30.9.07

Gusi im Heeres-Hubi

Die Kritik ist eine Tochter der Zeit. So lange die SPÖ in Opposition war, kritisierte sie heftig, dass Kanzler Wolfgang Schüssel die Hubschrauber des Bundesheeres als Lufttaxi für dringende Reisen von da nach dort missbrauchte. Jetzt, wo Alfred Gusenbauer selbst Kanzler ist, muss er bisweilen auch von da nach dort oder auch retour von dort nach da reisen. Und wie macht er das? Erraten: Mit den Hubschraubern des Bundesheeres.
Schade irgendwie, dass das Bundesheer von den Eurofightern nur die einsitzige und nicht auch die zweisitzige Version gekauft hat. Dann ginge es noch viel schneller von da nach dort. Fast so schnell, wie man von Opposition auf Regierung umlernt.

27.9.07

Sozialfall Minister

Hubert Gorbach ist wieder da. Einen Job sucht er. Da hat er seinem alten Spezi Alistair Darling, seines Zeichens britischer Finanzminister, kurz mal seine Bewerbungsunterlagen durch gefaxt und ihm halt sein Leid geplagt. Jetzt macht sich alle Welt wieder lustig. Derweilen ist das eine hoch brisante Angelegenheit. Fakt ist: Immer mehr österreichische Ex-Minister finden sich im normalen Leben kaum bis gar nicht mehr zurecht und fallen durch das soziale Netz. Karl Heinz Grasser ist so ein Kandidat. Der lebt von seiner Gattin und verkauft ab und an seine Fratze als Aushängeschild für windige Börsespekulanten. Für einen normalen Job ist der nicht zu gebrauchen. Ex Verkehrsminister Reichhold - bei Magna weg und jetzt auch als Asfinag Vorstand in die Arbeitslose geschickt. Die Ex-Ministerinnen Forstinger, Sickl und Garstinger: kaum bis gar nicht mehr vermittelbar. Dazu kommt das Problem der anonymen Staatssekretäre Marke Mainoni und Rossmann. Da müssen sich die Verantwortlichen was einfallen lassen. Die Problematik macht ja auch beim Ex-Kanzler nicht halt. Wer will denn schon. Der steht schneller auf der Straße als man denkt. Weildieses Klubobmann-Gnadenbrot ist auch ja auch nur eine Zwischenlösung…

24.9.07

Politburo Börsetipp

Gerade mal eben für ein paar Tausend Euro MEL-Aktien geordert. Auch Omas Sparbücher werden verzockt. Tod sichere Sache. Kann nichts schiefen gehen. Die Kohle geht im Meinl-Sackerl direkt an Julius Fünf. MEL will sich jetzt ja „freiwillig“ an österreichische Gesetze halten, der Firmensitz wird von Jersey nach Wien verlegt und diese windigen Partly Paid Shares wird es in Zukunft auch nicht mehr geben. Klarer Kaufbefehl.

23.9.07

Tag des Islam

Der Sonntag, in unseren Breiten üblicherweise dem Herrgott geweiht, verkommt zum Tag des Islam. Kaum ein Wochenende ohne Allah. Das Wort zum Koran verkündeten heute die beiden Vorbeter Strache und Missethon. Ersterer fordert ein Kopftuchverbot im öffentlichen Bereich. „Weil der Beamte ja auch keinen Steirerhut im Dienst aufhaben kann“, argumentiert der FP-Chef sehr schlüssig. ÖVP Pitbull Missethon tönt in Österreich, das die Muslime gefälligst Deutsch lernen sollen, arbeiten und sich einfach anzupassen haben. Eine Moscheeabriss Initiative wurde heute keine gegründet. Türkischer Honig bleibt erlaubt. Beide Austro-Minarette stehen noch. Allahu akbar. Es war ein guter Sonntag.

