31.7.08

Plakatives

Die SPÖ hat den Wettlauf um das erste Wahlplakat der Kampagne 2008 gewonnen. Der Erstling zeigt Werner Faymann in dunklem Anzug und mit schwarzer Strickkrawatte vor rotem Hintergrund. Faymann trägt das Gesicht eines Maikäfers, wenn´s blitzt, und das Plakat den Schriftzug "Genug gestritten." Experten werten dies als klare Absage an das übliche Gesudere.

Außenstelle Kärnten

Das Politburo sieht sich heute in der glücklichen Lage, Ihnen, scharfsinnige Leserin, liebreizender Leser, die Gründung unserer Außenstelle Kärnten bekannt zu geben. Sie wird geleitet von Dietleib von Hagentreu, wohnhaft am Nibelungenhof an der Slowenenschmiede, Marktgemeinde Deutsch-Feistritz.
Sein erster, mittels Fernruf übermittelter Bericht: Der Kärntner Spitzenkandidat des Liberalen Forums, Rudi Vouk, wurde vom Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider als "rasender Rechtsbrecher" und seine Kandidatur als "Schande für Kärnten" begrüßt. Stopp. Der Kärntner FPÖ-Abgeordnete und Vizebundesparteichef Karlheinz Klement wurde heute wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Partei ausgeschlossen. Klement: "Ich wurde von den Mörderschergen rücklings gemeuchelt." Stopp.
So weit die Beobachtungen unseres Mitarbeiters Dietleib von Hagentreu für heute. Neue Nachrichten aus dem schönen Kärnten lesen sie noch diesen Julmond.

Sozialhero der Woche

Neue Rubrik in Politburo. Erster Preisträger Willy Molterer. 13 Monate Kinderbeihilfe will er haben, ein Österreich Ticket für Öffis, neues Pflegegeld, Pensionserhöhung ohne Staffelung, Gebührenstopp der Gemeinden, Strompreistopp und überhaupt die gesamte Teuerung wird der Pater Willy nach der Wahl ins Nirvana schicken. Politburo sagt Bravo. So machen Neuwahlen Sinn. Da wird das Hirn neu durchgelüftet, spritzige Ideen sprudeln raus, auf die man ja in so einer angestaubten Koalition niemals kommen würde.

30.7.08

Stillstand

Früher zahlten wir die Miete in Schilling, kauften bei Meinl um die Ecke Brot und Milch, das Telefon stand im Vorzimmer und hatte ein lästiges Kabel. Aus dem Fernsehen grinsten Heide Schmidt, Heinz Fischer, Josef Cap, Peter Westenthaler, Wolfgang Schüssel, Jörg Haider & Co. Heute blechen wir in Euro, Julius V ist so eine Art Börsengangster, telefoniert wird mit smarten Handys rund um den Globus. Aus dem Fernsehen grinsen Heide Schmidt, Heinz Fischer, Josef Cap, Peter Westenthaler, Wolfgang Schüssel, Jörg Haider & Co. Stillstand, irgendwie.

29.7.08

Ewald & Jörg

Nachdem unserem lieben Westentaschler von der "roten Politkommissarin Maria Berger" und der "Dollfüßler-ÖVP" (beide Male O-Ton BZÖ-Zentrale) so übel mitgespielt wurde, kann der Mann von Glück reden, daß er kein Asylbewerber in Kärnten ist: Sein Herr und Meister Jörg Haider würde den Straffälligen glatt in eine "Sonderanstalt" stecken, weil "Gefahr für die Kärntnerinnen und Kärntner", und dann Abschiebung: Ab in den Osten mit dem Hojac Pjotr!
Apropos Jörg: Der hat heute eine Doppelspitze des BZÖ für den Wahlkampf angekündigt. Er selbst ("Bin wieder da!") als Kanzlerkandidat und ein vorläufig Geheimer als formeller Spitzenkandidat. Wie man hört, soll es sich um den verflossenen FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler handeln. Der hat sich ja mit dem blauen Strache zerkracht und könnte nun aufatmend in die orangen Arme Jörg Haiders zurücksinken. Die Morgengabe des reschen Ewald sollen, wie man hört, noch ein paar lustige, leicht bräunlich vergilbte Jugendfotos von HC sein. O Schreck, drei Bier bitte!

Zersaust & zerrupft

Dinkhauser steigt in den Ring. Jetzt ist es fix. Das fährt die Tiroler Transitlawine drüber. Österreich wird Tirol. Man muss sich freilich um die Gesundheit dieses, doch nicht mehr so jungen Mannes, sorgen. Die letzten Wochen waren recht turbulent für das Tiroler Urgestein. Zersaust und zerrupft schaut er schon aus, der Dinkhauser, wie ein Gamsbart nach einem Sommergewitter. Aufpassen Dinkhauser!

