29.6.07

Bundesbahn-Blues (Finale)

Nur der Ordnung halber, wir haben es schon im Februar notiert: Man muss doch nur Rot ranlassen um zu erledigen, was Blau-Orange-Schwarz nicht schafften. Die Frau ÖBB-Personenverkehrschefin Goldmann, die der Herr ÖBB-Chef Huber stümperhaft assitiert von seinem damaligen Aufsichtsrat Malik unter der Patronanz des Herrn Vizekanzler Gorbach und dem Rest des Haufen vergeblich wegen ein paar Telefonaten für ihre Opernwerkstatt entfernen wollte, ist jetzt ÖBB-History. Das hat jetzt der neue Aufsichtsratschef Pöchhacker, eine bewährte rote Kraft, für den Herrn Kanzler-in-waiting Faymann erledigt, aber so ein Glück: Sie geht dem Unternehmen nicht verloren und wird ihr wertvolles Knowhow als Konsulentin weiterhin zur Verfügung stellen. Friendly Fire ist doch noch immer die häufigste Todesursache in jedem Krieg.

Grüne Überwachungsstrategie

Putzig, die Grünen sind jetzt für eine PKW-Maut auf allen Straßen Österreichs. Sie sind, mit anderen Worten, für die ständige Erhebung von Bewegungsdaten aller Autofahrer in Österreich, was doch noch bis zuletzt nach Überwachungsstaat roch und grünen Widerspruch weckte. Naja, man kann eben immer dazu lernen, Autofahrer sollte man eh überwachen. Übrigens: Es gibt schon eine kilometer- und emissionsabhängige Maut für alle Autos und auf allen Strecken in Österreich, die nennt sich Mineralölsteuer und wurde eben erst wieder erhöht.

28.6.07

Wurschtel, wurschtel


„Wir werden halt weiter dahin wurschteln”, meinte Sozialminister Erwin Buchinger zur gegenwärtigen Befindlichkeit der Regierung. Neu ist das ja nicht. Wenn man es genau nimmt, wird in Österreich ja schon seit Jahren dahin gewurschtelt. Da ist wurschteln quasi Programm. Da hatten wir mal dieses Schwarz-Blaue wurschteln, das nahtlos in das Schwarz-Orange wurschteln übergegangen ist. Dann haben sich alle Fraktionen auf Teufel komm raus durch den Wahlkampf gewurschtelt. Koalitionsverhandlungen? Wurschtelei in Reinkultur. Und jetzt ist halt schon wieder wurschteln angesagt.

27.6.07

Aber hallo Österreich

Das Österreich-Blog heute extrem lustig. Bitte klicken.

Volxfeststimmung

So Volksfeste neigen ja zu Rabaukentum, gerade recht für die großkoalitionäre Stimmung. Beim Wieselburger Volksfest hat der Pröll (der Landeshauptmann) dem Buchinger (der Minister) eine verbale Watschen gegeben, aber weil die Sozis ja alle Pazifisten sind hat der Buchinger nur passiven Widerstand geleistet und ist gegangen. Lange lebe der Bauernstand! unser Herr Pröll tut ihn beschützen.

BZÖ - Der Film

Das BZÖ feiert 2. Geburtstag. Zum Jubiläum hat Westi mit seiner neuen Videoschnitt-Software rum gespielt und einen Film gebastelt, den man sich jetzt exklusiv auf www.bzoe.at angucken kann. Hollywood kann einpacken. Die BZÖ Story liefert aber auch Dramatik pur. Westi hat das gekonnt in Bild und Ton umgesetzt. Durch ein geschicktes Arrangement von Elementen wie Blitz und Donner, vielen bunten Schriften, schneller MTV-Bildfolge gepaart mit langsamen, stimmungsvollen Landschaftsbildern und einer Horde Gaststars, darunter der Dalai Lama und der Papst wie in der Westi in Rom abschmust, zaubert der BZÖ Chefproducer ein unglaubliches Movie aus dem Hut. Prädikat: sehenswert.