19.9.07

Bayrische Mut’a

Ein Blick über den Gartenzaun, sprich zu den bayrischen Nachbarn, kann ab und an nicht schaden. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli, die sich bei Stoibers Abgang ihre Lorbeeren verdiente, plädiert für eine Ehe auf Zeit. Nach sieben Jahren soll automatisch Schluss sein. „Die Leute lassen sich viel zu viel scheiden“, begründet Pauli ihren Vorstoß. Eine bayrische Mut’a nennt man das wohl. Die Schiiten, genauer gesagt die Imamiten, haben so was. Womit der Bogen zur Islamdebatte elegant gespannt ist. Unter Mut’ a, auf Deutsch Genussehe, wird eine zeitlich begrenzte Verheiratung verstanden, die auch nur ein paar Stunden andauern kann. Eine praktische Geschichte, die es schon in vorislamischer Zeit gab und die man heute vor allem bei einem Prostituiertenbesuch ganz nett auszunutzen vermag. Die Sunniten stehen da weniger drauf – der Papst aus Bayern wohl auch nicht.

14.9.07

Al Kaida European Land

Mein Gott, Julius:


Warum fällt uns dazu bloß eine andere Kronen-Schlagzeile ein, als sie den Franz Fuchs verhaftet haben? "Ein Gesicht wie ein Geständnis." Wir würden sagen: Medienanwalt Zanger, übernehmen Sie!

Al Kaida Gegacker

Das peinliche Al Kaida Gegacker trägt schon Früchte. Der flinke Innenminister hat flugs einen Integrationsbericht in Auftrag gegeben. Schneller als die Polizei erlaubt. Der vermeintliche Osama bin Laden Spezi entpuppt sich derweilen als kleines Bubal mit spärlichem Bartwuchs, der seit Jahren um öffentliche Aufmerksamkeit buhlt, dümmliche Interviews gibt, auf Demos rum lungert und den halt keiner haben wollte. So wie halt viele Muslim-Jungs in seinem Alter, egal ob die jetzt in Kairo, Damaskus, London oder Ottakring sitzen. Manchmal geht die Sache halt dann sehr böse aus. Aber das steht dann eh alles Im Integrationsbericht.

13.9.07

endlich böse

Wir sind Terrorzelle. Wir sind Islamistenzelle.
Danke liebe Medien, dass wir auch endlich gefährlich sein dürfen, aber jetzt kriegt euch wieder ein, sonst bringt ihr die noch auf Ideen hier.
Da seid ihr fesch dem Innenminister Platter hereingefallen, der in Wahrheit auch nur mit Hilfe von Bundestrojanern auf fremde Festplatten schauen will, wie sein deutscher und schweizer Kollege.
Dass dieses Innenministertrio ja längst schon vom CIA mittels Trojaner ferngesteuert wird, ist natürlich nur ein böses Gerücht. Und dass die El Kindergardengang gerade jetzt präsentiert wird, natürlich reiner Zufall.
Das einzige was ihr jedenfalls erreicht habt , liebe Medien, ist, dass jetzt hc-man und Teile der ÖVP (die ja bei jedem Schmarrn mitmachen, solange es Stimmen aus dem rechten Lager bringt) ihre Ausländerfeindlichkeit unter dem Titel "Moschee ade" hinter Islamistenterrorparanoia verstecken können. Danke. Und jetzt wieder zur Sache bitte.

12.9.07

U-Bahn Terror

Die Wiener U-Bahnen machen Terror. Genauer gesagt Sprach- und Überwachungsterror. Zu jeder Station wird jetzt auch die Ausstiegsrichtung angesagt. Schwedenplatz – Ausstieg rechts. Gemeint ist hier in Fahrtrichtung, was freilich verschwiegen wird. Zudem brüllt alle paar Minuten ein Kind aus dem krachenden Mono-Lautsprecher: Bitte lassen Sie ihre mitgebrachten Zeitungen nicht liegen. Eine andere Durchsage fordert Bettlern kein Geld zu geben. Dazu kommen die überhand nehmenden Fahrscheinkontrollen. Alle vier bis fünf Fahrten zückt man vor einem Schwarzkappler sein Ticket. Und: U-Bahn Patroillen (erkennbar an den gelben Sicherheitswesten und der Tschick im Mund) machen auf Überwachungsstaat. Heißt: 20 Minuten U-Bahn fahren wird zum Höllentrip. Wir fordern die Silence-Tube.

