30.6.08

Krone ohne Zacken

Jetzt interessant: Da schafft es Onkel Hans endlich, sich die Kanzlerpartei zum Schoßhündchen zu domestizieren und dann, und dann - freut er sich nicht einmal richtig drüber: Kein Jubelgeschrei, ein eher nachdenklicher Cato-Kommentar, sogar ein kritischer Leserbrief im Blatt. Jede Wette: Der "Krone" der Schöpfung geht der Reis. Politik machen - ja unbedingt. Aber Parteipolitik, mit Gefahr des Abgewähltwerdens - nein danke. Da geht U-Boot-Kommandant Hans lieber auf Tauchstation. Und plötzlich wird die neue schwarze Innenministerin genauso gefeiert wie der neue rote Parteichef. Da fällt der "Krone" ja kein Zacken aus selbiger. Tja, Auflage geht vor. Künstlerpech für Gusenmann und Faybauer,

Frau Eisenhower spendet

Als er vor 50 Jahren bei der Bawag angefangen hat, hat er nur 500 Schilling verdient, viele Überstunden gemacht und sich nur einen Puch-Roller und keine Vespa leisten können. Auch ein origineller Beitrag von Herrn Marcel zur Frage, was sein Anteil an der Versenkung von ein paar Milliarden (Euro, net Schilling) in der Karibik war und ob jetzt der Privatjet wegen dem Äußerlnführen des Hunderls zwischenlanden musste.

Aber besonders gefreut hat uns das Spendenangebot von Mrs. Flottl junior, der Frau Eisenhower. Weil doch so eine Freiheitsstrafe ganz schön stigmatisiert und ihr Mann, der talentierte Mr. Flottl, doch inzwischen wieder so erfolgreich ihr Vermögen verwaltet und voller Stigmata der Erfolg voll dahin wär, würd sie doch glatt dem Gericht fünf Millionen Dollar zahlen, so für Gerichtskosten und Schadenswiedergutmachung und vielleicht auch noch ein bissl für die Kaffeekassa im Grauen Haus, oder eine Klimaanlage, weil da war's doch immer so heiß im Sommer, wenn der Mann jetzt bittebitte unstigmatisiert in den Flieger nach Hause einsteigen darf, natürlich streng Economy Class.

bild zur lage

Nachdem mich Genosse Spu heut soooo bös ang'schaut hat, hier ein tagesaktuelles Bild zur Lage. Sie sind noch da, die Regierungsherrschaften. Sprechblasen dazu bitte selber erfinden.

Finale

Wurde auch Zeit. Noch zwei, drei Wochen, das würde ja keiner aushalten. Jetzt back to business? Regierung noch im Amt?

27.6.08

Doppelspitze, Doppelmissgriff

Wie doppelspitz unser Herr Altbundeskanzler Vranz doch den "Leserbrief" der Herren Gusenbauer und Faymann an Onkel Hansi von der Kronenzeitung zum Thema Volksabstimmungen zu EU-Verträgen kommentiert: Wahrscheinlich "ist das der Grund für die Doppelspitze, weil einer allein kann so einen kapitalen Missgriff gar nicht tun".

Euro D-Day minus 2

Und tschüss, liebe russische Gäste mit euren 200 Privatjets. Kaum ist der Genosse ska mit seiner Prognose Russland:Türkei für das Finale aber so was von daneben gelegen lässt die Begeisterung nach. Dabei kommt jetzt am Sonntag der Prinz mit seiner Prinzessin, oder womöglich gar der köngliche Vater samt der Prinzenmutter nach Wien, das ist doch ein glatter Gewinn gegenüber dem Medwedew und dem Putin, oder dass die Frau Erdogan wieder samt Kopftuch diesen fremden Mann, angeblich Präsident, abbusselt. Warum haben die Russenfans übrigens dauernd "Lissabon" geschrieen? Wollen die den Lissabon-Vertrag statt den Iren ratifizieren?

Das Onkel-Hansi-Endspiel

Das schaut jetzt so aus: Solang der Gusi Spitzenkandidat ist und der Onkel Hansi noch nicht das zeitliche gesegnet hat, schnell in die Neuwahlen. Aber was, wenn das Hans-Peter-Martin-Gambit der Krone bei den Roten net funktioniert? Auch im nächsten Jahr kein Kanzlerfest in Altmannsdorf. Ach du Schande.

Habemus Schotter Mitzi

Das 9/11 der österreichischen Innenpolitik ist perfekt. Frau Fekter wird Innenministerin!

