30.9.08
Heute um 14.00 Uhr bitte bei Willy Molterer im Finanzministerium vorbei schauen. Das wollte er sich noch mit allen treffen, ein bisschen zusammen sitzen, Kassasturz machen, und schauen was man für das viele Geld so alles finanzieren kann. Kommen wird keiner, vielleicht der Van der Bellen, weil der ist jetzt auch allen Wurscht. Der Molterer, in Erinnerung wird er uns als der „Es reicht“ Möchtegernkanzler - „heute um 14.00 Uhr“ klingt allerdings noch bemitleidenswerter.
29.9.08
Bravo Faymann!
Jetzt geht´s aber dahin. Tag eins nach der Wahl und schon das erste Wahlversprechen erfüllt. "Keine Koalition mit der Molterer-ÖVP", versprach Werner Faymann im Wahlkampf. Und, hui!, schon hat die ÖVP den Molterer, den Schüssel und den Bartenstein geschlachtet. Sauschädel-Landesjägermeister at his best! Glatter Blattschuss. Und jetzt natürlich der kleine Pröll. Der kriecht unter dem Fußabstreifer in die gar nicht mehr so große Koalition und eine Ruh´ ist. Endlich wieder in aller Gemütlichkeit packeln im Land. Da wird auch Onkel Hans wohlwollend nicken. Großes U-Boot-Fahrer-Abzeichen für die neue ÖVP! Und natürlich für den High-Mann.
Warum die ÖVP verloren hat
"Nach Paragraf 39, Ziffer 4 des Statuts", übernimmt Pröll die geschäftsführende Obmannschaft, hat uns Pater Willi post factum mitgeteilt, "damit Sie das ÖVP Statut kennen lernen". Wahrscheinlich haben das bis zur Wahl net genug auswendig gelernt, und schon hat's nicht mehr für eine Mehrheit gereicht. Wie gut, dass da dem Gusi das Statut wurscht war, als er den Fayman als geschäftsführenden Vorsitzenden installierte, so eine Position gabs nämlich im SPÖ-Statut nicht.
Der Willi baut einen Gusi...
...und bestellt sich einen geschäftsführenden Obmann, oder man könnte auch sagen, der Vorstand hat ihm einen Sachwalter namens Josef Pröll bestellt. Das bewährt sich, wir erinnern uns dunkel, dass in den Zeiten des Willi-Gusi-Zanks schon einmal der Fayman und der Pröll so ein schönes Vertragen-wir-uns-doch-wieder-Papierl vorgelegt haben. Also bald große Koalition ganz klein, und der Josef gibt den Vize. Weil wo es in der Welt so kracht auf den Märkten und die Banken eingehen, da ist jetzt leider für Experimente daheim keine Zeit.
Die Börse baut einen Willi...
...und verliert in Solidarität mit den Schwarzen heut auch gleich acht Prozent, so traurig waren sie nicht einmal in Frankfurt wegen der CSU in Bayern, da haben's nur vier Prozent verloren.
das nazigeschrei schon wieder
Das hysterische Geschrei der In- Auslandspresse über das Erwachen der Rechtsextremen Fratze im Herzen Europas ist allerdings amüsant. Und dämlich.
Die 30 % Prozent für rechte Parteien sind ja seit 2000 nix neues. Dass diese Wähler jetzt alles Rechtsextreme sind, diese Annahme ist lächerlich und zeigt von Nichtwissen der österreichischen Gesellschaftszusammensetzung. Natürlich haben wir hier einen hohen Prozentsatz an Kellernazis, die nix dabei finden, wenn man Ausländer schlechter behandelt oder am besten gleich rausschmeisst. Das sind meines Erachtens 10-12%. Der Rest sind arme Würschtln, die einfach Angst haben um ihren eh schon beschissenen Job, die Angst haben, dass ihr beschissenes Leben noch beschissener wird. Und die diese Angst einfach nicht anders ausdrücken können. Weil sie es nicht besser wissen. Die ihre Angststimme daher eben auch nicht im linken oder liberalen Spektrum vergeben können, weil die so gar nicht ihre Sprache sprechen. Lassen Sie doch mal eine Heide Schmidt einem 16-jährigen Erstwähler aus dem Krocha-Milieu erklären, was sie für ihn tun kann. Er wird es nicht verstehen, das System, die Schule, die Gesellschaft hat es ihm nicht beigebracht. Die alte Oma kann sich vom Umweltschutz nix kaufen, der einfache Hackler braucht keine halbe Mehrwertsteuer, sondern mehr Gehalt. Unsere ach so schrecklichen "Nazis" sind hausgemacht. Also scheisst euch net an, macht es besser in Zukunft.
