27.4.07

Too much Wolf

Dieser Wolf, nicht der Airchief, sondern der ORF-Nachrichten Super ZIB-2 Anchorman, entwickelt sich schön langsam zur Plage. Dem Mann ist kein auskommen mehr. Da moderiert er auf Teufel komm raus, nimmt fragwürdige TV-Preise entgegen, bestreitet Gastauftritte in Comedy-Formaten, wird auf Promi-Events gesichtet, chattet mit Lesern und so weiter und so fort. Bald wird der Herr Wolf womöglich auch Shopping-Center eröffnen, Kinder taufen und Autos segnen. Weniger ist doch manchmal wirklich mehr.

25.4.07

Stubenring statt Wallstreet II

Weit hat es unser KHG allerdings wirklich nicht gebracht trotz großflächigen Inserats als schönster Arbeitsloser aller Zeiten in Vanity Fair. Net nur dass der Stubenring ein gutes Stückerl von der Wallstreet entfernt ist, auch der Aufsichtsratspräsident ist ja mehr ein honoriges Frühstücksdirektorium richtig Manager sein. Wirklich Schwerbegabte haben ja solche Präsidentenjobs meist im Dutzend, aber auch Zwerge haben eben klein angefangen. Ist wohl doch nix geworden mit dem feschen Finanzminister in der heimischen oder internationalen Hochfinanz. Bleibt ja noch die bald bevorstehende Väterkarenz, auch sehr ehrenwert und Buchinger-Preis verdächtig.

Euro 2008

Die Euro 2008 kann kommen. Vor ein paar Wochen auf der UEFA-Ticketbörse für mutige 15.000 Euro Karten bestellt. Göttin Fortuna loste vier Tickets fürs Halbfinale in Wien am 26. Juni zu. Angebote werden schon jetzt gerne entgegen genommen. :-))))

Stubenring statt Wallstreet

Jetzt hat er endlich einen Job, der Karl Heinz. Mit der großen Finanzwelt London und New York ist es zwar nichts geworden und C-Quadrat am Stubenring ist ja auch ganz in Ordnung. Da kennt er sich schon aus der Karl Heinz, da reden sie Deutsch, und das Fabios ist auch gleich ums Eck.

24.4.07

Ami Zoff II

Liegt doch auf der Hand, was als nächstes kommt: Wenn die OMV mit dem Iran dealt wird ihr der Cerberus ihr Konto bei der Bawag kündigen. Soll's sie doch nach Kuba gehen, die Öl- und Gasheinis, vielleicht kann man aus dem Zucker und den Zigarren auch Öl machen.

Szenen einer Nicht-mehr-Ehe

Heute im Nationalrat: Finanzminister Wilhelm Molterer predigt über die Mineralölsteuer-Erhöhung (Steuererhöhungsevangelium nach Willi, Pentakeuch, 1. Buch, 3. Sure). Zwischenruf von Peter Westenthaler: Abzocke, Abzocke, Abzocke! Der Evangelist unterbricht sich und ruft mit neutestamentarischem Zorn zur Oppositionsbank hinüber: Wenn das alles ist, was Ihnen dazu einfällt, Herr Westenthaler, dann sitzen Sie richtig!
Stimme von oben (von der Politbüro-Kremlmauer): Späte Erkenntnis, Willi, sehr späte Erkenntnis!

Cervesiam et circenses

Die Freifahrt für Obdachlose, wie sie die Wiener SPÖ auf den Wiener Linien plant, ist zweifellos gut gemeint, was aber bekanntlich das Gegenteil von gut ist. Denn was hat so ein Obdachloser schon für eine Freude den ganzen Tag? Schwarzfahren. - Ab sofort gestrichen. Und was hat er noch für eine Freude? Bier trinken. - Doch für sein neuerdings zart genopptes 16er Blech zahlt er in Wien (Freifahrt zum Penny-Markt hin oder her) weiterhin so viel wie Karl-Heinz Grasser oder Bill Gates.
Das soll sozial gerecht sein, Herr Häupl? Wir fordern Freibier für alle!