Hey, Hey, Westi!

Das ging doch glatt ins Aug, diese kleine Prügelei mit der Kröte Krätzen von ex-orangem Ex-Pressesprecher der ex-orangen Ex-Justizministerin, aber ins Auge vom Prügelanschaffer: Neun Monate bedingt für Peter Westenthaler wegen falscher Zeugenaussage. Natürlich Politjustiz! schreit der Westi, wahrscheinlich so wie damals unser Herr Altbundeskanzler Fred Sinowatz verurteilt wurde, obwohl ihm doch fast der ganze Vorstand bescheinigte, dass es keine Kampagne gegen den Waldheim gab. Oder vielleicht ja auch noch die Reste oranger Politjustiz, wer weiß wie weit der Einfluss von der Frau Garstinger reicht, auf jeden Fall: Politjustiz halt! Und diese wankelmütigen Orangen lassen sich den Westi aus ihren Reihen schießen, wie man da so zu sagen pflegt bei den Politischen: Kaum ein Urteil, noch nicht einmal rechtskräftig, da schon: Westi wird nicht unser Spitzenkandidat. Was jetzt, zurück zu Onkel Stronach?

Aber interessant: Da ist auch noch diese Sache mit dem angeblich von Westi angefahrenem Polizisten beim Stadium nach der Euro, natürlich gilt die so genannte Unschuldsvermutung. Aber wenn da was dran ist... da könnt aus bedingt glatt noch ein bissl Häfn werden.

28.7.08

Glumac Drillinge


So, so der Herr Karadzic, alias Petar Glumac, soll jetzt doch nicht in Wien gelebt haben, sondern der echte Herr Glumac, der so wie der falsche Herr Glumac auch Wunderheiler sein soll und dem falschen Herrn Glumac total ähnlich schaut. Aber vielleicht ist das alles nur ein ganz großes Missverständnis und dieser Herr da residierte eine Weile in unseren schönen Hauptstadt. Der würde auch glatt als Glumac durch gehen.

26.7.08

Und ewig grünt die Heide

Heide ist wieder da! Heide Schmidt! Keine Erinnerung? Blaue Augen, blaue Vergangenheit. Dann hellblau, dann böse 99er Wahl, dann neun Jahre nix, und jetzt wieder hellblau. Oder sind die Liberalen jetzt gelb wie in Deutschland? Wurscht: Heide ist wieder da!
Und beim BZÖ schaut alles nach einem Spitzenkandidaten Jörg Haider aus. Das heißt TV-Duell mit Funken. Wie damals 1994. Quasi Wicky, Slime und Paiper auf politisch. Echt fett!

22.7.08

Dr. Boeses Totel Makeover

Nachher, vorher: Die Verwandlung des Psychiaters Karadzic zum Alternativmediziner mit Weihnachtsmannbart. Besser also doch bei der Schulmedizin bleiben?

Uneheliche Dementi

Nachdem sich Onkel Hans alias Cato als Nicht-Vater seines Inseratenkunden und Kanzlerzkandidaten Werner F. geoutet hat, wurden auch wir bedrängt eine Reihe unglaublicher Gerüchte zu entkräften. Wir kommen unserer Aufklärungspflicht natürlich gerne nach:

• Pater Willi ist nicht der uneheliche Sohn des von Richard Chamberlin gespielten Pater Ralph de Bricassart in Dornenvögel

• Gusi ist kein Enkel von Bruno K., nicht einmal ein Ziehenkel.

• HC Strache ist entgegen allem Augenschein nicht der depperteGotcha-spielende Bua von Jörg Haider und Barbara Rosenkranz.

• Barbara Prammer wurde von Johanna Dohnal nicht adoptiert.

• Die Hunde von Madeleine Petrovic und Professor Van der Bellen hatten kein Verhältnis miteinander, damit sie beide in der Krone mit ihren Frauerl und Herrl getrennt abgebildet wurden.

• Fionas Kind, mutmaßlich von KHG, wird nicht auf den Namen Julius getauft werden.

(Forts. mögl.)

21.7.08

Best of Böse hinter Gittern

So geht ein Albtraum doch noch zu Ende, der neue serbische Präsident Boris Tadic machte's offenbar möglich: Radovan Karadzic wurde festgenommen, Milosevics Kumpel, bosnisch-serbischer Präsident, Massenmörder von Srebrenica. Oder gilt da noch die Unschuldsvermutung?