26.6.08

Die SPÖ und Onkel Hans

Wir wollen ja nicht übertreiben, aber heute ist 9/11 der österreichischen Innenpolitik. Seit diesem 26. 6. 2008 ist nichts mehr so, wie es vorher war. Die SPÖ-Spitze Faymann/Gusenbauer hat in einem Brief an "Krone"-Herausgeber Hans Dichand (laut "Standard" für Faymann der "Onkel Hans") einen radikalen Kurswechsel in ihrer Europapolitik verkündet: Künftige EU-Verträge seien in Österreich einer Volksabstimmung zu unterziehen, weil die EU bürgerfern, demokratiefeindlich etc. pp. (siehe Strache/Haider/Westenthaler/Martin/Dichand/Cato/Herr Strudl) sei.
Ja, man ist sprachlos. Das riecht stark nach Rot-Blau - mit einem Bundespräsidenten "Onkel Hans". Jetzt darf man schon gespannt sein auf die neue Ausländerlinie der SPÖ. Marke "Onkel Wolf Martin"?

Bawag-Finale!

Das Match geht in die Endrunde, Oliver Schopf zeichnet gerade sein 115. Bild vom Bawag-Prozess. Nächste Woche kommen noch zwei dazu: Die letzten Worte der Angeklagten, und (schwitz) die Urteilsverkündigung. Drei Bilder gab's extra. dann sinds 120. Nix gegen den Kollegen Schopf, aber so vom Schicksal gezeichnet wie die Herren Karibikpleitiers möcht ma net sein. Die Zeichnungen hat übrigens das Wien Museum erworben, im Herbst soll's dann eine Ausstellung und Katalog geben.

25.6.08

Genosse Spu reist in den Osten

Angesagte Absagen

Absagen sind der letzte Schrei. Nichts ist in der Innenpolitik derzeit so angesagt wie Absagen. Am Montag sagte die SPÖ-Spitze bei einer Pressekonferenz einfach die unangenehme Fragerunde der lästigen Journalisten ab. Am Dienstag sagte Kanzler-Sprecher Stefan Pöttler seine weitere Mitarbeit im Büro Gusenbauer ab. Am Mittwoch sagte die Regierung das Pressefoyer beim Ministerrat ab, weil sie einfach nix beschlossen hatte. Und ebenfalls am Mittwoch sagte der Kanzler das Kanzlerfest ab, weil er stattdessen eine "Arbeitssitzung" abhalten will. Diese Freude!
Bleibt nur die Frage: Wann sagt sich diese Koalition endlich selbst ab?

23.6.08

Qualifikationstest Landeshauptmann

Was man also mitbringen muss, um sich nach einer gewaschenen Wahlniederlage als Landeshauptmann-Ersatz bewerben zu können: "Tiefwurzler" und gestandener Tiroler sein, eine Familie in Übereinstimmung mit christlich-sozialen Werten zerstören - Mutter und Tochter von Vater und Geschwistern trennen, und dann in die Verzweiflung treiben, damit Recht Recht bleibt - und generell einen Hang zur Plattheit, kombiniert mit volksmusikalischen Qualitäten. So sehen Sieger aus, wir gratulieren, Herr Platter.

Nebenbei, an Behörden und begutachtende Ärzte: Wir danken dafür, dass das p.t. kleinformetelesende Publikum unter Missachtung jeder Privatsphäre und Patientengeheimnisse mit den Befunden der Ihnen Anvertrauten versorgt wird, von Amstetten bis Uungenach. Nur weiter so, der Boulevard wird es ihnen mit Unterstützung bei der Gesundheitsreform danken.

Liebe UEFA

Bitte die Spiele zwischen Italien und Spanien in Zukunft gleich mit dem Elferschießen beginnen lassen. Da spart man sich 120 Minuten Bratpfanne sitzen und sich die Ohren von spanischen Basstrommlern zu dröhnen zu lassen. Das war ein gemeiner „Hundskick“. Da hätte sogar dieser Franzobel, der optisch fast schon als Turrini Doppelgänger durchgeht, mit gaberln können.

22.6.08

Franzobeleien

Kann eigentlich jemand diesen unerträglichen Franzobler, quasi Stephan Rudas der Fußballpathologien, vom Äther nehmen. Samstag, in einer Weltuntergangsstimme wie es sonst nur noch Friedrich Orter zustande bringt: Der Tod und das Mädchen. "Wenn Fußball Religions- und Kriegsersatz ist, dann heißt Ausscheiden Sterben, sind am Ende alle gleich." Diese Metapher hätt ja noch der letzte Sportreporter zusammen gebracht, dass Ausscheiden und Niederlage Sterben sind. "Die Europameisterschaft ein Crashkurs in Thanatologie? Und das Mädchen? Das Mädchen sitzt auf der Tribüne, lacht. Lacht, weil es an die Wiedergeburt glaubt, an die Reinkarnation in der WM-Qualifikation." Winsel, Gnade, besser sterben als das.

21.6.08

Finale

Russland: Türkei - frei nach Stache würde das ja gar nicht gehen, weil Türkei sowieso nix Europa, und die Russkis auch nicht so recht!

