31.5.07

Auslüften

Endlich wieder Schluss mit Regen, Demonstranten und Bullen Polizisten drängen förmlich darauf, wieder auslüften zu könnnen ohne nass zu werden, die Kieberer offenbar noch viel mehr als die Demonstrationen. Michaelerplatz, Mittwoch vormittag: Ein paar Handseln mit Transparenten, dazu der Platz umringt von Polizeiautos, weißen Mäusen und was wir so alles haben um unser Steuergeld. Schad, dass Heiligendamm in Ostdeutschland ist, sonst könnt man noch Geruchsproben nehmen für die Ermittlungsarbeiten.

Audienz Westi II


Endlich das Beweisfoto. Der Westi auf Tuchfüllung mit dem Heiligen Vater. "Das war einer der ergreifendsten Momente in meinem Leben”, war der BZÖ Chefe noch Stunden später gerührt. Wie es zu dem Foto kam, soll Erzählungen nach weniger ergreifend gewesen sein. Westi schob und drängelte sich mit bewährter Ellbogentaktik (das hat er wahrscheinlich vom Leibwächter gelernt) durch die Massen über den Petersplatz Richtung Absperrung, rannte ungeniert Nonnen nieder, pöbelte der Überlieferung nach sogar Jungpfarrer an und brüllte permanent „Bennie do schau her”, „a Foto, a Foto wü i hobn, nur a Foto.”

30.5.07

Audienz-Westi

Am Samstag beim Life Ball, heute beim Papst. - Peter Westenthaler führt ein bewegtes Leben. Für alle, die es noch nicht wissen: Laut Austria Presse Agentur wurde der BZÖ-Chef am Mittwoch samt Gattin, Tochter und Generalsekretär (Westenthalers Tochter hat also einen Generalsekretär) in Rom im Rahmen einer Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. empfangen. Das teilte Westenthaler der APA in einem Telefongespräch mit.
Apropos Generalaudienz des Papstes: Selbige finden jeden Mittwoch um 10 Uhr am Petersplatz statt. Teilnehmerzahl jedesmal: etwa 100.000. Und Peter Westenthaler.

Schwule Tubbies II

Die Gay Tubbies sind ja nicht die einzigen Comic-Stars, die sich jetzt ein Outing gefallen lassen müssen. Das war doch alles schon mal da. Superman zum Beispiel – diese engen Hosen und die ewig andauernde platonische Liebe zu Louise Lane… Von Flash Gordon und Gustav Gans ganz zu schweigen. Sogar über den süßen SpongeBob wird so allerlei gemunkelt. Und beim Kasperl und beim Sepperl ist man sich ja auch nicht sicher…………

29.5.07

Schwule Tubbies

Endlich ist es heraußen, die Teletubbies die uns schon länger an die polnischen Kaczynski-Zwillinge erinnern, sind SCHWUL! Das erklärt natürlich die homophoben Anfälle der Kaczynskis, dauernd so provoziert zu werden von diesen handtaschentragenden formlosen Dickerchen.

Das Wunder von Oberösterreich



Politburo auf Auslandsreise in Oberösterreich. Vom Land ob der Enns werden trotz Attnang Puchheim wahre Wunder berichtet. Die Landeshauptstadt vermeldet Vollbeschäftigung. Das Geheimnis dahinter könnte einfacher nicht sein: die Menschen sind dort glücklicher als im restlichen Österreich. Auf den Autobahnen wird nicht gestresst und gehetzt, sondern mit gemütlichen 100 km/h durch die Landschaft gepflügt. An den Wochenenden trifft man sich gerne, verkleidet sich, setzt goldene Hauben auf, hängt sich Gewehre und Böller um, marschiert im Gleichschritt und jubelt bei Feldmessen dem Herrgott zu. Mitten drunter Landeshauptmann Josef Phüringer, nach dem Himmelvater mit nur geringem Abstand die Nummer Zwei im Land. Ein Grüß August der extra Klasse, zu dem die Menschen trotz seiner kleineren Statur aufblicken. Und der „Peppi”, wie in seine Freunde nennen, versteht sein Geschäft. Er winkt, klatscht, mischt sich unter die Leute, herzt und busselt Kinder ab und spricht andächtig das Vater Unser. Kurz: ein Landesvater auf Lebenszeit.

