30.3.07

Kretzn Parade: All time Hero

Genosse Spu hat wie immer ins Schwarze getroffen: Schüssel und Cap sind rechte Lauser, die allerlei Schabernack im Kopf haben. Im Vergleich zum All Time Hero unter den Superkretzn, Ewald Stadler, ist das freilich Pippifatz. Stadler ist quasi der Mohammad Ali unter den Kretzn. Besser geht es nimmer. Der ambitionierte Hobby-Prediger (Stichwort Pius Bruderschaft) hat seit Wochen einen Lauf. Wie der momentan den HC vor sich hertreibt, das ist Kretzn-Schule auf höchstem Niveau. Große Klasse auch sein Sager im Eurofighter-Untersuchungsausschuss. „Könnte jemand endlich einen Arzt holen“, meinte er lapidar, als die Abgeordnete Fekter bei der Befragung von BZÖ-Werber Rumpold durch wiederholte Zwischenrufe aufgefallen ist.

Kretznparade, die neue Staffel

Die erste Staffel der Kretznparade (© Genosse ska) mit Lobatka und Darabos ist ja uns leider Richtung Regierung abmarschiert, wo bekanntlich Herzlichkeit herrscht. Aber die zweite Staffel mit Schüssel und Cap als die Oppositions Koalitionszwillinge im Parlament verspricht eine Steigerung. Wunderbar, diese gepflegte Wadelbeisserei bei den Budgetreden, Schüssel gegen Cap: Das ist Brutalität. Diagnose von Caspar Einem: "Schüssel ist als Klubobmann sicher eine Kretzn. Cap ist zwar etwas lockerer – aber, ja, der kann natürlich auch eine Kretzn sein, wenn er seinen Zynismus auslebt." (im Falter, aber natürlich wieder mal nicht online, obwohl die Kollegen beim mühsamen Weg ins 21. Jahrhundert partielle Fortschritte machen).

29.3.07

Puff für Elsner

Na wunderbar, willkommen bei Puff & Hornbanger: Endlich ein Kurplatzerl für unseren Herrn Generaldirektor im Unruhestand. Herrn Elsner wird unter den bewährten Händen von Primararzt Dr. Puff und seinem Assistenten Hornbanger was für sein Herz tun: "Der Kurgast und Patient erlebt die Kur und Rehabilitation in einer Atmosphäre des Wohlfühlens. In dieser Kombination von Medizin und Therapie auf der einen Seite und einem Ambiente des Genießens auf der anderen Seite, liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Gesundheitsverbesserung." Zur Pressekonferenz im Ambiente des Genießens wird gebeten, am 30. März 2007.

26.3.07

Hirnrissrepublik

Auf solche Hirnrissigkeiten wie die Republik und ihre Beamten muss man erst einmal kommen. Beweisstück Nr. 1: Afzaal Deewan flüchtet aus Pakistan nach Österreich, heiratet eine Österreicherin, gründet Wiens erstes pakistanisches Beisl, wird für seine Geschäftsidee vom Wirtschaftsminister prämiert, landet unter den Top Ten Lokalen des Falter, beschäftigt inzwischen elf Angestellte. Integration gelungen, würde man wohl sagen, schaut her wie sich "Wohltätigkeit" rechnen kann.

Aber jetzt das: Die Republik ändert ihre Gesetze und plötzlich ist Deewan ein unerwünschter Ausländer, der "die öffentliche Ordnung gefährdete". Deewan soll abgeschoben werden. Weil, leider, humanitäre Gründe gebe es keine mehr. Dabei sollten die ökonomischen genügen: Aber dieses Land würde wahrscheinlich sogar noch Bill Gates abschieben. Wie wir schon die Kinder bosnischer (und anderer) Flüchtlinge die Schule, Ausbildung, Universitäten zahlten, nur um sie dann mangels Arbeitsbewilligung emigrieren zu lassen. Eine Schadenersatzklage gehört Beamten, die angeblich keinen Weg finden, um solche Mutwilligkeiten zu vermeiden. Und eine Amtshaftung für Minister, die dieses zulassen.

24.3.07

Aber hallo, Kronen-Zeitung!

