30.9.08

Heute um 14.00 Uhr

Heute um 14.00 Uhr bitte bei Willy Molterer im Finanzministerium vorbei schauen. Das wollte er sich noch mit allen treffen, ein bisschen zusammen sitzen, Kassasturz machen, und schauen was man für das viele Geld so alles finanzieren kann. Kommen wird keiner, vielleicht der Van der Bellen, weil der ist jetzt auch allen Wurscht. Der Molterer, in Erinnerung wird er uns als der „Es reicht“ Möchtegernkanzler - „heute um 14.00 Uhr“ klingt allerdings noch bemitleidenswerter.

29.9.08

Bravo Faymann!

Jetzt geht´s aber dahin. Tag eins nach der Wahl und schon das erste Wahlversprechen erfüllt. "Keine Koalition mit der Molterer-ÖVP", versprach Werner Faymann im Wahlkampf. Und, hui!, schon hat die ÖVP den Molterer, den Schüssel und den Bartenstein geschlachtet. Sauschädel-Landesjägermeister at his best! Glatter Blattschuss. Und jetzt natürlich der kleine Pröll. Der kriecht unter dem Fußabstreifer in die gar nicht mehr so große Koalition und eine Ruh´ ist. Endlich wieder in aller Gemütlichkeit packeln im Land. Da wird auch Onkel Hans wohlwollend nicken. Großes U-Boot-Fahrer-Abzeichen für die neue ÖVP! Und natürlich für den High-Mann.

Warum die ÖVP verloren hat

"Nach Paragraf 39, Ziffer 4 des Statuts", übernimmt Pröll die geschäftsführende Obmannschaft, hat uns Pater Willi post factum mitgeteilt, "damit Sie das ÖVP Statut kennen lernen". Wahrscheinlich haben das bis zur Wahl net genug auswendig gelernt, und schon hat's nicht mehr für eine Mehrheit gereicht. Wie gut, dass da dem Gusi das Statut wurscht war, als er den Fayman als geschäftsführenden Vorsitzenden installierte, so eine Position gabs nämlich im SPÖ-Statut nicht.

Der Willi baut einen Gusi...

...und bestellt sich einen geschäftsführenden Obmann, oder man könnte auch sagen, der Vorstand hat ihm einen Sachwalter namens Josef Pröll bestellt. Das bewährt sich, wir erinnern uns dunkel, dass in den Zeiten des Willi-Gusi-Zanks schon einmal der Fayman und der Pröll so ein schönes Vertragen-wir-uns-doch-wieder-Papierl vorgelegt haben. Also bald große Koalition ganz klein, und der Josef gibt den Vize. Weil wo es in der Welt so kracht auf den Märkten und die Banken eingehen, da ist jetzt leider für Experimente daheim keine Zeit.

Die Börse baut einen Willi...

...und verliert in Solidarität mit den Schwarzen heut auch gleich acht Prozent, so traurig waren sie nicht einmal in Frankfurt wegen der CSU in Bayern, da haben's nur vier Prozent verloren.

das nazigeschrei schon wieder

Das hysterische Geschrei der In- Auslandspresse über das Erwachen der Rechtsextremen Fratze im Herzen Europas ist allerdings amüsant. Und dämlich.
Die 30 % Prozent für rechte Parteien sind ja seit 2000 nix neues. Dass diese Wähler jetzt alles Rechtsextreme sind, diese Annahme ist lächerlich und zeigt von Nichtwissen der österreichischen Gesellschaftszusammensetzung. Natürlich haben wir hier einen hohen Prozentsatz an Kellernazis, die nix dabei finden, wenn man Ausländer schlechter behandelt oder am besten gleich rausschmeisst. Das sind meines Erachtens 10-12%. Der Rest sind arme Würschtln, die einfach Angst haben um ihren eh schon beschissenen Job, die Angst haben, dass ihr beschissenes Leben noch beschissener wird. Und die diese Angst einfach nicht anders ausdrücken können. Weil sie es nicht besser wissen. Die ihre Angststimme daher eben auch nicht im linken oder liberalen Spektrum vergeben können, weil die so gar nicht ihre Sprache sprechen. Lassen Sie doch mal eine Heide Schmidt einem 16-jährigen Erstwähler aus dem Krocha-Milieu erklären, was sie für ihn tun kann. Er wird es nicht verstehen, das System, die Schule, die Gesellschaft hat es ihm nicht beigebracht. Die alte Oma kann sich vom Umweltschutz nix kaufen, der einfache Hackler braucht keine halbe Mehrwertsteuer, sondern mehr Gehalt. Unsere ach so schrecklichen "Nazis" sind hausgemacht. Also scheisst euch net an, macht es besser in Zukunft.

Guten Morgen, Österreich!

Diesen sonnigen Tag danach widmet ihnen das Punschkrapferlduo. Und jetzt? Weitermachen!

28.9.08

Tschüss Schmidti

Meine Wenigkeit musste heute beim LIF zur hahah Wahlparty antreten. Rein aus Eigennutz hab ich mir die Schmidt-Truppe ausgesucht, weil man will ja in meinem Alter nicht mehr so lange weg bleiben. Die Heide wurde recht beklatscht, hat brav bei Herrn Haselsteiner Danke, Danke gesagt, weil so viel Geld und so, und dem Herrn Zach hat sie gratuliert, weil der gestern Papa geworden ist. Also eh gut für den guten Zach, wenn das mit dem LIF nix mehr ist, weil jetzt mehr Zeit für Baby. Sonst war die iPhone Dichte recht groß bei den LIFler, und Frau Resetarits hat dem werten Politburo verraten, dass sie jetzt mit der Politik nix mehr zu tun haben wird, nächstes Jahr macht sie dann auf Hausfrau, weil eh die Familie so viel leiden hat müssen, wie sie die EU aufgemischt hat.

