31.8.08

Grüner Gockl


Schickes Foto von der Frau Glawischnig in Österreich! Das bringt sicher ein paar Wähler mehr. Die war ja nur so nebenbei mit dem Herrn Kickl, Mastermind der FPÖ und Erfinder von super lässigen Sprüchen wie „Asylbetrug ist Heimatflug“, gemeinsam in einer Klasse im Gymnasium in Spittal an der Drau. Da haben sich die beiden als Klassensprecher jedes Jahr abgewechselt. Die Blauen machen sich im Suff heute noch über diese Rotation lustig: „Ein Jahr der Kickl, ein Jahr der Gockl.“

28.8.08

Es reicht

…werden sich jetzt aber viele Schwarze vor der Glotze denken. Dieser Molterer ist jetzt nicht so der Renner, wie man sich das so vorgestellt hat. Den treibt dieser alternde Haider aber schön durch den Ring. Der Willi kommt da nicht mit, der bleibt auf der Strecke, da muss ein Coach her für das nächste Duell. Aber Dalli Dalli.

27.8.08

Karadciz, Fellner & die Bild Zeitung

Das neue DATUM mit einer kleinen aber feinen österreichischen Medienposse. Um was es geht: Die Tageszeitung Österreich kauft sich mit 15.000 Euro und einem zwielichtigem Bild-Vertrag die Rechte für ihre Karadciz in Wien Story. Die Bild Zeitung spricht von Fälschung, Wolfgang Fellner von einem Missverständnis. Siehe auch Standard.

26.8.08

Analysen Alarm

Diese Analyse nach den Duellen hat man sich vom Sport abgeschaut. Da wird ja mittlerweile auch jede Kickerei, Skifahrerei und Skispringerei in alle Einzelteile zerlegt. Der ORF hat in den letzten Jahren ein paar super Analytiker hervorgebracht - den Schneckerl Prohaska oder den Andi Goldberger zum Beispiel, den Armin Kogler muss man hier auch nennen, ein Supertyp. Karmasin und dieser unsagbar fade Filzmaier- moser- müller sind von den Sportprofis aber noch Lichtjahre entfernt. Da fehlt es an allen Ecken und Kanten - wo bitte ist die Superzeitlupe, der Schneckerl malt auch immer Spielzüge auf einem Display mit einem roten Stift nach, und zeigt wie es richtig gehen würde. Da könnte sich dieser Filzmaier- moser- müller ein bisschen nützlich machen, während die Sophie recht gscheit erklären tut…

Die Karmasins

Man würd gern die 13. und die 14. und noch ein paar Familienbeihilfen geben, damit einem diese Karmasins ein für immer erspart bleiben, die uns erklären, was wir grad gesehen haben, weil wir dazu ja zu blöd sind. Papa, Mama, Töchterl und Söhnchen Karmasin grinsen uns von jedem Bildschirm bei jeder unmöglichen Gelegenheit entgegen, bitte endlich mal Gnade!

Kronen-Alarm!

Da ist er schockiert, der Herr Professor, dass der Herr Faymann der doch ein Kanzler werden will, sich an den Onkel Hans ranschmiert wie wenn er als Hunderl gestreichelt werden will obwohl er doch fast das uneheliche Kind sein hätt können. Aber drauf gibts nur eins: Kurve kratzen! Zurück zur Verkehrspolitik! Welche Krone, welcher "bekannte Leserbrief"? " Nicht die Kronenzeitung hat mir einen Brief geschrieben, sondern ich hab der Krone einen Brief geschrieben. "Ja eben!"

Melanom Alarm - Bellen versus Faymann

Van der Bellen hat ein böse aussehendes Muttermal, links oben, dort wo die Haare schon schütter werden. Das sollte er sich mal ansehen lassen. Faymann hält sich eh wacker, lässt sich seine Sorgen nicht anmerken. Sein Onkel, der Hans, liegt ja angeblich auf der Intensivstation, wie das werte Politburo exklusiv in Erfahrung bringen konnte. Muss nichts heißen, kann aber böse ausgehen in diesem Alter, nach so einem Sturz.