Gebrauchtjethandel

Würden Sie von dem Mann links einen gebrauchten Jet kaufen? Eben. Wir erlauben uns eine Milchmädchenrechnung, vierte Klasse Volksschule: Wenn 18 Eurofighter zwei Milliarden Schilling kosten, kostet einer 111,11 Millionen Euro. Jetzt würdest du erwarten, dass beim Kauf eines gebrauchten Eurofighter wohl mindestens zehn Prozent Rabatt drinnen sind, macht 100 Millionen Euro für einen gebrauchten Eurofighter. Neun Eurofighter neu zu je 111,11 Millionen, das sind 999,99 Millionen Euro (klingt doch nach Schnäppchenpreis), sechs Eurofighter alt zu je 100 Millionen, macht 600 Millionen, ergibt in Summe 1599,99 Millionen. Die Ersparnis gegenüber 18 Eurofighter neu zu zwei Milliarden: 400,01 Millionen.

Jetzt der Verhandlungserfolg unseres zweitobersten Oberbefehlshaber (Bundespräsident nicht vergessen!) Darabos: 370 Millionen Euro wirds billiger. Wenn wir uns nicht verrechnet haben, schlägt sich das mit einem Gewinn von 30,01 Millionen Euro nieder, aber auf der Seite vom Herrn Aloysius Rauen (unser Gebrauchtjethändler links im Bild). Oder auch noch mehr, weil die neun neuen Jets sind ja erste Serie, müssen also billiger sein als die nicht mehr gelieferte zweite Serie, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Grund zum Feiern auf jeden Fall. In München.

26.6.07

Sozialfighter

Ziemlich genau fünf Jahre ist es her, dass die damalige Regierung den Kauf der Eurofighter beschloss. Ebenfalls fünf Jahre ist es her, dass die SPÖ den Kampf gegen diese Eurofighter als ganz zentrales Anliegen auf ihre Fahnen heftete. "Wir wollen nicht Eurofighter sein, wir wollen Sozialfighter sein", lautete der Schlachtruf von Oppositionschef Alfred Gusenbauer, der ihn prompt ins Kanzleramt katapultierte. Und jetzt? Jetzt ist der Eurofighter-Ausstieg, den er "ohne Wenn und Aber" versprochen hatte, auf einmal passé.
Also nix mehr Sozialfighter? - Schon, aber mit reduzierter Stückzahl.

25.6.07

Covergirl


Diese Polen können echt lustige Covers machen. Das Wochenmagazin „Wprost” macht Angie Merkel nackig und titelt „Stiefmutter Europas” - wegen EU-Gipfel und so. Den Deutschen gefällt das freilich gar nicht.

24.6.07

Sabber, sabber.

Arnie Schwarzenegger is back in the Steiermark. Für ein paar Stunden zumindest. Voves, Schützenhofer und auch der alte Krainer haben sich vor lauter Freude fast anbischelt. Am Flughafen sind die auf den Knien zum Terminator Flieger gekrochen. Nix mehr böser Todesstrafen-Arnie, jetzt wieder alter Kumpel…………

23.6.07

Requiem - Radio

Beim Requiem für Kurt Waldheim im Wiener Stephansdom fiel heute Vormittag die Abwesenheit des Bundeskanzlers auf. Erklärung der ORF-Fernsehkommentatoren: Der EU-Gipfel in Brüssel habe so lange gedauert, dass Alfred Gusenbauer es einfach nicht geschafft habe, pünktlich um zehn Uhr zum Beginn der Messe im Dom zu sein. Und während des Requiems habe er sich einfach nicht durch die Massen nach vorne drängeln wollen. Aus Pietät. So die ORF-Fernsehkommentatoren. Komisch, dass Außenministerin Ursula Plassnik, die mit Gusenbauer in der selben Maschine aus Brüssel zurückflog, sehr wohl pünktlich im Stephansdom sein konnte.
Aber Radiohörer wissen mehr: Der Kanzler gab zu diesem Zeitpunkt dem ORF-Mittagsjournal ein ausführliches Interview zum EU-Gipfel. Na, ist ja keine Schande. Hätte der ORF doch gleich sagen können.

Yes, Minister!