Dinkelkoalition

Na, so passt doch alles zusammen wie in Omas Biokochbuch: Schwarz-grün hat Scharm, sagt der Herr Professor, und "Dinkhauser? Das halt ich mir noch offen!" Und fertig ist die schwarz-grüne Dinkelkoalition. Wer darf da den Backe-Backe-Sandkastenkanzler spielen?

Onkel Hans dreht durch

Der U-Boot-Landser der Nation hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Spind. In seinem heutigen Cato-Blog auf Seite 3 sieht er sich gezwungen, ein Gerücht zu dementieren, dass bisher außer ihm selbst noch niemand gehört hat. Hans Dichand: Werner Faymann ist nicht mein unehelicher Sohn!
Zwar wurde es sich altersmäßig ausgehen, schreibt er. Aber er habe eh eine Tochter und zwei Söhne, auf die er stolz sein könne. Wobei man auf einen Sohn wie Faymann, der sicher die Wahl gewinnen werde, natürlich auch stolz sein könne. Denn einmal, so Dichand, habe er mit mit seinem großen Leider-nicht-Sohn eine Gemeindebau-Baustelle besichtigt, und da habe dieses Genie doch tatsächlich Grünes zwischen die Wohnblocks pflanzen lassen. Also werde Faymann jetzt auch die Europäische Union in die Knie zwingen.
Und so weiter und so fort. Wir sagen nur: Drei Millionen Leser. Gute Nacht, Österreich.

19.7.08

Schwarz-Grün

Sascha traut sich was. In mehreren Interviews verstößt Alexander Van der Bellen heute gegen die Partei-Doktrin der letzten 17 Wahlkämpfe, nur ja keine Koalitionspräferenzen erkennen zu lassen: Er nehme die Koalitionsavancen der ÖVP "mit Wohlwollen" zur Kenntnis, heißt es da. Schwarz-Grün hätte einen "besonderen Charme". - Nur mal so zum Festhalten, bis zum Dementi.

17.7.08

Stoßstange orange

Nach einer angemessenen Schrecksekunde müssen wir jetzt doch vom Auftritt Jörg Haiders am Mittwoch in Wien berichten. Als er gemeinsam mit Peter Westenthaler das BZÖ-Volksbegehren gegen die Teuerung (gute Idee!) vorstellte, wurde er auch zu der neuen Strafanzeige gegen seinen Parteichef gefragt. Das Peterle soll ja mit einem Polizisten in Streit geraten und diesen dann mit dem Auto angefahren haben. Dazu Haider: "Ich finde es in Ordnung, wenn jemand gut mit seiner Stoßstange umgehen kann."

16.7.08

Alpenrebell im Glück

Der erste Sieger der Nationalratswahl 2008 heißt Fritz Dinkhauser: Hans-Peter "die Nervensäge" Martin hat ihm heute für eine gemeinsame Kandidatur abgesagt. Die Absage erfolgte zwar laut Martin "in einem einstündigen Telefongespräch". Aber Dinkhauser konnte die Intensivstation bereits wieder verlassen und freut sich jetzt darüber, was da für ein schnarrender Kelch an ihm vorübergegangen ist. Das Politbüro gratuliert herzlich!

Wir bleiben Meister!

Euro, pfff... das wahre Leben spielt sich sowieso in Aschaffenburg ab, und da werden wir unseren Weltmeistertitel im Wuzeln schon verteidigen! Darüber schreibt mal wieder keiner, nur immer dieser Fußball-Masochismus wenn wir wo mal verlieren. Aber in der Königsdisziplin Tischfußball zeigen wirs alle, ob Piefkes oder Spanier, da brauchma keinen Hicke und keinen Stickler um einen neuen Hicke zu finden, der uns wieder nur ins Abseits führt.

15.7.08

Heide muss ran

Das LIF taucht wieder auf. Die wollen sich jetzt fix der Wahl stellen. Spitzenkandidat hat es noch keinen, das LIF. Der Bautycoon Haselsteiner soll in den Ring. Problem: die Aktienkurse seiner Strabag haben gleich mal ein paar Prozenterl nach gelassen, als man über ein mögliches Antreten des Gusenbauer Spezis spekulierte. So geht es freilich nicht, dass der Mann nur um die Republik vor einer Neuauflage von Rot/Schwarz zu retten, in den Konkurs schlittert. Da können sich nämlich auch die Russen ihr Olympia 2014 in Sotschi abschminken. Der Haselsteiner soll ja da alles Mögliche aus dem Boden stampfen. Auch „Cold Blue Eye“, alias Heide Schmidt, könnte vor einem möglichen Comeback stehen. Seit die sich keinen Kuchen mehr von Männern im mittleren Alter mit aufgesetztem Kärntner Dialekt in den Mund stopfen lässt, ist die ja liberaler als so manches Gesetz es derzeit überhaupt erlaubt. Stichwort Homoehe. Sei’s drum, die Heide würde uns so wie früher spitzen TV-Duelle mit Strache/Westenthaler/Haider bescheren. Das wäre extrem retro – als quasi super modern.

