29.11.07

Aber hallo, Rewe!

Wir wussten schon immer, dass in den Konzernzentralen des Landes unsere aufmerksamsten Leser sitzen, wie z.B. beim Rewe-Konzern seinerzeit unser kleiner oranger Alpenberlusconi Schalle, gebürtiger Slugovc.

Aber das soll jetzt nicht gleich so weit gehen, dass sich die Kollegen dann unserer Sprüche bedienen, wie unsere lose "Aber hallo"-Serie (auch hier und hier und hier, zur Erinnerung): "aber hallo" nennt die Rewe unverschämter Weise ihr künftiges Telekom-Handelsangebot.

Ja, natürlich sind wir da ein bissl sauer, meine Damen und Herren, es ist eben verdammt hart der Beste zu sein -- da sollten Sie sich schon ein bissl mehr anstrengen, wenn Sie eine neue Marke erfinden! Aber hallo, wir sind sicher eine außergerichtliche Einigung zu finden, wir warten auf Ihr Angebot.

Hugo tickt jetzt anders

Ja in Venezuela, da ticken die Uhren noch anders. Hugo Chávez schenkt dem Land jetzt sogar eine neue Zeitzone. Am 9. Dezember werden die Uhren um eine halbe Stunde zurückgedreht – Weltzeit minus viereinhalb Stunden. Der offizielle Grund für die Zeitumstellung ist easy erklärt: Die Vereinigten Staaten hätten der Welt die Einteilung in Zeitzonen zu vollen Stunden auferlegt. Voll gemein, das darf man sich natürlich nicht gefallen lassen. Inoffiziell schaltet sich Hugo freilich mit seinem iranischen Kumpel Ahmadinedschad gleich. Auch dort gehen die Uhren eine halbe Stunde nach oder vor - je nachdem halt……

28.11.07

Ferien bei Freunden im Tschad

Der arme Verteidigungsminister, leid tun kann einem der Darabos bei diesen streng investigativen Fragen, ob denn der Tschad auch sicher sei für unsere Soldaten. Jawoll, wollen wir den fragenden Kolleginnen und Kollegen entgegenschreien, wie zuöetzt in der geschätzten ZiB2, das Bundesheer ist per definition nur dort, wo es sicher ist, darum ist der Großteil auch in Österreich, der Mutter aller Sicherheit, und ein paar kleinere Einheiten gehen in den Tschad, was ja eine Top-Urlaubsdestination ist, quasi Club Med für Soldaten. Weil sonst käm ja keiner auf die Idee wo Soldaten hinzuschicken, wenn es nicht sicher ist, das ist doch der Zweck der Übung, oder nicht?

Kammerputsch!

Österreich ist eine Mauschelpartie, alles Recht geht von den Sozialpartnern aus, und bis zum Rest ihrer Tage haben Bürgerinnen und Bürger ihren Obolus an deren Funktionäre abzuliefern: Jetzt scheinen sie es also doch noch zu schaffen, die Kämmerer, die Sozialpartnerschaft soll in die Verfassung.

Das hat man sich mitten in der Nacht ausgemacht, die Regierung hats abgesegnet (weil die ja in Österreich bekanntlich die Gesetze macht), ihre Anhängsel Nationalrat wird's abnicken. Dem Chef des Verfassungsdienstes, der zu dieser Frage vergangene Woche noch ein paar Prominente Verfassungsrechtler einlud wie den Präsident des Verfassungsgerichtshofs Korinek, der hat gleich die große offizielle Rüge für soviel kritische Initiative bekommen.

Weil wir schon dabei sind: Die Trafikanten kommen wahrscheinlich auch bald noch in die Verfassung, damit wir ihr Vertriebsmonopol erhalten. Könnt ungefähr so gehen: Rauchen verfassungsrechtlich verboten, Trafikanten verfassungsrechtlich erhalten.

26.11.07

Augen zu und Stopp!

Na schau, die späte Einsicht vor dem womöglich frühen Urteil ereilt den "von Natur aus bodenständigen und aufrichtigen" Herrn Zwettler, seines Zeichens Nachfolger des Herrn Elsners, beide ihres Zeichens Karibikmilliardenversenker.

"Zu spät die Stopp-Taste gedrückt" hätte er, sagt der Herr Zwettler, weil seine Kämpfernatur hätte ihm zu "Augen zu und durch geraten". Zur Erinnerung: Die Stopp-Taste hat in der Bawag überhaupt niemand gedrückt, nur die Refco, in die die Bawag auf noch nicht wirklich geklärte Weise verwickelt war, ist damals gegen die Wand gefahren.