Ami Zoff

Die folgende Geschichte ist fiktiv. Also völlig frei erfunden. Dennoch könnte es sich genauso zugetragen haben. Nehmen wir also an, irgendwo in Österreich agiert ein kleiner Kulturverein, den vielleicht maximal fünfzig Menschen namentlich kennen. Die Vereinigung ist unter anderem mit ein, zwei iranischen Kulturorganisationen in Kontakt. Es werden Treffen und Diskussionen plus ein gemeinsames Buchprojekt zum interkulturellen Austausch angedacht.

Bis eines Tages zwei Herren, die sich als Mitarbeiter der US-Botschaft ausweisen, vor dem Vereinslokal stehen und freundlich aber bestimmt über die Iran-Aktivitäten Auskunft einfordern. Wie und woher die US-Regierung Informationen über den Verein bezog, möchten die beiden Herren nicht beantworten. Auch nicht, ob ihr Vorgehen in Österreich gesetzlich überhaupt gedeckt ist.

Der kleine Kulturverein ist im Gegensatz zur großen OMV natürlich Pippifatz. In Schwechat fahren die Amis schwerere Geschütze auf. Anstatt zweier Anzugtypen brescht gleich einmal der US-Außenamtssprecher vor, der das geplante Öl-Engagement im Iran an den Pranger stellt und auch schon von Sanktionen schwafelt.

Nach der Cerberus/Bawag Kuba Geschichte, mischen sich die Amis binnen einer Woche also schon wieder ungeniert in nationale Angelegenheiten ein. Das schaut gar nicht gut aus. Da müssen Gusi & Co jetzt ordentlich kontern.

23.4.07

In Memorian

21.4.07

EU Kofferzentrale

Wahrscheinlich hat sich wieder mal ein Kommissar beim Heimflug aus Brüssel über das viele Gepäck ärgern müssen, dass die Leute immer mit an Bord schleppen. Jedenfalls machen die KoffermmissarInnen jetzt endgültig Schluß mit diesen Hugo-Boss-Anzugträger, die vor lauter Geschäftigkeit nicht wie normale Menschen ihre Koffer einchecken können: 56 mal 45 mal 25 Zentimetern an Bord ist genug. Das ist halt Planwirtschaft, onward and upward with the Union! Praktisch auch, wenn man einen Chauffeur hat, der sich um das eingecheckte Gepäck kümmern kann.

Dürfen wir bei der Gelegenheit unserer Wunsch nach einem einheitlichen Stromsteckerformat in der EU deponieren? Wär eine echte Heldentat. Und dann noch: auf der richtigen Seite der Straße fahren in allen Mitgliedsländern... es gäb wirklich noch viel zu regeln, wir hören schon wieder auf.

19.4.07

statistiktrickundtrack

Zur Abwechslung mal was, was eh schon jeder weiss, was sich aber nicht geändert hat. Der Statistiktrick der Regierung in Zusammenarbeit mit dem AMS zum Thema Arbeitslosenzahlen: Wer einen Kurs belegt, ist offiziell nicht arbeitslos und damit raus aus der Statistik.
Ein reales Beispiel aus meiner Umgebung: Mann, 50 plus, Führungskraft, oberes Managment, plötzlich arbeitslos. Fürs Arbeitsamt unvermittelbar, überqualifziert. "Pff, Sie müssen selber suchen." No na, macht er eh. Bei einem seiner AMS Besuche wird ihm kundgetan, er solle jetzt einen Kurs machen. Na dann. Wieso nicht, denkt er sich. Englisch hätte er gerne gemacht. "Geht nicht. Ist gesperrt." Aha. Was dann? "Computerkurs." Naja, also eigentlich ... "Ich muss Sie aus der Statistik kriegen."