Loser-Krone

Eh's im Strudel der Ereignisse untergeht: Onkel Hans & die Krone hat schon wieder eine Wahl verloren, den Schüssel ham's net verhindern können, den Hans-Peter Martin ham's net ins Parlament schreiben können, den Dinkhauser sowieso net, und jetzt hat der Fayman a no abegsanedelt. Sollt ma sich gut überlegen, bevor sich der nächste Politiker als Leider-Nein-Adoptivsohn vom Onkel Hans ausrufen lässt.

Soviel Analyse war selten

Die Kernfrage ist, die Kernfrage ist, sagt Willi schon zum xten Mal nach der Kernschmelze der Schwarzen, aber da sind sich jetzt alle einig dass sie analysieren wieso die armen Großparteien jetzt so flügelgestutzt sind, ich will euch da ja keinen Rat geben, warum euch die Wähler weglaufen, weil uns laufen sie ja zu, sagt der Jörg, dann gibt er dem Willi und dem Sascha und dem roten Werner doch noch einen Rat, weil doch alle Jungwähler bei ihm dem Jörg und nicht bei den anderen sind, höchstens noch bei dem Zahntechniker, aber der ist ja nur eine Kopie. Auf jeden Fall: Die Kernfrage ist, warum reden die jetzt nach der Wahl so wie vor der Wahl?

Die gute Nachricht II

In der ÖVP mangelt es jetzt nicht an wohlmeinenden Ratschlägen jener, die es immer schon besser gewußt haben. "Der Wahlkampf wurde so geführt, daß wir immerhin wieder im Parlament vertreten sind", höhnte Abgeordneter Ferry Maier gleich nach Wahlschluss. Guter Mann. Er selbst weiß natürlich, wie es besser geht: Hat sich sein Mandat von Sauschädel Konrad kaufen lassen und im Wahlkampf keinen Finger krumm gemacht. So macht man das, würde Wo... na ja, eh schon wissen.

Die gute Nachricht

Apropos rapide Schwindsucht bei den Schwarzen dies- und jenseits des Walserbergs: Rapid hat gewonnen! 2:1 gegen Sturm. Klare Sache. So macht man das, würde Wolfgang Schüssel sagen, wenn er noch was sagen würde. (Er dürfte gestern nämlich aus dem Parlament geflogen sein).

Minus 17

Die Schwarzen in Bayern. Da ist da Willy ja noch gut bedient.

Klarer Wahlsieger!

Endlisch ein klarer Wahlsieger, mit 43 Prozent: Die Schwarzen in Bayern! Aber unser treuer Leser Bernd K. macht uns darauf aufmerksam, das im Vergleich dazu die Schwarzen bei uns daham viel weniger verluren ham.

Die bürgerliche Mehrheit

"Eine bürgerliche Mehrheit ist da, eine große bürgerliche Mehrheit ist da", sagt der Herr Schützenhöfer von der steirischen ÖVP, weil eine Koalition der Verlierer kann man nicht machen, da sind doch die Schwarzen wieder lieber bei den Gewinnern. Aber falls es ihm noch nicht aufgefallen ist: Inzwischen ist auch eine rotblaue Mehrheit da, wenn auch nicht so eine große, und weißgottwie bürgerlich sind die Blauen auch grad nicht.

So schaut's aus

Was der Wähler weiß

Jaja, "der Wähler weiß schon was er tut", sagt der Onkel Erwin vom Josef Pröll. Also was hat der Wähler jetzt eigentlich getan? Selbstmordattentat? Jedenfalls werden's den Misseton jetzt heim über den Wechsel schicken, ist ja auch schon was, im Gegenzug kommt das Original öfters herüber und darf schauen was die Kopie besser macht als er. Aber alles ein bissl grauslich.

Ei, ei, ei, ei

Man darf ja nix sagen bis 17.00 Uhr. Aber da werden ein paar aber schön schauen.

Dem Wahlgeheimnis auf der Spur

Achtung, Wahlen können Ihre Gesundheit gefährden! Ö3-Schlagzeilen heute 12 Uhr: "Noch fünf Stunden bis zum Wahlausgang. Ärzte warnen vor erhöhtem Herzinfarkt-Risiko." Welt-Herztag eben.

Schlaflos in Döbling II

Ein bisschen Sorgen muss man sich um den verkehrten Herrn Hofrat machen. Kein Funk, kein Ton. Vielleicht vor lauter Ermattung eingeschlafen. Nicht dass der die Wahl verpennt.

Geschafft

Gar nicht so einfach mit diesen großen Stimmzettel. Die Schwarzen tun sich schön fürchten wie man hört. Im Wahllokal ein kleiner Miniskandal. Der eh schon ältere und tattrige Herr M. hat zwar brav gewählt, aber am Weg von der Wahlkabine bis zur Urne (gefühlte 2,3 Meter) ganz einfach darauf vergessen, dass man Wahlzettel auch in den Urne schmeißen muss. Der Wahlleiter musste ihm bis auf die Straße nachlaufen. Dort hatte er aber den Stimmzettel nicht mehr - er schwört, dass er ihn eh eingeworfen hat. Nur gesehen hat es niemand.