Die 30 % Prozent für rechte Parteien sind ja seit 2000 nix neues. Dass diese Wähler jetzt alles Rechtsextreme sind, diese Annahme ist lächerlich und zeigt von Nichtwissen der österreichischen Gesellschaftszusammensetzung. Natürlich haben wir hier einen hohen Prozentsatz an Kellernazis, die nix dabei finden, wenn man Ausländer schlechter behandelt oder am besten gleich rausschmeisst. Das sind meines Erachtens 10-12%. Der Rest sind arme Würschtln, die einfach Angst haben um ihren eh schon beschissenen Job, die Angst haben, dass ihr beschissenes Leben noch beschissener wird. Und die diese Angst einfach nicht anders ausdrücken können. Weil sie es nicht besser wissen. Die ihre Angststimme daher eben auch nicht im linken oder liberalen Spektrum vergeben können, weil die so gar nicht ihre Sprache sprechen. Lassen Sie doch mal eine Heide Schmidt einem 16-jährigen Erstwähler aus dem Krocha-Milieu erklären, was sie für ihn tun kann. Er wird es nicht verstehen, das System, die Schule, die Gesellschaft hat es ihm nicht beigebracht. Die alte Oma kann sich vom Umweltschutz nix kaufen, der einfache Hackler braucht keine halbe Mehrwertsteuer, sondern mehr Gehalt. Unsere ach so schrecklichen "Nazis" sind hausgemacht. Also scheisst euch net an, macht es besser in Zukunft.
28.9.08
Tschüss Schmidti
Meine Wenigkeit musste heute beim LIF zur hahah Wahlparty antreten. Rein aus Eigennutz hab ich mir die Schmidt-Truppe ausgesucht, weil man will ja in meinem Alter nicht mehr so lange weg bleiben. Die Heide wurde recht beklatscht, hat brav bei Herrn Haselsteiner Danke, Danke gesagt, weil so viel Geld und so, und dem Herrn Zach hat sie gratuliert, weil der gestern Papa geworden ist. Also eh gut für den guten Zach, wenn das mit dem LIF nix mehr ist, weil jetzt mehr Zeit für Baby. Sonst war die iPhone Dichte recht groß bei den LIFler, und Frau Resetarits hat dem werten Politburo verraten, dass sie jetzt mit der Politik nix mehr zu tun haben wird, nächstes Jahr macht sie dann auf Hausfrau, weil eh die Familie so viel leiden hat müssen, wie sie die EU aufgemischt hat.
Loser-Krone
Eh's im Strudel der Ereignisse untergeht: Onkel Hans & die Krone hat schon wieder eine Wahl verloren, den Schüssel ham's net verhindern können, den Hans-Peter Martin ham's net ins Parlament schreiben können, den Dinkhauser sowieso net, und jetzt hat der Fayman a no abegsanedelt. Sollt ma sich gut überlegen, bevor sich der nächste Politiker als Leider-Nein-Adoptivsohn vom Onkel Hans ausrufen lässt.
Soviel Analyse war selten
Die Kernfrage ist, die Kernfrage ist, sagt Willi schon zum xten Mal nach der Kernschmelze der Schwarzen, aber da sind sich jetzt alle einig dass sie analysieren wieso die armen Großparteien jetzt so flügelgestutzt sind, ich will euch da ja keinen Rat geben, warum euch die Wähler weglaufen, weil uns laufen sie ja zu, sagt der Jörg, dann gibt er dem Willi und dem Sascha und dem roten Werner doch noch einen Rat, weil doch alle Jungwähler bei ihm dem Jörg und nicht bei den anderen sind, höchstens noch bei dem Zahntechniker, aber der ist ja nur eine Kopie. Auf jeden Fall: Die Kernfrage ist, warum reden die jetzt nach der Wahl so wie vor der Wahl?