10.9.07

Mohr Meinl

Politburo machte zum Meinl Börsedesaster mit einem lustigen Wortspiel den Anfang. „Der Mohr macht sich ins Hemd“ titelten wir vor ein paar Tagen ein Posting. Der Mitbewerb ist nun redlich bemüht diese Schlagzeile zu toppen. Gar nicht schlecht unterwegs ist dabei Fellner’s Österreich mit „Meinl im Graben“, gewohnt einfallslos das Wirtschaftsblatt mit „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan…”, komplett jenseits das aktuelle Profil mit „Mohrschlusspanik“…

7.9.07

Stell dir vor es ist Papst…

und keiner geht hin. Der heilige Vater zieht nicht mehr. Statt 25.000 Benni-Fans, johlten ihm schlappe 7.000 bei seinem ersten Auftritt in Wien zu. Klar das Wetter, aber ein echter Katholik muss da durch. Das gibt es keine Ausreden. Für die Veranstalter jedenfalls ein Desaster – weniger spirituell als finanziell. Tausende Regenjacken, Fähnchen und Schirmen sind jetzt für die Katz. Der Pole hat sich ungeschaut besser verkauft.

6.9.07

Weichei

So eine Geburt ist nur was für harte Väter und noch härtere Mütter. Karl Heinz Grasser gehört selbstverständlich nicht zu dieser Gattung. Das Weichei ist im Kreißsaal aus den Latschen gekippt. Zack, bewusstlos, Lippe aufgeschlagen, mit der Trage abtransportiert. Der Mann ist anscheinend für gar nix zu gebrauchen.

5.9.07

StrACHeTUNG


HC „Brot über die Mauer Werfer“ Strache bekommt im Kampf gegen die Bösen und Mächtigen dieser Welt (in diesem Falle Wolfgang Fellner) Unterstützung vom Ring Freiheitlicher Jugend. Die blauen Jungspunde, rund um ihren Obmann Johann Gudenus (Sohn des Gaskammer Leugners), haben sich lustige T-Shirts ausgedacht. „Che Guevara ist tot, es lebe HC StraCHE”, steht da mit holprigem Wortwitz geschrieben. „Weil der HC auch so ein Kämpfer ist“, lautet die Begründung. Sogar die HC-Fratze wurde in das bekannte Che Konterfei kopiert. Politburo hätte auch noch ein paar lustige und noch „holprigere” Leiberl Sprüche in petto: „StrACH(e)TUNG hier kommt Wiki(ing)”, DEUTSCHE S(T)PRACHE gut!

4.9.07

Kärntner Kreuzzug

Keine Minarette und keine Kopftücher mehr in Kärnten. Was ist bloß mit Jörg Haider los. Der ist uns doch als alter Araber Freund in Erinnerung. Legendär seine Stippvisten in den Irak und nach Libyen. Hat es da wo möglich Knatsch mit seinem Bussi Bussi Haberer Seif Gaddafi gegeben. Der Wüstensohn war ja vor ein paar Tagen noch am Wörthersee beim Herrn Landeshauptmann zu Besuch. Vielleicht haben sich die Jungs da verkracht. Aus Rache reitet der Jörg jetzt einen wilden Islam Kreuzzug. Alles muselmanische muss jetzt weg. Kopftücher nur mehr bei folkloristischen Anlässen. Die „Goldhauben-Weiber” können schon mal durchatmen.

3.9.07

Wir sind Baby

Endlich. Neun Monate können verdammt lang sein. Aber jetzt ist es soweit. Wir von Politburo sind natürlich ganz aus dem Häuschen und reihen uns in die Schar Tausender Gratulanten ein. Fiona und KHG sind Eltern. Der Kristall-Gschrapp ist heute früh per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Tu felix Austria. Vor ein paar Tagen das süße Panda-Baby im Schönbrunner Zoo und als Sahnehäubchen jetzt auch noch ein Grasser/Swarovski Mäderl…