Kassenkonkurs

Interessant, wie der Geschäftsführer eines so genannten Selbstverwaltungskörpers wie der Wiener Krankenkasse seine Verantwortung definiert. Weil die Kasse Miese macht, und weil die Regierung nicht mehr da ist um für mehr Geld und/oder eine "Gesundheitsreform" zu sorgen, wird noch einmal schnell der Schuldenstand von einer halben Milliarde auf 617 Millionen Euro erhöht, und dann der Konkurs beschworen.

Natürlich meine man das mit dem Konkurs nicht wirklich ernst, erzählt uns der oberste Selbstverwalter der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bitter: "Wir wollen uns gar nicht damit beschäftigen, weil wir davon ausgehen, dass am Ende der Hauptverband für eine ausgeglichene Liquidität zu sorgen hat und in weiterer Folge der Bund sozusagen hier mit in der Pflicht steht."

Auch wenn die Regierungen der letzten Jahre und Jahrzehnte am Schuldenstand mit Schuld sind, weil sie einerseits die Einnahmen festlegen, andererseits die Ausgaben, und sich das ganze seit langem nicht mehr ausgeht – dann bleibt immer noch die Frage: Wär's jetzt für einen Selbstverwalter mangels handlungsfähiger Regierung für viele, viele Monate nicht Zeit auf die Notbremse zu steigen, nicht mehr alles zu zahlen, auch wenn das sehr unangenehm für die Versicherten wär – ehe es noch unangenehmer wird und sie beim Konkurs alles selbst zahlen.

Urlaubssperre

Uff, der Cheffe will Postings, Postings, Postings. Es gilt allgemeine Urlaubsperre. Danke lieber Pater Willy, hätte doch auch noch im September mit dem Koalitionsbruch gereicht. Nach der EM hat sich nämlich schon ein sehr lässiges Sommerloch, namens olympische Spiele, aufgetan. Da haben wir uns schon auf extrem spannende Wettkämpfe wie Bogenschießen auf 100 Meter und Kanuslalom gefreut. Und jetzt die ewige Leier, die Schwarzen wollen jetzt doch mit den Haschtrafikanten, die Sozis sind eh mit den Blauen nicht so bös……und und und. Neu ist nur, dass Westenthaler nicht mehr prügeln lässt, sondern jetzt höchst persönlich die Drecksarbeit erledigt. Wie NEWS in seiner Donnerstag-Ausgabe wissen will, soll ein motorisierter Westi nach einem EM-Match angeblich einen Polizisten absichtlich angefahren haben. Das sind sicher die Nerven, der Mann braucht Urlaub. Wir eigentlich auch… aber siehe oben.

Politburo–Koalition 526:221

Soviel ist klar: Dieses Match ging haushoch an das Politburo. Die vorzeitig erlahmte Liebesehe von Gusi mit Pater Willi machte 221 Gesetze, das sind zwar circa alle zwei Tage ein Gesetz, aber alles nix gegen den Fleiß von God und Genossen: 526 Postings seit Habemus Regierung. Und vor allem: ES REICHT NICHT! Wir arbeiten gnadenlos weiter für das Land. So schaut's aus.

13.7.08

Aber Hallo Österreich

Österreich lesen zahlt sich aus. Da steht geschrieben, dass Werner Faymann eh ein klasser Bursch ist, H.C Strache auf blonde Frauen steht und „Stefan Eberharter” als Sigismund in Mörbisch Triumphe feiert. Diese Skifahrer, die lassen nach Karriereende nichts anbrennen, der eine Quizmaster, der andere jetzt Operetten-Star.

Aber hallo, Werner!

Das musste gesagt werden: "Ich sage nicht Onkel Hans zu ihm." So sind sie eben, die modernen Linken: Nennen Onkel, Tanten, Vater, Mutter einfach beim Vornamen. Respekt, Werner!

Steirereck-Politik

Entwarnung für alle, die derzeit heiße Tränen über das Schicksal von Alfred Gusenbauer vergießen, Entwarnung. Am Samstag trat der arme Kanzler schon wieder ganz fröhlich in den "Seitenblicken" auf. Nämlich bei einer "Promi-Weinkost" im Steirereck am Pogusch, und wälzte die bedeutende Frage, wo Haubenkoch Reinhard Gerer künftig kochen wird. Er dürfte sein Scheitern in der Politik also ohne gröbere Persönlichkeitsveränderungen überstanden haben.
Gemeinsam mit Gusenbauer waren übrigens Wilhelm Molterer und Josef Pröll bei der "Promi-Weinkost. So viel zum Thema: Es reicht!

