30.1.09

Bad Gruner

Apropos Bad Bank, die Grünen finden offensichtlich auch Gefallen daran ihre Altlasten auszugliedern. Dabei, der Voggenhuber als Bad Gruner auf dem letzten Listenplatz: das hat Scharm und bringt die Harmonie der Good Grunen Weiber-WG an der Parteispitze gleich ganz durcheinander. Neinneinnein, so spielen wir das nicht, der hat doch schon gesagt, er kandidiert nicht, weil womöglich könnte die echte Demokratie an der Wahlurne der Basisdemokratie der Grünen einen Strich durch ihre Rechnung machen und der Wähler, die alte Sau, den Voggi statt der Lunacek präferieren. So ein Schas auch. Besser nicht kandidieren lassen, nur Good Grune aufs Ticket.

Bad Bank

Das ist doch ein Verschlag. Die BB kommt, die Bad Bank. Abgesehen davon, dass alle Banken ein bissi böse sind, soll die "schlechte Bank" riskante Papiere aufkaufen und damit das Vertrauen in die Finanzmärkte und die Bilanzen der "guten Banken" stärken. Klingt vernünftig, zumal sich dieses System auch im Alltag schick machen würde. Bad Bäcker zum Beispiel. Da kauft der schlechte Bäcker die grauslichen, mit Zuckerglasur verpickten Nussschnecken von Anker & Co auf, so dass nur mehr die leckeren hinter der Vitrine liegen. Bad Metzger, spezialisiert auf Gammelfleisch, Bad Bundespräsident, pickt sich die faulen Eier aus der Regierung raus…

29.1.09

Teinfaltstraße 8

Nobel, nobel, die Gusenbauer Projektentwicklung & Beteiligung GmbH logiert laut KSV in der Teinfaltstraße 8 im ersten Wiener Gemeindebezirk. Das ist gleich ums Eck von der Löwelstraße. Da kennt sich der Alfred aus. Teure Gegend, nicht billig, da kostet der Quadratmeter schon ein paar Euro. So eine Consultingfirma braucht freilich repräsentative Räumlichkeiten, ein grindiges AK Büro Marke 70er Jahre taugt da wenig. Das muss schon was hermachen, da geben sich die Wirtschaftsbosse die Klinke in die Hand. Wie groß das Office ist, weiß man noch nicht wirklich. Vielleicht logiert der Alfred anfangs auch nur in einem Gemeinschaftsbüro, so wie viele neue Selbständige, da kann er sich dann Strom, Internet und Kopierer teilen.

25.1.09

Auferstehungslisten

Macht's Euch nur alle lustig über die Trauergemeinde Jörg Haider und ihre Liste, aber das Modell hat Potenzial. In Wien könnten die Roten als "Die Sozialen – Liste Helmut Zilk" der Liste HC Strache locker paroli bieten, es sei denn der Hazeh baut einen Haider, dann hinterlässt er natürlich auch einen Bonus. Und wenn's der Joschi Pröll weiterhin nicht bringt, dann bietet sich immer noch an "Das Vaterland – Liste Josef Klaus", höchstens zu überbieten von "Die Ursozialen – Liste Bruno Kreisky".

Gastrokritiker Obama

So long, Dixie: Jetzt ist es heraußen, dass auch Obama eine Vergangenheit hat, die er uns im Wahlkampf verschwiegen hat: Als Gastrokritiker. "Check, Please" war eine lokale TV-Show in Chicago, bei der Menschen von nebenan ihr Lieblingslokal von nebenan besprachen, also quasi Gusi minus Barolo, und der State Senator von der South Side stellte Dixie Kitchen vor. Keine Gourmet-Küche, sondern "good food for a good price". Hat schon seinerzeit bei Politikern seltene Gabe gezeigt und aus Fehlern gelernt: "Ich habe gelernt, dass man für den Pfirsichkuchen zum Schluss noch Platz lassen muss." Die Sendung wurde übrigens damals nicht ausgestrahlt – weil die Station befand, dass der Mann zu geschliffen redete.

23.1.09

Liste Jörg Haider

Also doch, der tote Jörgl will es noch einmal wissen. Nix da mit ewiger Ruhe, da geht noch was. Das BZÖ tritt als Liste Jörg Haider an. Mit der Urne auf Wahlkampftour, bis zum Aschermittwoch! Lei Lei.

Alles Schrott

Gilt diese Verschrottungsprämie nur für alte Autos? Oder auch für wackelige Bügelläden und Wäscheaufhänger an denen immer so eine Stange runter hängt, die man mit dem Tixo rauf zu kleben versucht. Muss auch auf den Schrottplatz, her mit der Prämie…

Change

Man kann es nicht oft genug wiederholen, Amerika hat Barack Obama, wir haben Faymann/Pröll und die Schottermitzi aus Attnang Puchheim, Insidern auch als NangPu bekannt.

