24.12.08

Frohe Weihnachten, Frau Fekter.

Weil Weihnachten ist, dürfen wir noch einmal an die wohl beschämendste Episode der heimische Politik im heurigen Jahr erinnern, an den sogenannten Fall Arigona Z., der eigentlich ein christlich-sozial-sozialdemokratisches Heuchelstück ist, eines Berthold Brecht würdig. Was sich die diversen ÖVP-Minister, vom amtierenden Landeshauptmann Platter bis zur Frau Fekter, sekundiert von scheinheilig an Barmherzigkeit appelierenden, aber ansonst wahlwirksam untätig bleibenden SP-Koalitionspartner auf die Fahnen schreiben dürfen ist dies: Eine intakte Familie mit der Gewalt des Gesetzes auseinander gerissen und eine suizidgefährdete Mutter mit einer suizidgefährdeten Tochter mit Ablauffrist in Österreich gelassen zu haben, der in Österreich berufstätige Mann inzwischen irgendwo über die Berge in Montenegro, und vier Kindern, die mit Schlepperhilfe zu Mutter und Schwester zurück wollten, jetzt in Schubhaft in Ungarn.

Das rührt sogar die Frau Nationalratspräsidentin und Bundespräsidentin in großer spe, Barbara Prammer, zu einem Appell an ihre Innenministerin Maria Fekter: Herz zeigen. Zu anderen Maßnahmen als Vorweihnachtlichen Gnadenappellen kann sich offenbar auch die SP nicht aufraffen. Solch erfolgreiche Politik der Feigheit und Menschenverachtung wollen wir an diesem Weihnachtsabend salutieren: Damit wir uns bei den folgenden Feiertagsansprachen daran erinnern, aus welchem Schotter diese Figuren geschnitzt sind.

1 Comments:

Blogger ska said...

"Asyl ist die Notaufnahme und Wirtschaftsflüchtlinge sind Kurgäste. Die Notaufnahme ist wegen den Kurgästen überfüllt." Das sagt die Frau Fekter in einem Datum Interview!

25/12/08 13:28  

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