28.5.07

Sitzungspause

Seit unsere Große Koalition Reformen zu Jahrhundertwerken erkoren hat (jedes Jahrhundert eine), tagt der Gesetzgeber nur noch selten. Jetzt hat Nationalratspräsidentin Barbara Prammer mitgeteilt, dass während der Fußball-Europameisterschaft 2008 im Nationalrat überhaupt Sitzungspause sein wird. Grund: Die Fan-Meile vor dem Parlament könnte zu "akustischen Störungen" führen.
Wir verstehen: Bei diesem impertinenten Fan-Gegröle kann ja wirklich kein Mensch schlafen.

26.5.07

Und da waren's nur noch 18 16 14 12

Solchene Schlawiner. Zwischen Putin und Clinton, wie grad keiner aufpasst hat, haben sich der Aloysius Rauen und der Norbert Darabos am Donnerstag klammheimlich zum Spargelessen getroffen und dabei offenbar das beste Einvernehmen hergestellt. Jetzt werden's doch noch weniger als 18 Eurofighter werden, darf dann unser oberster Zivildiener demnächst seinen Erfolg verkünden. Und dafür ist dann mit der Qualität und den Lizenzen ganz schnell alles ganz gut.

25.5.07

Große Konfrontation

Täglich brandheiße Neuigkeiten aus der Großen Konfrontation. Gestern: Cap "sehr unzufrieden" mit Molterer. Heute: Pröll (Seppi, Anm.) "zunehmend verärgert" über SPÖ. Morgen, lassen Sie uns mal raten: Gusenbauer "schwer angespeist" auf Schüssel. Übermorgen: Bartenstein "zutiefst indigniert" über - wie hieß er doch gleich? - Buchinger. Überübermorgen ...
Ja, auch so lässt sich lebhafte Regierungsarbeit vortäuschen. Aber, Freunde, der Schwatzmusik, Vorschlag zur Güte: Wie wär´s mit einem echten Demokratieschub, einer Verkürzung der Legislaturperiode auf vier Monate?

Arbeitslos

Hubsi Gorbach macht wieder von sich reden. Den Job bei der Vorarlberger Klaus-Gruppe hat er geschmissen. Am ersten Juni ist er weg. Nicht einmal drei Monate hat er es da ausgehalten. Da darf man jetzt aber schon Vermutungen anstellen, ohne böse sein zu wollen. Sprich: der Hubsi wurde da wegen Unfähigkeit kalt abserviert. Aus den Augen aus dem Sinn, wird sich der alte Klaus gedacht haben.

Selbständig will er sich jetzt machen. Vielleicht tut er sich mit den Grasser zusammen, weil der hat ja in Wahrheit auch noch keinen „echten” Job.

24.5.07

Über den Wolken

Neulich im Flieger: Heimflug von einem einwöchigen Auslandsaufenthalt. Zeitungen gefällig? Gerne. Nach sieben nachrichtenlosen Tagen aus Österreich überfliegt man eilig die Innenpolitik-Spalten, um sich dann unwillig an die Flugbegleiterin zu wenden: Bitte, das sind ja die Zeitungen vom Hinflug vor einer Woche! Können Sie mir nicht die aktuellen Ausgaben geben? Höfliche Antwort: Das SIND die aktuellen Ausgaben, mein Herr.
Ja ja, das waren noch Zeiten, als man bei einer Woche Urlaub mindestens eine Parteispaltung, einen Minsterwechsel oder wenigstens eine Regierungskrise versäumte ...

Schummel Gio

Sapperlot. Die Super-Kretzn Gio Hahn, seines Zeichens neuer Wissenschaftsminister, soll doch glatt bei seiner Dissertation geschummelt haben. Der Salzburger Medienwissenschafter Stefan Weber wirft Hahn "seitenweises unzitiertes Abschreiben" in dessen Dissertation vor. Gio will davon freilich nichts wissen und wittert einen Rachefeldzug. Weber soll kürzlich ein Schreiben des Ministeriums erhalten haben, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er keinen Auftrag für eine Studie über Plagiate in Österreich bekommen wird.