27.9.08

Nachmittagsschläfchen in Jois

Die neue Wahl ist hier kein leeres Versprecen: Jeder Kandidat, jede Kandidatin eine Bereicherung fürs Leben! Die Kätzchen sind noch nicht alle vergeben. Schreiben Sie dem Politburo.

Ausgeschlafen in Gablitz

Während man in Döbling die Nacht zum Tag macht, ist im schönen Wienerwald alles eitle Wonne. Ausgeschlafen, tipp topp in Form schlürfen wird Cappuccino, trinken frisch gepressten Orangensaft, mampfen zufrieden ofenfrische Kipferl und blicken voller Freude auf den morgigen Wahlsonntag. Die CSU wird erstmals unter 50 Prozent fallen, das hat doch was.

Schlaflos in Döbling

Hilfe, ich kann nicht schlafen! Ich weiß nicht, wen ich wählen soll. (Man beachte den Zeitpunkt des Eintrags, um das Ausmaß der Verzweiflung ermessen zu können. Wobei man wissen muß: Hofräte gehen üblicherweise mit den Hühnern schlafen. Deswegen beginnen ja beide mit H. Logisch.)

25.9.08

Gusi lässt grüßen

Nicht vergessen, wir haben ja auch noch einen amtierenden Bundeskanzler, der darf grad Abschied von den Kollegen Regierungschefs in New York nehmen und lässt daheim ausrichten, dass ma keine Rezession haben werden. Eine Runde Barollo auf Staatskosten für den Herrn im Nadelstreif, bitte, und anschreiben lassen, falls ma no Kredit haben.

Alternativen

Kann man eigentlich diese Thurnher auch wählen? Womöglich zusammen mit dem feschen Rafreider und dieser Lou Lorenz? Quasi Ampelkoalition?

Bestatter

Eine müde Runde. Wohl zu lange im Parlament rumgehangen. Faymann macht optisch auf Bestatter. Könnte mit diesem Anzug und der mausgrauen Krawatte bei "Ewige Ruhe & Söhne" anheuern.

23.9.08

Strom sparen mit Willy

Bissiger Molterer, der sich mit einem einfachen aber effektiven Stromspar-Trick eine Menge Heizkosten spart. Der Schlauberger hat in seiner Wohnung ein ausgeklügeltes System installiert, das die Räume nicht heizt, wenn niemand zu Hause ist. Und wir Blödmänner drehen nach wie vor die Therme ab, wenn wir in die Arbeit fahren.

blick in die tvschirmkugel

Heute also, das große Finale der Parteizugseepferdchen. Eine kleine Prognose: Die beiden Parolen wiehernden Gesellen werden mit halben Mehrwertschwafelsätzen und sonstigen Halbwahrheiten um sich werfen, die Frau Thurndings wird sich die wohlfrisierten Haare raufen und dabei rufen: Meine Herren, so geht das aber nicht. Die Herren werden weitere Berechnungen anstellen, was alles nicht geht und danach wird die Filzkugel rollen und im Nachhinein das Karma voraussagen. Und ich werd einschlafen. Vorher putz ich noch meinen Bildschirm, weil die Schwarzen haben mir "im Interesse unserer Unternehmerinnen und Unternehmer" zwei Reinigungstücher für alle Bildschirme geschickt. Vorne drauf auf den Packerln steht "Klarheit. Wahrheit". Ich fürchte nur, es wird nix nutzen.

Spannung

Die Spannung steigt und steigt. Ein halbes Stünderl noch und wir wissen Bescheid, ob Werner Fayman auch der heutigen TV-Diskussion, wie schon zuvor bei Puls 4 und ATV, fernbleiben wird. Wir hoffen es, weil das wäre nur Konsequent.

Wiki ist Mist. (Zumindest bei Katzen)

Bevor einem die Tristesse des Wahlkampfs in seinen letzten Zügen überwältigt zwischendurch zu etwas ganz anderem: Wikipedia ist Mist. Zumindest was die Kompetenz des Kapitels Hauskatze betrifft, weil da heißt es, dass die trächtige Hauskatze beim ersten Wurf gerade mal zwei bis drei Kätzchen bekommt. Denkste, weil das gerade geschlechtsreife burgenländische Kätzchen, das die Genossen und ihre Datscha adoptiert hat, gleich mal sechs Kätzchen in zwei Anläufen im Wurfzelt (man glaubt es nicht, aber um 5,99 Euro gibt es so kleine Iglus für Katzen) zur Welt gebracht hat. Fazit: Wiki stinkt. Wer weiß welche christlichen Fundis das Kapitel geschrieben haben, damit man Ja zu Katzen sagt.

(P.S.: Einige der entzückenden, grauen, grauweißen und schwarzgefleckten Kätzchen sind noch zu haben, selbstverständlich erst nach gebührender Berücksichtigung kleinkätzischer Bedürfnisse beim Muttertier.)

Zaache Partie III

Jetzt ist er weg, der Zach. Während die Eurofighter fliegen, macht der Liberale eine Bruchlandung. Da dürfen sich die Schmidtianer aber schön bei ihm bedanken, dass er ihnen jetzt schon eine lässige Begründung liefert, dass man es am Sonntag blöderweise nicht schaffen wird.