Parlamentarische Jobbörse

Praktisch so viele Listen im nächsten Nationalrat, da kann das Arbeitsmarktservice ein paar seiner sonst echt schwer langzeitarbeitslosengefährdeten Problemfälle unterbringen. Den Ewald Stadler hamma schon an den Bienenzüchterverband das BZÖ vermittelt, so frühere Trauzeugen wie der Jörg wissen halt am Ende des Tages doch, was Treue ist. Und jetzt noch die Theresia Zierler, falls Sie sich noch erinnern können, eine echte Leuchte am politischen Parkett, Ex-ORF-Moderatorin, Ex-FPÖ-Generalsekretärin: Jetzt alles Fritz! Lassen wir doch die Gute selbst zu Wort kommen: "Die Theresia Zierler steht für Fritz Dinkhauser und sonst gar nichts."

Swingerclub

Ausgschamt würde die Oma sagen. Bald treiben es die im Parlament alle wild durcheinander. Die Schamgrenzen sind gefallen. Der Faymann ist die Schwarzen satt. Da fehlt im der Sex. Künftig machen es seine Roten mit jedem, egal ob Blau, Grün oder Orange. Auch der Molterer kommt schon auf den Geschmack, ziert sich zwar noch, aber vorstellen kann er sich das auch, der Bauernbub aus dem schönen Oberösterreich. Genierer kennen die keinen mehr. Die Republik, ein Swingerclub.

25.8.08

Orange und blaue Flecken

Mein Gott, was auf diesen Faymann jetzt hin gedroschen wird. Voller (Achtung jetzt bitte gut aufpassen) oranger und blauer Flecken ist der Bursche schon. Aber das ist dem Super Werner Wurscht, von wegen Stillhalteabkommen und so. Der macht Schluss mit den leidigen Studiengebühren, schmeißt der EADS die Eurofighter vor die Füße und der EU-Austritt ist wohl nur mehr Formsache.

Hyperaktive Sozen

Ein rechter Zappelphilip, der Faymann, die neue rote Wahl, der Leider-Nein-Dichand-Sohn: Das "Stillhalteabkommen" mit der ÖVP haben sie aufgekündigt. Eigentlich dachten wir ja, dass diese ganze verkümmerte letzte Legislaturperiode ein einziges Stillhalteabkommen war, aber nein: Nur das Stillhalten zwischen Onkel Willis "Es reicht!" und dem Wahltermin war gemeint. Also wird jetzt munter in ein paar Stunden husch-pfusch beschlossen, wofür sonst keine Zeit mehr ist. Kein großes Selbstvertrauen die SPÖ: Wir hätten gedacht, das erledigen sie dann in Ruhe wenn sie eine absolute Mehrheit haben.

Norbert Dramabos

Achtung, Sensation! Norbert Darabos ist auch drei Tage nach Veröffentlichung des Eurofighter-Rechnungshofberichts immer noch Verteidigungsminister. Und das, obwohl seine "Einsparungen" laut Rechnungshof so ausgesehen haben, dass er die Eurofighter trotz Umstieg von neuen auf gebrauchte Maschinen und trotz Abbestellung wesentlicher Ausrüstungsteile um 114 statt um 109 Millionen Euro das Stück gekauft hat. - Es sind schon Minister aus geringfügigeren Anlässen hinausgeflogen.
Aber jetzt Grundsatzfrage: Kann ein Zivildiener eigentlich als Verteidigungsminister zurücktreten?

24.8.08

Burqinis


Ab sofort sind auch bei uns, über den Schweizer Online Shop http://zohra.ch/ Ganzkörperbikinis für muslimische Frauen zu haben. Preis rund 120 Euro. Beim Burqini handelt es sich um einen Badeanzug, der bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper bedeckt und so den Anforderungen des Hidschab entspricht. Schaut in etwa so aus, wie der Anzug eines Eisschnellläufers. Ähnliche Modelle gibt es in der Türkei und in Ägypten, wo der Burqini als Scharia Swimsuit angeboten wird. Mit dem Ganzkörperbikini könnten auch muslimische Frauen in öffentliche Bäder gehen und am Schwimmunterricht teilnehmen. Ob die heimischen Badewaschel das durchgehen lassen, muss sich erst weisen. Kreiert wurde das Teil von der libanesich-australischen Designerin Aheda Zanetti, die auf Grund der Öffnung des australischen Rettungsschimmerverbands für muslimische Frauen, damit beauftragt wurde einen islamischen Badeanzug zu schneidern.