Ja da fragen wir uns doch glatt warum?

Beschützer des Parlaments

Soll noch einer über Putin schlecht reden: Im Gedränge im Parlament krachte der gute Robert Newald, der so schön für den Standard fotografiert, gegen eine Säule; fasste ihn Putin am Arm, "aufpassen, Sie machen ja noch das Parlament kaputt".

23.5.07

Und tschüss Olympia!

… nein so weit ist es jetzt doch nicht gekommen. Das IOC drohte damit, österreichische Athleten für 16 Jahre von olympischen Spielen auszuschließen. Grund: die Doping Affäre von Turin. Wir erinnern uns: die bekannt sanftmütigen italienische Polizei führte bei den letzten olympischen Winterspielen heimische Langläufer mit ein paar Plastiksackerln Muntermachern und prall gefüllten Eigenblut-Beuteln aus dem Nachquartier ab. Der ehemalige Langlauf-Chef, eh schon von den olympischen Spielen wegen einer Dopingsperre ausgeschlossen, war unerlaubter Weise vor Ort, flüchtete, durchbrach eine Polizeisperre und landete in der Psychiatrie.

Der sympathische ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel packelte danach in unglaublicher Eintracht mit dem hiesigen Rundfunk, schrie Skandal und machte auf Intrige.

Nun fordert das IOC eine Million Dollar und noch viel gravierender, dass Herr Schröcksnadel angeblich aus dem österreichischen Olympia-Verband ausgeschlossen wird. Sollten die Bedingungen nicht erfüllt werden, heißt es für 16 Jahre Olympia ohne Rot-Weiß-Rot.

Starker Tobak, der zu wilden Spekulationen verleitet. Kernfrage: Warum veranstaltet das IOC den ganzen Brimburi? Nur wegen ein paar unwichtiger Loipen-Jogger, die von der Weltspitze so weit entfernt sind, wie die österreichischen Ballesterer vom Europameistertitel und schon längst lebenslang gesperrt sind? Waren die Langläufer vielleicht nur ein billiges Bauernopfer? Ging es eigentlich um die Alpinen? Benni Raich, Hermann Maier & Co haben in Turin auf Teufel komm raus alles abgeräumt. Man will ja bei Gott nichts unterstellen: Aber diese Saison fuhren die Burschen hinterher, dass fast schon vom Staatsnotstand die Rede war. Bei der WM in Aare fuhren die Herren gerade mal drei Medaillen ein. In Turin waren es noch Acht. Gab es da einen Deal mit dem IOC? Wir lassen die Alpinen für dieses Jahr in Ruhe, dafür gebt ihr uns ein paar von Nordischen? Oder ist eh alles leiwand? Fragen über Fragen.

Fakt ist: der Austro-Sport geht den Bach runter. Die Bundesliga ein Gespött, Kartnig im Häfn, Pasching in Kärnten, fehlt nur noch dass unser Armin Assinger 300.000 Euro als Euro-Botschafter casht………

Ordensabtreibung

Ganz auf päpstlicher Linie unseres Papa Ratzi, der Herr Erzbischof von Salzburg: Nur net anstreifen an Politikern, die für Abtreibungen sind, am besten exkommunizieren, quasi katholischer Abortus. Also hat Hochwürden Kothgasser das Ehrenzeichen des Landes abgelehnt, weil er es aus der Hand der Frau Landeshauptfrau Burgstaller nicht übernehmen kann, weil diese ja bekanntlich dem Recht in Österreich zur Durchsetzung verholfen hat und jetzt an den Landeskliniken Abtreibungen möglich sind. Über ein mögliches Exkommunikationsverfahren ist noch nichts bekannt.

elmo ist auch eine memme

Dem ORF und anderen Printmedien ist ja vorab ein Interview mit dem durchgeknallten Russenpräsi wieder abgesagt worden, weil TV böse vorab berichtet hat (in einem Trailer kam Tschetschenien vor, huch.). Jetzt könnte der Staatsfunk Eier zeigen und auch einfach nicht live berichterstatten, wenn der Diktator heute die Lipizzaner streichelt. Davon kann ich aber wohl lang träumen. Sondersendung den ganzen Tag. Dafür kauft euch sicher auch mal ein Oligarch.