Die gute Nachricht II
In der ÖVP mangelt es jetzt nicht an wohlmeinenden Ratschlägen jener, die es immer schon besser gewußt haben. "Der Wahlkampf wurde so geführt, daß wir immerhin wieder im Parlament vertreten sind", höhnte Abgeordneter Ferry Maier gleich nach Wahlschluss. Guter Mann. Er selbst weiß natürlich, wie es besser geht: Hat sich sein Mandat von Sauschädel Konrad kaufen lassen und im Wahlkampf keinen Finger krumm gemacht. So macht man das, würde Wo... na ja, eh schon wissen.
Die gute Nachricht
Apropos rapide Schwindsucht bei den Schwarzen dies- und jenseits des Walserbergs: Rapid hat gewonnen! 2:1 gegen Sturm. Klare Sache. So macht man das, würde Wolfgang Schüssel sagen, wenn er noch was sagen würde. (Er dürfte gestern nämlich aus dem Parlament geflogen sein).
Klarer Wahlsieger!
Endlisch ein klarer Wahlsieger, mit 43 Prozent: Die Schwarzen in Bayern! Aber unser treuer Leser Bernd K. macht uns darauf aufmerksam, das im Vergleich dazu die Schwarzen bei uns daham viel weniger verluren ham.
Die bürgerliche Mehrheit
"Eine bürgerliche Mehrheit ist da, eine große bürgerliche Mehrheit ist da", sagt der Herr Schützenhöfer von der steirischen ÖVP, weil eine Koalition der Verlierer kann man nicht machen, da sind doch die Schwarzen wieder lieber bei den Gewinnern. Aber falls es ihm noch nicht aufgefallen ist: Inzwischen ist auch eine rotblaue Mehrheit da, wenn auch nicht so eine große, und weißgottwie bürgerlich sind die Blauen auch grad nicht.
Was der Wähler weiß
Jaja, "der Wähler weiß schon was er tut", sagt der Onkel Erwin vom Josef Pröll. Also was hat der Wähler jetzt eigentlich getan? Selbstmordattentat? Jedenfalls werden's den Misseton jetzt heim über den Wechsel schicken, ist ja auch schon was, im Gegenzug kommt das Original öfters herüber und darf schauen was die Kopie besser macht als er. Aber alles ein bissl grauslich.
Schlaflos in Döbling II
Ein bisschen Sorgen muss man sich um den verkehrten Herrn Hofrat machen. Kein Funk, kein Ton. Vielleicht vor lauter Ermattung eingeschlafen. Nicht dass der die Wahl verpennt.
Geschafft
Gar nicht so einfach mit diesen großen Stimmzettel. Die Schwarzen tun sich schön fürchten wie man hört. Im Wahllokal ein kleiner Miniskandal. Der eh schon ältere und tattrige Herr M. hat zwar brav gewählt, aber am Weg von der Wahlkabine bis zur Urne (gefühlte 2,3 Meter) ganz einfach darauf vergessen, dass man Wahlzettel auch in den Urne schmeißen muss. Der Wahlleiter musste ihm bis auf die Straße nachlaufen. Dort hatte er aber den Stimmzettel nicht mehr - er schwört, dass er ihn eh eingeworfen hat. Nur gesehen hat es niemand.
27.9.08
Nachmittagsschläfchen in Jois
Die neue Wahl ist hier kein leeres Versprecen: Jeder Kandidat, jede Kandidatin eine Bereicherung fürs Leben! Die Kätzchen sind noch nicht alle vergeben. Schreiben Sie dem Politburo.
Ausgeschlafen in Gablitz
Während man in Döbling die Nacht zum Tag macht, ist im schönen Wienerwald alles eitle Wonne. Ausgeschlafen, tipp topp in Form schlürfen wird Cappuccino, trinken frisch gepressten Orangensaft, mampfen zufrieden ofenfrische Kipferl und blicken voller Freude auf den morgigen Wahlsonntag. Die CSU wird erstmals unter 50 Prozent fallen, das hat doch was.
Schlaflos in Döbling
Hilfe, ich kann nicht schlafen! Ich weiß nicht, wen ich wählen soll. (Man beachte den Zeitpunkt des Eintrags, um das Ausmaß der Verzweiflung ermessen zu können. Wobei man wissen muß: Hofräte gehen üblicherweise mit den Hühnern schlafen. Deswegen beginnen ja beide mit H. Logisch.)