22.8.08

knochenkasperl



Jessas, a Rückgrat hat er in seinem Pilotenkoffer angeschleppt, der Hazeh. Dabei weiss doch jeder, daß so ein voller Pilotenoffer nix fürs Rückgrat ist.

Und der Genosse ska tut schon zeitunglesen

Dem Hazeh geht's um Charakter und Rückgrad, dem ska nur mehr um die Unterhaltung, und außerdem geht den Herren schon das Pulver aus, obwohl viel war da sowieso net da. Und dem Haider geht's darum "prominente Freiheitliche" abzuwerben, also hat er die Bundesgeschäftsführerin von den Blauen an Land gezogen. Und jetzt noch ein bissl ANATOMIE: Ein Rückgrat hat er dem Haider mitbracht, der Hazeh!

Unser Endstand: 2:1 für Strache, sagt der ska.
2:1 für Haider, sagt der Hofrat.
Kinder, tut's net streiten, sagt der spu.

ihm ist auch fad


jedenfalls hat er kurz recht bös gschaut, beim hazeh seiner suada.
jetzt su(a)dert er.

Dem Hofrat und sei'm Hund ist auch fad

So schauts aus wenn blau-orange im Fernsehen san.

Uns ist fad

Aber jetzt Hand aufs blau-orange Herzerl: Das ist a bissl fad, diese so genannte Konfrontation. Jetzt tu ma grad wieder über Aufenthaltsverlängerung und Ausländer im Kindergarten reden, und Missbräuche im Sozialsystem reden, und der Haider ist ganz staatstragender Landeshauptmann. Kärnten zeigt schon wieder, dass es geht. Sprachstandserhebungen. Puuuh. Und in der Sozialversicherung zählt sowieso ein Leistungsprinzip, DIE KANN GAR NICHT MISSBRAUCHT WERDEN, HERR STRACHE! und das erklärt uns der Herr Haider. Was ist jetzt mit der Mutter aller Schlammschlachten?

Er hat seine Chance gehabt

Der Haider, der hat seine Chance gehabt, und jetzt muss er obendrein noch den Schüssel verteidigen. Den Eurofighter hat er uns beschert, und jetzt soll der Strache die Vergangenheit bewältigen. Zum Glück hat er einen Pilotenkoffer dabei, der Koffer Hazeh. Wir sind übrigens schon gespannt, wann der Hazeh auspacken wird aus dem Koffer: Paintballs für ein bissl Gotcha-spielen?

Danke, die Tankkarte!

Nach der E-Card kommt die B-Card: Die Benzinkarte für Inländer, mit der tanken wir dann billiger, sagt der Jörg. Überhaupt, am besten gleich mit Bankomat- und Kreditkartenfunktion ausstatten, dann drucken wir uns das Geld selber.

Die Deckelung des Denkens

Während hier gebloggt wird, sagt Strache vor allem : Wir erleben, ich sag ganz offen. WIr haben gesagt, wir sehen nicht ein. Die Mehrwertsteuer abschaffen. Und noch halbieren obendrein. Die Deckelung des Denkens, sagt da der Jörg, weil nichts neues unter dem blauen Firmament. Nur im absluten Sozialstaat Kärnten müsste man sein: Billigtankstellen, erhöhte Beihilfen, Teuerungsausgleich. Der Genosse nebenan will schon nach Kärnten übersiedeln.

duell der klone



Das Kreidewettfressen zu Beginn ging einmal unentschieden aus. Jetzt schau ma, wem zuerst schlecht wird.

Nur Simmering–Kapfenberg, das ist Brutalität

Jörg gegen Hazeh, wie Österreich gegen Italien: Die Frage ist nur wer die zwei Eigentore schießt. Aber Ingrid Thurnherr verspricht uns ja schon das alles fair verteilt wird. Wie beim Politburo, wir schauen da auch streng drauf. Kommen Sie wieder, wir bloggen fair und ausgewogen.

Eröffnung: Hazeh mit einem Pilotenkoffer angetanzt, quasi bin schon da. Und Haider ist ganz die alte Grinsekatze. Stylemäßig, sagt der Genosse ska, ist der Haider im Vorteil. Obwohl: Trägt man noch so breite Krawattenknöpf? Und dann diese braunen Schuh, für die letzten Kameraden, weil "Never brown after 6".