22.5.07

Verschwiegenheit II

Hoffentlich schafft es der Herr Elsner morgen überhaupt in seinen Ausschuss, bevor die Stadt für den Herrn Putin abgesperrt wird. Warum der Mann überhaupt in Wien ist weiß man eigentlich nicht so genau, vielleicht will er ja auch nur nachschauen was seine Oligarchen so alles z'sammgekauft haben in letzter Zeit. Jedenfalls wird das ganze eine höchst verschwiegene Angelegenheit, so einen kleinen Schlagabtausch wie neulich mit der Angie, quasi von Ex-Ossi zu Ex-Besatzer und KGB-Oberst wird uns nicht geboten. Obwohl die Gefahr hierzulande ohnedies gering ist, die Russen sind ja gemütliche Menschen, wie uns der Herr Haselsteiner neulich verkündete, und der Putin ist sicher der Obergemütlichste und das wollen wir doch im Hort der Gemütlichkeit nicht unnötig gefährden, also keine lästigen Interviews. Nur ein kleiner Umtrunk mit dem Politburo ist eingeplant, aber leider: Mehr können wir darüber jetzt wirklich nicht sagen. Wegen der Verschwiegenheit.

Verschwiegenheit I

Das wird ja ein Ausschusstag am morgigen Mittwoch, Herr Elsner wurde von Herrn Nowotny von seiner Verschwiegenheit entbunden, und in so einer Häfn-WG ist doch die Ansprache ein wenig einseitig, auch wenn die Mitinsassen gebildet und mit kulturellem Niveau ausgestattet sind. Also kann er sich morgen vor gehobenen parlamentarischen Publikum ausplaudern, unsere Unschuldvermutung. Wir sind schon ganz Ohr, und bitte nicht vergessen nach den Spenden für die Polizeifreunde zu fragen.

21.5.07

Aber hallo Österreich

Schlau, schlau, schlau. Da verhängt ihr mir am Sonntag den ganzen Ort mit Österreich-Taschen, tut aber keine Zeitungen rein. Das ist mehr als clever. Das schaut so aus, wie wenn sich die halbe Ortschaft schon zeitig in der Früh um Österreich rauft, während Krone, Kurier noch ausreichend da sind. Vor allem aber: das spart Geld!!!!

19.5.07

Fort Knox

Recht so. Wo kommen wir denn da auch hin. Wladimir Putin will in Österreich keine Interviews geben. ORF, Presse, Profil und Kurier schauen durch die Finger. Und auch das rührselige Österreich behauptet ganz stolz, dass man auf der russischen Watsch-List steht. Aber freilich Herr Fellner.Super Schmäh :-))

Der Elmar Oberhauser hat sich mächtig aufgepudelt, dass der Kreml wegen angeblicher kritischer Berichterstattung intervenieren wollte und deswegen ein schon geplantes Interview auf Eis legte. "Es ist völlig undenkbar, diesem unverhohlenen Eingriff in die Unabhängigkeit des ORF nachzugeben", hat Elmo Richtung Moskau ausrichten lassen. Unser Rundfunk ist da wie quasi ein Intervenierungstechnisch uneinnehmbares Fort Knox. Diese russische Knallcharge hat da keine Chance, da muss schon wer aus dem Kanzleramt daherkommen dass sich da was tut ……………

18.5.07

Fort mit dem bösen Wolf!

Nein, nicht mit dem omnipräsenten in der ZiB2, dem die Zuschauer abhanden kommen obwohl ja quasi kleiner böser, also guter Wolf, und auch nicht mit dem Airchief, den das Heer gerade verscheucht. Sondern fort mit dem großen bösen Wolf, einem der Irak-Hauptkriegstreiber. Natürlich ging es beim Rücktritt von Paul Wolfowitz als Weltbankchef nicht um um die einträgliche Protektion der Lebenspartnerin. Obwohl das ein hinreichender Grund wäre für einen Mann, der Entwicklungshilfe nur noch an Staaten mit "hohen ethischen Standards" vergeben wollte.