Auf die Gefahr hin, unsere unübersehbare Leserschaft zu langweilen, wollen wir noch einmal kurz auf das Thema Eurofighter zu sprechen kommen. 1999 war es, da verlangte die Generalität 30 neue Kampfjets. Im Juli 2002, als die Sache durch den Ministerrat ging, waren die Generäle auch mit 24 Maschinen zufrieden, nach dem Hochwasser im August 2002 sogar mit 18. Und jetzt, jetzt schiebt der Generalstab dem neuen Minister Darabos (der bis November über die Verlängerung aller Generalsposten zu entscheiden hat) ein Papierl unter dem Türschlitz durch, dass auch 12 Eurofighter für die Luftraumüberwachung bei weitem reichen.
Dafür wollen wir die Generäle uneingeschränkt loben. Bei uns gibt es keine politisierenden oder sonstwie halsstarrigen Militärs. Bei unserem Bundesheer ist Gehorsam oberstes Gebot. 1 Eurofighter? Jawoll, Herr Minister, 1 Eurofighter. Abtreten!

21.6.07

Tote Polen

Dieser polnische Premier Kaczynski ist ein pfiffiger Bursche. Da verlangt er doch glatt im Streit um die EU-Stimmverteilung, dass die polnischen Toten im Zweiten Weltkrieg zu berücksichtigen wären. Ohne sie hätte das Land heute schließlich „eine Bevölkerung von 66 Millionen”. Ein schöner Vorschlag, vielleicht nicht ganz durchdacht, denn da werden schlafenden Hunde geweckt. Gusenbauer wird argumentieren, dass wir vor dem 1. Weltkrieg viel größer waren, und Südtirol ja eigentlich auch zu uns gehört. Die Franzosen und Engländer werden fragen, wie denn das mit den ehemaligen Kolonien denn so sei ……… weil da sind ja auch ein paar Millionen noch locker drin… lustiges Tote zählen ist also garantiert!

20.6.07

HEUTE SIND WIR AFRIKA…

titelt Fellner’s Österreich heute. Weil es so heiß ist und nicht weil jetzt Löwen, Elefanten oder Giraffen über die Ringstrasse galoppieren.

17.6.07

Gewinnspiel

In Deutschland hat eine hochrangig besetzte Jury (haben sie eigentlich je eine tiefrangig besetzte Jury gesehen?) die schönsten bedrohten Worte der deutschen Sprache gekürt. Die Sieger sind - Fanfare! - auf Platz eins "Kleinod", auf Platz zwei "blümerant" und auf Platz drei "Dreikäsehoch".
Jetzt Gewinnspiel: Wer aus diesen drei Worten als erster einen schön bedrohten Satz bilden kann, gewinnt einen Abend mit uns blümeranten Dreikäsehochs vom Internet-Kleinod Politbüro. PS: Der zweite gewinnt zwei Abende und der dritte drei. Viel Vergnügen!

14.6.07

Letzter Ausritt eines Pflichterfüllers

Kurt Waldheim ist heute nachmittag im Alter von 88 Jahren endgültig von der Watchlist gestrichen worden. Was einem da nicht alles sofort durch den Kopf geht: UNO-Generalsekretär, Geisel-Befreiung im Irak, Watch-List, das hölzerne Pferd mit der SA-Kappe, der schmutzigste Wahlkampf von allen, der Satz "Ich habe nur meine Pflicht getan". Seltsam, daß ein Berufsdiplomat so oft solche Schwierigkeiten hatte, die richtigen Worte zu finden. Doch die Republik und ihr Verhältnis zur eigenen Vergangenheit wurde anders durch die Waldheim-Jahre. Immerhin.

Großer Schritt

Dass wir vom Politbüro beständig an den Lippen Alfred Gusenbauers hängen (quasi Kanzler-Fieberblase), lohnt sich immer wieder. Heute beim Pressefoyer nach dem Ministerrat zum Beispiel schnappten wir einen Satz konfuzianischen Ausmaßes auf. Auf die Frage, warum über die Pflege-Einigung in der Koalition so lange gestritten wurde, antwortete er: "MAN MUSS MANCHMAL DEN KLEINEN SCHRITT UNTERLASSEN, UM DEN GROSSEN TUN ZU KÖNNEN."
Puh, da jagte uns ein heiliger Schauer über den Rücken: Bei den vielen, vielen kleinen Schritten, die diese Koalition bisher unterlassen hat, muss ja bald ein ganz, ganz großer bevorstehen. Mars? Venus? Pluto?