Die Anti-Eurofighter-Kampagne der Kronen-Zeitung zeichnete sich ja schon bisher durch extreme Expertise aus. In der heutigen Ausgabe wird diesbezüglich ein neuer Markstein gesetzt. Ein gewohnt sachlicher Bericht über ein bereits dementiertes Angebot von Hersteller EADS zur Kostenreduktion wird von der Kronen-Zeitung auf der Titelseite mit zwei Fotos illustriert: Mit einem Foto vom Eurofighter und einem Foto von EADS-Sprecher Wolfdietrich Hoeveler. Nur ist der Wolfdietrich Hoeveler der Kronen-Zeitung nicht der Wolfdietrich Hoeveler von EADS, sondern der frühere deutsche Verteidigungsminister Peter Struck, der mit Herrn Hoeveler ungefähr so viel Ähnlichkeit hat wie Stan Laurel mit Oliver Hardy.
Kurzum: Glauben Sie´s erst, wenn´s in der Krone steht!

Minister für Sitzpinkeln

Mann, Buchinger, endlich ein richtiges Vorbild für uns orientierungslose Männer. Pinkelt im Sitzen, dank erster Freundin (die Frau gehört vor den Vorhang, melden Sie sich!), laufendes Bügeln (vom Genossen Einem abgeguckt?), wechselnde Haarmode, "wie's mir passt", wir üben schon. Nur ob wir nächste Woche mit Halsschmerzen und Aspirin ins Bett wollen, da sind wir noch unschlüssig. Wie wär's jetzt noch mit Anleihen bei der Frau Kollegin Kdolsky, Kondome sind zwar schon verteilt, aber öffentliches Bügeln und Sitzpinkeln in unseren Schulen käme noch gut, mit anschließenden YouTube-Videos.

22.3.07

Ziviler Unfried

Jetzt interessant: Verteidigungsminister Norbert Darabos - Zivildiener und Sozialdemokrat - hat ja bei den geeichten Wehrjournalisten des Landes bisher eher keinen Fuß in die (Panzer-)Tür bekommen. Nun aber lädt er das gesamte Berichterstatter-Korps für nächste Woche zu einem gemütlichen Abendessen ein, und zwar ins Wiener Lokal "Unfried".
Die ängstlicheren und Verschwörungstheorie-anfälligeren unter den strammen Schieß-Schreibern wittern angesichts dieser Lokal-Wahl schon Gefahr und überlegen die Mitnahme einen Vorkosters. - Das mag man für übertrieben halten. Aber die grundsätzliche Frage stellt sich schon: Darf sich ein Zivildiener im Unfried niederlassen?

Multikulti

Da ist mal die Staatsgewalt kulturell verständig und dann passt's auch wieder nicht: Eine Frankfurter Richterin lehnte die sofortige Scheidung einer Frau ab, die von ihrem Mann verprügelt wird – weil's ja im Koran steht, also quasi den kleingedruckten Vertragsbedingungen des marrokanischen Ehepaars. Soviel Verständnis, ist das jetzt Frauensolidarität oder was?

Afrika, Afrika!


Den braunen Babys denen geht’s halt noch gut, – da in diesem prächtig gedeihenden Kontinent namens Afrika. Dort wo Friede, Freude, Eierkuchen an der Tagesordnung steht, können Kinder noch Kinder sein. Wohlgenährt, gut behütetet und von bösen heimtückischen Krankheiten gefeit, müssen sie nicht in staatlich sterilen Kindergrippen dahin siechen, während ihre Rabenmütter glauben Karriere machen zu müssen. Bischof Andreas Laun will das nicht mehr haben. Er sehnt sich nach afrikanischen Verhältnissen. „Schauen Sie, wie gesund die Kinder in Afrika sind!", lobte er die Familiensituation in der Dritten Welt anlässlich eines Vortrages im FPÖ-Parlamentsclub. Laun ist aber Realist und gibt sich keinen Illusionen hin und meinte wehmütig: „Ja ich weiß schon, dass wir in Österreich nicht afrikanische Verhältnisse herstellen können.“

Mangelnde Sauerstoffzufuhr

"Es war herrlich. Nur ein Filtersystem für den Sauerstoff funktionierte nicht": So der EADS-Testpilot Chris Worning nach dem ersten Testflug mit der prächtigen Austrian Singleseater 001. Na dann passts ja, am Boden in der heimischen Abwehpolitik funktioniert auch was mit der Sauerstoffzufuhr seit längerem nicht. Auch kein Ausstiegsgrund.