Nein, Wolfowitz musste wegen des Irakkriegs gehen, so wie Al Capone wegen Steuerhinterziehung hinter Gitter kam (© The New Yorker). Späte Rache der Europäer im Weltbank-Aufsichtsrat an der Regierung Bush, die nach der Wahlschlappe immer lahmer wird, da kann man jetzt europäischen Mut zeigen. Das wär natürlich auch schon bei Wolfs Bestellung möglich gewesen, aber man wollte ja nicht vorzeitig einen Streit vom Zaun brechen.

Obwohl man sich vor so angeschossenen Raptoren hüten sollte. Bush hätte ja noch ein paar Versorgungsfälle altgedienter Knappen auf Lager, vielleicht den Dada-Poeten Donald Rumsfeld? As we know / There are known knowns. / There are things we know we know. We also know / There are known unknowns. / That is to say / We know there are some things / We do not know. / But there are also unknown unknowns, / The ones we don't know / We don't know.

15.5.07

Gripen-Connection

Die ÖVP und EADS haben sich ja immer wieder in dunklen Andeutungen ergangen, wie sich Saab Wohlgefallen für seinen Gripen in Österreich erkauft haben soll. Das schlägt jetz sogar bei den cleanen Schweden Wellen, die dieser Tage die Schmierereien ihrer Konzerne im Ausland untersuchen und sogar einen eigenen Anti-Korruptions-Zar eingesetzt haben. Auf dessen Agenda, laut Herald Tribune: Schmiergeldzahlungen von Saab in Tschechien und Österreich durchleuchten. Da könnte man glatt eine Delegation aus dem Eurofighter-Ausschuss hinschicken.

Null Komma Ali

Beim Barte des Propheten, warum erfrischt mich das Ottakringer bloß so? Der Bierbrauer baut bei Teheran eine Brauerei, natürlich nur für alkfreies Null Komma Josef, möglicherweise gibt es ein landesangepasstes Rebranding, Ali oder Mohammed bieten sich statt des frommen Josef geradezu an. Wenn das mal wieder nicht die Amis auf den Plan ruft, Gas aus dem Iran raus, Bier rein, so eine richtig austriakische Kutzpe.

Pfaffen Fratze

Der Papst ist ein echter Schlawiner. Der kann es nicht lassen. Kaum glaubt man wieder, dass er eh der nette Benni von nebenan ist, zeigt er wieder seine hässliche Pfaffen-Fratze. Nach den blutrünstigen Moslems, die eh nur Krawall und Terror im Sinn haben, spricht er jetzt über die Eingeborenen in Südamerika Tacheles. „Die hätte still und heimlich die Ankunft der Priester aus Übersee herbei gesehnt”, hat er bei seiner Brasilien Tournee in Rahmen eine Bischofskonferenz gemeint. Und die katholische Kirche hat sich den Ureinwohnern „nicht aufgezwängt”.

Regieren nach Lehrplan

Mit dem Fischer Heinzi verhält es sich so wie mit einem Junglehrer frisch von der Uni. Ambitioniert in den Unterricht, alles besser machen wollen, Projekte starten, neue Lernmethoden austüfteln und so weiter und so fort. Nach einem halben Jahr ist Schluss mit Gas geben. Der schmerzhaften Ernüchterung folgt die Resignation. „Ist doch eh alles Wurscht”, lautet der Tenor. Der Bundespräsident hat das jetzt auch geschnallt. Seit Wochen regiert er nach Lehrplan. Will heißen: man hört und sieht nichts mehr von ihm. Meldungen zur aktuellen Tagespolitik? Aber wo. Interessiert doch eh keinen. Da wird doch lieber in der Weltgeschichte rum geflogen, als in der Hofburg Nase gebohrt. Vor ein paar Wochen gab es schon eine riesen Gaudi mit dem norwegischen König beim Bohrinsel angucken. Dieser Tag treibt er sich in Athen ohne Sakko und Krawatte rum und posiert auf der Akropolis fürs Familienalbum.

