Auslüften

Endlich wieder Schluss mit Regen, Demonstranten und 
DIE LETZTE INSTANZ.

Endlich wieder Schluss mit Regen, Demonstranten und 
Endlich ist es heraußen, die Teletubbies die uns schon länger an die polnischen Kaczynski-Zwillinge erinnern, sind SCHWUL! Das erklärt natürlich die homophoben Anfälle der Kaczynskis, dauernd so provoziert zu werden von diesen handtaschentragenden formlosen Dickerchen.


Politburo auf Auslandsreise in Oberösterreich. Vom Land ob der Enns werden trotz Attnang Puchheim wahre Wunder berichtet. Die Landeshauptstadt vermeldet Vollbeschäftigung. Das Geheimnis dahinter könnte einfacher nicht sein: die Menschen sind dort glücklicher als im restlichen Österreich.
Auf den Autobahnen wird nicht gestresst und gehetzt, sondern mit gemütlichen 100 km/h durch die Landschaft gepflügt. An den Wochenenden trifft man sich gerne, verkleidet sich, setzt goldene Hauben auf, hängt sich Gewehre und Böller um, marschiert im Gleichschritt und jubelt bei Feldmessen dem Herrgott zu. Mitten drunter Landeshauptmann Josef Phüringer, nach dem Himmelvater mit nur geringem Abstand die Nummer Zwei im Land. Ein Grüß August der extra Klasse, zu dem die Menschen trotz seiner kleineren Statur aufblicken. Und der „Peppi”, wie in seine Freunde nennen, versteht sein Geschäft. Er winkt, klatscht, mischt sich unter die Leute, herzt und busselt Kinder ab und spricht andächtig das Vater Unser. Kurz: ein Landesvater auf Lebenszeit.
Solchene Schlawiner. Zwischen Putin und Clinton, wie grad keiner aufpasst hat, haben sich der Aloysius Rauen und der Norbert Darabos am Donnerstag klammheimlich zum Spargelessen getroffen und dabei offenbar das beste Einvernehmen hergestellt. Jetzt werden's doch noch weniger als 18 Eurofighter werden, darf dann unser oberster Zivildiener demnächst seinen Erfolg verkünden. Und dafür ist dann mit der Qualität und den Lizenzen ganz schnell alles ganz gut.
Ganz auf päpstlicher Linie unseres Papa Ratzi, der Herr Erzbischof von Salzburg: Nur net anstreifen an Politikern, die für Abtreibungen sind, am besten exkommunizieren, quasi katholischer Abortus. Also hat Hochwürden Kothgasser das Ehrenzeichen des Landes abgelehnt, weil er es aus der Hand der Frau Landeshauptfrau Burgstaller nicht übernehmen kann, weil diese ja bekanntlich dem Recht in Österreich zur Durchsetzung verholfen hat und jetzt an den Landeskliniken Abtreibungen möglich sind. Über ein mögliches Exkommunikationsverfahren ist noch nichts bekannt.
Hoffentlich schafft es der Herr Elsner morgen überhaupt in seinen Ausschuss, bevor die Stadt für den Herrn Putin abgesperrt wird. Warum der Mann überhaupt in Wien ist weiß man eigentlich nicht so genau, vielleicht will er ja auch nur nachschauen was seine Oligarchen so alles z'sammgekauft haben in letzter Zeit. Jedenfalls wird das ganze eine höchst verschwiegene Angelegenheit, so einen kleinen Schlagabtausch wie neulich mit der Angie, quasi von Ex-Ossi zu Ex-Besatzer und KGB-Oberst wird uns nicht geboten. Obwohl die Gefahr hierzulande ohnedies gering ist, die Russen sind ja gemütliche Menschen, wie uns der Herr Haselsteiner neulich verkündete, und der Putin ist sicher der Obergemütlichste und das wollen wir doch im Hort der Gemütlichkeit nicht unnötig gefährden, also keine lästigen Interviews. Nur ein kleiner Umtrunk mit dem Politburo ist eingeplant, aber leider: Mehr können wir darüber jetzt wirklich nicht sagen. Wegen der Verschwiegenheit.
Über die guten gesundheitlichen Fortschritte von Herrn Elsner sind wir auf dem laufenden, auch von den unbestätigten Männerkrankheitsproblemen. Jetzt neu: Der tägliche Menüplan unserer prominentesten Unschuldsvermutung im Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhaus. Gestern gabs Risipisi, musste leider in der Mikrowelle aufgewärmt werden, wegen verspätetem Checkin, und da soll Herr E. gleich aufbegehrt haben. Wusste zumindest der Kurier, obwohl die Seite inzwischen offline ist, nachdem Anstaltsleiter Major Gramm flugs dementierte.
Wunderbar, mit Weltuntergängen kennen wir uns doch am besten aus. Es ist also soweit, das Datum der biblischen Prophezeiung konnte von einem Heer von Wissenschaftern geklärt und von der UNO erklärt werden: In acht Jahren geht der Planet den Bach runter, wenn wir nicht bereuen und umkehren. Diese Präzision! Da wir beruhigt davon ausgehen können, dass bis zum 4. Mai 2015 nicht passieren wird, was sich das "Intergovernmental Panel on Clmate Control" vorstellt, werden also alle biblischen Katastrophen über uns herein brechen – Hitze, Dürre, Stürme, Sintfluten. Zum Glück haben wir ja wenigstens rechtzeitig einen Planeten in Reichweite für Arche Noah II. entdeckt, gerade 20 Lichtjahr entfernt, das geht sich gerade aus.
Späte postrevolutionäre Reue: Kubaner dürfen wieder Bawag-Kunden sein, der Nowotny macht gut, was er vorher schlecht gemacht hat. Der Ceberus will sich eh nicht in die Geschäfte der heimischen Bank einmischen, schon gar nicht bevor sie ihm überhaupt gehört. Ob allerdings die Kubaner jetzt mit wehenden Fahnen wieder zur ehemals roten Arbeiterbank zurückkommen, da darf man doch ein bissl dran zweifeln. Also wird der neue Herr der Bawag, der Herr Snow, der früher doch dem Bush sein Finanzminister war, sehr zufrieden sein.