ÜÜÜÜ

Das ist jetzt echt nicht rassistisch gemeint, ich stamme ja selbst von Süleiman dem Prächtigen ab, wie jeder bestätigen kann, der mich sieht, aber die Ü-Dichte dieses Abends stürzt mich persönlich ins Ünglück: Ich weiß schon, dass so ein geschriebener Blog nicht ünbedingt für die Vermittlung aküstischer Eindrücke geeignet ist. Aber momentan hört sich Wien so an: ÜÜÜÜÜÜÜ Trööööt ÜÜÜÜ Huuuup ÜÜÜÜÜ - Und das alles, weil die Angehörigen eines sümpathischen südosteuropäischen Beitrittswerbers dreimal nicht ein 7,20 x 2,10 m großes, maschenbesetztes Gehäuse getroffen haben. - Kinder, Kinder!

Türkiye! Oder so

Quatsch, alles Quatsch. Die ollen Herberger-Weisheiten stimmen einfach nicht mehr. Der Ball ist nicht rund, sondern sichelförmig, das Spiel dauert nicht 90 Minuten, sondern 145, und am Ende gewinnen nicht die Deutschen, sondern die Türken. So schaut´s aus. Bleibt nur eine Frage: Wie kann ich heut´nacht schlafen in Wien????

20.6.08

Das andere Euroland

Ich mein, man traut sich ja vor lauter Ehrfurcht vor dem unerschrockenen Geschäftsgeist des Genossen ska kaum noch über was anders als die Euro schreiben, aber probieren wir's halt mit einer Rückkehr zum Eu(ro)land.

Das ist ja jetzt quasi alles Lissabon-Vertrag, mit der Ausnahme einer kleinen keltischen Provinz, der das gegen den Strich ging. Soll vorkommen, was unser Neo-Asterix Sarkozy aus eigener Erfahrung wissen sollte, aber jetzt das: Da müssen halt die Iren jetzt nochmals abstimmen, weil so eine Grande Nation stolpert im immerwährenden europäischen Fortschritt allenfalls über ihre eigenen Füße, aber nicht die von solchen irischen Riverdance-Lümmeln.

So stellen wir uns Vereine vor, in denen wir gerne Mitglied sind: Welche Regeln wichtig sind, das bestimmen immer noch wir und nicht die anderen Mitglieder. Übrigens, wir hätten so gern Frau Royal als französische Kaiserin gehabt, können wir bitte jetzt nochmals darüber abstimmen lassen, Herr Sarkozy?

Euro Tag 13 oder 14? Ticket Mafia Teil 2

Das Mariott liegt an der schönen Ringstrasse und soll hin und wieder auch ein paar Mafia-Bossen als Herberge dienen. Auch Petrodollars werden als Zahlungsmittel akzeptiert. Perfekte Umgebung für ein konspiratives Treffen unter Freunden. In der Lobby haben fliegende Händler des „Online Ticket Service“ ihre Zelte aufgeschlagen. Eine Firma mit Sitz in England, die quer über den Kontinent bei diversen Events Karten aufkauft. Schnell, unkompliziert, und viel sicherer als über Ebay oder gar auf der Strasse, wird erklärt. Weil dort ist man super unseriös. Wie man denn zu meiner Faxnummer kommt, will man nicht wissen. Beleg für den Ticketverkauf gäbe es nicht. Die UEFA fände das schon OK, wird versichert. Ob sie in Österreich für ihr Tun Steuern zahlen müssten, könne man nicht beantworten. Man sei nur ein Kontaktmann. Dass die Karten personalisiert sind, wäre auch kein Problem. Kurz: Karte her, Kohle einstecken und Basta.Für das Halbfinale werden 400 Euro geboten. Tickets kaufen geht nicht, die sind alle seit Monaten vor reserviert, wird erklärt. Ein Gegencheck im Web zeigt, dass Karten dieser Preiskategorie für rund 800 Euro über den Ladentisch gehen. Sprich, die haben da eine nette Spanne drauf. Sagen wir mal, die checken sich für ein Spiel geschätzte 1.000 Karten, zahlen durchschnittlich 400 Euro dafür, und verhökern sie für das Doppelte im Netz. Da sacken die pro Begegnung unglaubliche 400.000 Euro (!) ein. Steuerfrei. Rechnet man das ganze auf die komplette Euro hoch……… mit mehr als 30 Spielen! Da kommt schon ganz schön Holz zusammen.

19.6.08

Ticket Mafia

Wir kaufen Euro Tickets. Ein Fax, die Nummer 516 33 3233 mit einer Reihe von Durchwahlnummer. Fertig. Zwei Mal läuten, ein junger Mann hebt ab, nennt weder Name noch Firma und fragt sofort, ob und welche Tickets man zu verkaufen hätte. Im Hintergrund babylonisches Sprachgewirr, es dürfte sich um ein internationales Callcenter handeln. Auch nach mehrmaligen Nachfragen will man keinen Firmennamen nennen, der Mann am Rohr will nach längerem zaudern Huber Martin heißen. Er will nicht wissen, in welchem Auftrag er hier telefoniert. Für eine Halbfinale Karte kann er mir 400 Euro zahlen. Wenn ich in Wien wohne, trifft sich ein Kontaktmann beim Wiener Mariott Hotel mit mir, wo Geld und Karten übergeben werden. Ganz einfaches Geschäft. Mein Vorschlag, die Tickets in einer Riesenradgondel oder zumindest in der Kanalisation, Eingang Stadtpark, zu übergeben, wurde mit wenig Begeisterung aufgenommen. Wie ich denn die Kontaktperson erkenne? Rose im Knopfloch, verkleidet als Euromaskottchen Trix & Flix? Man wird auf mich zukommen, wurde mir knapp beschieden.