Darabus interruptus

Also: Man gibt ein Rechtsgutachten in Auftrag. Dann trommelt man tagelang, was das für ein Super-Rechtsgutachten ist. Dann kündigt man an, dass man das Super-Rechtsgutachten am Montag veröffentlichen wird. Dann ist am Montag nix. Dann kündigt man an, dass man das Super-Rechtsgutachten am Donnerstag präsentieren wird. Dann beruft man zu diesem Zweck eine Pressekonferenz für Donnerstag ein. Dann stellt man sich am Donnerstag dort hin und - nix. Einfach nix.
So geht also Taktik auf zivildienerisch.

18.4.07

Pumpgun auf Krankenschein

US-Massaker hin oder her. HC Strache fordert ein liberaleres Waffengesetzt. Die hiesige Bevölkerung geht vor und gehört geschützt. „Weil es kann nicht sein, dass der rechtschaffene Bürger wehrlos ist gegenüber dem Kriminellen", zeigt sich der blaue Strahlemann besorgt. Die Pumgun auf Kranschein, fordert der FP-Chefe quasi. Geht ja nicht anders. Die Regierung kürzt das Sicherheitsbudget, also müssen wir gegen die Handtaschl-Zupfer aus dem Ostblock und die Neger-Dealer selber ran. Logisch. Strache will deshalb, dass künftig nicht nur Jäger und Sportschützen, sondern auch Berufsgruppen wie Ärzte, Bankbeamte, Taxifahrer und Trafikanten eine Pixn haben dürfen. Und wenn man schon dabei ist, soll der Waffen-Besitz auch für den Hausgebrauch erleichtert werden.

16.4.07

Killerhasen


Jetzt ist es soweit. Die Natur schlägt unbarmherzig zurück. Da kommt der heimische Klimagipfel wahrscheinlich viel zu spät. Die ersten Killer-Hasen sind aufgetaucht. Eine Hausfrau in Linz wurde in ihrem Garten von einem 7 Kilo Monster beim Wäsche aufhängen angriffen. Sie wurde in den Fuß gebissen und zu Boden gerissen. Ihr Gatte eilte zur Hilfe und kämpfte mit dem Hasen bis zum Eintreffen der Polizei. Auch da lies sich das Tier nicht lumpen und versuchte den Ordnungshüter anzufallen, der ihn dann mit einem gezielten Schuss zur Strecke brachte. Zufall, oder der Anfang einer unheimlichen Serie?

15.4.07

Der Ausstieg

Da Oberlehrer Alfred G. die versprochene Nachhilfe ja beharrlich schwänzt, müssen mal wieder wir vom Politbüro ran. Also, Schüler Norbert, aufgepasst! Eurofighter-Ausstieg, der: Ist eigentlich ganz einfach. Rechts im Cockpit ist ein Knopferl, mit dem man die Triebwerke ausschaltet, und zwar beide auf einmal (sündteure Mehrausstattung!). Links ist ein Knopferl, mit dem man die gläserne Cockpit-Abdeckung öffnet. Dann - Norbert, nicht dauernd mit "Österreich" schwätzen! - macht man den Sicherheitsgurt auf. Und am Ende bittet man den Techniker höflich, von außen die Alu-Leiter an den Flieger zu lehnen. Fertig: Ausstieg! Das kann doch nicht so schwer sein, Norbert.

12.4.07

Orientierungsloser Eurofighter-Fighter

Orientierungslos wie ein Eurofighter ohne Softwarelizenzen: Vielleicht könnten ein paar amerikanische Polit-Spinnster auch noch unserem obersten ZivildienerLandesverteidiger Darabos ein Navigationssystem verpassen, der hat gerade wieder den Ausstieg vom Ausstieg verkündet. "Koalitionstreu" nennt er das: Auch wenn seine Experten einen Ausstiegsgrund aus dem Eurofighter-Vertrag sehen, tut man das unter anständigen Roten nur, wenn auch die Schwarzen dafür sind. Und die Schwarzen werden so dafür sein wie für die Erbschaftssteuer. Stell dir vor der SPÖ wird was in die Hand gegeben um die Schwarzen unter Druck setzen oder gar zu blamieren, was machen sie? Abrüsten natürlich, man ist ja für den Friedensdienst an der Großen Koalition.