14.5.07

Sicherheitsrisiko

Darabos soll ein Sicherheitsrisiko sein. Psychisch und physisch nicht in der Lage das Land zu verteidigen. Von allen Seiten hagelt es Kritik am Ex-Zivi. Auch der Purkersdorfer Bürgermeister Karl Schlögl, Parteispezi und Ex-Innenminister, haut im Österreich Interview auf den Norbert kräftig hin. Der soll nur reden, von wegen Sicherheitsrisiko, vor ein paar Wochen hat mich der gute Herr Schlögl mit überhöhter Geschwindigkeit, Handy telefonierend, zwischen Auhofcenter und Westeinfahrt ab so was von scharf überholt. Der Norbert würde sich das nicht trauen.

12.5.07

Endlich wieder: Gefahr von links!

Geht doch nichts über eine gute Fortsetzung, quasi RAF 2. In Deutschland dieser Tage: "Gewalt von links wächst!" So ein Glück aber auch, dass der Bundespräsident diesen RAF-Terroristen nach ein paar Jahrzehnten im Knast nicht begnadigt hat, die warten doch nur auf ihre Chance für die linken Chaoten zum einigenden Messias zu werden.

Endlich wieder ein richtiger Staatsfeind, statt diesen ungebildeten Neonazis oder gar diese Islamisten, wo sich keine auskennt. Nee, so ne richtige linksextreme Bedrohung, und dann noch ein imperialistischer G8-Gipfel: Da kommt die Stasi Staatsanwaltschaft so richtig auf Touren. Macht Razzien in der einschlägigen Szene und beschlagnahmt gefährlich Bücher, die um 20 Euro im Handel sind. Der neue Feind hat übrigens noch keinen vermarktungsfähigen Namen, "mg" für "millitante gruppe", das taugt nicht für Bildschlagzeilen. Entweder lässt sich die Staatsanwaltschaft was einfallen, oder die Linksextremen, oder sonst müssen halt wir wieder mal ran: ""MIG", wär doch eine würdige Sequel zu "RAF".

Obelix schlägt zurück

Der Mann ist ein Held des Widerstands, wir sollten uns seinen Namen in der anrollenden Attacke gegen alles was dick ist merken: Udo Pollmer, Chef des Europäischen Instituts für Ernähungswissenschaften. Gegen die anlaufende Politmaschine, die nach dem Raucherfeldzug bei Dicken ein reiches neues Betätigungsfeld gefunden hat: "Nach der Studienlage haben Dicke nun mal eine höhere Lebenserwartung als die Normalgewichtigen. Das Normalgewicht ist eine Erfindung, um Diäten zu verkaufen." "Der Body-Mass-Index ist eine der blödesten Maßnahmen seit Entdeckung der Dummheit, früher hat man aus dem Schädelumfang auf die Intelligenz geschlossen... Schwarzenegger oder Clooney, nach BMI total übergewichtig. Die sollten mal Sport machen."

11.5.07

Kohle machen

Das Leben ist im Prinzip sehr einfach. Gesetz dem Fall, man hat den Dreh raus! Daniel Mattes, einer der Jajah Gründer, hat mir das heute sehr verständlich erklärt. Den Flieger nach San Francisco nehmen, sechs Wochen in ein Hotel im Silikon Valley einchecken, mit seinem Internet-Projekt ein paar Investoren abklappern, und schwupps fliegt man mit einem Koffer voller Geld wieder heim.

Klingt plausibel.

Gusi gibt Interviews

Gusenbauer meldet sich zu Wort. Seit Tagen ist der Kerl von der Bildfläche verschwunden. Google News kennt die Antwort. In Deutschland treibt er sich rum. Der Bild Zeitung lies er ausrichten, wie super er doch nicht in Österreich die Erbschaftssteuer abgeschafft habe. Auch die Senkung der Körperschaftssteuer findet er jetzt voll super. Die sinnvollen Studiengebühren und den notwendigen Ankauf der Eurofighter hat er gar nicht angesprochen. Muss er auch nicht. Das ist ja auch den Deutschen klar, wer die haben wollte.