Schwarze Härte

Einen kurzen, aber harten hat jetzt ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon angekündigt. Wahlkampf natürlich. Seither zittert das wehrlose Land, welche Art von Härte diese gnadenlose Partei wohl diesmal auspacken wird: Wolfi Schüssel am Cello wie 2002? Oder gar - wie 1999 - Liesl Gehrer an der Blockflöte? Urrggh!

10.7.08

Neue Bescheidenheit

Tränendes Auges musste Doris Bures heute SPÖ-interne Umfragen heraus rücken, wonach die Partei aller Parteien in der Wählergunst nur noch bei 21 bis 23 Prozent liege. Die Reaktion des in einem Meer von Tränen watenden Hannes Miselthon steht unmittelbar bevor: Er wird die Öffentlichkeit morgen mit einer Umfrage erschüttern, die den Schwarzen zwischen 15 und 13 Prozent gibt. Die FPÖ hat bereits eine Studie in Auftrag gegeben, wonach sie nur noch von ein bis zwei Hasspredigern gewählt wird, die Grünen geben in einem Notariatsakt ihr Verwelken bekannt und das BZÖ versichert eidesstattlich, überhaupt noch nie existiert zu haben. - Mitleidsmasche. Eh schon wissen.

Und tschüß, Uschi!

Unser Kanzler in statu abeundi hat heute bekannt gegeben, dass er bei der kommenden Wahl nicht mehr für den Nationalrat kandidieren wird. Das macht ja auch nix, denn das neueste Gerücht lautet, daß er in der künftigen Regierung Molterer/Faymann der neue Außenminister wird. (Die lange Uschi war ja auch wirklich zu frech zu Onkel Hans.) Außerdem: Keiner gibt im Ausland so exzellente Arbeitszeit-Expertisen über unsere Abgeordneten ab wie der Dingsbums.

Aber Hallo, aber Hallo

Zuerst den Slogan vom werten Politburo klauen und dann mit 2,6 Mille in den Ausgleich abzischen. Zwischen Knacker, Katzenfutter und Essiggurkerl bei Billa & Co Handys und Internet verkaufen geht halt nicht. Ich geh ja auch nicht zum Tischler um Tortenecken, oder zum Glasermeister um Radlpumpen zu kaufen. Sprich, Aber Hallo gehört jetzt wieder so was von exklusiv uns.

9.7.08

Dauer-Wahlkampf

Die lange Vorwahlzeit, lieber Genosse Hofrat, die in Österreich seit nunmehr zwei Jahren anhält, ist schon dramatisch genug, aber vielleicht nur das geringere Übel. Viel schlimmer werden die mühseligen Zeiten nach dem Urnengang – da wird erst einmal ein gefühltes Hundeleben sondiert, dann gibt es die ersten Annäherungsversuch, die ersten Verhandlungen, dann werden die Gespräche abgebrochen, dann werden Neuwahldrohungen ausgesprochen und so weiter und so fort, das zieht sich hin. Steht die Rot/Schwarze Koalition dann wieder, geht das Vorwahl Brimburi natürlich gleich wieder von vorne los……… das könnte sich dann schon auf Kaiser Franz Josef Niveau einpendeln.

Prokreationsfeiertag

Da hätten wir doch eine Wahlidee zur Bekämpfung des Geburtenrückgangs und Stärkung der Österreicherheit im allgemeinen, @ Putin: Ein neuer Feiertag, "Familienkontakttag" oder man könnte ihn auch "Kuschelfeiertag" nennen, an dem Familien zu Hause bleiben und tun, was sie eben tun müssen, damit sie Familien sind, neun Monate später kommen dann die Feiertagskinder zum Russlandtag am 12. Juni zur Welt. Bei uns könnte man das ja zum Nationalfeiertag 26. Oktober timen, da sind die letzten Russen abgezogen, also quasi noch völkerverbindender Zusatznutzen eines Kuschelfeiertags. Oder war das der 15. Mai? Wurscht: Hauptsache prokreieren.

polit(wett)buro eröffnet

Also, fang ma an mit Wetten, wie es ausgehn wird im September.
Ich sag unverändert, aber umgekehrt. Schwarz knapp vorne, Schüssel, äh Molterer Kanzler, Rot macht wieder mit, weil Hauptsache dabei in der Regierung.
Und Ihr Tip?

Aus dem Häfn

Wer wird eigentlich BZÖ Spitzenkandidat? Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung, aber nehmen wir mal an, der Herr Westenthaler geht wegen dieses kleinen Wickels im Stadl, in den Häfn. Da muss dann wer anderer ran, weil dass sie den Westi zu Parlamentssitzungen Freigänge einräumen, wird eher nicht sein.

