Erwin Buchinger unterwegs zu neuem Aussehen. Der Vergleich macht Sie sicher:

Auswärtsmatch

Bilanz 7.2.07: Österreich mal zwei im Ausland. Die obersten Kicker gingen in Malta ans Werk (mit 1:1 wieder ein tolles Resultat), der oberste Landeschefe versuchte sich in Deutschland. Die große Überraschung: Die „Fleisch gewordene Faulheit“ (Copyright BZÖ) Fred Gusenbauer hat sich bei seinem ersten Auswärtsmatch mehr als wacker geschlagen. Klare Worte, zusammenhängende Sätze, ein gut sitzender Anzug. Freilich gab hier und da noch ein paar Unsicherheiten – für den ersten Einsatz auf internationaler Bühne muss man das aber nachsehen. Zumal mit Angie Merkel der Gegner kein Pappenstiel war.

7.2.07

Bis zur letzten Patrone!

War zwar schon gestern, ist aber zum Überbrücken bis Buchi Haare lässt noch immer lustig. Spät nachts piepst beim Wiener Polizeipräsidenten das Handy, Kameraden schreiben SMS: Werde bis zur letzten Patrone kämpfen. So gehört es sich, nichts außergewöhnliches für einen waffentragenden Verband, beruhigt der Rechtsanwalt vom Herrn Kripochef Horngacher, sein Mandant hat nur einen verständlichen Gachen bekommen, weil man ihm doch noch immer anhängt dass er vom Herrn Elsner ein bissl . Haben sie dem Mann eigentlich die Waffe abgenommen, als er suspendiert wurde, wie man das immer im Krimi sieht, den Waffenschein entzogen?

Buchi lässt Haare

Alle mal herhören! Der innenpolitische Termin der Woche (des Jahres? der Legislaturperiode?) steigt morgen um 12 Uhr mittags in Wien 3, Hagenmüllerg. 34. Dort lässt sich Sozialminister Erwin Buchinger für einen guten Zweck die Haare schneiden. Die Austria Presse Agentur wird berichten. Und wir sowieso. Ist doch endlich einmal was anderes als diese ewigen Haarspaltereien.

Watergate im Parlament!

Unglaublich das: Ein richtiges Watergate mitten in Wien. Im grünen Parlamentsklub ist eingebrochen worden und inmitten eines reichlichen Angebots an grünen Accessoires (Jutetaschen, Stricknadeln, Filzpatschen), die alle liegen gelassen wurden, sind punktgenau die Laptops der grünen Eurofighter-Fighter gefladert worden. Wir sagen nur: Da sollte wer beim Heeresabwehramt nachschauen gehen.

Russenquote

Endlich hat eine vorausschauende Gemeinde erkannt, dass unser Problem nicht Quoten für deutsche Medizinstudenten, sondern Quoten für russische Neureiche in den Schigebieten ist. Zehn Prozent sind wirklich (mehr als) genug: Kitzbühl, wie recht du hast. Immer das Gedrängel bei den Juwelieren und in den Diskos wegen dieser überbordenden Russen! Damit ist für Fiona und KHG jetzt Schluss, wir stellen uns vor wie das kontrolliert wird: Ein Swarovski-besetzter Zaun rund um Kitzbühl, Russen bekommen bei der Einfahrt ein elektronisches Handbändchen wie Knackis auf Bewährung, mit ein bissl Glitzer drauf, verkauft sich besser. Ab zehn Prozent bleiben die Schranken geschlossen, Ex-KGBler sorgen als geheuerte Quotenguards dafür, dass auch alle überflüssigen Russen wissen: Kitzbühl meint es ernst. Bahnbrechend!

6.2.07

Arbeitswut

Wenn wir vom Politbüro so fleißig wären wie die Große Koalition, dann hätten Sie jetzt nur einen schwarzen Schirm ohne was drauf vor sich. Die letzte Regierungssitzung dauerte nur eine Stunde, weil es nix zu beschließen gab. Der dieswöchige Ministerrat wurde überhaupt kurzerhand abgesagt, weil ja Energieferien sind. Die nächste Nationalratssitzung ist mangels Gesetzesvorlagen erst in der zweiten Märzwoche. Und die erste Arbeitsklausur von SPÖ und ÖVP soll auch erst irgendwann Ende Februar, Anfang März stattfinden. - Echt beruhigend zu wissen, dass die besten Köpfe der Nation Tag und Nacht für unser Wohl arbeiten.