11.4.07

Böser Wolf, diebischer Elsner

Der böse Airchief Wolf hat den diebischen Elsner jetzt fast aus den Schlagzeilen gekippt. Das BZÖ, dem anscheinend immer fader wird, liegt der schöne Marcel aber immer noch im Magen. Weg soll er aus dem sonnigen Kärnten. Morgen gibt es im Landtag einen Dringlichkeitsantrag. Der sofortige "Abzug" Elsners wird da gefordert. Schwarz und Grün sind zwar dagegen, mit den Stimmen der Sozis, die sich noch entschieden haben, ob der ehemalige Genosse noch länger für 1.200 Euro pro Tag den Ergometer treten darf, könnte sich das schon ausgehen. Dann kann der feine Herr Elsner die Koffer packen. Ab über den Semmering, Richtung Wien. OneWay, versteht sich. Gekurt wird dann im Tröpferlbad.

10.4.07

Ohne Worte II

"Super-Alex kann offenbar noch mehr, als wir dachten."
(ZiB 2-Moderator Armin Wolf über den sonnigen Wetterbericht und die Rolle, die ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dabei spielt)

Ohne Worte

"Ich bin nicht mehr Bundesgeschäftsführer der SPÖ. Ich bin Verteidigungsminister, ich muß mich an den Rechtsstaat halten." (Verteidigungsminister Norbert Darabos in der ZiB 2)

7.4.07

Frühstück bei Wolfs

Hallo Airchief Wolf? Also wir stellen uns diesen Morgen irgendwann im Dezember 2002 bei ihnen daheim so vor.

Während Airchief Wolf schon vor dem Frühstück an seinem Modellbausatz Revell 04317 Eurofighter Typhoon single seater bastelt betritt Frau Frühstück-Wolf mit freudigem Gesichtsausdruck das Cockpit.

Frühstück-Wolf: "Du Schatzi, stell dir vor wen ich gestern abend getroffen hab?!"
Airchief Wolf: "Die Rumpolds?"
Frühstück-Wolf: "Nein, viel besser, den Steininger, deinen Trauzeugen..."
Airchief Wolf: "... meinen Trauzeugen, zu dem ich die Freundschaft eingestellt habe seit er für diese EADS arbeitet?"
Frühstück-Wolf: "Ja, genau, zu dem du die Freundschaft eingestellt hast! Und stell dir vor, was für ein Glück das ist..."
Airchief Wolf: "...dass unsere Freundschaft eingestellt ist, weil in der Politik wird einem ja selbst noch aus harmlosen Männerfreundschaften ein Strick gedreht!"
Frühstück-Wolf: "Und weist du, was mich der Steininger fragt? Ob ich ihm so ein Marketingkonzept und Planung der konkreten Umsetzung für den Auftritt auf einschlägigen Luftfahrtsveranstaltungen in und außerhalb Österreichs entwickeln kann!"
Airchief Wolf: "Als Freundschaftsdienst?"
Frühstück-Wolf: "Geh Schatzi, natürlich nicht, weil die Freundschaft ist ja eingestellt. Nein, natürlich streng professionell. Und anzahlt hat er's auch schon, mit 87.600 Euro!"
Airchief Wolf: "Die Rumpolds haben das besser hinkriegt, da waren's 6,6 Millionen."
Frühstück-Wolf: "Ja, weil die haben die Freundschaft mit dem Steininger nicht eingestellt. Ich hab dir ja immer gesagt, du solltest ihn wieder einmal auf ein Bier treffen."
Airchief Wolf: "Da hört sich eben die Freundschaft auf."
Frühstück-Wolf: "Ich hab da schon so eine Marketing-Idee. Du könntest doch in Langenlebarn eine Schießparty veranstalten, das wär doch eine einschlägige Luftfahrtsveranstaltung."
Airchief Wolf: "Und als Schießscheiben nehmen wir Ministerbilder."
Frühstück-Wolf: "Das wird einschlagen! Du bist doch mein bester Luftmarschall."