Jö schau so a Sau

Merkwürdige Vorkommnisse werden von einem Jörg Haider Auftritt am Stephansplatz berichtet. Als der Jörgl die Bühne entert, wurde der Danzer Klassiker „Jö schau so aus Sau“ angestimmt. Am Schluss soll der DJ dann „Looser“ von Beck mit dem schönen Refrain „I'm a loser baby so why don't you kill me“ aufgelegt haben. Da hat sich wohl eine blauer Kollaborateur eingeschlichen. Oder so eine Art Sound-Guilleria treibt ihr Unwesen. Was die wohl beim Faymann und den anderen finsteren Gesellen auf die Plattenteller werfen?

22.9.08

Zaache Partie II

Was bisher geschah: Herr Zach war, wenig bemerkt, auf einem Sitz der Sozen für das LIF im Nationalrat. Diese Partei ist, ebenfalls wenig bemerkt, gegen die Eurofighter. Herr Zach hat, bis vor wenigen Tagen unbemerkt, Geld gemacht, indem er für den Eurofighter-Hersteller EADS Zeitungsausschnitte sammelte. Von irgendwas muss der Mensch ja leben, wenn ein paar tausend Euro Abgeordnetengehalt nicht ausreichen.

Jetzt hat Herr Zach ein Problem. Aber er hat ja zum Glück eine Home-Pädsch, wo er liberale Ideen entfaltet. Dort könnte er seinem Problem den wählerverständlichen Spin geben, wie man das so nennt. Die letzte Meldung auf der Home-Pädsch von Herrn Zach, vom 16.7., als der Sommer noch einen schönen Herbst versprach: Liberale treten zur Nationalratswahl an. EADS-Lobbyismus? Keine Spur.

Aber "wenn Sie mehr über mich wissen wollen, zögern Sie nicht, mir zu schreiben": Aufmerksame Leser haben Herrn Zach geschrieben und nach der EADS gefragt. Wir halten Sie am Laufenden. Vorausgesetzt es gibt was am Laufenden zu halten.

Das Urbane an der ÖVP

Wie sich die ÖVP Stadt vorstellt, oder: Der Langenwanger in uns allen.

21.9.08

Mehr Staat weniger Privat!

Heute Elefanten-Runde bei ATV. Die schenken wir uns aber. Faymann pfeift auf die Privaten, die neuerdings glauben auf Polit-Talk machen zu müssen. Der Werner weiß schon was er tut. Auch zu diesem grindigen Puls-TV ist er nicht hin marschiert. Wo kommen wir denn da hin, wenn schon jeder Pimpferl-Sender Elefanten-Runden machen tut, wird sich der Werner denken. Den Staatsfunk macht er, das gehört sich und Basta. Wenn du dir das anfangen tust, nimmt das ja kein Ende, wird ihm der Cap sagen. Was kommt denn dann noch? Vielleicht die Spitzenkandidaten bei Red Bull TV? Dort gscheit daher reden, verleiht wahrscheinlich auch keine Flügel.

Letzte Worte

Unerbittlich naht der Tag der Qual. Nur noch sieben Mal schlafen (besser gesagt: nur noch sieben schlaflose Nächte) und dann sollen wir unser Kreuz machen. Das heißt für die Politiker: Die Zeit der letzten Worte ist angebrochen. Heute zum Beispiel für Werner Faymann. Wir fassen seine Ausführungen in der "Pressestunde" zusammen: Die ÖVP ist das Letzte, aber die Große Koalition ist trotzdem äußerst erstrebenswert. Wie das zusammenpasst? Ganz einfach: Nach der Wahl werde die ÖVP die grauslichen Schüssels, Molterers und Bartensteins in die Wüste schicken und den sympathischen, kompromissbereiten und inhaltlich windelweichen Seppi Pröll zum Traum-Vizekanzler der SPÖ machen, sagt Faymann.
Ah ja, so ruiniert man also die Zukunftshoffnung der Feind-Partei. Sehr gelungen! Aber bleiben dann nicht womöglich die Schüssels, Molterers und Bartensteins erst recht am Ruder? Wurscht, der Onkel Hans wird schon wissen, wie´s weitergeht.

19.9.08

Zaache Partie

Der LIF/SPÖ-Abgeordnete Alexander Zach hat am Freitag zugegeben, dass er Lobbyist für EADS war. EADS, das war der Hersteller jener Eurofighter, gegen die Zach als Abgeordneter stets Sturm (oder sagen wir: Brise) gelaufen ist. Als Privatmann hat er für sie Lobbying betrieben, wenn auch, wie er am Freitag betonte, nur "indirekt".
Na ja, das könnte jetzt eine direkt zaache Partie für das LIF werden am kommenden Sonntag. Was ja wohl auch der Zweck der Übung war, warum die Sache jetzt von den Grünen und einem bekannt SPÖ-affinen Journalisten publik gemacht wurde. Indirekt, versteht sich.