Morgen ist also D-Day. 10.45 Mariott. Liebes Politburo Publikum: sollte bis 15.00 Uhr kein Posting über den Netz flattern, informieren Sie bitte umgehend den Genossen Spu. Aber wahrscheinlich liege ich da schon einbetoniert in irgendeiner Baugrube.

Euro Tag 13

Die Briten spielen bei der EM zwar nicht mit, lassen aber dennoch von sich hören. Nicht die Kicker, sondern ein paar Musiker aus Manchester. Der Band „The Get out Clause” fehlte die Kohle für ihr neues Video. Das Problem wurde auf eine besondere Art gelöst. Die Jungs spielten das Video zum Song Paper vor öffentlichen Überwachungskameras ein und verlangten unter Berufung auf das britische Informationsfreiheitsgesetz die Herausgabe der Aufnahmen. Egal ob auf öffentliche Plätzen, auf einer Rolltreppe, am Zebrastreifen oder im Bus, die Burschen packten Gitarren und Drums aus und rumpelten drauf los. Auf insgesamt 80 Plätzen in Manchester wurde „gedreht“. Die Aufnahmen wurden mit einem simplen Schnittprogramm auf Länge getrimmt, die Musik untergelegt. Fertig. Als politisches Statement gegen den Überwachungswahn will Bandleader Tony Churnside das Video nicht verstehen und schwört: „Das war die pure Geldnot”

18.6.08

Neuer Job für Hicke

Vor-bild-lich, wie schnell Alfred Gusenbauer auf das Ausscheiden Österreichs bei der EM reagiert hat. Noch ehe das Spiel gegen Deutschland begonnen hatte, legte er den SPÖ-Vorsitz zurück, um sich künftig ganz auf seine Aufgabe als Sportminister konzentrieren zu können. Sehr lobenswert.

Vorbildlich auch, wie schnell Josef Hickersberger die Konsequenzen aus der Niederlage gegen Deutschland gezogen hat. Noch ehe das Spiel aus war, trat der Teamchef seinen neuen Job, also den Weg auf die Ehrentribüne an. Dort setzte er sich zwischen Werner Faymann und Josef Pröll, wird also künftig als Koordinator der Regierungskoordinatoren tätig sein. Dafür prädestiniert ihn sein ausgleichendes Wesen.

Apropos ausgleichendes Wesen: Das hat den Österreichern nach dem Ballack-Tor leider gefehlt. Wir würden daher vorschlagen, künftig jedem unserer Stürmer einen geschäftsführenden Stürmer zur Seite zu stellen. Derartige Doppelspitzen sind gerade groß in Mode.

Und neue Teamchefin wird Doris Bures. Sie muss im Team eine Frauenquote von 50 Prozent einführen. Weil man sieht ja: Die Männer allein sind verloren. (hofrat)

17.6.08

Euro Tag 11

Aus die Maus. Euro ist gegessen. Die Wimpel-Frage hat sich erübrigt. Im Wienerwald sind die Dinger schon wieder runter vom Dach. Undankbares Pack. Gusenbauer ist auch so eine Art Wimpel, auch ab montiert – da verliert der Bursche zwei, drei Vorrunden-Spiele, wusch muss er weg – das haben die Freunde wohl vergessen wer das letzte große Turnier gewonnen hat.

16.6.08

Arme Haut

Ja, die Frau Bures ist eine arme Haut, die muss jetzt die Suppe auslöffeln. Da hat sie sich einen Wimpel verdient. Wer wird denn jetzt Nachfolgerin?

Wimperl in den Wind hängen (2)

Wer sich jetzt besonders freut: " 'Ich möchte Werner Faymann zu seiner heutigen Bestellung zum geschäftsführenden Bundesparteivorsitzenden herzliche gratulieren', zeigte sich heute der Kärntner SP-Landesgeschäftsführer Gerald Passegger erfreut über diese personelle Änderung in den Bundes-SPÖ." Von dem Mann wird man sicher noch viel hören.