Soviel zerknirschte strafmildernde Selbsteinsicht des Herr Zwettler "schockiert" naturgemäß dessen mitangeklagten Wirtschaftsprüfer, nur den Herrn Elsner macht sie "nachdenklich", eh klar, er könnt doch überbleiben. Da besser weiterhin Augen zu, wozu auch immer.

24.11.07

Höhere Fußballologie

Österreich bereitet sich auf die Fußball-Europameisterschaft vor. ÖVP-Generalsekretär Hannes Miesestthon verwendet für seine Expertisen nur noch die Fußballersprache ("Mit denen im roten Leiberl kann man keine gepflegten Doppelpass spielen"). Halb Wien hat sich dafür entschieden, den Jahresurlaub 2008 im Juni zu konsumieren, um zwischen sich und die Fanmeile möglichst viele Meilen zu legen. Und unserer erfolgreicher Teamchef Pepi Hickersberger schickt sich an, die Nation in die letzten Geheimnisse seines Metiers einzuweihen. Bisher wußten wir nur: Das Leder ist rund. Und: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Nun wissen wir dank unseres Teamchefs auch: "Man darf ein Fußballspiel nicht nur nach seinem Ergebnis beurteilen." Na dann.

22.11.07

Lobatka unterschreibt!

Wir haben uns ja schon seit längerem gefragt, was eigentlich das in der Koalition versenkte ehemalige Mitglied der Kretzenparade Lobatka macht, seit in der ÖVP wer anderer für die MIssetöne sorgt. Dankenswerterweise hat der ORF dies aufgedeckt: Lobatka unterschreibt den lieben langen Tag die Titelblätter von Zeitschriften! und am liebsten offenbar die des ÖAAB-Blättchens "Freiheit" (siehe Bild). Man weiß ja, wie in den ORF-Berichten immer wieder die Einstellungen von Politikern vorkommen, die entschlossen ihr Zimmer betreten und dann tatkräftig die Unterschriftenmappe durcharbeiten –– bei Lopatka voller Zeitschriften, deren Titelblätter er vor laufender Kamera zügig unterschreibend abarbeitete. Dürften wir noch um eine Signatur für [politburo.com] bitten?

20.11.07

Schon wieder Terror

Nein, nein, nicht dieses neue Islam Video, wo Osama himself unseren bausbäckigen Superterroristen frei pressen möchte. Das ist Koran von gestern. Die Schwarzen terrorisieren wieder mal die Schwulen. Die will man zwar jetzt doch so ein bisschen irgendwie hei…, heir…… heira … ähm partnerschaftlich registrieren lassen, aber feiern geht da auf keinen Fall. VP Justizsprecher Donnerbauer will da an eine Zeremonie á la „Wolfgang, Sie dürfen den Bräutigam jetzt küssen“, gar nicht denken. Pfui. Formaler Akt und ab die Post. Und: jedes Standesamt muss ja auch nicht gleich von diesen warmen Brüdern und Schwestern entweiht werden. „Eines pro Bezirk muss da genügen“, sagt der Herr Donnerbauer.

Hütet Euch vor Onkel Willi!

Liebe Kinderinnen und Kinder, heute wollen wir aus gegebenen Anlass eine wichtige Lektion durchnehmen. Früher gab es Onkels und Tanten, die Euch mit Zuckerln in Ihr Auto locken wollten um dann schlimme Sachen mit Euch zu machen, z.B. einen Wüstenrot-Bausparvertrag anzudrehen.

Heute kommen die Tanten und Onkeln DIREKT ZU EUCH IN DIE SCHULE (BRRRRRRR!!!!!), wie Tante Andrea, und verteilen zuckerlfarbene Plastiksäckchen für ganz unanständige Sachen, die wir erst in der Neuen Mittelschule lernen werden, oder Onkel Willi, der euch eure kleinen Pausenraufereien vermiesen will. Natürlich geht es den Tanten und Onkeln um ganz was anderes, sie wollen Euch Euer ganzes Leben lang auf die Farbe SCHWARZ so süchtig machen wie Onkel Fred mit seiner Nachhilfe auf die Farbe ROT. Hat übrigens jemand Onkel Fred gesehen? Nein? Wenn ihn jemand sieht, dann müsst ihr auf jeden Fall GANZ LAUT SCHREIEN! Gerade so als ob Ihr das Krokodil seht, damit Ihr nicht GRÜN vor Angst werdet.

Hups, schon wieder um unsere Stunde, und das nächste mal reden wir darüber was Onkel Hazeh und Onkel Westi so treiben, das sind nämlich zwei GANZ ÜBLE BURSCHEN, aber zum Glück haben die sich noch in keine Schule getraut. Oder doch?