21.3.07

Die Heuschrecke

"Als Böhler Uddeholm eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, grünen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen."

Da fackelt die Krone (nicht)

Die Journaille ist erwachet, die Krone lodert wie die Fackel: "Ich fordere Sie auf, zurückzutreten!" plakatierte einst Karl Kraus seine Aufforderung an den Polizeipräsidenten Johann Schober. Dieser Mut! Diese Zivilcourage des Herrn Dichand! Wenn bloß der Herr Polizeipräsident sich nicht bis zur letzten Patrone verteidigt.

Achtung Piresen!

Im Osten geht die Sonne auf: Das Budapester Meinungsforschungsinstitut "Tarki" hat die Ungarn vergangenen Sommer nach ihrer Einstellung zu den piresischen Einwanderern gefragt. Ergebnis: Zwei Drittel der Ungarn unterstützten die Forderungen "Kein Asyl für Piresen" und "Piresen raus". Jetzt wurde die Umfrage wiederholt. Ergebnis: Die Piresenfeindlichkeit der Ungarn ist auf mehr als 70 Prozent gestiegen. Und wie ist das in Österreich? Wir rechnen stündlich damit, dass Säbelzahntiger Straches Selbstschutzverband "SOS Abendland" mit entschiedenen Schritten gegen die piresische Gefahr beginnt.
Den Piresen wird das übrigens relativ egal sein, denn die gibt es überhaupt nicht. War alles nur ein Spaß der Meinungsforscher.

Frecher Pimpf

Dieser Bartenstein hat sich zu einem ganz schön frechen Pimpf entwickelt. Dem ist in der neuen Regierung der Knopf aufgegangen. Früher hat man außer leidiger Schuhrabatt Geschichten nicht viel von ihm gehört. Jetzt lässt er dem Kanzler ganz pfiffig ausrichten, dass er das aber gar nicht versteht, wenn der Herr Gusenbauer vor der gefährlichen Heuschrecke warnen tut, die sich da unseren Edelstahlerzeuger Böhler krallen will. Weil den Einstieg der noch viel schrecklicheren Heuschrecke Cerberus bei der Bawag, den hätte der Kanzler ja noch begrüßt. Eine kecke Ansage. Aber widersprechen kann man dem Herrn Bartenstein da aber nicht wirklich.

20.3.07

Aber hallo, Österreich!

Weisheit des Bullen von Tölz anlässlich seines Wiener Gastspiels am Dienstag: "Des is Österreich: Wenn a Zeitung so schlecht ist dass kana mehr liest, dann verschenken's es." Keine Angst, Herrn Fellner, er redete vom "Wiener Express".

Aufrecht, standhaft, unbeugsam: SPÖ


Von Scholem Alejchem via Raketa.at

Wirtshausraufereien

Es hätte schlimmer kommen können. Siegfried Kobal, der Leibwächter von Peter Westenthaler, wurde in der so genannten "Prügelaffäre" wegen Nötigung und Körperverletzung zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Zudem muss Kobal, seinem Opfer, dem früheren Sprecher von Ex-Justizministerin Karin Gastinger, Christoph Pöchinger, ein Schmerzensgeld von 300 Euro bezahlen.

Für Peter Westenthaler ist die Sache allerdings noch nicht gegessen. Der zuständige Staatsanwalt Karl Schober ist sich sicher, dass der BZÖ Chef im Zeugenstand die Unwahrheit gesagt hatte. Schober beantragte daher eine separate Protokollabschrift mit Westenthalers Angaben "zur weiteren Verfolgung wegen falscher Zeugenaussage.“

„Wie es bei Wirtshausraufereien so üblich ist, gibt es Zeugen, die relativ dumm daher lügen. Die werden noch von der Staatsanwaltschaft hören“, meinte Schober lapidar.