Schwarze Löcher

Natürlich haben sich alle über die Koalition besorgter Bürger und Bürgerinnen (KbBuB) lustig gemacht, die vor den schwarzen Löchern bei dieser Höllen Urknallmaschine in Genf gewarnt haben. Aber bitte, wir wollen ja nur diese Abfolge von Ereignissen in Erinnerung rufen: Zuerst haben die Physiker vergangene Woche ihre Kollisionsmaschine in Betrieb genommen. Dann sind die Finanzmärkte in dieser Woche in ein riesiges schwarzes Loch gestürzt. Dann haben sie diese Maschine in Genf am Donnerstag wieder abgeschaltet. Und heute sind die Kurse in die Höhe geschnalzt als ob's keine Schwerkraft gäb. Wir wollten's ja nur gesagt haben. Wahrscheinlich nehmen sie das Ding wieder knapp vor der Wahl in Betrieb. Und es soll am Montag danach keiner sagen, wir hätten's nicht gesagt.

18.9.08

Ach Will

Lieber Herr Willy. Bitte so wird das nichts. Der Bauernbub hat immer so viel Angst vor den Homos. Die mag er gar nicht. Warum ist die Karmasin Mutter nicht mehr im Tv zu sehen. Das ist die mit dem Arafat Zinken im Gesicht. Die will ich wieder.

Bringschuld

Es war einmal ein Fürst. Dieser war groß und mächtig. Den Menschen im Fürstentum ging es gut, nur wenige hatten zu klagen. Sie liebten ihren Herrscher. Der Fürst umgab sich gerne mit ausgewählten Hofberichterstattern, die mit Freude Tag ein Tag aus jeden Wortfetzen des Fürsten in Funk und Fernsehen bejubelten. Die schreibende Zunft liebte der Fürst hingegen weniger. In den Jahren seiner Regentschaft wurde er immer argwöhnischer. Er mochte sie nicht. Ein neuer, frischer Schreiberling wusste nichts davon. Frech versuchte er dem Fürsten ein paar belangslose Worte zu entlocken. Der Fürst blickte in abfällig an, baute sich vor ihm auf, schlug ihm mit dem Handrücken auf den Brustkorb und schmetterte: „So geht des net, so geht des sicher net – bevor I mit ihna und ihre Zeidung red haben sie vorher a Bringschuld. “

17.9.08

Oranges erstes Mal

Unser aufmerksamer Leser Hans R. machte uns auf diese wichtige Information über Stefan Petzner aufmerksam, der es zum ersten Mal als Listenzweiter und damit designierter Klubobmann von Jörgs Liste treibt:

„Ich war ein ziemlicher Spätzünder und hatte mein erstes Mal erst mit 18“, erzählt Stefan Petzner, modischer Pressesprecher von Landeshauptmann Haider. „Sie war süße 16, hieß Petra und war meine erste große Liebe.“ Als „unschuldiger Junge vom Lande“, hatte er „null Ahnung.“ Ort des Geschehens war bei Petra zu Hause. „Ich war irrsinnig nervös“, erinnert sich Stefan. Nur so ist es zu erklären, warum er mittendrin plötzlich sagte: „Ich mag nimmer. Irgendwie find i das komisch. Hör ma auf!“ Doch weil Übung schließlich den Meister macht, arbeiteten die beiden fleißig, bis der Sex „sensationell“ war. Die Beziehung hat dann ein Jahr gedauert. „Noch heute sagt Petra zu mir, dass sie noch keinen besseren Liebhaber gehabt hat als mich“, so Stefan stolz.

Na dann, jetzt nicht schlapp machen und mit noch viel Übung wird auch noch eine richtige Orange aus unserem Möchte-Gern-Abgeordneten, und Jörg wird sagen: Ich habe keinen besseren gehabt!

16.9.08

3:0

Da hat der Faymann nix anbrennen lassen. Strache zwar bessere Farbe im Gesicht - das war es aber auch. Und jetzt der tägliche Karmaunsinn.

Mundraub

Jetzt spricht der Faymann schon zum zweiten Mal von der "Halbierung der Lebensmittel". Beim ersten Mal, in der Konfrontation mit Jörg Haider, dachten wir noch an einen Versprecher. Aber jetzt, bei der Kuschelontation mit Heinz-Christian Strache, sagt er es wieder. Alarm! Da steckt System dahinter! Der Mann will meine halbe Leberkäs-Sem..., mein halbes Ottakr... !

Grauer Panther

Dieses mit den Pensionisten verhandeln tut dem Faymann nicht so gut. Wie ein grauer Panther schaut er aus.

An die Geräte!

Nur zur Erinnerung: In knapp einer Viertelstunde beginnt unter dem Ehrenschutz von Hans Dichand in ORF2 die TV-Konfrontation zwischen Werner Faymann und Heinz-Christian Strache. Für die, die heute Abend nicht dabei sein können, wird die Sendung morgen, um 15.10 Uhr, auf dem Sendeplatz von "Sturm der Liebe" wiederholt.

Zivildiener auf Reisen

Ganz groß in Reisediplomatie ist unser Verteidigungsminister Norbert Darabos. Als im Juli des Vorjahres der erste Eurofighter in Zeltweg landet, verdrückte er sich mit dem Bundespräsidenten und Oberbefehlshaber ganz diplomatisch nach Mazedonien. Jetzt ist Eurofighter-mäßig wieder Reise-Feuer am Dach: Am Donnerstag sollte im Nationalrats-Ausschuss über den peinlichen Eurofighter-Prüfbericht beraten werden, der nachweist, dass der größte Zivildiener aller Zeiten so wahnsinnig erfolgreich eingespart hat, dass er die Skandal-Vögel letztlich zu einem höheren Stückpreis kaufte als die böse, böse Vorgängerregierung. Tja, was macht man als Reisediplomat in so einem Fall? Ab in den Kosovo!
Bleibt nur die Frage, wo Norbert Darabos den Wahltag verbringen wird. Im Tschad?