Der Hans Christian, der Herr Haider: Das Du Wort pfleg ich mit Ihnen nicht mehr, mit dem Familienvater der die Partei in Stich gelassen hat. Wumsti, da geht's gleich von Anfang an rund. Und jetzt das: Was aus der Heide Schmidt geworden ist, das wissen Sie, die wollt auch nicht mehr per Du mit mir sein.

Und jetzt noch das: Der Hazeh, die komplette Kopiermaschine vom Jörg. Er hat euch nicht verraten!

Kärnten wie immer super, Gratisdingsbums, Tankstellen. Höchste Arbeitslosigkeit, geringstes Wachstum. Hoppla, da ist nicht vorgekommen.

Die Thurnherr heute sehr fesch, sagt der Genosse ska, sehr raffiniert, schaut so wie ein Bikini aus.

Schlecht schaut er aus, der Haider.

19.8.08

Die Macht des Geldes

Nach endlosen internen Krämpfen hat die Wiener ÖVP jetzt doch ihre Kandidatenliste fertig. Das ist bei der Wiener ÖVP nie ganz leicht, denn alle Granden wohnen in Wien, aber das Wahlergebnis ist dort immer Marke "Dinkhauser in Apetlon". Also bleiben immer einige Stadtschwarze auf der Strecke. Diesmal zum Beispiel Maria Rauch-Kallat und Franz Morak. Nicht, dass ohne die beiden im Parlament jetzt der Staat zusammenbricht, aber interessant ist es schon; Weichen mussten sie nämlich einem gewissen Michael Ikrath und einem gewissen Ferry Maier - Sekretär des Sparkassenverbandes der eine, Sekretär vom Raiffeisen-Sauschädel der andere. Mörder-Signal an die Wähler natürlich. Aber ohne die beiden gibt es halt kein Wahlkampfbudget.
Wie sagte doch Oswald Spengler: Die Demokratie ist die vollendete Herrschaft des Geldes.

Frischer Wind

Demner & Merlicek als Werbeagentur müsste man haben! Erst hängen sie Werner Faymann eine schwarze Strickkrawatte um und stellen damit diese herrliche subkutane Gedankenverbindung zum berühmten sozialen Vorkämpfer Giovanni Agnelli her. Und jetzt haben sie es - weiß der Himmel, wie! - geschafft, dass der neueste Wirbelsturm der Saison "Fay" getauft wird. Einfach genial: Hey man, Fay-Mann, ein Mann wie ein Wirbelwind! Tja, windstiller Pater Willi, diese Wahl ist wohl gelaufen.

16.8.08

Wir sind 1000!

Oft totgesagt, dabei quicklebendig wie Onkel Hans haben wir noch keinen Hund getroffen, den wir nicht streicheln würden. Zur 1000. Streicheleinheit erreichten uns zahlreiche Glückwünsche aus unserem Streichelzoo. Auszüge der Verlogenheit:

Werner Faymann: "Die nächsten 1000 gehen natürlich auf Rechnung der ÖBB."

Madonna: "Ich bin heute 50 und Ihr seid 1000. Das kann kein Zufall sein!"

KHG: "Eine Preziose der heimischen Bloglandschaft, ich habe jeden Post auf meiner Homepage mit Unterstützung der Industriellenvereinigung verlinkt."

Helmut Elsner: "Ich vermisse Sie, seit ich keinen Internet-Anschluss mehr habe. Aber meine Frau bringt mir Ausdrucke."

Alfred Gusenbauer: "Endlich was Ordentliches, nicht das übliche Gesudere."

Papst Benedikt XVI.: "Überirdisch gut, lässt Ihnen mein Chef ausrichten! Und als ehemaliger Chef der Glaubenskongregation (recte: Heilige Inquisition) möchte ich hinzufügen: Verboten gut!"

Wolfgang Schüssel: "Von Platz drei auf 1000 - alle Achtung!"

Janine Schiller (Charity Lady): „Längst dort, wo die Washington Post gelegentlich vorbeistreift, die New York Times wohl nie sein wird: im Reich der Qualität, der wohlgesetzten Wörter, der Aphorismen und Analysen."