"Biomasse-Frau des Jahres"

Eben erreichte uns diese wichtige Meldung des Österreichischen Biomasse-Verbandes: "Überraschung bei der Wahl zum 'Biowärme-Installateur des Jahres 2007'. Heide Zeiringer, Installateurin aus Murau in der Steiermark, setzte sich in einer spannenden Wahl gegenüber ihren durchwegs männlichen Kollegen durch. Urkunde und Preis, einen Pelletskessel, überreichte Umweltminister Josef Pröll." Jetzt noch fest einheizen.

17.11.07

Aber Hallo Österreich


unser „schreiben brechen", tun wir auch oft.

15.11.07

Mieterschutz

Grasser fliegt aus der Wohnung und alle Welt fragt sich warum das so einfach geht. In Österreich gibt es ja einen ganz passablen Mieterschutz. So mir nix dir nix steht man nicht auf der Strasse. Da muss sich am Unterhirzinger Hof ja ein echtes Drama abgespielt haben. Denn mögliche Gründe für eine fristlose Kündigung wären laut Gesetz, wenn der Karli die Bude untervermietet, die Miete nicht bezahlt, die Hütte verdrecken lässt oder den Besitzer beschimpft. Das mag man sich beim adretten Karli und der smarten Fiona ja gar nicht vorstellen. Glück im Unglück: Grasser muss wenigstens nicht neu ausmalen, wenn er die Koffer packt. Da gibt es jetzt ja ein neues Urteil des OGH. Auch für die Therme, sollte er die mal repariert haben, kann er das Geld zurück verlangen.

Maul halten, Hugo!

Hugo Chavez nervt, und mit jeder Ölquelle die sie dort finden noch mehr, aber keiner sagt es dem Mann. Keiner? Doch, einer, König Juan Carlos von Spanien, hat ihm jetzt gesagt, "Halt doch den Mund", als Chavez wieder einmal nervte und dem spanischen Premier dauernd mit seinen Parolen dazwischen quasselte. Man könnte glatt zum Monarchisten werden, kann man Carlos mal nach Wien zu einer Regierungssitzung einladen?

13.11.07

Hosen rauf!

Wenn man den Enthüllungen der sehr verehrten, ihre Augen offensichtlich überall habenden Vor-Blogger über das allerhöchste Liebesleben Glauben schenken darf, dann ist diese Republik ja das reinste Sodom und Kramuri. Jetzt fehlt nur noch, daß die Margit Fischer bei der Räumung vom Unterhirzinger Hof unterm Stroh gefunden wird.
Arbeitet´s lieber für das Land und für die Menschen draußen, Gsindel, ausgschamts!

Fiona, KHG: Herbergssuche!

2007 Jahre später (ein paar Jahre auf oder ab) und die grauslichen Vermieter haben noch immer nichts dazugelernt und schmeißen ein junges Paar mit ihrem Baby einfach auf die Straße. Fiona und KHG müssen ihren bescheidenen Stall in Kitzbühel räumen, schon im Wochenbett (!) hat es ihnen der herzlose Vermieter mitgeteilt, auch so ein Kapitalistenschwein, wie es der KHG eins werden will. Dabei ists im Job gerade nicht so lustig, obwohl ja Meinl nicht gleich Meinl ist. Vielleicht kann der KHG Sozialfonds, der aus den Honoraren für den Finanzminister gespeiste, falls es ihn überhaupt je gegeben hat, was springen lassen. Heisst doch immer: Gibt der Herr ein Haserl, sorgt er auch fürs Graserl, oder so. Sonst notfalls: Auf der Homepage übernachten, offenbar wird da eh grad umgebaut damit für den Nachwuchs Platz ist.

Kdolsky-Virus

Hinweise von Genossen ska auf die Lebenslust, von der die dereinst mürrisch wirkende Frau des vertrocknet wirkenden früheren Spitzenpolitikers erfasst wurde, seit sie wiederholt an der Seite eines grau melierten Richard-Gere-Verschnitts gesichtet wurde, geben zu denken.

Da scheint, man könnte es nach der Gesundheitsministerin so benennen, eine Art Kdolsky-Virus zu Gange sein. Infiziert natürlich die Frau Gesundheitsministerin selbst, sie hat ja ihre Diagnose dankenswerter Weise über die in diesen Fragen wichtigen Blätter der Republik zum Besten gegeben.

Dann ist da unser rührender, bloggender Sozialminister, der die Damen-Begleitung zu seinen offiziellen Anlässen inzwischen diplomatisch zwischen Frau und Freundin teilt, man will sich's ja nicht vorzeitig verscherzen.

