6.10.08

Aber Hallo, Karl-Heinz!

Es muss schon weh tun, nicht mehr Schwiegermuttertraum zu sein und auf dem Julius seiner Yacht nicht mehr eingeladen zu werden. Sogar dem Spiegel Online fiel auf, was wir gestern abend schnell wegzappten: Aus KHG ist bei Anne Will ein FInanzkonservativer geworden.

"Selbst der frühere österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser, inzwischen ein Fondsmanager, dem in einer anonymen Strafanzeige Betrug und Untreue vorgeworfen wird, reihte sich in die Fronde der Turbokapitalismus-Kritiker ein und empfahl, auch einmal eine Bank pleitegehen zu lassen, wenn keine unmittelbare Kettenreaktion zu befürchten sei. Falsche Gewinnanreize hätten dazu geführt, dass Investmentbanker in vier Jahren mehr Geld verdient hätten als sonst in ihrem ganzen Leben. Im Übrigen habe ,die Bankenaufsicht bemerkenswert geschlafen'. Im Grundsatz müsse gelten: ,Zuerst muss der Finanzsektor selber geradestehen für das, was passiert ist', und die Verantwortlichen müssten persönlich zur Rechenschaft gezogen werden."

Wir werden aus gegebenem Anlass darauf zurück kommen. (Dank an unseren aufmerksamen Leser Bernd K.)