25.9.08
Gusi lässt grüßen
Nicht vergessen, wir haben ja auch noch einen amtierenden Bundeskanzler, der darf grad Abschied von den Kollegen Regierungschefs in New York nehmen und lässt daheim ausrichten, dass ma keine Rezession haben werden. Eine Runde Barollo auf Staatskosten für den Herrn im Nadelstreif, bitte, und anschreiben lassen, falls ma no Kredit haben.
Alternativen
Kann man eigentlich diese Thurnher auch wählen? Womöglich zusammen mit dem feschen Rafreider und dieser Lou Lorenz? Quasi Ampelkoalition?
Bestatter
Eine müde Runde. Wohl zu lange im Parlament rumgehangen. Faymann macht optisch auf Bestatter. Könnte mit diesem Anzug und der mausgrauen Krawatte bei "Ewige Ruhe & Söhne" anheuern.
23.9.08
Strom sparen mit Willy
Bissiger Molterer, der sich mit einem einfachen aber effektiven Stromspar-Trick eine Menge Heizkosten spart. Der Schlauberger hat in seiner Wohnung ein ausgeklügeltes System installiert, das die Räume nicht heizt, wenn niemand zu Hause ist. Und wir Blödmänner drehen nach wie vor die Therme ab, wenn wir in die Arbeit fahren.
blick in die tvschirmkugel
Heute also, das große Finale der Parteizugseepferdchen. Eine kleine Prognose: Die beiden Parolen wiehernden Gesellen werden mit halben Mehrwertschwafelsätzen und sonstigen Halbwahrheiten um sich werfen, die Frau Thurndings wird sich die wohlfrisierten Haare raufen und dabei rufen: Meine Herren, so geht das aber nicht. Die Herren werden weitere Berechnungen anstellen, was alles nicht geht und danach wird die Filzkugel rollen und im Nachhinein das Karma voraussagen. Und ich werd einschlafen. Vorher putz ich noch meinen Bildschirm, weil die Schwarzen haben mir "im Interesse unserer Unternehmerinnen und Unternehmer" zwei Reinigungstücher für alle Bildschirme geschickt. Vorne drauf auf den Packerln steht "Klarheit. Wahrheit". Ich fürchte nur, es wird nix nutzen.
Spannung
Die Spannung steigt und steigt. Ein halbes Stünderl noch und wir wissen Bescheid, ob Werner Fayman auch der heutigen TV-Diskussion, wie schon zuvor bei Puls 4 und ATV, fernbleiben wird. Wir hoffen es, weil das wäre nur Konsequent.
Wiki ist Mist. (Zumindest bei Katzen)
Bevor einem die Tristesse des Wahlkampfs in seinen letzten Zügen überwältigt zwischendurch zu etwas ganz anderem: Wikipedia ist Mist. Zumindest was die Kompetenz des Kapitels Hauskatze betrifft, weil da heißt es, dass die trächtige Hauskatze beim ersten Wurf gerade mal zwei bis drei Kätzchen bekommt. Denkste, weil das gerade geschlechtsreife burgenländische Kätzchen, das die Genossen und ihre Datscha adoptiert hat, gleich mal sechs Kätzchen in zwei Anläufen im Wurfzelt (man glaubt es nicht, aber um 5,99 Euro gibt es so kleine Iglus für Katzen) zur Welt gebracht hat. Fazit: Wiki stinkt. Wer weiß welche christlichen Fundis das Kapitel geschrieben haben, damit man Ja zu Katzen sagt.(P.S.: Einige der entzückenden, grauen, grauweißen und schwarzgefleckten Kätzchen sind noch zu haben, selbstverständlich erst nach gebührender Berücksichtigung kleinkätzischer Bedürfnisse beim Muttertier.)
Zaache Partie III
Jetzt ist er weg, der Zach. Während die Eurofighter fliegen, macht der Liberale eine Bruchlandung. Da dürfen sich die Schmidtianer aber schön bei ihm bedanken, dass er ihnen jetzt schon eine lässige Begründung liefert, dass man es am Sonntag blöderweise nicht schaffen wird.
Jö schau so a Sau
Merkwürdige Vorkommnisse werden von einem Jörg Haider Auftritt am Stephansplatz berichtet. Als der Jörgl die Bühne entert, wurde der Danzer Klassiker „Jö schau so aus Sau“ angestimmt. Am Schluss soll der DJ dann „Looser“ von Beck mit dem schönen Refrain „I'm a loser baby so why don't you kill me“ aufgelegt haben. Da hat sich wohl eine blauer Kollaborateur eingeschlichen. Oder so eine Art Sound-Guilleria treibt ihr Unwesen. Was die wohl beim Faymann und den anderen finsteren Gesellen auf die Plattenteller werfen?