19.3.07

SOS Abendland II

SOS Abendland übernehmen sie. Retten Sie unsere europäischen Autos vor diesen wild gewordenen Moslem-Banden. Türken-Rabauken legen deutsche BWMs tiefer und schweißen dicke Auspuffrohre dran, den traditionellen VW-Kastenwagen zieren Koransprüche und der albanische Taxler hat in seinem Mercedes eine Moschee aus Plastik hinter dem Lenkrad picken. Da brüllt sogar fünf mal pro Tag der Muezzin raus!!!!! Das muss der HC-Man ran, klarer Fall!

SOS Gusenbauer

Land auf Land ab zieht man über den armen Alfred Gusenbauer her. Jede Boshaftigkeit wirft man ihm an den Kopf. Die Journaille macht ihn lächerlich wo sie nur kann. Was soll sich denn da seine Mama denken. Das muss nicht sein. Das muss ein Ende haben. Ein Verein muss her, bevor es zu spät ist. SOS Gusenbauer ist schon in der Pipline. Unterstützungserklärungen werden gerne entgegen genommen.

18.3.07

Menschheit nach Pühringer

Kaum glaubt man, dass auch bei den Schwarzen weiterdenken erlaubt ist, nachdem der steirische ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer in einer Gesamtschule nicht mehr den schulpolitischen Leibhaftigen erblickt. Da rückt auch schon der Herr Pühringer aus OÖ das Menschenbild der ÖVPler wieder zurecht: "Grundsätzlich bin ich gegen die Einheitsschule, es gibt ja auch nicht den Einheitsmensch" (im Standard, aber leider nicht online). Das Menschheitsbild der ÖVP also eine Art intelligentes Design: Es gibt nur zwei Arten von Mensch, ergo auch zwei Arten von Schulen.

17.3.07

Der Absturz des Darabos

Oaje! Mit den Worten "Das wird sich nimmer ausgehen" hat Verteidigungsminister Norbert Darabos am Samstag die jahrelange Anti-Eurofighter-Kampagne der SPÖ beendet. "Das wird sich nimmer ausgehen", der im Wahlkampf "ohne Wenn und Aber" versprochene Eurofighter-Ausstieg, sagte er. Tja, war halt nicht. - So enden mit dürren Worten die tollsten Kampagnen.

16.3.07

SOS Abendland

100 Jahre nach Oswald Spengler ist jetzt auch Heinz-Christian Strache draufgekommen: Der Untergang des Abendlandes steht unmittelbar bevor. Während Spengler aber nur ein dickes, langweiliges Buch drüber geschrieben hat, schreitet bzw. fliegt HC-Man zur Tat. Nein, diesmal kein Säbelduell, sondern eine Vereinsgründung: SOS Abendland.
Bei der Präsentation des Vereins kam Strache so ins Grübeln, was denn eigentlich das Abendland ausmacht, so rein werte-mäßig. Ergebnis des säbelscharfen Sinnierens: Nikolo, Sparschwein, Kirchenglocken und traditionelles Familienbild. - Ein Schelm, wer unseren frisch geschiedenen Haacee jetzt als Viertel-Morgenländer ansieht ...

14.3.07

Lizenz zum Rotfliegen

Jetzt lustig: Bei den Lizenzen, die Österreich für den Betrieb neuer Kampfjets fehlen - und zwar wurscht welcher Type - handelt es sich um NATO-Lizenzen (die wollen schließlich wissen, wer im NATO-Land rumfliegt - und selber Schuld, wer nicht Mitglied im Klub ist), die von den USA vergeben werden. Der Mann im Verteidigungsministerium, der seit geraumer Zeit mit der Herbeischaffung dieser Lizenzen beauftragt ist, ist zufällig jener SPÖ-nahe Offizier, den Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) vor Monaten als Chef der Task-Force für die Suche nach Ausstiegsgründen aus dem Eurofighter-Vertrag eingesetzt hat.
Heute war das mit diesen Lizenzen aber alles furchtbar überraschend und empörend und dem streng überparteilichen News eine Sondermeldung und dem noch viel strenger überparteilichen ORF die Spitzenmeldung in der ZiB wert.
Noch Fragen?

Lizenz zum Schwarzfliegen

Sowas auch, die Eurofighter sind so gut wie da, aber da fehlen noch ein paar Softwarelizenzen damit die Dinger auch navigieren können. Jetzt nur nicht an raubkopieren denken, Herr Darabos, darauf stehen zwei Jahre wird uns in diesen wunderbaren Kinospots immer mitgeteilt.