Bundesbahn-Blues reloaded

Was bisher geschah: Da war noch ein roter Farbtupfer in der schwarz-blau-orange umgefärbten ÖBB, die Frau Personenverkehrschefin Wilhelmine Goldmann, den der ÖBB-Chef Huber auch noch zukleistern wollte, aber dumm angelegt. Eigentlich hätt sie ja weg müssen weil sie sagte, was jedes einmal bahngefahrene Kind weiß, aber der nackte Huber und seine ebensolche damalige Regierung nicht hören wollte, nämlich dass die Bahn ein einziger Sanierungsfall ist. Also versuchte der Huber, fleißig unterstützt von seinem Aufsichtsratspräsidenten und Beratungsauftragnehmer Malik, der Frau Goldmann aus ihrem freiwilligen Engagement für ihre Orchesterwerkstatt den Strick zu drehen, aber das Schurkenstück ging schief, die Frau Goldmann blieb, und der Huber kriegte einen roten Minister statt einen Schnauzbartträger.

Aber wenn du jetzt glaubst nach einer solchen stümperhaften Inszenierung ist das Dramolett abgesetzt, dann kennst du die österreichische Innenpolitik noch nicht, weil wer solche Parteifreunde wie den Herrn Infrastrukturminister Paymann hat, der braucht keinen Huber zum Feind mehr. Weil jetzt wird dieses Stück gegeben: Was der Huber mit dem Gorbach nicht schaffte, nämlich eine Rote wegzukriegen, lässt sich mit einem roten Minister locker durchführen. Also freie Fahrt, dass der Huber die Goldmann doch noch entfernt, und dann der Faymann sich eine genehme Vorständin aus der Wiener Holding holt, nicht so eine unberechenbare Rote. So schaut's aus.

3.2.07

Gschichten vom Dr. Gusenbauer

Wien ist zur Zeit voll von Geschichten über den sozial überaus warmen Umgangston des neuen Bundeskanzlers mit Freund und Feind. Eine der besten, die noch dazu aus absolut verlässlicher Quelle stammt, ist folgende:
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Koalitionsverhandlungen gingen Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel zum Bundespräsidenten, um ihn von der bevorstehenden Unterzeichnung des Regierungsübereinkommens zu unterrichten. Heinz Fischer äußerste sich sehr zufrieden, gab sich leutselig und trat am Ende der Unterredung an ein Tischchen, von dem er eine dort bereitgestellte Flasche Rotwein nahm. Diese, eine französische Kreszenz, überreichte er Gusenbauer mit herzlichen Gratulationen für den neuen Regierungschef. Bei der Übergabe bemerkte der Bundespräsident ein leichtes Zucken im Mundwinkel Gusenbauers und erkundigte sich daher besorgt, ob dies denn vielleicht kein guter Wein sei.
Und dann geschah nach dem Bericht eines Augenzeugen das Unglaubliche: Gusenbauer nahm das Geschenk des Staatsoberhauptes in die Hand, betrachtete es abschätzig und antwortete: "Mittlere Qualität." - Woraufhin das Staatsoberhaupt sein Geschenk an den künftigen Regierungschef zurücknahm und sagte: "Na, dann muss ich mich wohl das nächste Mal mehr anstrengen."
Ohne Worte.

Blondinen für Platter

Es gibt eherne Gesetze in dieser Republik. Und eines der ehernsten ist, dass das erste Interview eines neu angelobten Innenministers der "Kronen Zeitung" gebührt. Da fährt die Cato-Tierecken-Herr Strudl-Eisenbahn drüber. Bass erstaunt war die politische Szene daher, als das Ius primae interviewis bei Günther Platter diesmal an die "Salzburger Nachrichten" überging. Wie konnte das passieren? Was war geschehen? Hans Dichand unpässlich?
Nimmermüde Recherchen des Politbüros ergaben folgenden Sachverhalt: Günther Platter hatte, ehe er Innenminister und damit der prädestinierte Liebling des Vorhofers der Macht wurde, die unverzeihliche Unvorsichtigkeit begangen, Verteidigungsminister gewesen zu sein und als solcher die bösen, bösen Eurofighter bestellt zu haben. Der Alte dräute. Auch eine hübsch bescheidene Vorsprache des kleinen Innenministers beim großen Cato in der Muthgasse blieb ohne Erfolg. Tragisch irgendwie.
Doch wenn du glaubst, es geht nicht mehr ...: Diese Woche sah der aufmerksame Beobachter mit Vergnügen das erste Foto Günther Platters in der "Krone", flankiert von zwei hübschen Politessinnen. Nicht nur das: Die beiden Polizistinnen waren blond. - Und das ist, wie Kenner versichern, im Reich des greisen Zaren der Ritterschlag. Gratuliere, Herr Platter!

2.2.07

Lugner exkommuniziert!

