11.2.09

Al Graf

Wien wird doch noch Chicago, und mit dem Herrn 3. Nationalratspräsidenten Martin Graf wird es so wie mit Al Capone enden. Nein, nicht weil er ein aufrechter rechtsnationaler Recke ist und seine Büromitarbeiter angeblich 88-Leiberl über den Büro-PC ordern ist der Mann in seinem Präsidentenamt untragbar. Sondern wegen anderer Kalamitäten: Die Staatsanwaltschaft will ihn ausgeliefert "wegen Verdachts der Untreue und der fahrlässigen Krida". So wie den Capone seinerzeit die Steuerfahndung dingfest machte.

Jetzt wird das Al Graf nicht um sein Mandat bringen, weil da müsst er ja schon einen Polizisten niederfahren, und selbst das soll kein ausreichender Grund sein, weil ja damit erst richtige Volksnähe bewiesen scheint. Aber als Funktionär der Republik werden wir ihn bald los sein. Auch schon was, und immer schön daran denken: Beschert haben uns diesen Mann nicht die HC-Partie, sondern die traute rot-schwarze Einheit.