Richard Lugner (Bau Tycoon): Politburo eine österreichische Trouvaille. Klein aber fein, mit Erfolg gegen den journalistischen
Einheitsbrei: Etwas tue sich im Land der „Kronenzeitung", frohlockten jene nach Qualität suchenden Leser, die sich von den etablierten Medien stiefmütterlich behandelt fühlten.

Herbert Kickl (Generalsekretär FPÖ): Politburo ab ins Klo.

Pepino Teuschler (Star-Schneider): „Bei Politburo kann man nichts mehr besser machen. Es gab kein Posting, in das ich nicht sofort reingezogen wurde."

Udo Jürgens (Schlager-Star): Ich denke, dass ein solcher Blog dem österreichischen Journalismus zur Ehre gereicht, wie immer mann/frau zu einzelnen herausfordernden Beiträgen stehen möge."

Jörg Haider: Den 1000er hat mein äh, na ja, der da mit der ordentlichen Beschäftigungspolitik, äh, eben nicht geschafft.

Andi Goldberger (Skiflieger): Pah, echt supa, ich woß wia schwaa des is, so aan Rekord zum schooffn, Do hoast übn, übn, übn.

Sissy Löwinger (Bühnenstar) - Politburo ist die Löwingerbühne unter den Blogs. Bravo.

Inseraten-Wahlkampf

Die ÖVP lernt wirklich nix dazu. Jetzt regt sie sich über die Faymann-Inserate auf, die ÖBB und Asfinag auf Geheiß Faymanns, aber natürlich auf Steuerzahlers Kosten geschaltet haben in "Krone", "Heute" und "News" - dort gleich ein 32-seitiges "Faymann-Spezial". Na und? Das weiß doch eh schon jeder. Und wen regt es auf? "Krone", "Heute" und "News" ganz bestimmt nicht, hehe. Und was anderes liest der kleine Mann, der die Wahl entscheidet, sowieso nicht. Nur werden die genannten Qualitätsblätter jetzt noch einen größeren Schleim auf die Schwarzen haben. Klassisches Eigentor.
Erinnert stark an den 79er-Wahlkampf und die Inseratenserie "G´schichten vom Dr. Kreisky". Bei der Finanzierung hatte ein völlig harmloser Schweinehirt namens Udo Proksch seine Würstlfinger drin. Da regte sich die ÖVP auch so auf drüber. Und was kam raus? Größter Kreisky-Wahlsieg seit überhaupt. Faymann freut sich schon!

14.8.08

Amtsgeschäfte

Da sagt doch noch einer etwas Böses über unser Beamtentum. Ein dreifaches Hoch dem neuen Bürgerservice. Führerschein, Pass, ratz, fatz ein paar Minuten und die Geschichte ist erledigt, Stempelmarken Schnee von gestern, Bankomat fast in jeder Amststube, Gebühren für eine Unterschriftenbeglaubigung geschenkt… und wenn Sie sonst noch Fragen haben, hier ist meine Karte, rufen Sie mich bitte jederzeit an.

Patriotische Heimatstunde

Schad, dass er keine Schützen hat da unten in seinem Freistaat, der sich offenbar gern in Geiselhaft halten lässt. Wären eine nostalgische Dekoration gewesen für Haiders patriotische Anwallung die orange Pausenclownnummer wieder selbst zu geben. Alter Mann will es noch einmal wissen wie wenig ihn noch ernst nehmen. Quasi innenpolitischer Pflegefall. Das Parlament hat ihn sowieso noch nie interessiert, dafür kandidiert er ohne gewinnen zu wollen, so wird es dann wohl auch ausgehen. Den Kärntnern zum Trost die noch nicht unter dem Stockholm Syndrom leiden: Ihr habt Asylrecht, trotz Schottermitzi.

Kaukasischer Bärentanz

Unser aufmerksamer Leser Pausenclown bemängelt, dass der kaukasische Bärentanz nicht in offener Sitzung behandelt wurde. Seine Eingabe:

Nun ist der Sackarschwilli dem russischen Bären tatsächlich in die listig gelegte Falle getappt. Damit ist er seine rebellischen Provinzen auf ewige Zeiten los. Hat er tatsächlich geglaubt, er könne so den Dritten Weltkrieg lostreten, die Nato wird ihm schon helfen? Die Bewohner von Südossetien haben wohl ihre Staatsbürgerschaft nach der Höhe des Benzinpreises gewählt. Bin für eine Umfrage in Österreich, wer die russische Staatsbürgerschaft annimmt, kann dann um 69 cent tanken…..