13.6.07

Komatrinker Sarkozy

Dieser neue Franzose da, ist anscheinend nicht nur ein rechter Rabauke, sondern auch noch ein rechter Trinker. Mit dem Putin soll er in Heiligendamm beim G8 Gipfel ein wenig getschechert haben. Spricht ja eh nix dagegen, blunzenfett eine Pressekonferenz geben, kommt dann halt nicht so gut…

Spendet für KHG!

Armer Karl-Heinz, mit dem ersehnten Spitzenjob wird's nix mehr, der Ex-Finanzminister wohl bald ein Fall für seinen eigenen Sozialfonds (gibt's den jetzt eigentlich, oder ist das Geld wieder an den Stifter-in-spe zurückgefallen? Hat er in diesem Fall ordentlich seine Steuer nachbezahlt?). Nach der langen Suche ist grade noch der Posten als "Chairman" bei "Meinl International Power" vom Julius übergeblieben, übersetzt: Frühstücksdirektor. Hat sich wohl bei einem Jachtbesuch im Mittelmeer gesprächsweise ergeben. Eine Schande, wie in dieser Republik mit verdienten Ex-Mitarbeitern umgegangen wird.

12.6.07

Mieselgrenze

Er war ein Anhänger der Großen Koalition, wie es keinen zweiten gab. Einst im 99er Jahr, man erinnert sich noch dunkel, wollte er die mieselsüchtigen Koffer von der ÖVP sogar in die Koalition zwingen. So sehr liebte er die rot-schwarze Regierung. Auch nach der jüngsten Wahl tat er alles, um den Weg für die Große Koalition zu ebnen.
Und jetzt? Jetzt sagt Michael Häupl, dass die Schmerzgrenze bei dieser Regierungsnichtarbeit erreicht sei. Dass die SPÖ anfangen müsse, sich Alternativen zu Rot-Schwarz zu überlegen. - Na ja, wenn ein Häupl das sagt (und der präsumtive Gusi-Nachfolger Werner Faymann lächelnd neben ihm sitzt), dann muss wirklich Feuer am Koalitionsdach sein.
Jetzt ist er uns doch tatsächlich mieselsüchtig geworden, der Herr Burgamasta!

Jagatee, Komatrinken

Ätsch, Rache für Marmelade: Jagatee bleibt in der EU den Ösis vorbehalten, nix Konfitüre. Jagatee, Jagertee, Jägertee, es Saupreißn in Bayern: Des gibts nur bei uns. Euern "Hüttentee" könnts euch behalten. Wir beantragen noch eine weitere geschützte Wortmarke: Komatrinken. Nur echt in Austria, die Schweden und die Holländer können das bestätigen, nach ausreichend Jagatee.

Der letzte Zeuge

Dem Eurofighter Untersuchungsausschuss gehen die Zeugen aus. Da will keiner mehr hin. Viel zu heiß – Steininger & Co verdrücken sich lieber ins Schwimmbad. Der große Ausschussvorsitzende Peter Pilz muss sich schön langsam also neue Wege zur Zeugenbeschaffung einfallen lassen. Wurden zum Beispiel die Nachbarn vom Steininger schon geladen. Vielleicht hat da wer was beobachten können. Auch beim Fleischer, Bäcker oder Billa sollte man vielleicht nachfragen, ob sich Airchief Wolf vom Steininger nicht vielleicht eine Wurstsemmel mit extra Gurkerl oder eine Zimtschnecke bezahlen hat lassen. Die Putzfrau von den Rumbolds? Auch ein heißer Tipp. Ein paar Aktenschnippsel in der Mülltonne, ein versteckter Tresor und schwupps der Fall ist gelöst. Man kennt das ja vom Tatort. Also lieber Peter Pilz, ein bissal mehr Phantasie………weil sonst sitzen Sie mit dem Stadler und der Fekter bald alleine da. Lustig?