Abgestaubt

Hui, das ging ja schneller als das k.o. bei der Studiengebühr: Nix mehr mit Reiche beim Erben steuerlich beerben, die SPÖ hat ein Einsehen mit der Not reicher Erblasser und deren Nachkommen, die wie der Herr Dichand aus vertraglichen Gründen keine steuerschonende Stiftung gründen können. Wir gratulieren, die SPÖ wird sich noch als würdiger Erbe der schwarzen Kanzlerschaft erweisen.

Latin Lover

Das mit dem Latein in der Schule tut mir jetzt leid. Da hab ich nie so richtig aufgepasst. Nicht einmal die banalste Deklination ist hängen geblieben. Jetzt fällt mir das auf den Kopf. Der Papst, ein anerkannter Latin Lover, will die lateinische Messe wieder einführen. Benni lässt ausrichten, dass die großen Gebete in der katholischen Messe wieder in Latein gesprochen werden sollen. Weil das halt viel feierlicher ist. Blöd nur, dass dieses Latein halt nicht wirklich viele verstehen. Das wird sich jetzt ändern. Benni träumt von einer neuen Lingua Franca. Latein-Kurse werden boomen. Die Volkshochschulen können sich schon mal die Hände reiben. Und Studenten die den Liber Latinus intus haben, ersparen sich eine Menge Studiengebühren.

13.3.07

Aber hallo, Herr Bundespräsident!

Ist ja unglaublich, ein Bundespräsident der auch was konkretes zu den Dingen sagt, über die im Land diskutiert wird, direkt frischer Wind aus der Hofburg, wahrscheinlich hat UHBP seine Erbschaftssteuer beim Amtsantritt bezahlt. Soviel Mündigkeit sogar in der Hofburg hat dem Willi Molterer natürlich nicht gefallen, aber jetzt das: Der Herr Bundespräsident gibt sogar kontra. Darf's ein bissl mehr sein? Wir hätten da noch ein paar öde politische Dauerbrenner, von Gesamtschule bis Eurofighter.

10.3.07

So geht Erziehung

Recht so. Mit diesen pubertierenden Gschrappen soll man nicht lange fackeln. Die glauben ja heute alles besser wissen zu müssen und nehmen sich Sachen raus, die unterm ……… äh. Jedenfalls ein Bravo dem Herrn Strache, der sich solch Flegeleien und Frechheiten von einem 17jährigem (!) Pimpf, der noch nicht einmal den Führerschein hat, auf keinem Fall gefallen lassen will.Gut zureden nützt da nix, eine gscheite Watschn auch nicht viel, also muss der Säbel her. Ratz fatz ein kleiner Buden-Schaukampf und schon kuscht der Grünschnabel.

Der späte Stich eines Mück

Die besten Exekutoren schwarzer Rachegelüste sind doch immer noch rote Chefs. Was bisher geschah: Ob seines flegelhaften Verhaltens, das auch als Harrassement von Mitarbeiterinnen interpretiert werden konnte, hatte sich der frühere Chefredakteur von Schüssels Gnaden, Herr Mück, eine peinliche Untersuchung gefallen lassen müssen. Sicher auch ein kleines Bausteinchen im Fall der Lindnerschen/Mückschen Regentschaft.

Jetzt hat Claudia Reiterer, die mit ihrer Beschwerde über den Herrn Mück seine seinerzeitigen Rechtfertigungsdruck auslöste, ein Moderationsverbot für das "Hohe Haus" bekommen, vom jetzt roten Chefredakteur unter den Auspizien des roten Geneneraldirektors. Offizielle Begründung: Sie lebt mit dem grünen Geschäftsführer zusammen, Vater ihres gemeinsamen Kindes.

Da müsst ma natürlich der halben ORF-Mannschaft ein Berufsverbot geben, weil Nepotismus war schon immer eine der Säulen der öffentlich-rechtlichen Anstalt. Da ist der Mann der frischgebackenen Hörfunk-Chefredakteurin ein Jurist im schwarzen Parlamentsklub, berichtete jahrelang der Sohn der Ministerin über die Politik ihrer Regierung, war der Hörfunkinfochef zufällig der Mann der Kanzlersprecherin, macht der Sohn des Zentralbetriebsrats eine schöne Karriere, war ein früherer ZiB-Chefredakteur mit einer grünen Abgeordneten liiert. Haben wir übrigens schon erwähnt, dass der Bruder des neuen Generals einen schönen Job bei der SPÖ in der Löwelstraße hat? Aber wen kratzt's.