9.5.07

Kontaktanzeige III

Also irgendwas ist da schief gegangen mit der Suche des Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhauses nach geeignetem Umgang für unseren Herrn E.: Jetzt haben sie ihm doch glatt einen verurteilten Mörder in die Zelle gesteckt. Obwohl ja sogar sein Anwalt das offenbar gar nicht so schlimm findet: Der Mann ist gebildet und hat ein kulturelles Niveau. Die beiden unterhalten sich und reden recht gut miteinander, berichtet uns die APA vom Blick durch das Schlüsselloch. So ein Erfahrungsaustausch beflügelt eben ungemein.

Apropos: Der typische Wirtschaftskriminelle, weiß Experte Matthias Kopetzky von Business Valuation, ist männlich, über 40, und wird aus Frust über mangelnde Karriereperspektiven zum Täter.

Politburo TV

Kurier Techno Redakteur Gerald Reischl rastet sich in der Sixtinischen Kapelle aus!

8.5.07

Top Gun

Nein, wenn es um den Kampf gegen die Eurofighter geht, kennt die pazifistische SPÖ keinen Spaß. Da werden Pflugscharen zu Schwertern: "Wenn es sein muss, schicken wir unsere F-5-Abfangjäger hoch, um den Eindringling in unserem Luftraum abzufangen", sagt der SPÖ-Fraktionsführer im Eurofighter-Ausschuss, Günther Kräuter, zur drohenden Lieferung des ersten Eurofighters vom bayrischen Manching nach Zeltweg.
Also Top-Gun mäßiger Luftkampf über Salzburg. Aber leider: Gegen den Eurofighter wird für die 30 Jahre alte F-5 kein Kräutl gewachsen sein, Herr Kräuter. Die F-5 schnupft der Eurofighter sozusagen zum Frühstück-Wolf auf. Schade.

Jailhous Menu

Über die guten gesundheitlichen Fortschritte von Herrn Elsner sind wir auf dem laufenden, auch von den unbestätigten Männerkrankheitsproblemen. Jetzt neu: Der tägliche Menüplan unserer prominentesten Unschuldsvermutung im Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhaus. Gestern gabs Risipisi, musste leider in der Mikrowelle aufgewärmt werden, wegen verspätetem Checkin, und da soll Herr E. gleich aufbegehrt haben. Wusste zumindest der Kurier, obwohl die Seite inzwischen offline ist, nachdem Anstaltsleiter Major Gramm flugs dementierte.

Heute gabs Tagessuppe und Grießschmarren, wir nehmen an mit Kompott, aber das wurde nicht verlautbart, jedenfalls ohne Protest verzehrt, also morgen Schönwetter. Was sonst noch zu berichten ist: 2 Stück Mithäftlinge, mit gehobenem Bildungsniveau und ähnlichem Charakter und noch dazu in vorgerücktem Alter. Wo nimmt man eigentlich in dem Alter noch so viele Unschuldsvermutungen her? Wir erlauben uns noch eine Anregung: Menüplan bitte online stellen, das macht der Radatz auch so.

Kontaktanzeige II

Nun da hätten wir doch schon einen Kandidaten für Herrn Elsner, der gerne die Zelle mit ihm teilen möchte. Hannes Kartnig is in the Jail-House. OK, der Mann ist ein etwas ungehobelter Bursche ohne Klasse, gewählt ausdrücken kann er sich auch nicht so recht, aber in der Not ………… der Teufel……………

6.5.07

Armageddon minus 8

Wunderbar, mit Weltuntergängen kennen wir uns doch am besten aus. Es ist also soweit, das Datum der biblischen Prophezeiung konnte von einem Heer von Wissenschaftern geklärt und von der UNO erklärt werden: In acht Jahren geht der Planet den Bach runter, wenn wir nicht bereuen und umkehren. Diese Präzision! Da wir beruhigt davon ausgehen können, dass bis zum 4. Mai 2015 nicht passieren wird, was sich das "Intergovernmental Panel on Clmate Control" vorstellt, werden also alle biblischen Katastrophen über uns herein brechen – Hitze, Dürre, Stürme, Sintfluten. Zum Glück haben wir ja wenigstens rechtzeitig einen Planeten in Reichweite für Arche Noah II. entdeckt, gerade 20 Lichtjahr entfernt, das geht sich gerade aus.