22.9.08
Zaache Partie II
Was bisher geschah: Herr Zach war, wenig bemerkt, auf einem Sitz der Sozen für das LIF im Nationalrat. Diese Partei ist, ebenfalls wenig bemerkt, gegen die Eurofighter. Herr Zach hat, bis vor wenigen Tagen unbemerkt, Geld gemacht, indem er für den Eurofighter-Hersteller EADS Zeitungsausschnitte sammelte. Von irgendwas muss der Mensch ja leben, wenn ein paar tausend Euro Abgeordnetengehalt nicht ausreichen.
Jetzt hat Herr Zach ein Problem. Aber er hat ja zum Glück eine Home-Pädsch, wo er liberale Ideen entfaltet. Dort könnte er seinem Problem den wählerverständlichen Spin geben, wie man das so nennt. Die letzte Meldung auf der Home-Pädsch von Herrn Zach, vom 16.7., als der Sommer noch einen schönen Herbst versprach: Liberale treten zur Nationalratswahl an. EADS-Lobbyismus? Keine Spur.
Aber "wenn Sie mehr über mich wissen wollen, zögern Sie nicht, mir zu schreiben": Aufmerksame Leser haben Herrn Zach geschrieben und nach der EADS gefragt. Wir halten Sie am Laufenden. Vorausgesetzt es gibt was am Laufenden zu halten.
Jetzt hat Herr Zach ein Problem. Aber er hat ja zum Glück eine Home-Pädsch, wo er liberale Ideen entfaltet. Dort könnte er seinem Problem den wählerverständlichen Spin geben, wie man das so nennt. Die letzte Meldung auf der Home-Pädsch von Herrn Zach, vom 16.7., als der Sommer noch einen schönen Herbst versprach: Liberale treten zur Nationalratswahl an. EADS-Lobbyismus? Keine Spur.
Aber "wenn Sie mehr über mich wissen wollen, zögern Sie nicht, mir zu schreiben": Aufmerksame Leser haben Herrn Zach geschrieben und nach der EADS gefragt. Wir halten Sie am Laufenden. Vorausgesetzt es gibt was am Laufenden zu halten.
21.9.08
Mehr Staat weniger Privat!
Heute Elefanten-Runde bei ATV. Die schenken wir uns aber. Faymann pfeift auf die Privaten, die neuerdings glauben auf Polit-Talk machen zu müssen. Der Werner weiß schon was er tut. Auch zu diesem grindigen Puls-TV ist er nicht hin marschiert. Wo kommen wir denn da hin, wenn schon jeder Pimpferl-Sender Elefanten-Runden machen tut, wird sich der Werner denken. Den Staatsfunk macht er, das gehört sich und Basta. Wenn du dir das anfangen tust, nimmt das ja kein Ende, wird ihm der Cap sagen. Was kommt denn dann noch? Vielleicht die Spitzenkandidaten bei Red Bull TV? Dort gscheit daher reden, verleiht wahrscheinlich auch keine Flügel.
Letzte Worte
Unerbittlich naht der Tag der Qual. Nur noch sieben Mal schlafen (besser gesagt: nur noch sieben schlaflose Nächte) und dann sollen wir unser Kreuz machen. Das heißt für die Politiker: Die Zeit der letzten Worte ist angebrochen. Heute zum Beispiel für Werner Faymann. Wir fassen seine Ausführungen in der "Pressestunde" zusammen: Die ÖVP ist das Letzte, aber die Große Koalition ist trotzdem äußerst erstrebenswert. Wie das zusammenpasst? Ganz einfach: Nach der Wahl werde die ÖVP die grauslichen Schüssels, Molterers und Bartensteins in die Wüste schicken und den sympathischen, kompromissbereiten und inhaltlich windelweichen Seppi Pröll zum Traum-Vizekanzler der SPÖ machen, sagt Faymann.
Ah ja, so ruiniert man also die Zukunftshoffnung der Feind-Partei. Sehr gelungen! Aber bleiben dann nicht womöglich die Schüssels, Molterers und Bartensteins erst recht am Ruder? Wurscht, der Onkel Hans wird schon wissen, wie´s weitergeht.