11.6.07

Murmeltiergruß

Wehret den Anfängen, vorn steht Gesamtschule drauf, hinten kommen Sozis raus -- endlich die erlösende Klarstellung: Willi und seine ÖVP hat sich gegen die Gesamtschule festgelegt. Und wir dachten schon, da bewegt sich was, nachdem sich schon schwarze steirische Obmänner für den Eintopf statt dem Zweitopf aussprachen, und sich der frühere schwarze steirische Schulpräsident, von jeher Krypto-Eintopffan, von der Ministerin für Eintopfunterricht als Vorsitzender für die Untersuchung künftiger Eintopfkochrezepte einfingen ließ.

Aber nee du, die Schwarzen haben zwar schon 1990 ein Koalitionsabkommen unterzeichnet, bei dem die Wege zur Eintopfschule untersucht werden sollten, nicht erst 2007, und auch damals ganz schnell wieder für den Zweitopf votiert. Und überhaupt ist dieses ganzes Schulreformdings schon 1969 auf dem Mist des schwarzen Unterrichtsministers Mock gewachsen, der die erste Kommission dazu machte. Aber diese Suppe, die essen sie nicht, kann man also bei allen Koalitionsverhandlungen in diesem Jahrhundert wieder aufwärmen und verliert nichts an ihrem langweiligen Geschmack.

Weckruf

Diesen Alarm hätten wir zwar eher bei anderen Klein- und Mittelkleinformaten erwartet, aber Danke, Kleine Zeitung! für soviel Wachsamkeit.

10.6.07

Vatertag!

Endlich Vatertag. Gesicherte Erkenntnisse: Männer bringen sich immer mehr in die Kinderbetreuung ein, das schlägt bei den Geschenken durch. Wiewohl: Weit entfernt von Halbehalbe, Mütter kriegen doppelt so viel wie Väter, dafür sonst nichts geschenkt. Likörpralinen sind besonders begeht. Aber auch bei Beate Uhse wird vatertäglicher Anstieg registriert, was sonst. Allerdings: Frauen halten verstärkt nach Gag-Artikeln Ausschau. Was soll man jetzt davon wieder halten?

8.6.07

Neue Kulturministerin, oder: Friendly Fire

Im Krieg, hört man ja immer wieder, kommen mehr Leute um weil sie ins eigene, so genannte Friendly Fire kommen. Wir folgern: Politik ist doch nur die Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln, Friendly-Fire-Problem noch immer nicht abgeschafft.

So dumm wie UHBK muss man es erst einmal anstellen, eigentlich nichts zu verlieren bei der Staatsopernnachbesetzung sondern nur alles zu gewinnen, weil derzeit alles in roter Hand, und soviel Sympathieträger kürbar nach dem unerträglichen Holender. Und trotzdem ist Gusi der Verlierer der Geschichte.

Aber bissl Trost bei Friendly Fire Salven der Schwarzen: Herr Schützenhöfer will Gesamtschule gemeinsame Schule der 10- bis 14-jährigen, und das noch ganztägig! und ein verpflichtendes Vorschuljahr, der missmutige Herr Missethon und Kreuzritter für die Zweitopf- und gegen die Eintopfschule bekreuzigt sich schon. Mal schauen ob der Unter den Ober sticht, so wie bei den Roten.

7.6.07

Neue Kulturministerin gesucht

Ui, Claudia Schmied hat sich gegenüber Alfred Gusenbauer also tatsächlich durchgesetzt: Während der Kanzler seinen Favoriten für die Staatsoperndirektion, Neil Shicoff, gestern bereits nach Wien einfliegen ließ und für die abendliche Feier wohl schon den Barroso dekantierte, gab seine Kulturministerin am Nachmittag bekannt, dass das Duo Meyer/Welser-Möst künftig die Staatsoper leiten wird. Na bumm! Und das, obwohl Gusis Leib-, Magen- und Darmblatt ÖSTERREICH (Die beste Zeitung zum besten Preis!) die Bestellung Shicoffs tags zuvor schon fix und natürlich exklusiv auf Seite 1 gemeldet hatte.
Gusenbauers Reaktion sprach Bände: Erst stundenlang gar nix und dann eine dürre Aussendung des Inhalts, dass Shicoff doch ein hervorragender Staatsoperndirektor gewesen wäre. Jetzt fragt sich der gelernte Gusenbauerologe eines: Wie lange bleibt Claudia Schmied noch Ministerin? Antwort in Bälde.