Zurück in die Parteiküche

Und was heißt es für Frauen, wenn zwei Typen wie der Pepi Kalina und der Winterauer den Karren in den Dreck gefahren haben? "Nach nur eineinhalb Jahren im MInisterrang heißt es für Doris Bures zurück an den Herd in die Parteizentrale." (© APA)

Wimperl in den Wind hängen

Papperlapapp, die Zahl der rotweißroten Wimperl am Fahrrad ist so unerheblich, Genosse ska, wie die Sprüche von früheren Mietervereinigungsgeschäftsführern: "Gusenbauer wird Bundeskanzler bleiben, und ich sehe ihn auch als Spitzenkandidat für die nächsten Wahlen", versichert uns sein Bestatter Faymann. Patriotismus ist heute eben erste Bürgerpflicht, und morgen schau'ma weiter.

Euro Tag 10

Immer am letzten Drücker, das mit der Aufstellung. Aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Gusenbauer bleibt im Sturm, Faymann rückt ins zentrale Mittelfeld vor. Gitti Ederer so eine Art Edeljoker ………… und die Quizfrage zum Match der Matche: mit wie vielen Austrowimpel wird Genosse spu heute, im Falle eine Österreich Sieges, sein Fahrrad behängen? a) 2 b) 3 c) 4 d) 5.

15.6.08

Euro Tag 9

Nein, geht nicht, Fieber, wahrscheinlich die Vogelgrippe“, log ich dem Politburo Sportchef die Hucke voll. Nützte nichts. „Die UEFA verlangt nach einer ordentlicher Sportberichterstattung“, meinte der Chefe. Geheimes Abschlusstraining der Deutschen im Ernst Happel Stadion. Morgen ja Wunder von Wien. Herr Lehmann gar nicht gut drauf. Aber auch die Euro Sponsoren haben ihre liebe Not. Mit „Österreich am Ball“ und deren Organisator Heinz Palme ist man übers Kreuz. „Die verpulvern 10 Millionen Euro, für was eigentlich“, wird hinter vorgehaltener Hand spekuliert. „Da muss wer nachbohren und schauen wo hin das Geld versickert“, wird gefordert. Sauer stößt auch die Beschäftigung von Frau Palme bei Herrn Palme auf – hackelt als Assistentin oder so. Gewinnen wir morgen, ist das aber allen Wurscht.

14.6.08

Euro Tag 8


Fliegende Holländer, matte Italiener, Franzosen jenseits, und die Iren fliegen nach der Vorrunde fix raus. Plus: die fetteste Krone Schlagzeile aller Zeiten.

13.6.08

Euromuffel, irische

Da hat sie die EU hochgefüttert, bis aus dem Hungerland ein irischer Tiger wurde, und jetzt das: NEIN! Undankbares Inselvolk, könnten fast Ösis sein. Da hier weint sich deswegen heute Nacht einer bitterlich in den Schlaf: Der Wolfi Schüssel, der doch sooo gern Präsident von Allem hätt werden wollen nach derm neuen Verfassung Vertrag. Wird wohl nix. Auch für den Gusi nimma.

Euro Tag 7

Bravo Ivo.

12.6.08

Faymann ante portas

Das ist das Schöne an der Demokratie: Dass jeder alles werden kann, unabhängig von bisherigen Leistungen und ... ähm ... sonstigem. Deswegen ist Günther Platter grad drauf und dran, Landeshauptmann von Tirol zu werden. Und deswegen ist Werner Faymann grad drauf und dran, SPÖ-Vorsitzender und Bundeskanzler der Republik Österreich zu werden.
Und der Gusi? Wird angeblich EU-Kommissar. Oder Teamchef? Weil, wie gesagt: Auf gebaut kommt´s nicht an.

Euro Tag 6

Das Binnenland Schweiz in eine Seeschlacht zu schicken, ist freilich nicht so gescheit. Die Eidgenossen mussten da ja baden gehen. Heute Österreich gegen Polen. Der Wetterbericht schaut nicht schlecht aus, egal ob Regen, wir waren schließlich mal eine ganz passable Seefahrernation.

11.6.08

Demolahm

Mensch, da möchte man kein Berliner mehr sein: Das Böse ist in der Stadt und nicht eine einzige Demo, nicht mal spontane Buhriufe vom Stehparkett. Heiligendamm, Mainz? Alles vergeben und vergessen. Inzwischen begrüßen schon die Offiziellen George W. Bush mit guten Wünschen für die bevorstehende Pensionierung, nur die Berufsdemonstranten in Kreuzberg und sonstwo finden den Protest nicht mal ein Demo-chen wert. Haben wichtigeres zu tun, geben sie unverschämt zu Protokoll. Wichtigeres? Ja, örtlichen McDonalds verhindern. Die leben ja noch im vergangenen Jahrhundert. Wenn sich diese Haltung bis zur Opernballdemo durchspricht hamma nix mehr zum lachen nächstes Jahr.

Euro Tag 5

Die Russen wurden mit 4:1 aus dem Heiligen Land geballert. Danke liebes Spanien. Die heimischen Tourismusmanager können jubeln. Stichwort Russenquote. Spanisch auch diese Frau Zanussi, Zanoni oder wie die auch heißen mag, die will jetzt Landeshauptfrau in Tirol werden, weil es die Bevölkerung so will. Tja, auch Österreich peilt den Europameistertitel an, das wollen die Leute ebenso.