Der Schnapser

Eurofighter-Ausstieg, die Fünfhundertdreiundvierzigste: Verteidigungsminister Norbert Darabos, der langsam zum politischen Ziel 1-Gebiet wird, beschwerte sich heute darüber, dass EADS die Vertragsausstiegsverhandlungen mit ihm abgebrochen habe. Darabos: "Das ist ein Pokerspiel!" Nachsatz: "Aber ich bin ein guter Schnapser." - Pokern trifft Schnapsen. Wenn das mal gut geht ...

Notfälle entsorgen

Endlich eine wirklich praktische Lösung: Notfälle sammeln und kollektiv entsorgen. Eurofighter, Gesamtschule, Studiengebühren -- was man da alles los werden könnte, quasi Salzamt zum Quadrat.

4.5.07

Kontaktanzeige

Das Wiener Landesgerichtliche Gefangenhaus sucht älteren Herren (wenn möglich Inländer oder Franzose) zwischen sechzig und siebzig als Zellengenosse für ehemaligen Bankenchef. Voraussetzungen sind ein hohes sprachliches Niveau und gepflegte Umgangsformen. Bevorzugt werden Kandidaten mit wirtschaftskriminellem Hintergrund.
Bewerbungen bitte an Anstaltsleiter Major Josef Gramm.

Cuba libre!

Späte postrevolutionäre Reue: Kubaner dürfen wieder Bawag-Kunden sein, der Nowotny macht gut, was er vorher schlecht gemacht hat. Der Ceberus will sich eh nicht in die Geschäfte der heimischen Bank einmischen, schon gar nicht bevor sie ihm überhaupt gehört. Ob allerdings die Kubaner jetzt mit wehenden Fahnen wieder zur ehemals roten Arbeiterbank zurückkommen, da darf man doch ein bissl dran zweifeln. Also wird der neue Herr der Bawag, der Herr Snow, der früher doch dem Bush sein Finanzminister war, sehr zufrieden sein.

Grüner Dancing Star

Eva Glawischnig als nächster Dancing Star? Das BZÖ hegt den Verdacht, dass die grüne Frontfrau schon bald das Tanzbein schwingen wird. „Der ORF versucht fieberhaft neue Plattformen für die Grün-Politikerin zur Selbstdarstellung zu finden”, heißt es heute in einer ganz ganz lustigen Pressesausendungen. Das BZÖ vermutet freilich, dass die „schöne Marxistin“ (Copyright Andreas Khol) vom Publikum gleich nach der ersten Runde in die Kabine geschickt wird, deshalb wird der ORF extra für das grüne Tanzwunder das Dauer-Friendship-Ticket einführen.

2.5.07

Wählen mit 6

Die heute vom Ministerrat beschlossene Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre wird vom Politologen Fritz Plasser als „einmaliges Vorpreschen“ und Ausdruck einer „echten Vorreiterrolle“ klassifiziert. Denn nach der wissenschaftlichen Analyse Professor Plassers gibt es unter den rund 190 Staaten der Erde bislang nur 6, in denen Wählen vor dem 18. Lebensjahr möglich ist. Es sind dies – aufgepasst! – Brasilien, Indonesien, Nicaragua, Iran, Kuba und Nordkorea.
Und jetzt also Österreich. Da sage noch einer, die Große Koalition marschiere nicht an der Spitze des Fortschritts.

Neues vom Immobilienmarkt

„Willst du eine Wohnung haben, musst du nur ein Kopftuch tragen”, hatte HC Strache bei seiner 1. Mai Rede am Urfahranermarkt als Insider- Tipp aus der Immo-Branche parat.

Also an all jene, die gerade eine Bleibe suchen – das kann ja nicht so schwer sein.

1.5.07

RIP 3

Gerade hinter einem Leichenwagen mit dem nicht unlustigen Kennzeichen RIP 3 hergefahren. Der machte ordentlich Tempo. Im Ortsgebiet locker auf 90 bis 100 beschleunigt. Eigentlich könnte man ja meinen, der oder die da drinnen hätte es eh nicht mehr so eilig. Oder aber ein Bestatterkrieg tobt hier am Lande draußen – wer am schnellsten bei der Leiche ist, der kriegt sie………