15.9.08

So verliert Heide

Neulich in einer österreichischen Bundesländerzeitung, Samstag mittag. Heide Schmidt ist zum Interview angesagt und wird freundlich empfangen. Darf´s was zu trinken sein? Einen Nespresso bitte, sagt sie. Der Jungredakteur, der am redaktionsfreien Samstag extra eingerückt ist, um den hohen Gast zu betreuen, gerät ins Schwitzen, denn Nespresso ist keiner da. Er bereitet mit viel liberaler Liebe einen Filterkaffee zu und kredenzt ihn seinem geheimen Idol listig in einer Nespresso-Schale. Heide Schmidt kostet, zieht ein Schnoferl und sagt: Das ist aber kein Nespresso. Und lässt den Kaffee stehen.
Der Jungredakteur, der auch nicht aussieht wie George Clooney, ist ein wenig enttäuscht. Jetzt wählt er vermutlich grün.

Hauptschwein

Josef Pröll der Kommende feierte dieser Tage seinen 40. Geburtstag. Das Fest in Tulln war ein rauschendes zu nennen, selbst Alfons Haider war da. Man kann ja nie wissen. Da war auch Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad der Gewaltige, und er hielt auch die Geburtstagsansprache. In deren Verlauf verglich er den Jubilar liebevoll mit einem Wildschwein: "Vom Frischling wächst es zum Keiler heran, und so mit 50, 60 wird es dann zum Hauptschwein. Auch wenn es ein solches in Niederösterreich ja schon gibt", wie der niederösterreichische Landesjägermeister mit einem lustigen Seitenblick auf Erwin Pröll den Tobenden hinzufügte.
Was Konrad nicht dazu sagte: Egal, ob Frischling, Keiler oder Hauptschwein - zum Schluss endet in Niederösterreich jedes Schwein beim Sauschädelessen von Raiffeisen. Grunz.

Afrikanischer Polittrend

In Afrika tut sich ein neuer politischer Trend auf. Der Wahlgewinner wird Präsident, der Verlierer Premierminister. Zwischen Wahl und Einigung muss es aber ordentlich Zores geben. Das heißt ein paar Leute müssen da schon dran glauben, sonst zahlt sich das nicht aus. In Kenia hat das schon ganz gut geklappt, jetzt hat man auch in Simbabwe dieses Modell gewählt.

† David Foster Wallace

Der war ein Guter. Erhängt soll er sich haben. Lesetipps:

Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

Kleines Mädchen mit komischen Haaren

13.9.08

Positive Geschichten

Im grauslichsten Wahlkampf aller Zeiten, giert die werte Politburo-Gemeinde immer öfter nach positiven Geschichten. Kollege P. hat sich an einem faden Nachmittag im Büro mal so überlegt, dass er doch den Papst zur Taufe seiner Tochter einladen könnte. Aus dem Internet hat er sich die Adresse raus gesucht, erkundigte sich im Büro des Bischofs wie man den Heiligen Vater korrekt anspricht und reimte anschließend ein schönes Schreiben zusammen. Nun könnte man meinen, dass der Benni andere Dinge zu tun hat, als Briefe aus Österreich zu beantworten. Von wegen. Vier Wochen später flatterte schon die Antwort ins Haus. Der Vatikan bedankte sich höflichst, merkte an, dass der Heilige Vater terminlich leider verhindert sei und gab postalisch seinen Segen weiter. Kundenservice Note 1.

Flotte Lotte


Die Frau Minister ist aber eine flotte Lotte. Im Aufhofcenter wurde eine neue Wachstube eröffnet, da lässt sich die Frau Innenminister nicht zweimal bitten. Flugs hält sich eine Wahlrede, dass man nur so mit den Ohren flattert. Dann begrüßt sie persönlich mit Handschlag alle anwesenden Polizeischüler. „Die ist eh nicht mehr lange“, hörte man eine junge Polizistin murmeln.

Symbole schleichender Eroberung

Neulich beim Frühstück auf der burgenländischen Terasse: Man entkommt ihnen nirgendwo mehr, den Symbolen schleichender Eroberung und Unterwanderung des Christentums durch den alles verschlingenden Islamismus. Und dann noch das Gebimmel vom gezwiebelten Kirchtum dazu, noch so eine Unterwanderung durch des Katholizismus durch Minarette! Es sollte ja nicht nur ein Bauverbot für Minarette geben sondern ein Rückbauprogramm für diese Landkirchen mit Zwiebeltürmen.

11.9.08

Buschig

Dem Faymann wachsen seine buschigen schwarzen Augenbrauen jede Diskussionsrunde ein paar Millimeter länger. Das nimmt schon Breschnew Dimensionen an. Haider schwächelte heute ordentlich, wahrscheinlich noch die Nachwehen des bösen Bienenstichs. So eine Narkose spürt man ja noch Wochen später. Schön, dass man recht viel über die Pensionisten gesprochen hat. Das ist sehr wichtig. Bildung ist in diesem Wahlkampf jetzt nicht mehr so angesagt. Das war dem Gusi sein großes Anliegen, und wo der heute gestrandet ist, wissen wir ja alle.

fayhai

Haben die beiden jetzt eigentlich denselben Krawattendealer oder denselben Style-Berater, der meint, dass es von Vorteil ist, den politischen Gegener schon an den Blockstreifen seiner Krawatte abzublocken?