10.6.08

Erwin der Einzige

Alles blickt zur Zeit nach Tirol, wo die Wahlverlierer in Schwarz, Rot und Grün enorme Steher- oder vielmehr Sitzerqualitäten aufweisen, dabei tun sich in Niederösterreich die viel lustigeren Sachen. Dort hat es der neue SPÖ-Landesparteichef und Landeshauptmannstellvertreter Josef Leitner gewagt, dem von seiner Fürstlichkeit Erwin dem Einzigen oktroyierten Budgetentwurf seine ohnehin völlig unmaßgebliche Zustimmung zu verweigern. - A geh wusch a geh wui!! So etwas muss bestraft werden!
Vierteilen, verbrennen und sogar die kreislauffördernde Bastonade sind ja leider mega-out. Also entzog die niederösterreichische ÖVP dem frechen Landeshauptmannstellvertreter gestern bloß seine einzigen beiden nennenswerten Kompetenzen: die für die Gemeindefinanzen und die für die Wohnbauförderung. - Jetzt kann er Daumen drehen in den nächsten fünf Jahren, der Herr Leitner, und jetzt regt er sich natürlich auf. Aber das hätte er sich halt vorher überlegen müssen: Einfach einem Budgetentwurf Erwin Prölls nicht zustimmen! Völlig von Sinnen, der Mann.

Standlerjammer

Oajee! Die Standler in den Fanzonen der EURO 08 beschweren sich über mangelnden Umsatz. Um bis zu 90 Prozent bleibe das Geschäft vor allem an den Vormittagen hinter den Erwartungen und Lebensnotwendigkeiten zurück, wo doch die Standelmiete so hoch sei, klagen sie und drohen bereits "mit der Einschaltung der Anwälte". Oajee! Werden wir jetzt alle bis aufs Existenzminimum unserer Leber gepfändet, weil wir nicht pünktlich um neun Uhr früh in die schiache Fanzone hoserln und um 4,50 Euro pflichtschuldigst ein grausliches Carlsberg oder (Jugendschutz!) um 4,60 Euro einen g´spritzten Apfelsaft ordern? Schluck!

Euro Tag 4

Einer der besten Staatssekretäre, sprich Hans Winkler vom Außenamt, gerät ins Fadenkreuz eines schmierigen U-Bahn Blattes. Die wollen wissen, dass Winkler zur EM nach Südafrika abgedampft ist. Dort soll er, samt Begleittross, in offizieller Mission einen gespendeten Fernseher in Betrieb genommen haben, über den man sich die EURO reinziehen kann. Über 200 Leute begeisterte Menschen waren laut Winkler Pressesprecherin anwesend. Na bitte: Das ist doch eine feine Sache, ein paar weißen Südafrikanern ein TV-Erlebnis der Extraklasse zu gewähren. Bleibt zu hoffen, dass es sich bei diesem TV-Gerät um ein neues Flachbildmodell und nicht um eine alte Röhrenkiste handelte. HEUTE pudelt sich freilich auf, dass Winkler auf Steuerkosten 8400 Kilometer durch die Luft segelt, nur um ein Fernsehzimmer zu eröffnen. Alles Blödsinn, wie das Außenministerium auf Anfrage mitteilt. Winkler war Teilnehmer bei einer Konferenz „Sicherheit und Entwicklung im südlichen Afrika“, besuchte ein Township in Alexandria und sagte eine Reihe von gescheiten Dingen wie zum Beispiel „Entwicklung kann es ohne Sicherheit nicht geben“. Na, bitte. Der Mann ist doch jeden Steuercent wert.

9.6.08

Euro Tag 3

Hickersberger ist zur großen Überraschung noch immer Trainer. Kann ein Coach auch während eine Turniers entlassen werden?

Zeit war'sch

Mander, jetzt habst eicharen Stinkhauser, wie das der Genosse Hofrat das so trefflich formulierte. Obwohl, ging's nach der Frau Zanon würd's eine Frau Zinkhauser, oder falls der Platter ins heilige Land heimgeholt wird ein Pinkhauser, obwohl der Herr van der Bellen ja glaubt, dass da der Schwanz mit dem Hund wedelt und eigentlich Dingiser heißen müsst und ergo ein grüner Wahlerfolg ist. Weil nur weil der Herr Dinkhauser ein paar Jahrzehnte als Arbeiterkämmerer sein knorriges Gesicht in die Fernsehkameras gehalten hat macht das noch lange keine 18 Prozent.