Dazu können wir noch die kleine Illustration beistellen, die russische Hacker schon Tage vor dem militärischen Angriff auf der Webseite des georgischen Parlaments platziert haben. Die Umfrage über Staatsbürgerschaftsannahme bei niedrigem Benzinpreis können wir uns jedoch sparen, im heimischen Süd-Ossetien alias Freistaat Kärnten besorgen das die Landestankstellen unseres wackeren Neo-Ober-Orangen Jörg, mit freundlicher Widmung des libyschen Tyrannen, dessen Sohn Dienstboten misshandeln tut. So kriegt eben jeder was er verdient, die Ösi-Süd-Osseten für ihren billigeren Sprit den Jörgl in Ewigkeit Amen und dafür den miserabelsten Wirtschaftszustand von ganz Österreich.

Nur bitte keine Eurofighter nach Klagenfurt schicken, weil die sprengen sich sowieso selber in die Luft.

12.8.08

Blaues Wunder

Das BZÖ ist offline. Die Homepage wird aktualisiert. Vielleicht den Provider nicht bezahlt, oder man werkt im Hintergrund an der supertruper Spitzenkandidaten Entscheidung. Veit Schalle, der Kapazunder von der letzten Wahlschlacht, wird es wohl nicht werden. Oder aber, es kommt zum Wunder von Krumpendorf: die Versöhnung des dritten Lagers. Sprich FPÖ und BZÖ gehen ein Wahlbündnis ein und räumen Hand in Hand rund 20 Prozent der Stimmen ab. Hört man sich in blauen und orangen Kreisen um, gibt es hie und da schon einen kleinen Hinweis, dass das gar nicht so unwahrscheinlich ist. Straches Intimfeind Westenthaler ist weg, Haider bleibt in Kärnten, Spitzenkandidat wird Strache. Da sollte man sich vielleicht schon mal in aller Ruhe auf die kommenden Sanktionen vorbereiten.

11.8.08

Vom Komplizierten

Heute ist Fred Sinowatz gestorben. Kanzler der rot-blauen Koalition 1983-1986, Hainburg, Verstaatlichtenkrise, Reder-Frischenschlager-Handschlag, Waldheim-Affäre. Es fällt einem viel ein zu diesem unglücklichen Burgenländer. Vor allem aber der eine Satz: "Es ist alles sehr kompliziert." - Ehrlicher ist ein Politiker nie gewesen.

Spendierhosenfabrik

Heißa, jetzt zündet sich Finanzminister Willi Molterer die Havanna mit 500-Euro-Noten an. Genug gespart!
Im morgigen Sommerministerrat beschließen SPÖVP eine Erhöhung des Pflegegeldes, eine Erhöhung der Pflegeförderung, das Ende der Vermögensgrenze und und und. Weitere Ideen für soziale Wärme? Kein Problem: Ein 13. Bezug der Familienbeihilfe, halbe Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Steuerreform schon gestern, nie mehr höhere Mieten, immer Schönwetter am Sonntag, nie mehr Kirschen mit Wurm. - Sieben Wochen vor der Wahl haben Werner Faymann und Wilhelm Molterer keine Spendierhosen mehr an, sondern eine ganze Spendierhosenfabrik! Sparen und ausgeglichener Haushalt war gestern. Jetzt langen wir in die Vollen.
Ja, und das Sparpaket, das macht dann die nächste Regierung,

9.8.08

Hochgenickt

Nur der Vollständigkeit halber: Werner Faymann ist gestern auf dem SPÖ-Parteitag im Linzer Design-Center zum neuen SPÖ-Vorsitzenden gewählt worden. Seine 98,36 Prozent sind das beste Ergebnis eines neuen SPÖ-Chefs seit Fred Sinowatz. Also sicherlich ein gutes Omen.
Was wir aber eigentlich sagen wollten: Auf fast allen Parteitagsbildern war neben Faymann ein junges Mädchen zu sehen. Falls Sie sich fragen, wer das ist: Abgeordnete Laura Rudas, die Jugendsprecherin der SPÖ aus altem Parteiadel und große Zukunftshoffnung. Ganz vorne auf der Bundesliste. Und immer neben Werner Faymann und Michael Häupl zu sehen.
Begonnen hat sie ihre Karriere übrigens als Mitglied von Viktor Klimas Nickerbande: Das war eine Erfindung des damaligen Parteisekretärs Andreas - Zufälle gibt´s! - Rudas, dass immer, wenn der Kanzler zum Volke sprach, hinter ihm eine Gruppe junger Menschen stand, um eifrig seinen Worten zuzunicken. Und die, die am besten nickte, wurde Jugendsprecherin. Wird auch sicher noch Ministerin. Tolle Karriere.