Taferlrunde

Jetzt aber endlich zu einem anderen Match, steht auch schon mindestens zwei Null: Mr. Taferl is back, das Original, Jörgi haut den Werner. Ausreden lassen! Endlich die Nationalbankpensionen abschaffen! Herr Haider! Der Faymann sollt sich an Tschechen als Trainer holen.

Karel Brückner

heißt der Mann, nicht Bravo Brückner.

Bravo Brückner III

Man muss das anders sehen: Das 0:2 gegen Litauen ist a) ein Zeichen für die soziale Intelligenz unseres neuen Teamchefs und b) ein prächtiges Beispiel für die Integrationskraft Österreichs. Denn was ist passiert? Da kommt dieser Tscheche, bis an die Zähne bewaffnet mit Leistungswille, hetzt uns da in Erfolge. Aber bitte schön, DAS PASST NICHT ZU ÖSTERREICH. Wir wollen net auffallen, uns net vordrängen. Lieber hübsch bescheiden sein, wenig leisten, dann - und das zeigt uns doch der laufende Wahlkampf - ist man der Nabel der Welt. Warum soll man Ivanschitz & Co den Status als Ärmste der Armen vermasseln? Na eben. 0:2 gegen Litauen, das passt gut. Morgen beschließt der Nationalrat die Halbierung der Mehrwertsteuer auf Ländermatch-Karten, einen 13. Hilflosenzuschuss für alle Kicker und eine Verlängerung de Hacklerregelung für fußballerische Nichthackler bis 2059. So macht man das. Bravo Brückner!

Bravo Brückner II

Na ja, das musste ja so kommen. Die Karel Sprechchöre waren ein bisschen zu voreilig. Ab und an neigen Herr und Frau Österreicher ja dazu allzu schnell in Jubel auszubrechen. Nach einem Remis und einem Sieg gegen zwei Fußball-Zwergerl (bitteschön wo waren denn die Italiener und Franzosen bei der EM), hat uns das neue Fußballmekka Litauen gezeigt, wo der Bartel den Most herholt. Der Hicke hätte das wohl auch können. Und jetzt drohen die Färöer. Gegen Rumänien nur 0:1, hmmm könnte bitter werden.

10.9.08

Klick den Willy

Willy Molterer, der Bauernbub aus Sierning, geht mit der Zeit und hat selbstverständlich auch einen YouTube Account. Dort stellt der Willy seine Wahlvideos rein. Dreißig, vierzig Filme sind das schon. Alles recht fesch anzuschauen, wie der Willy durch das Land pflügt und seine Wähler beackert. Der Willy schaut auch gerne selber mal auf YouTube vorbei. Seit 30. Juli ist der Willy online, bis heute hat sich der Willy über 30.000 Filme rein gezogen. Das sind pro Tag über 750 Videos. Der Willy hat halt also viel Zeit. Stopp. Der Willy ist kein Video-Junky, der hat selbstverständlich eine Menge anderer Dinge zu tun. Stellt sich die Frage, woher die 30.000 Zugriffe? Läuft im Hintergrund vielleicht ein illegales Robot-Programm, das automatisch Zugriffe generiert, und Willy-Videos in die top Listen spült. Aber nein. Der zuständige VP-YouTube Beauftragte Werner Lob kennt die Lösung. Vom Neusiedler- bis zum Bodensee haben Dutzende VP-Büros die Zugriffsrechte auf Willys YouTube-Plattform. Die können Willy-Filme drauf stellen und haben anscheinend nichts anderes zu tun, als sich selber auch gleich ganz viele Movies anzusehen. Ob sie dabei Willy Filme bis zum Abwinken anklicken müssen, lässt sich nicht verifizieren. Fix ist laut Lob, „dass man diese Filmschauerei aber ganz schnell wieder abstellen wird.“

9.9.08

Jetzt auch Schnecken


Es war zu befürchten. Schneckenfans müssen auch in Zukunft tiefer in die Tasche greifen, um diese Leckerbissen auf die Teller zu bekommen. Das zum Verzehr eine spezielle Schneckenzange und dazu passende Teller mit Vertiefungen notwendig sind, das eh schon alles Mehrkosten verursacht, da fahren die Roten und Blauen einfach drüber. Die haben sich darauf geeinigt, dass Schnecken nach wie vor mit 10 Prozent besteuert werden. Im Feinkostladen ein halbes Dutzend Schneckerl kaufen, wird in Zukunft wohl einen halben Wochenlohn kosten. Da wird man künftig nicht nur die Schwammerl, sonder auch die Schnecken selber sammeln müssen. Zumal die Zubereitung für gekochte Schnecken auch für Küchennovizen ein Kinderspiel ist. Die Schneckenhäuser unter Salzwasser gut abbürsten dann kalt abspülen. Dann Salzwasser in einem hohen Topf zum kochen bringen und die Schnecken zehn Minuten mit köcheln lassen. Dann die Kalkschale entfernen und die Schnecken mit einem spitzen Messer vorsichtig aus dem Gehäuse ziehen. Nun schneiden Sie den unteren festen Teil ab. Dieser wird weiter verarbeitet, alles andere können Sie wegschmeißen. Die Schnecken nun in Salz wenden, damit der Schleim abgeht und gründlich abwaschen. Nun geben Sie die Schnecken zusammen mit einer Rinderbrühe in einen Topf und lassen alles 3 bis 4 Stunden kochen bis die Schnecken gar sind. Kurz bevor sie fertig sind mit Thymian würzen. Nehmen Sie die Schnecken aus der Brühe und richten Sie das Getier auf einer Servierplatte an. Träufeln Sie etwas Öl und Zitronensaft darüber und garnieren das Ganze mit Petersilie. Für dieses Gericht sollten Sie mindestens 4 Stunden einplanen, sparen dabei aber eine Menge Geld.