Ah ja, so ruiniert man also die Zukunftshoffnung der Feind-Partei. Sehr gelungen! Aber bleiben dann nicht womöglich die Schüssels, Molterers und Bartensteins erst recht am Ruder? Wurscht, der Onkel Hans wird schon wissen, wie´s weitergeht.
19.9.08
Zaache Partie
Der LIF/SPÖ-Abgeordnete Alexander Zach hat am Freitag zugegeben, dass er Lobbyist für EADS war. EADS, das war der Hersteller jener Eurofighter, gegen die Zach als Abgeordneter stets Sturm (oder sagen wir: Brise) gelaufen ist. Als Privatmann hat er für sie Lobbying betrieben, wenn auch, wie er am Freitag betonte, nur "indirekt".
Na ja, das könnte jetzt eine direkt zaache Partie für das LIF werden am kommenden Sonntag. Was ja wohl auch der Zweck der Übung war, warum die Sache jetzt von den Grünen und einem bekannt SPÖ-affinen Journalisten publik gemacht wurde. Indirekt, versteht sich.
Na ja, das könnte jetzt eine direkt zaache Partie für das LIF werden am kommenden Sonntag. Was ja wohl auch der Zweck der Übung war, warum die Sache jetzt von den Grünen und einem bekannt SPÖ-affinen Journalisten publik gemacht wurde. Indirekt, versteht sich.
Schwarze Löcher
Natürlich haben sich alle über die Koalition besorgter Bürger und Bürgerinnen (KbBuB) lustig gemacht, die vor den schwarzen Löchern bei dieser Höllen Urknallmaschine in Genf gewarnt haben. Aber bitte, wir wollen ja nur diese Abfolge von Ereignissen in Erinnerung rufen: Zuerst haben die Physiker vergangene Woche ihre Kollisionsmaschine in Betrieb genommen. Dann sind die Finanzmärkte in dieser Woche in ein riesiges schwarzes Loch gestürzt. Dann haben sie diese Maschine in Genf am Donnerstag wieder abgeschaltet. Und heute sind die Kurse in die Höhe geschnalzt als ob's keine Schwerkraft gäb. Wir wollten's ja nur gesagt haben. Wahrscheinlich nehmen sie das Ding wieder knapp vor der Wahl in Betrieb. Und es soll am Montag danach keiner sagen, wir hätten's nicht gesagt.
18.9.08
Ach Will
Lieber Herr Willy. Bitte so wird das nichts. Der Bauernbub hat immer so viel Angst vor den Homos. Die mag er gar nicht. Warum ist die Karmasin Mutter nicht mehr im Tv zu sehen. Das ist die mit dem Arafat Zinken im Gesicht. Die will ich wieder.
Bringschuld
Es war einmal ein Fürst. Dieser war groß und mächtig. Den Menschen im Fürstentum ging es gut, nur wenige hatten zu klagen. Sie liebten ihren Herrscher. Der Fürst umgab sich gerne mit ausgewählten Hofberichterstattern, die mit Freude Tag ein Tag aus jeden Wortfetzen des Fürsten in Funk und Fernsehen bejubelten. Die schreibende Zunft liebte der Fürst hingegen weniger. In den Jahren seiner Regentschaft wurde er immer argwöhnischer. Er mochte sie nicht. Ein neuer, frischer Schreiberling wusste nichts davon. Frech versuchte er dem Fürsten ein paar belangslose Worte zu entlocken. Der Fürst blickte in abfällig an, baute sich vor ihm auf, schlug ihm mit dem Handrücken auf den Brustkorb und schmetterte: „So geht des net, so geht des sicher net – bevor I mit ihna und ihre Zeidung red haben sie vorher a Bringschuld. “
17.9.08
Oranges erstes Mal
„Ich war ein ziemlicher Spätzünder und hatte mein erstes Mal erst mit 18“, erzählt Stefan Petzner, modischer Pressesprecher von Landeshauptmann Haider. „Sie war süße 16, hieß Petra und war meine erste große Liebe.“ Als „unschuldiger Junge vom Lande“, hatte er „null Ahnung.“ Ort des Geschehens war bei Petra zu Hause. „Ich war irrsinnig nervös“, erinnert sich Stefan. Nur so ist es zu erklären, warum er mittendrin plötzlich sagte: „Ich mag nimmer. Irgendwie find i das komisch. Hör ma auf!“ Doch weil Übung schließlich den Meister macht, arbeiteten die beiden fleißig, bis der Sex „sensationell“ war. Die Beziehung hat dann ein Jahr gedauert. „Noch heute sagt Petra zu mir, dass sie noch keinen besseren Liebhaber gehabt hat als mich“, so Stefan stolz.