Heinzi abschaffen

Eine bemerkenswerte Feststellung hat gerade unser Bundes-Heinzi getroffen. Als das Tracht-Prügel-Pärchen Gusi/Molti zum Abschiedskicks vorbeischaute, kam man auch so auf die nächste Regierungsbildung zu reden, und da sagte der Bundespräsident: "Träger der Entscheidung sind die Mandatare des Nationalrats. Ich kann nur meine Dienste anbieten." - Bravo, der Mann hat seinen Klestil gelernt! Und schöner kann man es nicht sagen, wie unnötig dieses Amt ist. Außer natürlich zum Empfang von WInzerköniginnen und Abordnungen der Erwerbsgärtner am Valentinstag.

Kurzer Wahlkampf

Wir hören immer: kurzer Wahlkampf. Alle versprechen: kurzer Wahlkampf. Die Wahrheit ist, dass es bis zum Wahltermin noch fast drei Monate hin sind. Das soll kurz sein?
Und wenn wir´s recht bedenken, steht dieses Land seit dem Sommer 2006 im Dauerwahlkampf, also seit zwei Jahren. Das ist nur dann kurz, wenn man´s mit der Amtszeit von Kaiser Franz Joseph vergleicht. Aber das ist eine andere Geschichte.

8.7.08

Dink-hauser, Dink-hauser!

Das wird die Schwarzen freuen: Der neue Andreas Hofer tritt an, und das bevor Onkel Hansi seine Unterstützung zugesagt hat. Unsere hat er ja sowieso, das macht schon das halbe Grundmandat von 24.000 Stimmen für den Herrn Dinkhauser aus, und die andere Hälfte wird die Krone beistellen. Vielleicht könnte man Hans-Peter Martin auch auf die Liste packen, an sicher unwählbarer Stelle, quasi ressourcenschonende Entsorgung von Krone-Altlasten.

Hackl ins Parlament!

Wahrscheinlich weil die bisherige Inszenierung so grottenschlecht ist: Karlheinz Hackl will in den Nationalrat, Partei "Soziale Kultur Österreichs". Wahlkampfmethode: "Ich werde singen und Geschichten erzählen." Willkommen im Polittheater, es braucht eh noch dringend ein paar Profis für ein bessere Performance.

Befreiungstheologe Willi

Immer lustig, was sich die Ex so nachwerfen nach dem Split: Für Pater Willi eine "Befreiung", Jetzt-ge-eht-lo-os!, für Gusi die späte Entdeckung der harten Tour, mehr Züchtigung wär nötig gewesen, um die Schwarzen zur Unterwerfung zu bringen, aber bitte, er der Harmonisierer, der hat das halt erst jetzt erkannt. Darf halt der Faymann die Domina spielen, das wird wieder was werden, der Wahlkampf samt anschließenden Koalitionsverhandlungen.

7.7.08

A Star is born

Jetzt ist er weg, der Gusenbauer. Schneller als gedacht. Wie ein Armutschgerl steht er da, schwitzt, schnauft, und schaut elendig aus „Wäsch“. Aber jetzt mögen ihn die Leute. Jetzt ist er ihnen sympathisch. Wie sie halt alle im nach hinein super finden, die nimma oder nix mehr sind. Die Toten, die Gescheiterten… Da braucht man sich ja nur den Falco anschauen. „Des hat er sich wirklich nicht verdient der arme Tropf“, hört man die Leute schon sagen. „Weil so schlecht war er ja auch nicht. Und wer weiß was nachkommt."

Koalition des schlechten Geschmacks


Gott, die Neuwahlen sind notwendiger als gedacht. Die Koalition des schlechten Geschmacks gehört ratze putz weg. Allein dieser Schüssel trägt in letzter Zeit Outfits auf… Augen zu und durch. In der ORF Sendung „Im Zentrum“ tanzte er gar in einer weißen Gunther Sachs Hose, Marke „alternder Playboy kauft sich eine Jacht in Südfrankreich“, plus transparentem Hemd, wo man die Hühnerbrust auf der Mattscheibe fast schon fühlen konnte, auf. Cap steht nicht hinten an. Kommt im himmelblauen Sakko mit Jeans, schwarzen Halbschuhen und weißen Socken daher. Der alte Professor nicht besser, keilt im rosa Hemd nach Jungwählern. Westenthaler im weißem Hemd, die Ärmel aufgekrempelt, sah sich schon bei der After Work Party im Stadl. Nur Strache machte bei diesem modischen Schnickschnack nicht mit, schwitzte sich im grauen Zweireiher durch die Sendung. Als künftiger Juniorpartner der Sozis muss man auch was gleich schauen.

