11.10.08

Und jetzt: Back to rot-schwarz

Um die verlogene Pietät der offiziellen Politik abzukürzen: Natürlich ist mit dem Dahinscheiden des Herrn Landeshauptmanns die schwarz-blau-orange Option des Joschi Pröll auch verblichen. Weil natürlich Haider keine Partei sondern ein Kult war, wird es den orangen Rest zerbröseln, auch wenn das ein wenig dauern wird, siehe auch --> Pim Fortuyn, dessen LPF nach dem Tod des Anführers exakt vier Jahre brauchte bis zur parlamentarischen Selbstausschaltung.

Also wird der Pröll pro forma seine absurden "Österreich-Gespräche" noch eine zeitlang weiterführen und sich dann der Staatsräson ergeben, vielleicht bleibt ja doch noch ein Van der Bellen als kleine Überraschungsvariante in der künftigen rot-schwarzen Regierung, damit es nicht gar so ausschaut wie der alte Verliererhaufen, und damit man ab und zu eine Verfassungsmehrheit organisieren kann, was ja den heimischen Regierungen so wahnsinnig wichtig ist, weil sonst fühlen sie sich gleich ganz nackt.

Und die Orangen, dort ist das Gerangel um das Erbe schon längst im Gang, sein einstiger Dobermann Stadler empfiehlt sich bereits per längerer Presseaussendung als neues Herrl: "Er persönlich sei rückblickend einmal mehr froh darüber, meinte
Stadler weiter, daß es ihm noch vergönnt gewesen sei, sich mit seinem langjährigen Freund Jörg Haider aussöhnen zu dürfen. Er sehe darin ,geradezu eine Fügung', meinte Stadler weiter."

Also los, Westi, Scheibner und Petzner, wenn die sich nicht bald umschauen werden sie noch vom Stadler übernommen oder doch noch an den HC angeschlossen.