Na dann, jetzt nicht schlapp machen und mit noch viel Übung wird auch noch eine richtige Orange aus unserem Möchte-Gern-Abgeordneten, und Jörg wird sagen: Ich habe keinen besseren gehabt!
16.9.08
3:0
Da hat der Faymann nix anbrennen lassen. Strache zwar bessere Farbe im Gesicht - das war es aber auch. Und jetzt der tägliche Karmaunsinn.
Mundraub
Jetzt spricht der Faymann schon zum zweiten Mal von der "Halbierung der Lebensmittel". Beim ersten Mal, in der Konfrontation mit Jörg Haider, dachten wir noch an einen Versprecher. Aber jetzt, bei der Kuschelontation mit Heinz-Christian Strache, sagt er es wieder. Alarm! Da steckt System dahinter! Der Mann will meine halbe Leberkäs-Sem..., mein halbes Ottakr... !
Grauer Panther
Dieses mit den Pensionisten verhandeln tut dem Faymann nicht so gut. Wie ein grauer Panther schaut er aus.
An die Geräte!
Nur zur Erinnerung: In knapp einer Viertelstunde beginnt unter dem Ehrenschutz von Hans Dichand in ORF2 die TV-Konfrontation zwischen Werner Faymann und Heinz-Christian Strache. Für die, die heute Abend nicht dabei sein können, wird die Sendung morgen, um 15.10 Uhr, auf dem Sendeplatz von "Sturm der Liebe" wiederholt.
Zivildiener auf Reisen
Ganz groß in Reisediplomatie ist unser Verteidigungsminister Norbert Darabos. Als im Juli des Vorjahres der erste Eurofighter in Zeltweg landet, verdrückte er sich mit dem Bundespräsidenten und Oberbefehlshaber ganz diplomatisch nach Mazedonien. Jetzt ist Eurofighter-mäßig wieder Reise-Feuer am Dach: Am Donnerstag sollte im Nationalrats-Ausschuss über den peinlichen Eurofighter-Prüfbericht beraten werden, der nachweist, dass der größte Zivildiener aller Zeiten so wahnsinnig erfolgreich eingespart hat, dass er die Skandal-Vögel letztlich zu einem höheren Stückpreis kaufte als die böse, böse Vorgängerregierung. Tja, was macht man als Reisediplomat in so einem Fall? Ab in den Kosovo!
Bleibt nur die Frage, wo Norbert Darabos den Wahltag verbringen wird. Im Tschad?
Bleibt nur die Frage, wo Norbert Darabos den Wahltag verbringen wird. Im Tschad?
15.9.08
So verliert Heide
Neulich in einer österreichischen Bundesländerzeitung, Samstag mittag. Heide Schmidt ist zum Interview angesagt und wird freundlich empfangen. Darf´s was zu trinken sein? Einen Nespresso bitte, sagt sie. Der Jungredakteur, der am redaktionsfreien Samstag extra eingerückt ist, um den hohen Gast zu betreuen, gerät ins Schwitzen, denn Nespresso ist keiner da. Er bereitet mit viel liberaler Liebe einen Filterkaffee zu und kredenzt ihn seinem geheimen Idol listig in einer Nespresso-Schale. Heide Schmidt kostet, zieht ein Schnoferl und sagt: Das ist aber kein Nespresso. Und lässt den Kaffee stehen.
Der Jungredakteur, der auch nicht aussieht wie George Clooney, ist ein wenig enttäuscht. Jetzt wählt er vermutlich grün.
Der Jungredakteur, der auch nicht aussieht wie George Clooney, ist ein wenig enttäuscht. Jetzt wählt er vermutlich grün.
Hauptschwein
Josef Pröll der Kommende feierte dieser Tage seinen 40. Geburtstag. Das Fest in Tulln war ein rauschendes zu nennen, selbst Alfons Haider war da. Man kann ja nie wissen. Da war auch Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad der Gewaltige, und er hielt auch die Geburtstagsansprache. In deren Verlauf verglich er den Jubilar liebevoll mit einem Wildschwein: "Vom Frischling wächst es zum Keiler heran, und so mit 50, 60 wird es dann zum Hauptschwein. Auch wenn es ein solches in Niederösterreich ja schon gibt", wie der niederösterreichische Landesjägermeister mit einem lustigen Seitenblick auf Erwin Pröll den Tobenden hinzufügte.