8.8.08

Kulturdelikt

Der Begriff Kulturdelikt soll jetzt in unser Strafrecht Einzug halten. Das hat sich Maria Fekter aka Schotter Mitzi born in Attnang Puchheim über den Sommer so ausgedacht. Mit dem Kulturdelikt sollen jene Taten bezeichnet werden, die nach österreichischen Gesetzten illegal seien, im Verständnis von Menschen aus dem Ausland aber zu ihren Traditionen gehören würden. Zum Beispiel der Ehrenmord, den würden viele Ausländer, vornehmlich aus dem anatolischen Raum, eh ganz OK finden, denkt sich die hoch verehrte Frau Innenminister. Geht bei uns nicht, weil ganz streng verboten. Sprich: bringt der Mustafa die Fatima um, weil sie mit einem Westler ein Pantscherl hat, ist er kein Mörder mehr, sondern künftig schlicht ein Kulturdeliktler. Ob der Kulturdelikt auch auf Inländer angewendet werden soll, ist noch unausgesprochen. Anwendungsbereiche gäbe es genug : Amstetten könnte man als so eine Art extremer Kulturdelikt bezeichnen, Geisterfahrer auch Kulturdeliktler, Maibaum stehlen Kulturdelikt Light, Braut auf der Hochzeit stehlen ebenso…

U-Bahn Glut

Hat wer diesen netten gekühlten U-Bahn Garnituren gesichtet? Im Winter verrichten die immer recht brav ihren Dienst. Da muss man sich zwischen Hütteldorf und Schwedenplatz ordentlich warm halten, dass einem nicht der Eisbär holt. Ohne Hauberl und Handschuhe läuft da nix. Im Sommer werden die Züge wahrscheinlich gewartet. Nicht dass ich da jetzt über die Hitze klagen möchte, gibt eh so wenig warme Tage, aber Backofen in der U-Bahn geht gar nicht. Weil der Mensch ein rechter Stinker ist. Vielleicht sollte man das auf die Wahlwunschliste setzen. Santa Willy Molterer erfüllt momentan ja alle Wünsche. Nur brav müssen wir halt alle sein.

7.8.08

Slogan-Recycling

Selber denken ist anstrengend. Also hat Haider-Fake Strachmann jetzt beim Pinseln der Wahlplakate einfach bei seinem einstigen Herrn und Meister nachgeschlagen. Und siehe da: Schon prangt auf dem allerneuesten Strache-Plakat der Spruch "Sie sind gegen ihn. Weil er für euch ist". Kommt Ihnen bekannt vor? Stimmt: Das stand schon auf einem Haider-Plakat im Jahre 1994.
Wobei Experten meinen, wir können noch von Glück reden, dass Strachmann in der Geschichte nur 14 Jahre zurückgeblättert hat. Er hätte ja auch "Ganz Deutschland hört den Führer am Volksempfänger" plakatieren können. Oder so.

5.8.08

Politische Atomspaltung

Merke: Nichts ist so klein, dass es nicht noch gespalten werden könnte. Wie wir aus der Kernphysik wissen, werden dabei sogar besondere Energien frei. Und so hat sich das Wiener BZÖ (Stimmenanteil bei der letzten Wahl: etwa 0,1 %) nun in zwei untereinander verfeindete Orangenspalterl gespalten. Und in der ebenso winzigen Kärntner FPÖ hat sich der aus der Partei ausgeschlossene Karlheinz Klement bei der Wahlbehörde eigenhändig als freiheitlicher Spitzenkandidat eintragen lassen. Strachmann tobt. Was natürlich auf eine weitere Parteispaltung hinausläuft.
Weiterungen sind nicht ausgeschlossen. Beobachter in Kärnten rechnen stündlich mit einer Spaltung von Karl Kle und Heinz Ment.