9.6.08

Zeit war'sch

Mander, jetzt habst eicharen Stinkhauser, wie das der Genosse Hofrat das so trefflich formulierte. Obwohl, ging's nach der Frau Zanon würd's eine Frau Zinkhauser, oder falls der Platter ins heilige Land heimgeholt wird ein Pinkhauser, obwohl der Herr van der Bellen ja glaubt, dass da der Schwanz mit dem Hund wedelt und eigentlich Dingiser heißen müsst und ergo ein grüner Wahlerfolg ist. Weil nur weil der Herr Dinkhauser ein paar Jahrzehnte als Arbeiterkämmerer sein knorriges Gesicht in die Fernsehkameras gehalten hat macht das noch lange keine 18 Prozent.

Wurscht. Jedenfalls waren sich da Sonntag abend alle Parteisekretäre ganz schnell ganz einig dass das ganz einfach zu erklären ist: EIn Volkstribun halt, pfuiii gack, eigentlich ganz faul, dass sowas zur Wahl antreten darf, weil sonst hätt ma eh alle gwonnen. Volkstribunen sind natürlich den Erben der Partei des Wallnöfer und der Prölls, der Krainers und der Haslingers und Figls ganz unbekannt, und auch die Partei des reinen Geistes Bruno Kreiskys kann da nix damit anfangen. Na und erst unser Sascha van der Bellen, wenn wir uns nicht verzählt haben inzwischen längstdienender Parteichefs von allen: Ist doch nur ein Schlagloch auf der Transitstrecke zur grünen Gesellschaft, wenn man von 15 auf 10 Prozent reduziert wird, obwohl man eigentlich 20 schaffen wollt. Eh klar, wenn sich der eine Volkstribun eben einen anderen Volkstribun schnappt, den Gurgiser, der doch eigentlich grünes Fleisch und Blut Urgemüse ist.

Konsequenzen aus solchen Niederlagen? Geh bitte: Von so einem Volkstribun lassen wir uns doch unsere Pensionsplanung nicht vermiesen.