21.1.09

Inauguration

Das gibt´s doch nicht, dass hier keiner ein Wort über diese Inauguration verliert, über die die ganze Welt spricht. Also: Heute wurde im Parlament die neue Justizministerin inauguriert, sprich in Augenschein genommen. Sie ist schwarz, aber nicht sehr. Auf die Frage der Abgeordneten, ob sie eh eine gute Ressortchefin sein werde, antwortete sie sinngemäß: "Yes, we can." Und dann legte sie auf ihre Brille den Amtseid ab, dass sie eine unabhängige Justizministerin sein wird.
Ah ja, und lustig war sie auch. Denn am Beginn ihrer Rede vor dem Nationalrat sagte sie: "Ungewohnt ist das schon hier, mit diesen Zwischenrufen und so. Also im Gerichtssaal war das anders!" Ja, Frau Rat.

17.1.09

Ent-Lauberhorn

O Schi-Gott! Historisches Abfahrtsdebakel der Österreicher am Lauberhorn. Sieger-Lorbeer war vorgestern: Bester Ösi ungefähr auf Rang weiß-nicht-was. Einer schon aus dem Starthaus gestürzt, der andere über die eigenen Schi gestolpert. Die Schweizer lachen sich über uns die gelöcherte Hucke voll. Tja, tut uns leid: Das schreit nach Konsequenzen. Jetzt muss der Sportminister den Hut nehmen.
Wer ist das doch gleich? Ah so: Der Darabos. Nein, der kann als Burgenländer wirklich nix dafür. Für die Eurofighter ja auch nicht.

16.1.09

Prammers Konjunkturpaket

Das nennen wir Politik aus einem Guss: Vor fünf Tagen verkündet der Bundeskanzler ein Acht-Milliarden-Konjunkturpaket und vorgezogene Bauvorhaben gegen die Wirtschaftskrise. Und heute verkündet die Nationalratspräsidentin die Stornierung des seit langem geplanten Umbau des Plenarsaales. Begründung: Die Wirtschaftskrise!

15.1.09

recht oder rechts oder reichts oder was?

Recht muss Recht bleiben, tönt es also populistisch aus den fekterschen Ecken.
Genau, nämlich das Recht, daß unter zehnjährige Kinder bei ihrer Mutter sein wollen und sollen, Asylgesetzpfusch hin oder her.
Da stellt sich eine ÖVP frisch und frierend in Pamhagen hin und murmelt was von supidupi dollem Familienpaket und Rückbesinnung zu christlich sozialer Wärme oder so irgendwelchen Floskeldingens und dann haltet Sie nicht einmal kindliche Rehaugen aus?
Der Rechtsstaat wird die braunen Rehaugen jedenfalls sicher besser aushalten als den braunen Nazidreck, den sich die Regierungsparteien ins Parlament geholt haben.
Aber was tut man nicht alles für die Stimmen der Hazeeh-Wähler.

14.1.09

Basketball statt Bowling

Na bitte, wie versprochen "Change we can believe in": Der neue Bewohner des Weißen Hauses nimmt die Bowling-Bahn heraus und baut sich ein Basketball-Spielfeld im Maßstab 1:1 ein. Dafür sperrt er Guantanamo zu, game over.

9.1.09

I want my Gusi back

Pfoha es ist sooo fad, nicht in Gaza, aber hier in Wien, es ist geradezu beängstigend langweilig, kein Minister beim Friseur, keine Ministerin beim Mulatschag, keine Umfaller, nix nix nix… I want my Gusi back!

Rettet die Porno-Industrie!

Endlich eine wirklich volksnahe Aktion zur Wirtschaftskrise: Die in Las Vegas versammelte Porno-Industrie verlangt einen "Bailout for Porn", quasi Finanzhilfe des kleinen Mannes. Obama hat noch keine Stellung bezogen, äh, das ist jetzt vielleicht nicht die korrekte Art das zu sagen, aber jedenfalls wär das eine Superchance für Faymann seine Popularität zu steigern. Die Krone könnte übrigens für das weitere herzeigen barbusiger Frauen auch beteiligt werden.

Jackpot für arabischen Billigflieger

Das hat sich ja wirklich gelohnt: 240.000 Dollar Schmerzensgeld für den frisch emmigrierten Iraker, der 2006 sein Leiberl ausziehen musste um seinen Flieger besteigen zu dürfen. Hatte die Aufschrift "We will not be silent", in Arabisch und Englisch. Also Leiberl weg oder nicht einsteigen, was den Armen so schockte, dass er jetzt zu seinem Schmerzensgeld kommt. Gehört sich halt nicht, Irakern den Mund verbieten wollen. Das ist halt ein richtiger Billigflieger!

5.1.09

Beruhigender Stillstand

Nicht auszudenken, wenn sich die Regierungsbildung - wie zunächst befürchtet - bis über den Jahreswechsel gezogen hätte. Dann würden wir derzeit trotz Weltfinanzkrise und Nahostkrieg einen politischen Stillstand in Österreich erleben, der sich gewaschen hat. So aber haben wir längst eine neue Regierung, die sich zwar umgehend in einen drei- bis fünfwöchigen Weihnachtsurlaub verabschiedete, uns jedoch in der Gewissheit zurückließ: Es ist ein Stillstand mit Regierung. Beruhigend irgendwie.