Und warum macht der regenbogenbeflügelte Herr Wrabetz das? Bei einer Promi-Veranstaltung hat er sich unverblümt geoutet, auf die Frage was er gern nach fünf Jahren Regentschaft erreicht hätte: "Five more years." Da kann man schon ein bissl entgegenkommend sein und eine Redakteurin vom Bildschirm verbannen, wenn gelegentlich das Moltofon läutet.

8.3.07

Schwamm drüber!

Die neue Regierung hat ja nicht wirklich gut begonnen, aber sie bessert sich. Nämlich hat sie den Schwamm-drüber-Trick erfunden: Buchinger/Bartenstein streiten über das Pflegemodell? - Schwamm drüber: Buchinger/Bartenstein verkünden eine Einigung. Die hat zwar noch keiner gesehen, aber Schwamm drüber! SPÖ und ÖVP streiten übers Budget? - Schwamm drüber: Rechtzeitig vor der Regierungsklausur wird eine Einigung verkündet. Diese Budgeteinigung hat zwar auch eine Woche später noch keiner gesehen, aber Schwamm drüber! Und sollten in Zukunft noch irgendwelche schwammigen Probleme auftauchen: Eh schon wissen. Guten Abend.

Van-Staa'sche Vergangenheitsbewältigung

Frei nach Jörg Haider: Wenn einer Van Staa der Bellen heißt, sollt er seine Aufenthaltsbewilligung am besten immer mittragen, sonst gleich ab ins Van-Staa'sche-Internierungslager. Mit so einem Namen kann man doch kein aufrechter Tiroler sein, da muss doch ein hochgradiger Nazi-Vater dahinterstehen. Wenn's wahr wär, dann wär's wohl eher Grund für eine Ehrenbürgerschaft inklusive Landeshauptmannbesuch. Wo kommen übrigens die Van Staas her? Aus dem ewigen Eis der Ötztaler Alpen?

7.3.07

Nazi Germany


Aus dem Weltall guckt sich Mutter Erde noch anders an. Ein kleiner Rundflug mit Google Earth und schwupps ist man wieder back in Nazi-Germany.

Nachtrag: die Google Twins haben diesen Patzer schon ausgemerzt!!!! Nazi Germany ist also Geschichte.

Schöner reisen!

Fernreise 2010. Über Umwegen werden wir uns Richtung Osten durchschlagen. Windige Schlepper lotsen uns zu alten russischen Militärflughäfen. Mit ausrangierten Iljuschins und Antonows wird man uns Richtung Afrika, Asien oder Südamerika karren. Die Tickets werden am Schwarzmarkt Tausende Dollar kosten. Schmiergelder sind da freilich noch nicht dabei. Farbe werden wir in den Tropen nicht bekennen. Die Nachbarn zu Hause, die uns schon als illegale Balkonraucher outeten, könnten uns ob der knackigen Bräune bei den Behörden erneut denunzieren.

5.3.07

Kraut statt Bohnen

Nachdem die gefährlichen Methan- und Treibhausgase derzeit in aller Munde sind, wollen wir einmal lobend unseren Herrn Bundeskanzler erwähnen: Mitnichten und mitneffen isst er Bohnensuppe, die bekanntlich diese klimaschädigenden Gase in einem (Caspar?) erzeugt, sondern er isst Krautsuppe. Bravo!
Ein weiteres Bravo dafür, dass die Regierung Gusenbauer I klimaschützend (und viel fotografiert) mit der Eisenbahn zu ihrer ersten Regierungsklausur nach Linz gereist ist. Nur ekelhafte Journalisten haben hernach angemerkt, dass die Heimreise dann weniger klimaschützend (und gar nicht fotografiert) mit den Dienstautos erfolgte, dass die Dienstautos also bei der klimaschützenden Hinreise leer hinterher gefahren sind.
Ob hier die Wählerverarschung üppig ins Kraut geschossen ist? Ach, nicht die Bohne!

