9.9.08

Jetzt auch Schnecken


Es war zu befürchten. Schneckenfans müssen auch in Zukunft tiefer in die Tasche greifen, um diese Leckerbissen auf die Teller zu bekommen. Das zum Verzehr eine spezielle Schneckenzange und dazu passende Teller mit Vertiefungen notwendig sind, das eh schon alles Mehrkosten verursacht, da fahren die Roten und Blauen einfach drüber. Die haben sich darauf geeinigt, dass Schnecken nach wie vor mit 10 Prozent besteuert werden. Im Feinkostladen ein halbes Dutzend Schneckerl kaufen, wird in Zukunft wohl einen halben Wochenlohn kosten. Da wird man künftig nicht nur die Schwammerl, sonder auch die Schnecken selber sammeln müssen. Zumal die Zubereitung für gekochte Schnecken auch für Küchennovizen ein Kinderspiel ist. Die Schneckenhäuser unter Salzwasser gut abbürsten dann kalt abspülen. Dann Salzwasser in einem hohen Topf zum kochen bringen und die Schnecken zehn Minuten mit köcheln lassen. Dann die Kalkschale entfernen und die Schnecken mit einem spitzen Messer vorsichtig aus dem Gehäuse ziehen. Nun schneiden Sie den unteren festen Teil ab. Dieser wird weiter verarbeitet, alles andere können Sie wegschmeißen. Die Schnecken nun in Salz wenden, damit der Schleim abgeht und gründlich abwaschen. Nun geben Sie die Schnecken zusammen mit einer Rinderbrühe in einen Topf und lassen alles 3 bis 4 Stunden kochen bis die Schnecken gar sind. Kurz bevor sie fertig sind mit Thymian würzen. Nehmen Sie die Schnecken aus der Brühe und richten Sie das Getier auf einer Servierplatte an. Träufeln Sie etwas Öl und Zitronensaft darüber und garnieren das Ganze mit Petersilie. Für dieses Gericht sollten Sie mindestens 4 Stunden einplanen, sparen dabei aber eine Menge Geld.