Wurscht. Jedenfalls waren sich da Sonntag abend alle Parteisekretäre ganz schnell ganz einig dass das ganz einfach zu erklären ist: EIn Volkstribun halt, pfuiii gack, eigentlich ganz faul, dass sowas zur Wahl antreten darf, weil sonst hätt ma eh alle gwonnen. Volkstribunen sind natürlich den Erben der Partei des Wallnöfer und der Prölls, der Krainers und der Haslingers und Figls ganz unbekannt, und auch die Partei des reinen Geistes Bruno Kreiskys kann da nix damit anfangen. Na und erst unser Sascha van der Bellen, wenn wir uns nicht verzählt haben inzwischen längstdienender Parteichefs von allen: Ist doch nur ein Schlagloch auf der Transitstrecke zur grünen Gesellschaft, wenn man von 15 auf 10 Prozent reduziert wird, obwohl man eigentlich 20 schaffen wollt. Eh klar, wenn sich der eine Volkstribun eben einen anderen Volkstribun schnappt, den Gurgiser, der doch eigentlich grünes Fleisch und Blut Urgemüse ist.

Konsequenzen aus solchen Niederlagen? Geh bitte: Von so einem Volkstribun lassen wir uns doch unsere Pensionsplanung nicht vermiesen.

8.6.08

Euro Tag 2

Gusenbauer im Stadion. Der zieht ein Gfries, wie wenn nicht nur die Nationalmannschaft verloren hätte. Suboptimaler Sonntag für den Herrn Kanzler.

7.6.08

Van Stinkhauser

Gähn! DIeses Eröffnungsspiel erinnerte stark ans "Betthupferl" - 17.55 Uhr, FS 1, wie das damals noch hieß. Und das Segelschiff mit der Wolke ... Na, lassen wir das. Wesentlich spannender als die EM verspricht die morgige Tiroler Landtagswahl zu werden. So spannend, dass sich keiner der amtlichen Kaffeesudleser diesmal zu lesen traute. Na, dann müssen halt wieder einmal wir ran. Also: Wir tippen auf eine schwarz-schwarze Koalition der ÖVP-Erzfeinde van Staa und Dinkhauser. Der nächste Tiroler Landeshauptmann wird somit van Stinkhauser heißen.

EURO Tag 1


Die Fanzone. Eine Art Hochsicherheitstrakt unter freien Himmel. Am Nachmittag mehr Security als Fans. Schirme, Flaschen, Messer und Handfeuerwaffen wandern beim Security-Check in den Mistkübel. Da gibt es keine Ausnahmen. Drinnen alles sehr Deutsch, Meterbratwurst, Christl Stürmer auf der Bühne. Sehr fein das Sicherheitspersonal. Wo haben die all die Buschen her? Das ist schon eine gewisse Klientel. Die gefallen sich recht in ihren Springerböcken und mit den coolen Bluetooth-Headsets im Ohr. Erledigen ihre Aufgaben aber respektabel. In der U-Bahn wird geguckt, dass da ja nix passiert, wenn der Zug einfährt. Da waren Minimum zwei Wachmänner auf einen Fahrgast. Die haben das im Griff. Die Schweizer Nati (sprich Nazi) weniger, 1:0 gegen schwache Tschechen, puh das wird eng mit dem Viertelfinale.

4.6.08

Aber Hallo slowenisches Atomkraftwerk

Ärzte-Nachtrag

Auch am Tag danach kann man nur voll des Lobes über die Ärzte-Demo vom Dienstag sein. Endlich einmal ein wirklich gediegener Protestmarsch: Graumelierte Herren in genagelten Schuhen, feine Damen mit Gucci-Brillen und Prada-Täschchen, junge, aufstrebende Schönheitschirurgen in Hilfiger-Polos und Tod´s-Loafern. Und Transparente gegen die "Billig-Medizin" und für die Gräfin: "Wir wollen Rauch-Kallat zurück!" Also wie gesagt: Sehr gediegen. Nicht das übliche Armutsgesudere. Bravo!

1er Frage

Die Parallelen zwischen Fußball und Politik sind wenige Tage vor EM-Start nicht mehr zu übersehen. Fast Friseur-Insel Bezwinger Pepi Hickersberger will die Tormannfrage nicht um die Burg beantworten. Wer kommenden Sonntag für das österreichische Team mit der Nummer 1 aufs Feld laufen wird, bleibt bis zum Schluss geheim. Auch in der SPÖ ist die 1er Frage nicht geklärt. Gusenbauers Stammplatzgarantie ist am wackeln. Auch hier ist alles top secret. Aus dem SPÖ Trainingscamp dringt nichts nach draußen. Wie man hört, rumort es aber gehörig. Gusi musste als Schlussmann die letzten Monate zu viele Steirergoals auf seine Kappe nehmen, heißt es. Die Ersatzleute drehen schon ihre Aufwärmrunden. Gute Chancen zwischen den Pfosten der Republik zu stehen: Werner Faymann. Das sollte man sich aber in der SPÖ noch gut überlegen. Siehe Link.