KHG007

Ah, diese Steherqualitäten! Geschüttelt oder gerührt, der Ex-Finanzminister? Auf die Frage was unser schönster Arbeitsloser denn zum Vorwurf des Amtsmussbrauchs sagt, ganz cool: I could not care less. Kleiner Zitatefehler: Do I look like I care give a damn? hat Daniel Craig als unser neuer Bond gesagt. Das hätt's wirklich auf den Punkt gebracht.

Lieber daheim bleiben

Da hat der Umweltminister doch was schönes gesagt: Salzkammergut statt Seychellen, Weniger Fernflüge, mehr daheim bleiben, schon sind unsere Klimaprobleme ein bissl kleiner. Wird die Tourismusindustrie freuen, wenn alle daheim bleiben, vor allem die vielen Fremden, angeblich sind wir ja noch immer unter den Top-Tourismusdestinationen der Welt. Ingolstadt statt Ischgl. Vielleicht könnte der Umwelt- auch noch mit dem Landwirtschaftsminister ein Wörtchen reden, wegen Umstellung auf vegetarische Ernährung, damit weniger furzende Kühe in der Landschaft herumstehen und ihre Methanemissionen verbreiten. Einkaufen tun wir künftig auch daheim, und die anderen machen das auch, dann sparen wir uns auch die heimische Exportindustrie, die auch soviel emittieren tut. Würde auch mindestens die Hälfte der Bundesregierung einsparen, noch weniger heiße Luft.

4.3.07

Religionsunterricht

Ein Großvater mit seinem ca. sechs Jahre alten Enkel im Tirolerhof, Schönbrunner Zoo.

Enkel: (zeigt zum Herrgottswinkel) wer ist da Mann da oben?
Großvater: Das ist Jesus.
Enkel: Ist der tot?
Großvater: Ja.
Enkel: Wer hat ihn umgebracht?
Großvater: Die Römer. Aber die bösen Juden sind daran schuld.
Enkel: Wer sind die Juden? Und warum hängt er am Kreuz?
Großvater Ein böses Volk. Sie haben unseren Jesus getötet.

Knapp am 3. Weltkrieg vorbei

Arschknapp am 3. Weltkrieg vorbeigeschrammt: Die Schweizer Armee ist versehentlich in Liechtenstein einmarschiert. Kann man schon mal übersehen so ein kleines Land.

Neues aus Karawankistan

Wir empfehlen: Kärntner Lokalaugenschein der jenseitigen Art.

3.3.07

Moooment der Momente III

Kinder, geht's auf'n Heldenplatz spielen. Natürlich dies der Moment der Momente: Karl Schranz, 8. Februar 1972, 1 Kreisky, 200.000 Karls.

Moooment! II


Der „Sehr Kühne auch Blogger“ muss jetzt noch ein bissal was nachlegen. Die arme Braue des lieben Herrn Hofrats wächst sich jetzt wahrscheinlich zu einer üppig wuchernden Breschnew-Plantage aus – Lidzucken nicht ausgeschlossen. Im Klartext: C4, 1976,1:45:73 hin oder her – der Franz ist und bleibt ein dämlicher abgetackelter Dauergrinser.

Echte All-Time Heroes gefällig? Beispiel 1: Olga Pall, Gold bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble 1968. Beispiel 2: Trude Beiser-Jochum, Gold bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz 1948 und Gold bei den Olympischen Winterspielen in Oslo 1952. Bestzeit!!!

Moooment!

Mit erzürnt erhobener Hofrat-Braue muss ich den Eintrag meines Kollegen SKA (steht vermutlich für Sehr kühner Auch-Blogger) betreffend Kaiser Franz (besser bekannt als Klommer Fronz) an notam nehmen. Um es klipp(fisch) und klar(schiff) zu sagen: Kritik an Franz Klammer ist mitnichten und mitneffen erlaubt. Ich sage nur drei Zahlen: Olympia 1976 - Fischer C4 - 1:45:73!!! Ende der Durchsage und -schreibe.