Der Herr Infrastrukturminister soll schon vor ein paar Wochen ausgezogen sein und macht es in der Hinsicht offensichtlich die seine frühere Stadtregierungskollegin Simma, die auch schon vor ein paar Wochen ausgezogen ist, oder ist er ausgezogen und sie noch da? Egal, im Wiener Bürgermeister finden sie jedenfalls ihr Vorbild.

Beim Mann der Frau des früheren Spitzenpolitikers, also eigentlich immer noch Spitzenpolitiker, aber halt nicht mehr so ganz Spitze, entdecken wir in der Zwischenzeit Haidersche Verjüngungstendenzen in der modischen Äußerung, zuletzt kragenloses T-Shirt unter Sakko, überhaupt erscheint uns: Ein wenig Spät-Geckenhaft. Vielleicht ja auch nur weil die Visage schlecht für einen Bart a la Busek geeignet scheint.

Hosen runter!

Wir vom Politburo gehen wie immer mit gutem Beispiel voran. Wir legen unsere Gagen ab sofort offen. Wir zeigen Transparenz, wir haben nix zu verbergen, wir lassen die Hosen runter. Da können sich all jene Volksvertreter ein Radl Wurst abschneiden, die auf ihren Nebeneinkünften sitzen wie die Henne am Ei. Here weg go: Meister SPU schanzt sich für diesen Blog pro Jahr mindestens ein paar Kilo Lob und Anerkennung zu, der hoch verehrte HOFRAT begnügt sich mit einem bescheidenen aber anerkennenden Schulterklopfen, her GODness braucht nix, die hat eh ihre Prinzessin, SKA wartet noch auf einen Vertrag.

12.11.07

Wo Wabl?

Wintereinbruch so früh wie nie. Österreich versinkt im Schneechaos. Das gab es schon lange nicht mehr. Wo bleibt bitte schön da unser Klimaschutzbeauftragter Andreas Wabl. Geht der bei diesem Sauwetter nicht vor die Tür? Sind da 70 Euro auf Werkvertragsbasis nicht genug? Da könnte man schon mehr erwarten. Zumindest einen Kanzler, der sich beim Schnee schippeln die Hände abfriert.

10.11.07

Politburo Society

Pah, dort wo die waren Skandale der Wiener Gesellschaft passieren, kommen die Kameras von Seitenblicke und High Society nicht einmal auf ein paar Kilometer ran. Ein abgetackeltes Shopping Center am Wiener Stadtrand: Die Gattin eines ehemaligen und extrem wichtigen Austro-Politikers wurde von Mitarbeitern des Politburo Gesellschaftsressorts jetzt schon zum dritten Mal mit einer grau melierten Richard Gere Imitation in trauter Zweisamkeit gesichtet. Sie, die sich früher in der Öffentlichkeit rar machte und immer ein bisschen verhermt hinter ihrer außergewöhnlichen Haarpracht hervor lugte, lachte, alberte herum und versprühte die Leichtigkeit eines verliebten Schulmädchens. Wir freuen uns für sie und auf den drohenden Rosenkrieg im Besonderen.

6.11.07

Bi-Ba Buchinger

Der rund um die Uhr beliebte Innovations- und Sozialminister Buchinger lässt die Kollegen in der Regierung wieder mal ganz schön alt aussehen. Die knallige Idee von Seniorenkindergärten hat er so mir nix dir nix aus seiner rappelvollen Ideen-Pipeline geschossen. Da drängt sich so eine Art Generationen-Garten auf. Künftig wird man also den Nachwuchs im selben aufwaschen gleich mit Oma und Opa in die Tagesstätte kutschieren. Stichwort Klimaschutz. Die tun dann gemeinsam singen, basteln, Bi-ba Butzemann tanzen und im Essen herum gatschen. Wenn es sein muss, werden die Alten von der KiGa-Helferin auch gewickelt, falls die nicht mehr ganz so sauber sind. Die Demenzler mischen derweilen die Krabbelgruppe auf.

2.11.07

EU-Marmeladinger

Wahrscheinlich ist es in Brüssel um diese Jahreszeit so grau wie in Wien, darum werden besondere Initiativen zur Aufheiterung der Bürger gesetzt. Die jüngste: Der Apfelwein wird verboten, also das heißt, nicht der Apfelwein, sondern dass ihn das Volk fürhin so nennen darf. Weil Wein soll nur noch für "aus Trauben gewonnene Weine" zugelassen werden, könnt ja sonst einer auf die Idee kommen sich mit dem falschen Rauschmittel ins Koma zu trinken. Aber Hessen bleibt nicht allein im Kampf für den Apfelwein, Unterstützung kommt vom wackeren deutschen Landwirtschaftsminister, da sollte man als Land der Marmelade und anderer Niedlichkeiten mit von der Partie sein: Rettet den Apfelwein!