6.6.07

Braune Brüder

Gestern Willy Molterer im Fernsehen gesehen. Interview im Report über den Pflegenotstand. Der Mann hat eine Farbe im Gesicht unglaublich – ein echtes Finanzminister-Braun – wie der Grasser frührer. Wahrscheinlich steht im Finanzministerium noch das Solarium vom KGH. Dieser war auch auf der Mattscheibe zu bewundern – am Sonntag in der ARD bei Sabine Christiansen. Auffällig: auch der Karl Heinz wie immer braun gebrannt, aber im Vergleich zum Willy ein Topfenneger. Das macht sicher der Stress. Die Gattin schwanger und ganz so hat es mit den super Jobs aus der internationalen Finanzwelt ja dann doch nicht geklappt. Jetzt macht sich der Heinzi selbständig – als Investment Berater. Firmennamen gibt es auch schon. Valuecreation nennt sich die Bude. Das berichtet zumindest Fellner’s Österreich. Dem laufen wiederum die Leute in Scharen weg. Aber das ist eine andere Geschichte.

4.6.07

Seifen-Oper

Unsere Sorgen und dem Rothschild sein Geld! Andere mögen über die Globalisierung debattieren, über den Klimawandel, den Nahostkonflikt oder den Frontalzusammenstoß der Kulturen. Wir in Österreich haben wichtigere Sorgen: Wird Neil Shicoff, die Party-Bekanntschaft des Bundeskanzlers, neuer Staatsopern-Direktor oder nicht? Traut sich Frau Schmied, einen eigenen Kandidaten zu küren? Ist sie als Kulturministerin überhaupt für die Kultur zuständig? Oder fällt die Oper - Stichwort: allgemeine Richtlinien-Kompetenz im Krisenfall - doch in die Agenden des Bundeskanzlers? Werden ihm die Philharmoniker trotzdem den Marsch blasen? Und was tun Ioan Holender und die ÖVP? - Huch, ist das spannend. Dallas und Dynasty nix dagegen.

Dr. Islam

Der berühmte Islamwissenschaftler HC Strache doziert über Mohammad & Co. Eine schöne und spannende Sache – HC-Man gilt ja auf diesem Gebiet zwischen Ottakring und Simmering als anerkannte Koriphäe. Quintessenz seiner Ausführungen: der Islamismus ist der Faschismus des 21. Jahrhunderts. Und: die Architektur einer Moschee zeigt wo die Reise bei den Muselmanen hin geht: Terror, Krieg und nochmals Terror. Denn die Symbolik der Kuppel und des Minaretts sind für HC klar wie Pustekuchen, „sie stehen für Helm und Schwert”. ZUM FÜRCHTEN.

2.6.07

Globalisierte Antiglobalisierung

Massenproteste gegen den G8-Gipfel im norddeutschen Heiligendamm. Demonstranten aus der ganzen Welt waren angereist, um gegen die Globalisierung zu demonstrieren. Ah ja.

1.6.07

Szenen einer Knastehe:

Elsner: Putzen des Häusel, oder ich putz Ihnen eine.

Verurteilter Mörder: Bitte nicht Herr Bankdirektor.

Elsner: Des kann jo net so schwer sein. Klo putzen, Boden aufwischen und dann noch die Betten machen, aber dalli.

Verurteilter Mörder: Bitte Herr Elsner, tun sie mir nix, bitte ich bin doch eh schon so gestraft. Ich tu doch eh jeden Tag alles für Sie.

Elsner: Nicht putzen, heißt nicht Essen, Freund der Blasmusik. Das ist dann Tag Nummer drei, wo wir das Essi, Essi und das Tinki, Trinki, in der Karibik versenken, also ins Klo schütten tun……

Verurteilter Mörder: Wärter, Wärter, bitte ich will jetzt da raus…


Der bisherige Zellengenosse von Helmut Elsner wurde auf eigenen Wunsch verlegt, da der schöne Marcel ihn angeblich gezwungen hat, die Zelle zu reinigen.