2.3.07

Spätwinter-Alptraum

Nach ein paar Tagen im südlichen Spanien steht fest: Deutschland ein Sommermärchen ist passé. Nachdem während der WM auch die härtesten Piefke-Skeptiker in die „Wir sind jetzt alle die voll leiwanden Deutschen“ Falle getappt sind und sich schlaue Kommentaren vom Neusiedler- bis zum Bodensee in Lobhudeleien über die neuen netten Nachbarn zu toppen versuchten, ist der große Schwindel jetzt vorbei. Beweis: setzen Sie sich mal in einen Air-Berlin Flieger von Mallorca nach Malaga. Da rummst es aber - nix da mit Sommermärchen – Spätwinter-Alptraum………

3 x Rechts

Das ist wohl Rekord. Schon bald könnten im Parlament drei Rechtsparteien sitzen. Die BZÖ Truppe, die Strache Gang und der rechte Fundi-Fighter Ewald aka „The one and only Betbruder“ Stadler als OneMan-Show. „Er rechnet fix mit seinem Parteiausschluss,“ lies Stadler die letzten Tage verlauten. Und wer weiß, vielleicht kann der strenge Ewald ein paar Brüder und Schwestern bekehren und seinen eigenen Club gründen. Das gäbe nach den nächsten Wahlen eine Fülle von neuen Koalitionsoptionen.

Fraaaanz

Darf man als gelernter Österreicher Franz Klammer hassen? Ja, klar. Dem Mann mit dem dämlichen Dauergrinsen und dem noch dämlicheren Dialekt und dem, wie man munkelt, freiheitlichen Background kommt man seit Jahren im Werbefernsehen nicht aus. Liebe Werbetreibende: Da muss es doch noch Alternativen geben. Der Mann ist ausgelutscht! Man mag den nicht mehr sehen.

Klimaschutz

Was täte dieses Land ohne seine Habsburger? Im Eurocity "Maria Theresia" reiste unser aller Bundesregierung heute früh nach Linz zur ersten Regierungsklausur. Die Dienstautos fuhren - das ist immer bei solchen Anlässen - leer hinterher. Auf Grund des geringeren Gewichts weniger Schadstoff-Ausstoß, weniger Treihausgase, weniger Klimaerwärmung. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

Ex-Zivi darf aufrüsten

Um ein bissl in der Diktion des Vereins zu bleiben, der seine Fröhlichkeit durch lustiges Zielscheibenschießen auf Ministerbilder ausdrückt, und dem unser oberster Ex-Zivi Darabos jetzt vorsteht: Erstmals durch das Stahlbad der Budgetverhandlungen gegangen und dem eisernen Willi 100 Mio. extra für die Aufrüstung des Landes entrissen! Muss man kurz in gutem, alten Geld wiederholen, damit's wirkt: 1,37 Milliarden mehr fürs Heer. Das hätte früher zu Aufständen, Demos geführt, aber der Widerstand hat sich schon an dem bissl Unigebühr abgearbeitet. Wahrscheinlich hat der Willi dem Darabos ein bissl Kleingeld in die Hand gedrückt, damit er bei der Generalität endlich Eindruck schinden kann. Na, und bald kann er den ersten Super-Bobbler in Empfang nehmen, leider ist die zweisitzige Version ja im seinerzeitigen Hochwasser untergegangen, drum wird's nix mit heldenhaftem Probefliegen.

1.3.07

Mander, s'isch wieder Zeit!

Hat uns einen Moment die Rede verschlagen, soviel kernige Tiroler Entschlossenheit: Internierungslager für "vorerst nicht abschiebbare Asylwerber". Jawoll, Herr Landeshauptmann Van Staa, Ihre Schützen stehen schon bereit, orange Overalls für die Internierten sind auch schon bestellt, "wir haben Gebäude und wir haben Kasernen" und notfalls gibts ja noch ein bissl Draht und Wildtiergehege, die man umfunktionieren kann. Und weichen Sie nicht zurück! Hinter Ihrem Vorschlag steht auch schon Ihr ÖVP-Generalsekretär Missethon (wir erkneifen uns das Wortspiel bei diesem Namen), ein Schwarzer mit dem Herz am rechten Fleck. Und der Kanzler war auch nicht gleich dagegen, fällt für ihn wahrscheinlich unter Jugendtorheiten wie Gotcha-Spielen.