Wolf zündet den Nachbrenner an seinem Revell-Modell, ohrenbetäubendes Heulen, Frühstück-Wolf stimmt ein.

5.4.07

Schönwetterradler

Altbürgermeister Zilk wird ja nachgesagt, er hätt sogar noch Leberkässemmeln eröffnet, die ÖVP lädt jedenfalls zur Eröffnung der Fahrradsaison mit dem Herrn Lebeminister Pröll ein, Dienstag 9:15, bei der Wiener Uni. Aber nur bei Schönwetter. Warmduscher. Parallelparker. Mit-dem-Zug-nach-Linz-und-dem-Dienstwagen-wieder-Heimfahrer.

Böse Perser

Nur mal angenommen, 15 iranische Soldaten schippern durch britisches Gewässer. Da wäre aber Feuer am Dach. Diese mediale Entrüstung über diese kurze Gefangennahme ist freilich wieder ein schönes Beispiel westlicher Ignoranz und Unwissenheit gegenüber den Nahen- und Mittleren Osten. Alleine dieser leidige ORF London-Korrespondent, der in seinem gestrigen ZIB-2 Auftritt nicht zwischen privater Meinung und objektiver Berichterstattung unterscheiden kann und sich stammelnd und ganz aufgeregt über die launige Ahmadinedschad-Show entrüstet. Dazu ein feiner Kommentar von Martin Ebbing, der seit Februar 2004 als Korrespondent in Teheran lebt.

Der EU Barolo bieten!

Zur Begeisterung unseres überaus geliebten Kleinformats hat unser überaus geliebter Kanzler der EU schon vor Wochen wissen lassen, wo sie bei ihm daheim ist - nämlich im Heckspoiler. Jetzt, bei seinem ersten Besuch in der EU-Kommission, hat Alfred Gusenbauer mit Brüssel aber wieder seinen Frieden geschlossen: Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso wurde ihm flugs zum "Barolo" - und wer Alfred Gusenbauers wahre Interessen kennt, der weiß: Das war der Ritterschlag für den grauen Portugieser. Säurebetont im Abgang ...

4.4.07

Fröhliche Treibwildjagd

Dieser Lynchmob unter der schrillen Führerschaft des Wahlkärntner Oberrufmörders Haider wird schön langsam ungustiös. Wird sich hoffentlich bald ein Anwalt finden, der für den "schweren Wirtschaftskriminellen" von Haider kassiert. Vielleicht der Herr Böhmdorfer? Jetzt zu etwas ganz anderem, quasi Abteilung Schöne-Seiten-des-Lebens: Fiona ist schwanger, KHG dementiert nicht. Könnte man zur Volksberuhigung auf Entbindung nach Kärnten schicken.

„Keeps you yodeling all night long"


Dieser Frank Stronach braucht einen Arzt (siehe auch Foto). Vielleicht kann da der Professor Friedrich mal was richten. Stronach, dem anscheinend fad in der Birne ist, steigt ins Energy-Drink Geschäft ein. „Frank’s“ heißt das „Gschlodert“. Laut Website (mit vielen Frank’s Energy Girls im knappen Lederhosen-Outfit) garantiert der Power-Stoff Authentic Austrian Power. Die Werbebotschaft: „Keeps you yodeling all night long". Jenseits.

3.4.07

eurolacher

Kumpel von mir hat (ist) eine kleine PR-odersowas-Firma - spezialisiert auf den Bereich Technik - und hat das eigentlich naheliegendeste getan was man tut, wenn man so eine Geschichte über solche Honorare liest: Er hat bei EADS Deutschland angerufen.
In etwa so:
Guten Tag, hier dingscommunication, ich hätte gerne ihre Marketing bzw Kommunikationsabteilung.
ringring, verbunden werd.
Guten Tag, hier dingscommunication. Ich habe gehört, Sie bezahlen für eine Pressekonferenz 90.000 Euro. Also ich würde Ihnen das um die Hälfte anbieten.
kurze Pause.
Ja nee, wat, 90.000 Euro? Soviel bezahlen wir nie. Auch die Hälfte nicht. Wie kommen Sie denn darauf? Und eigentlich machen wir so Veranstaltungen ja intern ...
Etwaige klagbare Rückschlüsse kichern Sie bitte still in sich hinein.