3.6.08

Die Ärzte auf Tour

Es tut sich wieder was auf den Straßen, nicht nur fahnenbestückt-eurofanmäßig, sondern auch die Oberschicht mobilisiert: Die fröhlichen Ärzte sind auf Tour. Jetzt nicht die beste Band der Welt, sondern die richtigen, mit fidelem Dixieland-Trauermarsch a la New Orleans ziehen sie gut gelaunt durch die Innenstadt und verkünden: Der Bundeskanzler wird uns empfangen! Na dann, Gusi, zeig ihnen was ein anständiger Roter für die Ärzteschaft rausholen kann!

Hoch die Fahne!

Papperlapapp, jetzt muss sogar schon der Gottseibeiuns der Linken bemüht werden, die globale Finanz- und Versicherungswirtschaft, nur um diese Fahnenbedenkenträgerschaft zu rechtfertigen. Sicherheitsrisiko! Spritverbrauch! Emissionen! Als ob sich das im Carbon-Footprint dieser Euro auch nur in der dritten Stelle hinter dem Komma niederschlagen würde.

Nein, Genosse ska, es bleibt was es ist, die Fahnenmuffler hängen ihr linkes Fähnchen auch mit neoliberalen Verbündeten in den Wind um herumgranteln zu können. Und dann diese Belehrungen mit der Straßenverkehrsordnung! Nix als Rückgriff auf Herrschaftsinstrumente, denen sich die Unterschicht gerade erfolgreich wenigstens für ein paar Wochen entledigt. Hoch die Fahne!

2.6.08

Fahne ist eine Beladung

Genoss Spu hat sich ja gehörig lustig gemacht, ob meiner Sorge wegen herumfliegender Fahnenteile …… linker Besserwisser oder so ähnlich musste ich mich schimpfen lassen. Jetzt melden sich heimische Versicherungen und der deutsche ADAC mit einer dringenden Warnung zu Wort. Versicherungen kommen nur dann bei Schäden auf, wenn die Flaggen ordnungsgemäß am Auto angebracht sind. Und das geht leider nicht wirklich. Laut ADAC haftet bei einem Unfall der Lenker für alle Schäden, die sein Fähnchen verursacht. Und zwar deswegen, weil die Wimpel nicht am PKW befestigt, sondern zwischen Autofenster und Rahmen geklemmt sind. Und was nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, obliegt der Verantwortung des Fahrers. Bei den Fähnchen handelt sich nach Paragraph 22 der Straßenverkehrsordnung (wir sprechen jetzt von Deutschland) um eine Beladung. Die Fähnchen müssen deshalb nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz stabil am Auto verankert sein und dürfen die Sicht des Fahrers nicht behindern. Tja und noch was: die Euro passiert auch in der Schweiz. Noch melden die Eidgnossen kein Autofahnenmeer. Wer mit seinen Fahnenauto über die Grenze braust, darf den Wimpel nur an den hinteren Fenstern befestigen. Und: in beiden Ländern ist es verboten, große Fahnen an langen Stangen aus dem Fenster zu halten. Logisch: das sind ein paar Kopferl ab am Radweg. Zudem haben am Innenrückspiegel Wimpel und Maskottchen nichts verloren (gilt in Wahrheit auch für den Fuchsschwanz und für Madonnen). Pannini-Pickerl an den Scheinwerfern sind eine Todsünde. Und zum Schluss jetzt ganz wichtig: die Fahnderl sind Spritfresser. Ab Tempo 70 kann der Mehrverbrauch locker einen halben Liter auf 100 Kilometer ausmachen. Und beim Benzinpreis hört sich der Patriotismus bekanntlich auf.

1.6.08

Und tschüss Euro

Wimpel wieder runter von der Karre. Für uns im Wienerwald ist die Euro gegessen. Windiges Kommerzspektakel. Hat mit Fußball wo viel zu tun, wie Gusenbauer mit guten Umfragewerten. Local Hero Stefan Maierhofer, der Bomber von der Hochramalpe, der Rapid mit sieben Hammergoals Richtung Champions League ballerte, darf nicht mit kicken. Gablitz, die Heimatgemeinde des Ausnahmekickers, steht nach wie vor unter Schock „I wollt es nicht glauben, I bin so enttäuscht. I brauch die Euro nimma. Da nimmt der Trottel lieber an Wikingerkicker mit“, tobt der ortsansässige Greißler. Auch im Freibad kocht der Volkszorn. Teamchef Hickersberger wünscht man nicht nur die Kretze an den Hals: „Der Schlag soll ihn treffen bei der depperten Euro.“ Maierhofer selbst scheint den Schock schon überwunden, fährt mit dicken Audi vor, mischt sich im Bad unters Volk, bruzelt auf der Liegwiese, zieht im 25 Meter Becken ein paar Bahnen und lässt den Herrgott einen lieben Mann sein. „Geht mir eh nicht schlecht“, denkt er sich und schleckt am Magnum Eis. „Lieber ein bissal plantschen, als bei der Affenhitze drei Match verlieren.“