21.9.08

Letzte Worte

Unerbittlich naht der Tag der Qual. Nur noch sieben Mal schlafen (besser gesagt: nur noch sieben schlaflose Nächte) und dann sollen wir unser Kreuz machen. Das heißt für die Politiker: Die Zeit der letzten Worte ist angebrochen. Heute zum Beispiel für Werner Faymann. Wir fassen seine Ausführungen in der "Pressestunde" zusammen: Die ÖVP ist das Letzte, aber die Große Koalition ist trotzdem äußerst erstrebenswert. Wie das zusammenpasst? Ganz einfach: Nach der Wahl werde die ÖVP die grauslichen Schüssels, Molterers und Bartensteins in die Wüste schicken und den sympathischen, kompromissbereiten und inhaltlich windelweichen Seppi Pröll zum Traum-Vizekanzler der SPÖ machen, sagt Faymann.
Ah ja, so ruiniert man also die Zukunftshoffnung der Feind-Partei. Sehr gelungen! Aber bleiben dann nicht womöglich die Schüssels, Molterers und Bartensteins erst recht am Ruder? Wurscht, der Onkel Hans wird schon wissen, wie´s weitergeht.