Bumm. Das schlägt ein wie eine Bombe. Der kreuzbrave Baumeister Richard Lugner ist exkommuniziert. Weil er dieses Partyluder auf den Opernball karrt, könnte man meinen. Falsch. Ein sexualmedizinisches Zentrum, neu in seinem Einkaufszentrum, brachte den Stein ins rollen. Abtreibungen werden dort angeboten. Für den Salzburger Weihbischof Andreas Laun geht das natürlich nicht. Dem katholischen Online-Magazin kath.net lies er ausrichten, dass sich Lugner mit dieser Einrichtung selbst aus der Kirche ausgeschlossen hat. Laun beruft sich auf Paragraph 1041, 4 des Kirchenrechts: "Da Lugner durch die Zulassung von Abtreibungen in seinem Einkaufszentrum an der Abtreibung 'mitwirkt', ist er von der Bestimmung betroffen und ist exkommuniziert.“

Lugner ist derweilen fassungslos. „Er habe selbst vier Kinder gezeugt und keines davon abgetrieben“ erklärte er gegenüber der APA. Mit der Klinik habe er gar nichts zu tun. Zudem sind „diese Frauen ja auch Menschen, nicht nur die Kinder.“ Trotz der schweren theologischen Geschütz, das da gegen ihn aufgefahren werden, ist seine Treue zur Kirche ungebrochen: „Ich bin und bleibe Katholik!"

1.2.07

Blass und schwarz



Das BZÖ hat sich ein neues Logo verpasst, respektive in Heimarbeit selbst geschnitzt. Sehr blass schaut die Geschichte aus. BZÖ Generalsekretär Gerald Grosz dürfte das mit den Farben nicht so genau hin bekommen. Als „klar, modern und kräftig“, bezeichnet er das Machwerk. Auch Westi selbst hat sich rund erneuert. Das Haar tönt er sich neuerdings im satten Costa Cordales Schwarz. Sehr schick.

Fidel & Fidelito

Fast hätten wir ihn schon abgeschrieben, aber so wie es im kubanischen TV aussieht ist der Maximo Lider dabei noch seinen 10. US-Präsidenten zu überleben, ob er seinen 5. Papst auch noch schafft, da schaut der Paparatzi im Vatikan doch zu rüstig aus für. Jedenfalls hat sich Fidel mit seinem Ziehsohn Fidelito alias Hugo Chavez am Montag zu einer kleinen Männerrunde getroffen, vielleicht Gespräche über Prostata, jedenfalls genug Filmmaterial um nach sechs Monaten unkommentierter Abwesenheit wieder für zehn Minuten im staatlichen kubanischen Fernsehen den Führer zu geben. Hugo hat sich die Begegnung gleich zu Herz genommen und Tags darauf quasi auf Adolf gemacht, jetzt kann er per Verlass die "nächsten 18 Monate" regieren, dann wahrscheinlich gleich per Lippenlesen seiner Untergebenen. Heil Hugo! Wir zitieren nur die Kollegen der dortigen Presse, solange sie das noch kundtun dürfen.

Dabei hat alles so hoffnungsvoll angefangen, und Fidel hat sich immer schon gern im Pyjama mit Söhnen im Bild gezeigt. Aber sehet selbst: Ed Murrow ("Good Night, and Good Luck") mit Fidel 1959.

Ein Mann, kein Wort

Wie sagte doch schon Franz Grillparzer in seiner "Rede an Österreich" so schön: "Da tritt der Österreicher hin vor jeden, denkt sich sein Teil und läßt die andern reden!" - Also trat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Mittwoch nach dem Ministerrat hin vor jeden, dachte sich sein Teil und ließ das B-Duo Buchinger/Bartenstein reden.
Nur die üblichen bösen Zungen behaupten, dass der Volkskanzler das Pressefoyer nur deswegen schwänzte (und seinen Co-Darsteller Willi Molterer erst per Presseaussendung davon informierte), um Fragen zu seinem peinlichen Strache-Schwenk zu entgehen. Aber das ist natürlich Unsinn. Als Kunstkanzler hat Gusenbauer beschlossen, die Traditionsbühne des Pressefoyers künftig für Gastspiele zu öffnen: Waterloo & Robinson: "Das ist meine kleine Regierungswelt". Laurel & Hardy: "Dick und Doof bilden eine Koalitionsregierung". Bures & Prammer: "Wir sind die Stimme der österreichischen Frau".
Und überhaupt: Gusi hat im Wahlkampf versprochen: "Ich möchte ein Bundeskanzler sein, der sein Wort hält." - Na bitte, und schon hält er das Wasser. Diesem Mann kann keiner das Wort reichen.