Grillfleischkammer 2

Typisch, das eigentlich wichtigste zum Tag muss wegen der ungenießbaren Koalition zurückstehen: 40 PROZENT DER ALLJÄHRLICH VON DEN GRILLFLEISCHTESTERN DER ARBEITERKAMMER OÖ GETESTETEN HÜHNERFLEISCHSTÜCKCHEN WAREN NICHT FÜR DEN MENSCHLICHEN VERZEHR GEEIGNET! Erstaunlich übrigens, dass da Jahr für Jahr dasselbe rauskommt und noch immer keine vergifteten Grillereiverzehrer zu beklagen sind.

Zum Glück waren die Grillfleischkämmerer unerschrocken genug, diese erschreckende Tatsache aufzudecken. Jetzt natürlich die Frage, wie sieht es eigentlich an den Wochenenden bei OÖs Gartenfesten aus, reihenweises Kotzen? Lebensmittelvergiftungsepidemien in den Landeskrankenhäusern?

Dink-hauser, Dink-hauser!

Die Vorwärtsstrategie von Onkel Hansi zur Wahl wird jetzt sein: Dinkhauser als der neue Hans-Peter Martin für die nächsten Nationalratswahlen. Ganz Österreich quasi eine Festung gegen die EU! Frächter im Zorn praktisch Dreck dagegen. Wenn's mit dem Nationalrat nix wird bleibt ja immer noch eine Kolumne in der Krone. Gott erhalte unseren Onkel Hansi.

rien ne va plus



Sie erinnern sich noch an Sendung mit dem Lembke? Lustiges Berufe raten, oder so.
Machen Sie eine typische Handbewegung.
Ah, Politikblockierer. Ein Hunderter ins Schweinderl.
Jetzt muss man nämlich bei dem ganzen gerechtfertigten Gezänk um die schwachsinnig gewordenen Roten noch anmerken, daß die Schwarzen seit Regierungsantritt mit dieser typischen Handbewegung auftreten und jetzt halt verlockenden Neuwahlduft in der Nase haben. Und da sagt der Willi treuherzig, es reicht. Von mir aus. Tschüß Regierung. Und jetzt her mit einer ordentlichen Linkspartei, aber flott!

Österreich wird Serbien!

Wer hätte das gedacht: Das Land zerrissen zwischen pro- und anti-europäischen Kräften, die SPÖ hat den Kurs verlassen, sagt der Pater Willi, darum: Neuwahlen! Für eine pro-europäische Perspektive! (Gegen die Balkanisierung.) Zur Wahlurne gehen im Sommer kommt eh billiger als diese teuren Auslandsurlaube, nur schad, dass sich das wahrscheinlich alles bis zum Herbst nicht ausgehen wird. Und was sagt Onkel Hansi? Wird er die anti-europäischen Kräfte von Martin bis Gusi & Faymann stützen? Wird er es unter der Patronanz der Krone zur Versöhnung zwischen Hans-Peter Martin und den Sozen kommen, wo doch jetzt beide dagegen sind? Mit dem Intelligenten-Design-Segen von unserem obersten Kardinal? Demnächst an dieser Stelle. Bis dahin sind wir im Zweifelsfalle vor allem: FÜR UNS! (und der Hofrat für den Kaiser.)

4.7.08

31 Jahre Häfen, 67,6 Millionen

Na wusch, da haben sich 117 Prozesstage so richtig ausgezahlt: In Summe 31 Jahre Häfen und 67,6 Millionen Schadenersatz. Obwohl, wenn wir (abzüglich der bedingten und vorzeitig erlassenen Jährchen) in Lohnkosten umrechnen: So billig haben 1,72 Milliarden Euro noch nie ausgeschaut.

(und nicht vergessen: Tony Phillip Bennett hat für die Refco-Pleite Donnerstag 16 Jahre ausgefasst. Jetzt gibt's noch das kleine Refco-Bawag-Nachspiel, das für den Herrn Zwettler nochmals Brösel bringen könnte. Und der Staatsanwalt hat schon im Gerichtssaal den Sprechchor "Horn-gacher! Horn_gacher" angestimmt.)

2.7.08

Aber hallo, Strasshof an der Nordbahn?

Kann bitte irgendwer nachschauen gehen, was mit Strasshof los ist? Zuerst dieser grausliche Kinderentführer mit seinem Verließ, jetzt schießt ein Pensionist einfach vier Verwandte oder so ähnlich nieder. "Hilfsbereit" und "nett" und "lustig" war er immer, sagt die Hausbesorgerin. "EIn normaler, unauffälliger Kunde" war übrigens die Erinnerung eines Autozubehörhändlers an den Entführer von Natascha K. Hallo Herr Bürgermeister, schon einen gemeinderätlichen Krisenstab gebildet, Profiler Müller angefordert, die netten, unauffälligen, lustigen Strasshofer zu Gesprächen eingeladen, um weiteres Schlimmes zu verhindern?