Tempobolzer

Sozialminister Buchinger geht zwar in Wien in die Hockn, hat aber noch immer in Salzburg seinen Wohnsitz. Ergo muss er sich fast jeden Tag von der Mozartstadt ins Ministerium nach Wien und wieder retour kutschieren lassen. Selbstverständlich mit dem Dienstwagen und nicht mit der Bahn. Abgesehen davon, dass das punkto Klimaschutz ganz ganz böse aussieht, kann sich der Herr Minister, respektive sein Fahrer, kaum an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.

So schreibt Buchinger in seinem Weblog, dass er am 2. April um 6.00 Uhr in Salzburg gestartet ist und schon um 8.35 Uhr im Sozialministerium gesessen ist. Das ist schneller als die Polizei erlaubt. Laut Internet-Routenplaner Falk.de benötigt man für die knapp 300 km lange Strecke exakt 3 Stunden und eine Minute. Der Herr Minister ist fast eine halbe Stunde schneller. An alle Mathematiker, vielleicht könnte mir da wer ausrechnen wie flott Buchinger da wirklich unterwegs sein muss. Ich schätze das geht schon Richtung Gorbachs 160 km/h.

Chinese Ghost Story

Rom ist für Chinesen ein gutes Pflaster. Geschätzte 20.000 Chinesen sollen sich in der ewigen Stadt niedergelassen haben. Mit guten Grund. In der italienischen Hauptstadt sind Menschen aus dem Reich der Mitte unsterblich.

Die Stadtregierung, so der aktuelle Spiegel, steht vor einem Rätsel. Die Gerüchteküche brodelt. Vor vier Jahren wurde der letzte chinesische Todesfall gemeldet. Seitdem ist kein Chinese gestorben. Es gab weder ein Begräbnis noch eine Einäscherung. Es ist auch keine Überführung eines Leichnams in die Heimat bekannt.

Neben den üblichen Verdächtigungen, dass Verstorbene in Chinarestaurants zerschnippselt und ganz einfach verkocht werden, hat die römische Polizei eine Sonderkommission eingerichtet, die dem Rätsel auf die Spur kommen soll. So wird unter anderem ermittelt, ob es private Krematorien gibt. Ergebnisse sind bis dato noch ausständig.

Millionenshow

Eine Sendung, die den kommenden Rielaundsch im ORF überleben wird, ist die Millionenshow. Denn Quiz ist gut für die Quote. Daher wollen auch wir von Politbüro heute eine Preisfrage stellen, aber nicht so eine leichte wie der Assinger, sondern eine richtig schwere. Also: Wie heißen die sechs österreichischen Staatssekretäre und was sind ihre Aufgabengebiete? Für die richtige Antwort winkt ein Staatssekretärsposten. (Und die Auflösung gibt es hier, sobald wir es selber wissen.)

2.4.07

Punkteabzug

Die österreichische Fußball-Bundesliga macht mit Punkteabzügen (GAK, Sturm) und Lizenzverkäufen (Pasching) vor, was auch in der Politik ein durchaus gangbarer Weg wäre. So könnten der Bundespräsi, als oberster Schiedsrichter, der Gusenbauer SPÖ wegen nicht eingehaltenen Wahlversprechen ein paar Prozenterl wieder wegnehmen. Das BZÖ, das bei den nächsten Wahlen den Klassenerhalt sowieso nicht mehr schaffen wird, könnte hingegen schon jetzt seine Parlaments-Lizenz verscherbeln. Schulden sind ja eh genug da. Da wird sich schon wer finden, der ein paar Millionen hin blättert und dafür künftig in der obersten Nationalrats-Liga mitspielen darf.