Was Konrad nicht dazu sagte: Egal, ob Frischling, Keiler oder Hauptschwein - zum Schluss endet in Niederösterreich jedes Schwein beim Sauschädelessen von Raiffeisen. Grunz.
Was Konrad nicht dazu sagte: Egal, ob Frischling, Keiler oder Hauptschwein - zum Schluss endet in Niederösterreich jedes Schwein beim Sauschädelessen von Raiffeisen. Grunz.
Afrikanischer Polittrend
In Afrika tut sich ein neuer politischer Trend auf. Der Wahlgewinner wird Präsident, der Verlierer Premierminister. Zwischen Wahl und Einigung muss es aber ordentlich Zores geben. Das heißt ein paar Leute müssen da schon dran glauben, sonst zahlt sich das nicht aus. In Kenia hat das schon ganz gut geklappt, jetzt hat man auch in Simbabwe dieses Modell gewählt.
† David Foster Wallace
Der war ein Guter. Erhängt soll er sich haben. Lesetipps:
Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Kleines Mädchen mit komischen Haaren
Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Kleines Mädchen mit komischen Haaren
13.9.08
Positive Geschichten
Im grauslichsten Wahlkampf aller Zeiten, giert die werte Politburo-Gemeinde immer öfter nach positiven Geschichten. Kollege P. hat sich an einem faden Nachmittag im Büro mal so überlegt, dass er doch den Papst zur Taufe seiner Tochter einladen könnte. Aus dem Internet hat er sich die Adresse raus gesucht, erkundigte sich im Büro des Bischofs wie man den Heiligen Vater korrekt anspricht und reimte anschließend ein schönes Schreiben zusammen. Nun könnte man meinen, dass der Benni andere Dinge zu tun hat, als Briefe aus Österreich zu beantworten. Von wegen. Vier Wochen später flatterte schon die Antwort ins Haus. Der Vatikan bedankte sich höflichst, merkte an, dass der Heilige Vater terminlich leider verhindert sei und gab postalisch seinen Segen weiter. Kundenservice Note 1.
Flotte Lotte
Die Frau Minister ist aber eine flotte Lotte. Im Aufhofcenter wurde eine neue Wachstube eröffnet, da lässt sich die Frau Innenminister nicht zweimal bitten. Flugs hält sich eine Wahlrede, dass man nur so mit den Ohren flattert. Dann begrüßt sie persönlich mit Handschlag alle anwesenden Polizeischüler. „Die ist eh nicht mehr lange“, hörte man eine junge Polizistin murmeln.
Symbole schleichender Eroberung
Neulich beim Frühstück auf der burgenländischen Terasse: Man entkommt ihnen nirgendwo mehr, den Symbolen schleichender Eroberung und Unterwanderung des Christentums durch den alles verschlingenden Islamismus. Und dann noch das Gebimmel vom gezwiebelten Kirchtum dazu, noch so eine Unterwanderung durch des Katholizismus durch Minarette! Es sollte ja nicht nur ein Bauverbot für Minarette geben sondern ein Rückbauprogramm für diese Landkirchen mit Zwiebeltürmen.
11.9.08
Buschig
Dem Faymann wachsen seine buschigen schwarzen Augenbrauen jede Diskussionsrunde ein paar Millimeter länger. Das nimmt schon Breschnew Dimensionen an. Haider schwächelte heute ordentlich, wahrscheinlich noch die Nachwehen des bösen Bienenstichs. So eine Narkose spürt man ja noch Wochen später. Schön, dass man recht viel über die Pensionisten gesprochen hat. Das ist sehr wichtig. Bildung ist in diesem Wahlkampf jetzt nicht mehr so angesagt. Das war dem Gusi sein großes Anliegen, und wo der heute gestrandet ist, wissen wir ja alle.
fayhai
Haben die beiden jetzt eigentlich denselben Krawattendealer oder denselben Style-Berater, der meint, dass es von Vorteil ist, den politischen Gegener schon an den Blockstreifen seiner Krawatte abzublocken?