Zu Lasten der Briefträger

In Zeiten höchst moderner Kommunikation, ist es doch schön zu hören, dass der gute alte Brief wieder in Mode kommt. SMS und schnöde Mails kommen dem Onkel Hans nichts ins Haus. Ein klassischer Brief muss es sein, schön frankiert, wenn möglich mit der Hand geschrieben. Die Briefträger freut das weniger, baut der Postfuchs doch seit Jahren Stellen ab. Jetzt schleppen die wie blöd…

Krone des Posteingangs

Der Briefkasten von Onkel Hans möchten wir derzeit nicht sein. Quasi Völlegefühl. Denn nachdem Faybauer & Gusenmann damit so großen Erfolg hatten, haben nun auch Uschi Plassnik und Peter Pilz offene Briefe an die "Krone" geschickt. Womit endgültig bewiesen ist, dass sich Hans Dichand seine Leserbriefe doch nicht alle selbst schreibt. Nein, alle Parteien versorgen ihn mit schriftlichen Eingaben. Also alle Parteien, die lesen und schreiben können.
PS: Gar zu gern wüßten wir, wer neulich den Faymann-Lobhudel-Leserbrief schrieb, der in dem Satz gipfelte: "Faymanns politische Qualitäten reichen an die einer Barbara Rosenkranz heran." Kann das vom Gusi gewesen sein?

1.7.08

rote kleckse

Ein Bürgerschirm für die EU!

Wenn schon der Gusi mit dem Onkel Hansi so schiach zur EU ist müssen mal wieder die kleinen Männer ran. Praktischerweise veranstalten gerade Gemeindebund und Wirtschaftskammer die Aktion Europaschirm, wobei in der KOSTENFREIEN VARIANTE jedermann und jederfrau, die sich als Schirmherrinnen der EU betätigen wollen, folgende Leistungen zur Verfügung gestellt werden (wir zitieren):

--> Bereitstellung und Lieferung eines dunkelblauen Sonnenschirms (Durchmesser 2 Meter). Bleibt nach der Veranstaltung im Eigentum der Gemeinde.
--> Give-Aways (Kappen, Armbänder, etc.)
--> Informationsmaterial und Broschüren zum Vertrag von Lissabon
--> Feedback-Bögen "Was ich an Europa mag" bzw. "Was mich an Europa stört"
--> Kummerbriefkasten (landet bei Onkel Hansi)
--> Unterstützung bei der Bereitstellung von EU-Experten.

Wir wollen Ihnen nicht vorenthalten, dass es für besonders engagierte Bürgerinnen und -er mit ein bissl Platz im Garten auch eine KOSTENPFLICHTIGE VARIANTE mit kleinem Zelt mit blauem Dach gibt, 6x3 Meter und inkl. 8 Stehtische zur Kommunikationsförderung und "Gadgets" wie "EU-Kappen, Gummibärchen", aber ohne Thomas Gottschalk. Kostet zwischen 1300 und 3500 Euro. Gusenbauer nicht inbegriffen.

Grillfleischkammer

Alle Jahre wieder, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, Fleisch und Gemüse naturgemäß leichter als sonst verderben kann, und irgendwo mal wieder wo wer gegen die Zwangsmitgliedschaft in der AK grummelt: Unsere unermüdlichen Grillfleischtester von der AK Oberösterreich sind ausgerückt, um die QUALITÄT VON GRILLFLEISCH zu testen, wahrscheinlich bei schweißtreibenden Gartenparties (Überstunden!) im Hof der Linzer AK. Unser geschätztes Politburo-Publikum in Linz, Urfahr und Umgebung kann sich ja vor Ort mit Geschmacksproben versorgen morgen Mittwoch: um 11 Uhr im Jägermayerhof in der Römerstraße 98 in Linz. Allen anderen werden wir EXKLUSIV! berichten wieviele stinkate Proben die Grillfleichkämmerer heuer gefunden haben. Damit Sie wissen, wofür sie monatlich Ihren Beitrag leisten (erwerbslose Witwen, Waisen ausgenommen, und natürlich auch Couponschnipsler mit demnächst ins Haus stehender Vermögenszuwachssteuer).

Vorbeisein ist alles

Nicht nur unsere Koalition gibt's jetzt billiger, sie könnten sich jetzt auch zum Schnäppchenpreis mit Fix und Foxi, oder wie die Viecher von der Euro geheißen haben, ausstatten.