Kaviar für alle!

Auch eine merkwürdige Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit: Kaviar soll unverändert einen höheren Mehrwertsteuersatz haben als, sagen wir mal, Margarine, was rein rechnerisch darauf hinausläuft, dass Arme einen höheren Anteil ihres Einkommens für Kaviar ausgeben müssen als die Reichen. Also sind sie weiter auf so genannten Kaviar-Ersatz aus der Nordsee angewiesen. Dabei liegt doch der Kompromiss auf der Hand: Unveränderter Mehrwertsteuersatz für Kaviar, dafür Kaviar auf Krankenschein, und für chronische Kaviar-Fresser entfällt der Selbstbehalt. Oder wenn die Roten schon ein politisches Statement machen wollen: Billigere Preise für roten Kaviar, teurere für schwarzen. Hat wer was von Wildlachs gesagt?

7.9.08

Bravo Brückner

Aus aktuellem Anlass mal was über Fußball: Kaum hat unser Sportminister ALFRED GUSENBAUER den Teamchef Pepi Hickersberger durch Karel Brückner ersetzt, spielen die bis dahin chronisch erfolglosen Ösis unentschieden gegen den Weltmeister und schießen den Vizweltmeister vom Platz. Da sieht man wieder, wie wichtig DIE NEUE WAHL ist.

6.9.08

And the Golden Nica goes to

5.9.08

Weicheier

Der Wahlkampf ist noch nicht einmal eine Runde alt, schon hängen die Rechten in den Seilen. Den Haider setzt ein Bienchen außer Gefecht, Strache bricht wegen einer kleinen Darmgeschichte zusammen. Beide flugs mit Blaulicht ins Krankenhaus. Der orange Jörg soll sogar eine Vollnarkose bekommen haben, HC ist mit einer simplen Infusion davon gekommen. Weicheier. Sollen sich ein Beispiel an Fayman und Molterer nehmen. Die sind härter gestrickt. Die haut nicht so schnell was um. Die machen sechs Bierzelte, drei Betriebsbesichtigungen, davon einen Schlachthof, drei Goldhaubengruppen, vier Kindergärten, sechs Stammtische locker an einem Vormittag. Saufen dazu noch vier Schnäppse, drei Viertel und zwei Halbe Bier, busseln Kinder ab, lassen sich x-Mal auf die Schulter klopfen und gehen kein einziges Mal pischeln. Harte Jungs eben.

4.9.08

30 Jahre und es hört nicht auf

Echt tropisch zwischen Purkersdorf und Riederberg. Der Klimawandel schlägt da schön zu. An die 40 Grad Anfang September hat schon was, weiter so lieber Wettergott. Nur bitte halt der Gemeinde sagen, dass man die Bäder nicht schon am 1. September zusperrt. Sahara-Hitze wird die Wetterzeitung Österreich morgen titeln. So heiß wird es heute Abend wahrscheinlich nicht zugehen, wenn die beiden Polit-Rentner Haider und Van der Bellen die Klingen kreuzen. Aufgewärmte Kamellen werden wir da hören. Der Haider rühmt sich ja, dass er schon 30 Jahre im Geschäft ist. Das muss man sich mal vorstellen, von der Volksschule weg bis zum heutigen Zeitpunkt ist dieser Mensch in meinem Leben immer irgendwie präsent. Und das hört nicht auf, das geht jetzt locker noch so zehn, fünfzehn Jahre weiter. Van der Bellen wird sich nach der Wahl wohl verabschieden. Da kommt dann die kesse Eva nach. Siehe Foto weiter unten.

3.9.08

Orange Liebe zum Knacki

Mein Gott, die Grünen sind ja nicht die Einzigen, die einen Fast-Häfnbruder in ihren Reihen haben. Man darf den Bedda Westendala (so nennt sich der Mann selbigst) nicht vergessen. Der Bedda Westendala könnte unter Umständen auch im Häfn landen. Da wird sich dann schon irgendein Ausschuss finden, wo sich die zwei Jungs auch hinter Gitter für das Allgemeinwohl nützlich machen können. Und wer weiß, ob sich nicht auch noch ein Roter, Blauer und Schwarzer dazugesellt. Da sind ja einige dabei, die ein bissi viel Dreck am Stecken haben.

Grüne Liebe zum Knacki

Bei aller Tierliebe, das wär jetzt auch nicht wieder nötig gewesen, dass sie den randalierenden Tierschützer gleich auf die Nationalratsliste setzen, wo sich sonst eh nur die Uralt-Parteimitglieder auf die Zehen steigen. Jetzt geht das wieder los, vor dem Peek & Kloppenburg am Samstag. Und was ist eigentlich, wenn der Mann rechtskräftig verurteilt wird, machma dann eine Gefängnisinitiative oder was?

2.9.08

ach willi

Ein Politiker, der nicht mal seinen Kennedy zitieren kann, aus dem kann ja nix werden.